Manfred's Bienen

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
Manfred
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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Manfred » Fr 23. Aug 2019, 11:26

Grüß Dich, Andrea

Ich will das dem Volk zur Verfügung stehende Volumen unverändert lassen - die Viecher haben einen ganz ausgezeichneten Raumsinn - zudem nutzen sie die ursprünglich leer untergesetzten Waben schon wieder für Brut und Pollen.

Über Winter ist der Leerraum unten dann ein guter Puffer und im Frühjahr läßt sichs dann am bequemsten tauschen.

Gutes Lesefutter: http://www.immenfreunde.de/nestduft.html

HG Manfred

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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Deichkind » Sa 24. Aug 2019, 07:32

Moin Manfred,

ok das habe ich glaube ich verstanden. Daraus ergeben sich für mich gleich die nächsten Fragen.

Wenn Du das Volumen ganzjährig konstant hälst, was tust Du zur Schwarmzeit?

Auf welche Art bildest Du Ableger?

Wenn Du Ableger bildest, bekommen die dann auch gleich das volle Beutenvolumen?

Neugierige Grüße


Andrea
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Manfred
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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Manfred » Sa 24. Aug 2019, 14:35

Grüß Dich, Andrea

Bei zunehmernder Schwarmreife der Völker, bei mir hier so Anfang Mai, arbeite ich den Stand in Reihenarbeit durch.
Es wird je nach Vorgeschichte - ersichtlich an einfachen Notizen am Beutendeckel - entweder nur die Königin entfernt oder ein kleiner vorweggenommener Schwarm, der dann neben Jungbienen und Königin auch noch 2 fette Honig/Pollenwaben aus dem Stammvolk als Mitgift erhält, gebildet.

Die sitzen dann vorerst, getrennt durch Folie und mit offenem Bohrloch, übereinander.

Im Stammvolk belasse ich jüngste Weiselzellen oder mache bei Völkern, die noch keine WZ pflegen das da:
http://www.mdasplitter.com/docs/Helpful ... ng-web.pdf

8- 10 Tage später vereinzle ich wieder in Reihenarbeit die WZ, bilde wenn ich noch vermehren will zargenweise Begattungsableger und setze Völkern, deren Königinnen mich weniger begeistert haben, eine Wabe mit Wz aus besseren Völkern ein.
Die Wirtschaftsvölker des Standes stehen jetzt wieder an ihrem angestammtem Platz, sind 24 Tage nach Beginn der Aktion brutfrei und ich kann in der Regel üppig schleudern und so Platz für die bald in Eilage gehenden Jungköniginnen schaffen.

30 Tage nach Schritt 1 vergewissere ich mich, ob die Begattungen geklappt haben, wo es schiefgegangen ist wird ein gelungener Begattunsableger oder einer der Vorweggenommenen eingesetzt.

Was dann im Juni noch getrennt dasteht, verschenke, verkaufe oder vereinige ich.

HG Manfred

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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Manfred » Sa 12. Okt 2019, 09:30

Grüß Euch,

Gestern habe ich erfreut festgestellt, daß aus dem Fundus des ehemaligen IWF ein lange verschollener Film aufgetaucht ist:

https://av.tib.eu/media/30227

HG Manfred

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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Deichkind » Sa 12. Okt 2019, 22:45

Der Film war es wert, morgen unausgeschlafen zu sein! Vielen Dank fürs Teilen. Natürlich habe ich mich gelegentlich etwas gegruselt (wenn man vor dem ersten Bienenkontakt Honigverordnung und aktuelle Hygieneregeln gepaukt hat, kann das nicht ausbleiben). Die Betriebsweise ist aber hochspannend und macht auch wieder Mut, was den herzhaften Umgang mit Naturwaben angeht. Da juckt es in den Fingern, die Pflanze anzubauen und so einen Stock zu bauen.
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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Manfred » So 13. Okt 2019, 00:50

Grüß Dich, Andrea

Zum Frühstück gibts eine weitere Teilungsmöglichkeit:

https://www.youtube.com/watch?v=zF-_gdFhA40

HG Manfred

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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Deichkind » So 13. Okt 2019, 11:35

Moin Manfred,

könntest Du Dir eine funktionierende Varroabehandlung in solchen Tunnelstöcken vorstellen?

