Varroa im Wandel der Zeit

stefanzo
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Varroa im Wandel der Zeit

Beitragvon stefanzo » Sa 17. Mai 2014, 23:50

Wie stark hat Heideimker damals das erste Auftreten der Varroa beeinträchtigt? Und mußten Betriebsweisen gravierend verändert werden. Wer weiß etwas darüber?
mfg stefanzo

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zaunreiter
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Re: Varroa im Wandel der Zeit

Beitragvon zaunreiter » Mo 19. Mai 2014, 13:34

Aus erster Hand kann ich leider nicht berichten. Die Umstellung auf Segeberger Plastikbeuten hatte mehr den Zeitgeist als Grund als Schäden durch die Varroa. So zumindest entnehme ich es einem Gespräch mit einem der alten Heide-Berufsimker (mit über 1.000 Körben), das ich vor langer Zeit mal geführt habe.

Für die Heideimker ist es schwierig, den optimalen Behandlungszeitpunkt zu finden, weil die Heidetracht ja sehr spät im Jahr läuft. Das ist da ganz ähnlich, wie bei der Warré-Betriebsweise (das Original). Also mit Ernte im Herbst. Heute wird das gelöst, indem die Schwärme eingefangen werden, dann erst behandelt (Oxal- oder Milchsäure) und erst dann eingeschlagen werden. Beim Abtrieb der Völker im Herbst, werden die Völker nochmal mit Milch- oder Oxalsäure behandelt. Problematisch wird es durch den Verflug der Varroa am Heimstand. Also die Varroen in den Schwärmen werden ja behandelt - aber in den abgeschwärmten Völker bleiben sie stehen und von dort aus verteilen sie sich auf die Schwärme. (Kontakt zwischen Muttervolk und Schwarmvolk.)

Da bleibt eigentlich nur, die abgeschwärmten Völker durch Abtrommeln nach einer Woche aufzulösen und gleichzeitig mit den Schwärmen zu behandeln. Jedes abgetrommelte Volk erhält eine Schwarmzelle, die überzähligen Schwarmzellen kommen in je ein kleines Begattungsvölkchen. (Pöttcher werden diese Minikörbe genannt.)
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stefanzo
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Re: Varroa im Wandel der Zeit

Beitragvon stefanzo » Mo 19. Mai 2014, 22:13

Danke für die Antwort. Die Ähnlichkeit der Betriebsweise beschäftigt mich heuer besonders, da wir in Österreich noch immer nicht genau wissen womit wir heuer gegen die Varroa noch behandeln dürfen.
mfg stefanzo


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