Es hat seinen Preis

KMP
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Es hat seinen Preis

Beitragvon KMP » Mi 13. Jun 2012, 12:06

Die Bienenkiste kann man direkt aus der jährlichen Serienproduktion der Lebensgemeinschaft Bingenheim für EUR 235,00 kaufen (Weymouthholz, inkl. Lieferung, Mittelwände usw. -- solange Vorrat reicht); andere Bezugsquellen bieten ähnliche Preisen an. Im Vergleich zur Magazinimkerei ist das nicht so billig, es sei denn man den Preis eines Schleuders einrechnet.

Ich staune wie hoch die "Gebrauchtpreise" meistens sind. (Die Kisten sind in der Regel nicht "gebraucht" sondern aus zweiter Hand und noch unbenutzt.) Das neueste Angebot: EUR 250,00, Selbstabholung gewünscht!

Hier die Gebrauchtbörse:
http://www.bienenkiste.de/bezugsquellen/bienenkiste/gebrauchtboerse/index.html

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mahagugu
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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon mahagugu » So 1. Jul 2012, 13:56

wenn man nicht mal eine Bienenkiste bauen kann, wird man für die Imkerei eh nicht
so fähig sein ...

noch dazu , wo imkern in der Bienenkiste ja nicht besonders leicht ist ...

das einzige was ich an der Bienenkiste gut finde sind die Beschreibungen und Videos
im Netz und vielleicht die Schwarmbörse , aber die funktioniert für Österreich eh nicht ...

besser man liest , auch wo anders was über die Imkerei und schaut sich was an
bevor man sich da blindlinks in die Bienenkistenimkerei stürzt, womöglich noch
mit einer gekauften um 250 Euro ...

Besser man investiert , das Geld in eine Warré-Beute oder gleich in ein normales
Magazin ...

Ein hohler morscher Baumstamm ist grad so gut wie die Bienenkiste.
Der mobile Stabilbau , was die propagieren, ist ein Schwachsinn , weil viel Unterschied
zum Ausschneiden/Zeideln ist da eh nicht, und die Leisten mit Anfangsstreifen ,
sind eh zum Vergessen ... zu groß für die praktische Handhabung.

Gegen die Bienenkiste ist die TBH ja noch HighTech.

KMP
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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon KMP » So 1. Jul 2012, 15:49

mahagugu hat geschrieben:wenn man nicht mal eine Bienenkiste bauen kann, wird man für die Imkerei eh nicht
so fähig sein ...


Ja, das ist eine alte imkerliche Auffassung, die von einigen heute immer noch geteilt wird -- wer nicht schreinern kann/will, kann nicht imkern. In einem englischsprachigen Imkereibuch wird der Neuimker vor solchen "kleinkarierten Ansichten" sogar gewarnt. Und trotzdem werden jede Menge Beuten im Laden gekauft.

Bezüglich den anderen Kommentaren... Die meisten "Rahmen-Imker" haben ganz andere Vorstellung davon, wie man imkern und was dabei herauskommen soll (Beispiel "Imker als Schreiner") als ich.

Was mich betrifft, ich lese und schaue überall und mache auch gleichzeitig einen traditionellen "Imkerkurs" mit Patenimker, den ich zusammen mit einem Freund (er mit Beute und ich mit BK) besuche und ab und zu von ihm zu hören bekomme: "tja, das Imkern mit Beute scheint auch nicht ganz ohne Komplikationen zu sein".

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon mahagugu » So 1. Jul 2012, 22:41

KMP hat geschrieben: ...
Ja, das ist eine alte imkerliche Auffassung, die von einigen heute immer noch geteilt wird -- wer nicht schreinern kann/will, kann nicht imkern. In einem englischsprachigen Imkereibuch wird der Neuimker vor solchen "kleinkarierten Ansichten" sogar gewarnt. Und trotzdem werden jede Menge Beuten im Laden gekauft.
....


Zuviel Enthusiasmus ist meistens nicht zielführend. Wen man Imkerpaten hat , die einem mit Rat und Tat zur Seite stehen geht meistens nicht schief
(nun ja kommt auf die Fähigkeit drauf an ).

Man meint es ja nur gut und deshalb empfiehlt man Anfängern Magazinbeuten, weil man glaubt sie können mit Wildbau und dergleichen nicht umgehen.
Nun, ich bin Anfänger und mittlerweile hab ich damit keine Probleme.

Von der Bienenkiste bin ich dennoch nicht begeistert. Ich würde sie sogar im selben Format lassen.
Den Honigraum würde ich abnehmbar machen , eventuell so , dass man eine Bienenflucht einschieben kann.

Den Kaltbau würde ich auf Warmbau umstellen, dann sind die Oberträger einfacher zu handhaben
und die ganze Kiste würde ich so bauen , dass man oben den Deckel abnimmt und die Oberträger entfernen kann
ohne schrauben zu müssen.

