Japanische Variante

Roger Delon http://warre.biobees.com/delon.htm
Jean-Marie Frèrès & Jean-Claude Guillaume http://warre.biobees.com/guillaume.htm
Marc Gatineau http://warre.biobees.com/gatineau.htm
Gilles Denis http://warre.biobees.com/denis.htm
Jean-François Dardenne http://warre.biobees.com/dardenne.htm und http://warre.biobees.com/round_and_polygonal.htm
...und andere!
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Re: Japanische Variante

Beitragvon zaunreiter » Mi 2. Okt 2013, 10:16

Kap Horn hat geschrieben:...seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz ...


Das bezweifle ich. :roll:
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Re: Japanische Variante

Beitragvon zaunreiter » Mi 2. Okt 2013, 10:57

Bei dem ganzen Sammelsurium an hows und tos zeigt er nie, wie er es selbst macht. Seine Völker kriegt man auch nicht zu Gesicht. Er breitet nur einen Fächer an Möglichkeiten vor Dir aus. Du kannst Dir dann was aussuchen...

Ja, so ein Museum ist was zum Bestaunen.
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Re: Japanische Variante

Beitragvon zaunreiter » Mi 2. Okt 2013, 11:16

Wer sagt was Wirrbau ist? Das ist ganz einfach: der Imker. Und zu Recht. Denn es gibt Wirrbau, der den Bienen sogar schadet.

Die Bienen bauen in der Natur in der Regel nicht in quadratischen oder rechteckigen Behausungen ihre Waben. Die dürften eher in Zylinderform sein. (Auch wenn die Wände nicht ganz glatt und so rund sind.)

Setzt man sie in rechteckige Behälter, können sie die Orientierung verlieren. Der resultierende Bau ist unregelmäßig und wirr. Wirrbau. Dieser Wirrbau enthält unregelmäßige Zelltiefen und -größen, sowie reichlich Ecken.

Diese Waben sind für die Bienen komplett nutzlos. Komplett. Sie sind Füllwaben, womit leerer Raum gefüllt wird.

Bienen brauchen zum Aufbau eines gesunden Volkes vor allem Arbeiterinnen und die werden in Arbeiterinnenzellen herangezogen, die wiederum relativ (!) regelmäßig sein müssen, damit daraus vollwertige Arbeiterinnen schlüpfen. Insbesondere deswegen, weil der Wärmeerhalt mit einem kompakten Brutnest besser gewährleistet ist. Wirrbau entzerrt das Brutnest und die Anzahl von Arbeiterinnenzellen kann durch Wirrbau stark reduziert werden. Etwa auf die Hälfte! Wo mit regelmäßigen Waben in der Beute 29.200 Arbeiterinnen schlüpfen können, können das mit Wirrbau nur 14.600 Arbeiterinnen sein.

Das bedeutet eine Halbierung der Arbeitskraft beim Sammeln, Putzen, Heizen und Brutpflegen.

In der Natur wurden und werden die Baumstammhöhlen eben mit 20-25 cm Durchmesser und hauptsächlich in nahezu rundem Querschnitt gefunden. 30-40 cm Durchmesser und dann noch in Rechteckform sind eher nicht einprogrammiert, entsprechend "hilflos" sind die Bienen der Situation ausgeliefert.

Das menschengemachte Problem in Rechteckform wird eben mit einer menschengemachten Lösung weitestgehend behoben, indem Du Wachsleitstreifen an den Oberträgern anbringst und so den Bienen zur Orientierung verhilfst. Gleichzeitig hilft es Dir dabei, deine Bienen ordentlich zu pflegen.

Bei all dem was Du vorhast, ist eine Klotzbeute die bessere Wahl. Einen hohlen Baum hast Du dazu ja schon gefunden. Ansonsten verwende Oberträger und Wachsleitstreifen. Ansonsten wird dein (Irr-)Glaube an der Allmacht eines Superorganismus Bien doch recht bald erschüttert werden. Ein Bien ist eben auch nur ein Mensch. :wink:
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Re: Japanische Variante

Beitragvon Rumpel » Mi 2. Okt 2013, 12:32

Verglichen mit meinen Erfahrungen in practical beekeeping ist er sogar sehr reichhaltig

Ja das könnte so sein.
Die Bienen machen bei mir auch oft was ich nicht will.
Gruss Jörn
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Re: Japanische Variante

Beitragvon Rumpel » Mi 2. Okt 2013, 13:52

deine Bienen ordentlich zu pflegen.[

Ja Bernhard, nicht mehr oder weniger, und dann kann man ja immer noch nach den Sternen greifen, mehr is im Moment nich.
Gruß Jörn
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Re: Japanische Variante

Beitragvon zaunreiter » Mi 2. Okt 2013, 14:13

Moin Herr Kapitän,

warum so viele Umstände und nicht gleich eine Klotzbeute? Warum ein unvollständiges Imitat anstatt des Originals?

