Fensterzargen abschließbar machen?

Alles rund um die Zargen und Oberträger in einem Warré-Bienenstock.
Benutzeravatar
Schlossimker
Beiträge: 15
Registriert: Fr 14. Sep 2018, 22:47
Wohnort: Schwabach

Fensterzargen abschließbar machen?

Beitragvon Schlossimker » Di 9. Apr 2019, 20:04

Hallo,
ich bin gerade am zusammen schrauben meiner (Warre)Zargen, alle mit Fenster.
Ich frage mich ob es nicht sinnvoll wäre einen einzigen Bügel irgendwie mit zu konstruieren,
der per einfachem Schloss alle Fenster auf einmal gegen öffnen (ohne Schlüssel oder entsprechendes grobes Werkzeug) sichert.

Meine Beuten werden wohl sehr offen einsehbar in 4m Abstand an einer wenig befahrenen Verbindungsstraße mit etwas Büschen stehen, und es wird mehr oder weniger Publikumsverkehr geben (Fußgänger, Radler, Reiter und Autos) Es ist Stadtrand, Chaoten gibt es hier auch gelegentlich. Wenn da einer den Fensterladen als solchen erkennt, öffnet, und offen stehen lässt, schlimstenfalls im Winter, trennt nur vorraussichtlich 4mm Glas den Bien von der Kälte. Ich werde schlimmstenfalls nur alle 2 Wochen vorbeikommen (ist zwar nur ca. 500m weg, aber ich könnte oft faul im Warmen sitzen bleiben).

Wie macht Ihr das, wenn Ihr Fenster habt? Was habt Ihr dann für Erfahrungen gemacht?
Vielen Dank für hilfreiche Bemerkungen,
Schlossimker, ein Kaiserfranke
Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4607
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Fensterzargen abschließbar machen?

Beitragvon zaunreiter » Di 9. Apr 2019, 21:37

Klingt vernünftig.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Deichkind
Beiträge: 201
Registriert: Mo 7. Jan 2019, 14:03
Wohnort: Nordseeküste SH

Re: Fensterzargen abschließbar machen?

Beitragvon Deichkind » Do 11. Apr 2019, 16:12

Wie wäre es denn mit Kette und Vorhängeschloss um den ganzen Kasten? Statt der Spanngurte um die andere Seite, vielleicht durch zwei vorgebohrte Löcher im Dachfirst vorne und hinten geführt? Das ganze dann auf ne Palette. Dann bräuchte man auch grobes Werkzeug um den Kasten aufzumachen.
Anfängerin 2019
Volk 1 Naturschwarm einlogiert 15.05.19
Volk 2 Naturschwarm einlogiert 01.06.2019
Volk 3 Naturschwarm einlogiert 24.06.2019
Imkerverein + Imkerkurs konventionell vor Ort

Benutzeravatar
Schlossimker
Beiträge: 15
Registriert: Fr 14. Sep 2018, 22:47
Wohnort: Schwabach

Re: Fensterzargen abschließbar machen?

Beitragvon Schlossimker » Mo 24. Jun 2019, 00:34

Wie ich mich nun entschieden hab:
Die Ideen von Deichkind habe ich mir lange überlegt.
Aber ich wollte keine Stange an der ich jedes mal herum schrauben muss um rein zu schauen - das macht auch die letzte Biene wach.
Und auch keine großen Löcher die bei mir die Griffe auf der Fensterseite in der Mitte schwächen, da ich etwa eine "Zarre" gebaut habe mit vertieften Griffen.
Ein Seil wollte ich nicht, weil wenn es rund herum um die Zarge mit der Fensterseite gehen soll, dann müsste es auch durch das Flugbrett.
Ich denke einen Verschluss, den man nicht sieht, für den man eine einfaches Werkzeug braucht um ihn zu öffnen, das der Neugierige nicht dabei hat, ist die Lösung. Dann habe ich noch das Scharnier weg optimiert, weil es bei meinen vertieft sitzenden Fensterdeckeln sichtbar wäre.
So sieht das verschlossenen Fenster aus:
Fensterdeckel_25.png

Die Druckverschlüsse sind relativ einfach gebaut:
- Eine 22,5mm lange Edelstahl Druckfeder mit 5mm Durchmesser (vom großen Versender in 45mm und halbiert, kommt dann wohl aus China)
- Eine >=45mm M5 Edelstahl Imbusschraube, dessen Imbus auf 5mm aufgebohrt wird und deren Gewinde abgeflext wird, so das sie Gesamt nur 24mm lang ist
- Ein M6 Einschraubgewinde für Holz (nicht aus dem Baumarkt, deren Aussendurchmesser ist größer 10mm, sondern Fachhandel)
DruckVerschlussEinzeln_50.png

Zusammengesteckt sieht das ganze so aus und man muss sich keine Gedanken um das Inengewinde der Einschraubmutter machen, so lange der Schaft der Imbusschraube kein Gewinde mehr hat verhakt ich da nix. Die Feder wird in den aufgebohrten Imbus eingedreht und hält zum Einstecken/Einschrauben der Einschraubmutter fest. Ist alles drin, steht sie unter Druck. Das Loch zum Reinsteken/Einschrauben wird mit 9mm gebohrt (bei 10mm Aussendurchmesser der Einschraubmutter und etwa 25mm tief, dann wird noch weiter auf 35mm Tiefe mit einem 6mm Bohrer gebohrt. Dann wird die Feder am anderen Ende auch etwas geführt, und man kann den Druckknopf nicht weiter als bündig zur Außenkante eindrücken. Etwas einfacher könnte man auch mit 9mm Durchmesser gleich 35mm tief bohren. Sollte die Einschraubmutter länger oder kürzer sein bohrt man etwas tiefer oder weniger tief. Zum einfachen festlegen der Bohrtiefe kann man einen etwas abgeschnittenen, entsprechend dicken Dübel über den in die Bohrmaschine gespannten Bohrer stecken und mit dessen Einspanntiefe die Bohrtiefe fein justieren. Bohren kann man dann nur so tief bis der übergesteckte Dübel am Bohrloch anliegt.
DruckVerschluss_50.png

Zum öffnen muss man wissen, wo zwei 1,5mm kleine Löcher sind, durch die man mit einem Drahtstück die beiden Druckknöpfe nacheinander zum öffnen zurück schieben muss.
An der anderen Seite ragen 2 Edelstahlstreifen in Ausfräsungen und halten den Deckel fest. Da fällt mir gerade ein, die kann man sich auch noch sparen, wenn man die Druckknöpfe etwa mittig anbringt um den Deckel komplett fest zu halten.

Sicher etwas schwieriger zu öffnen als ein normaler Riegel, aber nicht von jedem!
Dateianhänge
DSCF5448_12.png
Der Schaden der mich ängstlich gemacht hat. Der Koch steht am Eingang zu einem kleinen Cafe etwa 200m von meinem Stand entfernt und hatte bis vor nem guten Jahr noch zwei schöne weiße Hände. Das Cafe befindet bei uns am Eingang der Alley der Vandalen, ein Weg zum nächsten Dorf an dem lokale Künstler ihre Kunstwerke dauerhaft zeigen. Die werden immer wieder mal zerstört.
DSCF5448_12.png (227.82 KiB) 116 mal betrachtet
Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!


Zurück zu „Die Warré-Zargen und Oberträger“