Caro's & Andreas' Bienen

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
Rolf_L
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Rolf_L » So 23. Jun 2019, 16:11

Hallo Caro,
habt Ihr dieses Jahr gar keine Schwärme gehabt?
Wenn doch, würde ich es nächstes Jahr mal mit Lockbeuten probieren. Es ist viel einfacher den Schwärmen "schönen Wohnraum" anzubieten als auf Leitern hinterher zu klettern. Um man lernt dazu.

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biene0.1
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon biene0.1 » So 23. Jun 2019, 17:26

hallo Caro, hallo Rolf,
das ist tatsächlich eine gute Möglichkeit.
In diesem Frühjahr habe ich an dem Standort, wo ich nicht jeden Tag nachschauen kann, zwei Schwarmkästen aufgehängt.
Und tatsächlich! Es hat bei einem geklappt. Die Kästen hatte ich mit Rähmchen und wenig altem Wabenwerk ausgestattet.
Als ich den Einzug eines Schwarmes bemerkt habe waren nahezu alle Rähmchen ausgebaut. Eine Woche später habe ich die Waben in einen Ableger ohne Königin umgehängt.
In der kommenden Woche bekommt dieses Volk einen Honigraum. Es ist noch starke Tracht von der Linde und vom Bioacker.
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

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Caro
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » So 23. Jun 2019, 22:47

Hallo Rolf, hallo biene0.1,
wird sind ziemlich sicher, dieses Jahr - zumindest bisher - keinen Schwarm gehabt zu haben, obwohl in Berlin reihenweise Schwärme abgingen. Von unseren Völkern wurden bisher nur zwei vermehrungsfreudig, und da haben wir den Schwarm durch Teilung vorweggenommen. Ich denke, dass unsere Raumgabe bei Platzbedarf schwarmdämpfend wirkt.
Prinzipiell sind Schwärm etwas schönes, aber nicht in der Stadt und auch nicht bei angrenzenden 25m hohen Straßenbäumen - mit Leiter und Teleskopstange einfach unerreichbar. (Und der Privateinsatz der Berliner Feuerwehr würde 5-stellig kosten.)
Der Tip mit der Lockbeute ist leider zwiespältig, denn es ist nicht erlaubt, gebrauchtes Beutenmaterial offen stehen zu lassen. In Berlin haben wir inzwischen eine hohe Bienendichte und leider jedes Jahr irgendwo ein Vorkommen von AFB, weshalb die Amtsveterinäre da ziemlich allergisch drauf reagieren würden.
Außerdem haben wir eine deutlich höhere Völkerzahl als geplant und wollen nicht noch mehr vermehren. Mit unserer typischen Sommerbehandlung nach einer Variante der Methode Teilen und Behandeln bekommen die Völker auch ohne Schwärmen eine Brutpause.
Und die große Baufreunde eines Schwarm kann uns dieses Jahr auch nicht mehr beeindrucken: Unser Pflaumenvolk (Brutling vom letzen Jahr) hat in nur drei Tagen zehn Zandermittelwände (seine 5. Zarge) ausgebaut.
Ansonsten ein Nachtrag zu unserem Heidelbeer-Flugslings-Ableger:
Die Nachzuchtkönigin war am 12.06. geschlüpft und - wie ich heute nachgesehen habe - ist sie in Brut gegangen: Eine Wabe voll Stifte und bei wenigen Zellen ist Futtersaft enthalten, so dass wohl gerade die ersten Larven aus ihre Eiern schlüpfen, d.h. sie dürfte seit 20.06. stiften.
Viele Grüße, Caro & Andreas

Rolf_L
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Rolf_L » Mi 26. Jun 2019, 20:55

Hallo Caro,
es ist nicht erlaubt alte Bienenstöcke offen stehen zu lassen. Aber es ist nicht verboten 40 l große Holzkästen mit einem 3 cm-Loch an einem schattigen Platz (z.B. neben einem Fenster im Obergeschoss) aufzuhängen.
Und bei Schwärmen die unerreichbar sind, und die Du nur ziehen lassen kannst, besteht eine kleine Chance, dass sie freiwillig zu Dir kommen. Je besser der Kasten den Bedürfnissen der Bienen entspricht, desto größer die Chance.

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon biene0.1 » Mi 26. Jun 2019, 21:15

hallo,
in diesem Jahr die ersten zwei von 3 Schwarmkästen in alte Bäume gehängt.
Sie sind innen im gleichen Maß wie meine BR-Zargen (336 x 336 x 400). So hängen da 8 Halbrähmchen drin. In einem Rahmen habe ich ein Stück alte Brutwabe eingeklebt.
Und siehe da: Ein Schwarm!
Ein zweiter Schwarm ist in eine (vermeindlich verschlossene) Kugelbeute eingezogen. Es können auch zwei gewesen sein, denn nach drei Stunden waren immernoch sehr viele Bienen auf einem angelegten Einlaufbrett und an der Beute.
Ich halte es für richtig, den Schwärmen, die nicht eingefangen werden können, ein angenehmes Domiziel vorübergehend anzubieten. So müssen sie nicht in unzugänglichen Notquartieren ohne Betreuung vergammeln.
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Christine » Mi 26. Jun 2019, 21:24


