Rundes Flugloch mit offenem Gitterboden

Hier werden die verschiedenen Böden und die möglichen Ständerwerke diskutiert.
Nöld
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Re: Rundes Flugloch mit offenem Gitterboden

Beitragvon Nöld » Mi 6. Mai 2020, 07:04

Mein 40er Forstnerbohrer macht so ein Loch in 3 Sekunden 8-)

Die gerundeten Kanten sind für die Strömungsoptimierung. Je kleiner die Widerstände, umso kleiner kann man die Öffnung wählen...

Viele Grüße,

Nöld
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ja_stapel
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Re: Rundes Flugloch mit offenem Gitterboden

Beitragvon ja_stapel » Mi 6. Mai 2020, 08:00

Ich hatte hauptsächlich die Überlegung es so "naturnah" wie möglich zu machen. Wenn man bei einer quadratischen Bienenwohnung überhaupt von naturnah reden kann. Astlöcher sind ja auch rund. Aber den Bienen wird es vermutlich egal sein.

Auch finde ich ein rundes Flugloch irgendwie schöner, was jetzt sehr egoistisch klingt. :roll:

Viele Grüße
Jan
Am Ende wird alles gut. Und wenn noch nicht alles gut ist, ist auch noch nicht Ende !

Rolf
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Re: Rundes Flugloch mit offenem Gitterboden

Beitragvon Rolf » Sa 9. Mai 2020, 11:15

Bei meinen Warre's landen die Flugbienen auch oft "innen", nur wenige laufen die letzten 3 cm.
Wasser steht oft auf dem Flugbrett - schlecht.
Ich werde "fast" ohne Flugbrett versuchen, also ohne Flugbrett aber unter dem Flugloch geschlossene Front.
Und dann mit Bernhards "senkrechtem" Flugbrett.

Rolf
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zaunreiter
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Re: Rundes Flugloch mit offenem Gitterboden

Beitragvon zaunreiter » So 10. Mai 2020, 10:23

Einfluss der Oberflächenorientierung auf das Landemanöver

In der Natur landen Bienen selten auf perfekt horizontalen Flächen. Meistens müssen sie Landungen auf unterschiedlich ausgerichteten Oberflächen aushandeln, einschließlich umgekehrter Oberflächen, wenn sie Blumen mit hängenden Blüten suchen. Unsere Ergebnisse legen nahe, dass die Körperhaltung der Biene während der letzten Schwebephase in gewissem Maße auf die Neigung der Landefläche abgestimmt ist. Mit zunehmender Neigung der Oberfläche hebt die Biene ihren Körper und Kopf an, jedoch niemals über einen bestimmten Winkel von der horizontalen Ebene hinaus, selbst wenn sie auf vertikalen oder umgekehrten Oberflächen landet. In Anbetracht dessen, dass das Verhältnis von Körpergewicht zu Flügelfläche (die sogenannte "Flügelbelastung") bei Honigbienen und insbesondere bei Apis mellifera (Hepburn et al., 1999; Goodman, 2003) relativ hoch ist, ist es möglich, dass diese Insekten müssen die Ausrichtung ihres Körpers in Bezug auf die horizontale Ebene in einem begrenzten Bereich halten, um eine stabile Schwebeposition aufrechtzuerhalten. Sollten die Bienen ihren Körper weiter in Richtung der Vertikalen neigen (was das Aufsetzen auf einer vertikalen Oberfläche sicherlich erleichtern würde), würden sie höchstwahrscheinlich an Auftrieb und / oder Stabilität verlieren. Dacke und Srinivasan (Dacke und Srinivasan, 2007) beobachten, dass Bienen ihre Körperachse auch beim Fliegen einer vertikalen Flugbahn nahe an der Horizontalen ausrichten. Solche Einschränkungen können für fliegende Insekten, die wendiger sind, weniger streng sein, z. Fliegen oder Libellen.

https://jeb.biologists.org/content/213/2/262


Ein Flugbrett, das mit 45° angestellt wird, ist zum Landen optimal.
Dateianhänge
Bienen-Landung-Flugbrett.jpg
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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