Gruß
Bernhard
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Re: Japanische Variante

Beitragvon Rumpel » Mi 2. Okt 2013, 14:23

Weil Imker Erfinder sind?
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Re: Japanische Variante

Beitragvon Rumpel » Mi 2. Okt 2013, 15:23

Hallo Kap Horn,
deine Ideen und Vorstellungen teilen doch die meisten hier.
Es ist nur gut wenn sich viele Leute Gedanken machen.
Manches ist machbar, und einiges eben nicht.
Lass den Zirkus mit Biegesperrholz, eine Klotz beute, säge ich mit Quer und Längskette in 20 Minuten.
Sagt dir aber auch nur einer der weiss wovon er redet.
Ich glaube du findest schon deinen weg.
LG Jörn
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Re: Japanische Variante

Beitragvon Rumpel » Mi 2. Okt 2013, 16:00

Ich würde dir raten fange an, und lasse dich von deinen Bienen leiten, und urteile dann.
Hilfe bekommst du hier sehr gute.
Ich denke du solltest dir am Anfang nicht so viel eigene Probleme machen.
Ja ich gebe zu das Warre mass ist gut.
Gruß Jörn
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Re: Japanische Variante

Beitragvon zaunreiter » Mi 2. Okt 2013, 16:15

Also ich habe ja schon viele Leute gesehen, die mit Speilen in Magazinen loslegen wollten. Vorzugsweise Anfänger ohne Bienen. :wink: Und jetzt hört man eben nichts mehr von ihnen. Warum bloß?

Speile wurde ursprünglich dazu eingebracht, um den Stabilbau noch stabiler zu machen, insbesondere bei den Stülpern, um sie stülpen zu können und um damit zu wandern. In Klotzbeuten wurden sie angebracht, damit man das den Honig enthaltene Wabenwerk über dem Brutnest ausschneiden konnte, ohne daß die Brutwaben runterfielen.

Wenn Du in der Warrébeute nur mit Speilen arbeitest, hast Du eine Klotzbeute, die Du notfalls in Scheiben schneiden könntest. Das Wabenwerk wird durchgängig angelegt, von oben bis unten. Und läßt sich auch durch Schneiden mit Draht oder ähnlichem nur unzufriedenstellend voneinander trennen - vor allem: wozu trennen? Die Magazine der Warrébeute sind durch die Oberträger leicht und ohne Bienenschäden und Gematsche zu trennen und damit kannst Du das Volk inspizieren, so wie in einem Stülper durch umdrehen/stülpen. Man könnte von einem Holzstülper sprechen.

Das Stülpen kannst Du nach dem Zerschneiden nicht, denn durch die Sägebewegungen lockerst Du bereits die Waben wieder - zumindest aber wird es richtig heftig vor Honig tropfen. Auf die Bienen, die dann verkleben, auf deine Hände - das ist nicht so schlimm - und auf den Boden. (Was schlimm zu Zeiten der Räuberei ist.)

Die Magazine lassen sich also daher überhaupt nicht trennen. Eine Kontrolle ist daher hinfällig. Wozu dann aber Magazine? Die erübrigen sich dann vollkommen.

Wenn es darum geht, den Honig abzuschneiden, kannst Du das genausogut oder vielleicht sogar noch besser gleich von oben arbeiten. Eben wie in einer Klotzbeute. Deckel ab und Honig rauslöffeln. Oder Du stellst ein Magazin mit Boden und rundem Loch in der Mitte auf die Klotzbeute drauf. Dazu brauchst Du aber keine aus Magazinen bestehende Beute. Sondern eben eine Klotzbeute.

Die Oberträger garantieren eine Schichtenbeweglichkeit zu jeder Zeit, ohne Bienenschäden. Die ganzen Bienenpflegearbeiten, die auch in einer Klotzbeute notwendig sind - lese dazu mal die Ausführungen von Nicol Jacobi aus dem Jahr 1568 - gehen einfacher, schneller und auch bienenschonender von der Hand.

Die anfängliche "Investition" an Arbeitszeit, wobei Du nur 8 Leisten pro Zarge zuschneiden, mit Anfangsstreifen versehen und einpassen mußt, ist schnell wieder reingeholt.

Spätestens wenn Du die ersten in Honig ertränkten Bienen bei deinem Rumgematsche siehst, hast Du dazu keine Lust mehr. Beim Zerschneiden erwischst Du auch die Brut und die zersägten Maden laufen Dir dann als Saft über die Hand.

Neee, das würde ich mir überlegen. Wenn Du schon die ganze Warrébeute zusammen hast, soll es tatsächlich an ein paar Leisten zuschneiden scheitern? :wink:
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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