Bierkasten als Beutenuntersatz/Ständer zum Wandern für Einzelbeutenaufstellung

Hier werden die verschiedenen Böden und die möglichen Ständerwerke diskutiert.
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Schlossimker
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Bierkasten als Beutenuntersatz/Ständer zum Wandern für Einzelbeutenaufstellung

Beitragvon Schlossimker » Do 12. Sep 2019, 23:47

Hallo,
ich hab noch nicht mal mein erstes Volk über den Winter gebracht, und doch läuft mir das Wasser im Mund zusammen beim Gedanken an Sortenhonig. Da die Warre ziemlich klein ist, muss sie doch für die Sortenhoniggewinnung gut geeignet sein.
Meist muss man dazu mit den Bienen dort hin, wo die entsprechenden Blüten sind. Den Warre Boden dazu verwenden würde ausreichen, der ist mit Nut+Feder Brettern und einem Lattenrahmen zur Verstärkung leicht, und leicht zu bauen.

Die Idee, für ein Aufstellplatz mit einen Abstand zum Boden ist, einen umgedrehten leerer Bierkasten zu verwenden. Der hat 4 x 5 Flaschen mit 0,5l, also 30 x 40cm, eine Höhe von 30cm und deckt die Grundfläche der Warre mit Flugbrett gut ab und ist mit 1,50EUR Pfand super günstig. Ist er mit den Jahren mal etwas beschädigt, kann er getauscht werden - was nix kostet. Und man unterstützt durch den Entzug damit die Erhöhung des Kasten- und Flaschenpfandes - wodurch bei uns weniger Pfandflaschen im Straßengraben landen würden. Den Kasten kann man sich in der passenden Farbe, z.B. die der Beute und mit möglichst wenig Werbung mit der Wahl des Weißbieres aussuchen. Allerdings soll das Kastenpfand bald steigen...
Der Kasten ist auch beim Imkern vom Balkon aus verwendbar, notfalls 2 übereinander.

Er bietet durch die Aussparungen für die Griffe die Möglichkeit den üblichen Spanngurt zum Zusammenspannen der Beute mit dem Kasten zu verwenden. Mit einer Holzbauschraube 50cm bis 60cm Lang lässt sich der Warre Boden durch den Bierkasten hindurch im Boden verschrauben.
So sollte das ganze schnell und mit ggf. untergelegten Platten-, Dachziegel oder Fliesenstücken in der Waage aufgestellt werden können.
Der Nachteil ist, das man da Plastik in der Natur verwendet. Bei Mehrfachaufstellung bietet sich auch die übliche Europalette an – die ist aber schwer.

Stehen 2 Linden zusammen, brauchen sie doch im Juli für 2 Wochen eine Warre Beute!
Die ursprüngliche Idee, die komplette Beute mit einem Kletterseil für 2 Wochen über einen starken Ast in den Baum hoch zu ziehen wird wohl nicht funktionieren weil sie im Wind/Gewitter sehr stark schaukeln wird - was meint ihr? Schon zu viel Weißbier getrunken der Franke?

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Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße.

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zaunreiter
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Re: Bierkasten als Beutenuntersatz/Ständer zum Wandern für Einzelbeutenaufstellung

Beitragvon zaunreiter » Di 17. Sep 2019, 14:13

Die Idee ist gut.
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Re: Bierkasten als Beutenuntersatz/Ständer zum Wandern für Einzelbeutenaufstellung

Beitragvon Schlossimker » Do 14. Nov 2019, 02:36

Nachtrag:
Auf den Bierkasten sind 3,10EUR Pfand, geht aber auch noch.
Teuer ist die einzige Schraube, mit der das Ganze vom Beutenboden aus durch den Bierkasten mit dem Erdboden verschraubt werden sollte.
Die gibt es als Dachspanntenschrauben mit bis zu 60cm Länge (~30cm durch den Bierkasten, und ~30cm in die Erde).
Kostet aber leider ab 8EUR pro Stück, und ist so lange wieder verwendbar bis sie verrostet ist.
In die Erde würde sie dann per Akkuschrauber kommen - der ist so leicht, den kann man überall mit hin nehmen - zum einmaligen Auf- und Abbau pro Wanderstandplatz.

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Re: Bierkasten als Beutenuntersatz/Ständer zum Wandern für Einzelbeutenaufstellung

Beitragvon Schlossimker » So 5. Jul 2020, 22:44

Hallo,
ich habs gebaut, und gestern Abend eingesetzt, um 1,5Ha Buchweizen an zu wandern.
Ich kann allerdings nicht empfehlen, den Materialsparensten Weg zu wählen, und gleich den Beutenboden durch den Biekasten mit der Langen Schraube mit dem Boden zu verschrauben. Weil, du wanderst ja mit den starken Völkern. Wenn du da beim ankommen die Zarge(n) - mit Wandergitter oben - auf einen neuen (den festgeschraubten Boden) vom mitgebrachten aus stellen musst, dann quellen unten die Bienen heraus und du kannst nicht auf den neuen Boden abstellen weil du viele Bienen damit quetschst. So stand ich dann da, und hab sie kurz vor dem Absetzten auf den festgeschraubten Boden gehalten - linke Hand und linker Fuß waren auf der Seite vom Flugloch. Sie haben mir durch Handschuh und Imkerhose gezeigt, was sie vom Wandern halten.

Also besser etwas mehr Holz kaufen, und den Bierkasten mit einer aufgelegten seperaten Platte mit dem Boden verschrauben, und darauf die mit gebrachte Beute mit ihrem Boden stellen, ohne den Boden beim Anwandern tauschen zu müssen.

Schlossimker - ein abgestochener Kaiserfranke.
Dateianhänge
1-Fixierungsschraube und Bierkasten.jpg
Geschweißte ca 60cm lange Holzschraube (mit Wasserleitungsrohr verlängert und Beilegscheibe verliersicher eingebaut).
2-Fixierungsschraube durch den Bierkasten (außermittig).jpg
So dachte ich mir, durch den Biekasten hindurch mit der alles verschrauben.
4-Boden mit Schraube durch Bierkasten fixiert.jpg
So dachte ich mir, den Boden gleich selbst fest zu schrauben, also den Stand so vorzubereiten...
5-Fixierungsloch verschlossen.jpg
Wenn der Boden auf einem normalen Beutenbock nicht verschraubt werden muss, wird das Loch natürlich mit einer Holzscheibe verschlossen.
7-Bohrschablone für Boden.jpg
Bohrschablone, damit die (Wander)Böden schneller gebaut werden können.
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