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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon biene0.1 » Mi 26. Jun 2019, 21:46

Das Stück Brutwabe war etwa 6 x 6 cm groß und vom Vorjahr. Nicht mit Brut. Warum auch?
Nein, dieses Stück habe ich nicht bienendicht vepackt. Im nächsten Jahr werde ich das beachten. Es genügt ja diese Packung auf den Kastenboden zu legen. Ich danke für den Hinweis.
Harald
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Christine » Mi 26. Jun 2019, 22:44

Hallo Harald, wir kennen uns noch nicht, ich hatte es mit einem ganz großen Zwinkern gemeint :-)

Wenn Du, die Mitleser und ich auch es nächstes Jahr aber so machen, wie es im Link beschrieben ist, dann sind wir alle auf der sicheren Seite.

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » So 30. Jun 2019, 23:16

Brütende Hitze mit 38°C und wolkenlosem Himmel. Die Linde dürfte weitgehend abgeblüht sein, jetzt wird "geläppert". (Oder auch Honigtau gesammelt?)
Im eigenen Garten finden die Bienen einiges, u.a. Sonnenaugen, Sonnenhüte, Feinstrahl, Liguster. Im Oregano-Feld wird sehr eifrig gesammelt, hier ein Ausschnitt:
Oregano.png

Die Stockrose blüht auch, zwar nicht mit ganz so vielen Blüten, aber dafür mit Gedränge - nur so eilig wie beim Oregano haben die Damen es nicht, eher ein gemütliches Beisammensein:
Stockrose.png

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Sa 13. Jul 2019, 22:37

Mit dem Ende der großen Trachten müssen wir wieder sehr vorsichtig sein bzgl. Räuberei: Permanent sind Bienen am Suchen von Hintereingängen! Und wenn wir ein Volk für Durchsicht oder Honigernte öffnen, dauert es keine 30 Sekunden, bis die ersten Sucherbienen in die Wabengassen drängen, was das ganze sehr anstrengend werden lässt. Abgenommene Zargen kommen auf einen separaten Boden mit verschlossenem Flugloch und werden oben Bienen-dicht verschlossen und Einzelwaben landen schnell in Ablegerkästen, aber die Räuber versuchen überall reinzukommen und schnell gibt es Kämpfe.

Unsere "Krimis" gehen dennoch weiter:
Unser Spierenstrauchvolk ist leider immer noch krank mit Paralysevirus und dabei weiter geschrumpft, aber die junge Königin stiftet fleißig und nächsten Donnerstag sollte die erste neue Brut schlüpfen - wir hoffen, dass es dann die Krankheit überwindet und das Volk endlich die Zitter-Drohnen rauswirft statt sie zu füttern.
Beim Johannisbeervolk gab es vor zwei Tagen am Abend große Aufregung am Flugloch und wir waren schon besorgt, was dort los ist: Es zeigte sich, dass die Arbeiterinnen sämtliche Drohnen am Einflug hinderten und alle Drohnen aus dem Volk hinauszerrten - das war eine sehr deutliche und heftige Drohnenschlacht. Am Morgen war wieder Ruhe und es lagen hunderte tote Drohnen vor dem Volk.
Beim Buchenbrutling vom letzten Jahr (dem Rotbuchenvolk) gab es heute eine Überraschung: Das Volk war ungewöhnlich aufgeregt und es war eine neue ungezeichnete Königin im Volk - die "alte" Köngin "Rot 8" war verschwunden. Und es gab nur noch verdeckelte Brut aber keine jungen Larven. Das ganze sah nach einer Umweiselung aus, was bei einer einjährigen Königin eher ungewöhnlich ist. Noch seltsamer ist aber, dass wir keine einzige Weiselzelle (bzw. Reste hiervon) entdeckten, aus der diese neue Königin geschlüpft sein könnte, so dass wir erhebliche Zweifel haben, dass es wirklich die Tochter der "Rot 8" ist.
Beim Ulmenvolk gab es auch eine Merkwürdigkeit: Die kleine quirlige schwarze Königin hatten wir nie fangen und zeichnen können, doch diesmal war die anwesende Köngin geruhsamer unterwegs, so dass wir sie endlich fangen und zeichnen konnten. Doch beim Zeichnen sahen wir, dass ihre Bauchseite ungewöhnlich hell ist und dass ihr ein Teil vom linken Hinterbein fehlt! Woher hatte sie diese Verletzung??? Ist das überhaupt unsere "alte" Ulmenkönigin? Sie wirkt zumindest deutlich pummliger. Wir kommen langsam zu dem Schluss, dass wir unsere Königinnen genauer ansehen und ihre Beschreibung festhalten oder am besten fotografieren müssen. Auch dieses Volk hatte keine einzige Weiselzelle, so dass Umweiselung ausgeschlossen ist. Eine signifikante Brutpause gab es in diesem Volk nicht.
Viele Grüße, Caro & Andreas


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