Ich mag für so einen einfachen Eingriff wie Brutwaben entfernen , keinen Akkuschrauber verwenden müssen usw.

Ja , die Kiste umdrehen und von unten behandeln wirkt ja geradezu schildbürgerlich.

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon KMP » Mo 2. Jul 2012, 08:07

apiarius hat geschrieben:was tatsächlich schildbürgerlich ist entscheidedet jeder selber!


Ist von mir kein Problem -- in der Zwischenzeit ist meine Haut dicker geworden. Man gewöhnt sich dran.

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon Manfred » Mo 2. Jul 2012, 12:29

Grüß Euch,

Die Bienenkiste habe ich mal als Stolperstein zum Imkersein bezeichnet.
Diese Meinung habe ich bis heute unverändert beibehalten.

Um das Geld, das dieser Schwachsinn kostet krieg ich eine Ladung Bretter,
ausreichend die Stöcke für eine mittlere Imkerei daraus zu bauen.

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon kaibee » Mo 2. Jul 2012, 12:47

Für mich hat die Bienenkiste eine Daseinsberechtigung wie viele andere Beutentypen auch. Die Betriebsweise hat Vor- und Nachteile, keine Frage. Aber der große Vorteil ist, dass die Bienenkiste und Ihre Bewirtschaftung ein geschlossenes System darstellen. Zur Bienenkiste gibt es hauptsächlich nur eine Internetseite. Das ist der große Vorteil für die Anfänger, die mit geringem Aufwand Bienen halten wollen und nicht durch übereifrige Imker durch Fachvorträge abgeschreckt werden möchten. Wegen der "Einfachheit" muss man natürlich Kompromisse machen.

Vielleicht hätte mal ein schlauer Rähmchen-Magazin-Imker ein ähnliches Projekt starten sollen. Genaue Anleitungen, Videos, Bauanleitungen, (eingeschränkter) Hilfe-Service und und und. Einfach Bienen halten geht sicherlich auch in konventionellen Beuten, allerdings schützt das System (ähnliche wie bei der Warré) die Bienen davor, dass zuviel ins Volk eingegriffen wird. Das finde ich durchaus unterstützenswert!

An vielen Stellen lese ich heftige Kritik gegen die Bienenkiste. Aber dann macht es doch einfach besser! Geht zum Chef, reduziert eure Anstellung auf 60% und startet ein gemeinnütziges Projekt, dass der Imkerei in Deutschland Nachwuchs beschert! Was Erhard Maria Klein mit seinem Projekt geleistet hat, ist absolut respektwürdig. Mit Leuten, die sich ähnlich viel für die Bienenhaltung und nicht nur für Ihren eigenen Honigertrag engagieren, diskutiere ich gerne über die Bienenkiste!

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon zaunreiter » Mo 2. Jul 2012, 14:02

kaibee hat geschrieben:Mit Leuten, die sich ähnlich viel für die Bienenhaltung und nicht nur für Ihren eigenen Honigertrag engagieren, diskutiere ich gerne über die Bienenkiste!


Dann kannst Du dich ruhig weiter mit Manfred unterhalten und über die Bienenkiste diskutieren. ;)

apiarius hat geschrieben:..."Imker"...


Kaum einer weiß, daß Imker "Bienenbehälter" bedeutet.

Und wer nur noch Bienen im Kopf hat, der ist Imker. :lol:

Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon mahagugu » Mo 2. Jul 2012, 14:02

apiarius hat geschrieben:....
Bleib locker, Namenloser (oder schreib in deinen anderen Foren weiter):!:
....


He, ich hab halt eine persönliche Meinung. Geht mir am Geist, wenn man das sachliche
verlässt und nur noch persönlich wird ... Ich hab gesagt was ich sagen will und das sollte reichen.

Die Verantwortung zu beurteilen was gut schlecht , praktisch unpraktisch usw. ist liegt
beim Leser bzw. Anwender ...

Wen wer sich nicht informiert und blindlings mit der Bienenhaltung beginnt, dann ist das
sein Kaffee ... und nur sein Kaffee ...

Falls ich in vorigen Postings irgendwie persönlich geworden bin, dann tuts mir leid ...
wollte da echt niemanden zu nahe treten.

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Re: Es hat seinen Preis

Beitragvon KMP » Mo 2. Jul 2012, 17:07

Dass es auch welche gibt, die blindlings alles weitermachen wie sie es immer gemacht haben war auch ein Thema in dem schon erwähnten Buch. Die Skepsis gegenüber der BK, die man von einigen Imkern zu spüren bekommt (wenn auch immer auf Missverständnisse basiert) ist auch ein Grund warum ich mich dafür entschieden habe.

Was Preis angeht -- am letzten Wochenende wurde uns eine "Entdeckelns-Stände" (Schüssel?) gezeigt. Edelstahl, nur 80 EUR. Aua.
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