Es ist ja wirklich beeindruckend mit wie wenig Platz hier eine größere Zahl von Völkern gehalten wird.


Grüße

Andrea
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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Deichkind » So 13. Okt 2019, 14:39

Dieses „Hochräuchern und Abtrommeln“ aus dem zweiten Video, könnte das auch funktionieren wenn man eine leere Beute auf den Standplatz der alten auf den Beutenständer stellt und dann die alte Zarge auf den Boden davor mit einem „Einlaufbrett“ zum Flugloch der neuen Beute? Wenn es funktioniert wäre das doch eine sehr elegante Form der Ablegerbildung mit totaler Bauerneuerung beim neuen Volk? Dann könnte man das neue brutfrei behandeln und das alte wenn alles ausgelaufen ist ebenso bevor man beweiselt (oder beweiseln lässt). Könnte man so im Stabilbau auch einen Schwarm vorwegnehmen?
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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Manfred » Mo 14. Okt 2019, 11:46

Grüß Euch,

@Andrea: Zu Deinen Fragen - ja - ja theoretisch und praktisch beides machbar.

Zu den vielen Ideen: Notieren - gut abliegen lassen und dann im zeitlichen Abstand wieder anschauen - was brauchbar ist, erweist sich dann als beständig.

Ablegerstand: Zerspragle Dich und Deine Völker nicht. Ausweiten würde ich mich erst, wenn ich daheim über eine gefestigte Routine und Sicherheit im Umgang mit den Viechern verfüge. Halt´s einfach ist ein praktisches Prinzip, das hilft, unnützen Ballast loszuwerden.

Wir - meine Partnerin Traude und ich hatten es gestern spätnachmittags recht lustig bei den Bienen. Ich habe mir nach jahrzehntelangem waagelosem Dasein eine Plattform-Pakektwaage geleistet, um vergleichsweise die winterliche Zehrung von Flachzargen und Naturbau-Schließrahmenstöcken zu eruieren.
Behufs dessen hoben wir gemeinsam die Stöcke vom Standplatz auf die Waage und retour. Klappte komplikationslos bis zum Letzten. Dessen Bienen quollen beim Absetzen auf die Waage erbost aus dem Flugloch und begannen, mich beißend zu attackieren.
"Ui, de wean narrisch" - Worauf wir beide den Rückwärtsgang einlegten - Ich Richtung Werkzeughütte um schleunigst den Smoker in Gang zu setzen und die Traude lachend ein paar Schritte weg aus dem unmittelbaren Gefahrenbereich. Ohne Rauch gehts auch, nur in dem Fall hat er gut zur Beruhigung der Gemüter beigetragen, sodaß wir dann unbehelligt den Stock dann zurücksetzen konnten.

Aktuell treibt mich auch eine Idee um. Die Zutaten:

https://images-na.ssl-images-amazon.com ... L1500_.jpg
https://images-na.ssl-images-amazon.com ... SX679_.jpg
https://images-na.ssl-images-amazon.com ... L1001_.jpg
https://www.isolehm.at/4c_feinputz.php

"In jedem Mann ist ein Kind versteckt, das will spielen" :lol:

HG Manfred

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Re: Manfred's Bienen

Beitragvon Deichkind » Mo 14. Okt 2019, 14:16

Hallo Manfred!

Du hast mit deinen bremsenden Worten recht. Zu der Erkenntnis bin ich nach einer Nacht drüber schlafen auch gekommen. Der Garten gibt Platz für 4 Völker her. Wenn die dann irgendwann ruhig und routiniert laufen, spreche ich mit den zuständen Leuten für die zwei potentiellen tollen Standorte, die mir eingefallen sind. Bis dahin behalte ich die Standortideen schön für mich, damit sie mir keiner wegschnappt.

Im Mai werde ich dann (sofern es noch lebt) bei meinem Volk 2 das mit dem Schwarmvorwegnehmen nach der Methode aus dem Film versuchen. Die brauchen nämlich neues Wabenwerk, nachdem ich ihnen vor einiger Zeit ausgerechnet die „Kernwabe“ abgerissen habe. Die steht aktuell noch von Bindfaden und Stöcken gehalten auf dem Oberträger der Zarge darunter. Für den Winter und die Durchlenzung wirds noch halten.

Schön auch von den ganz erfahrenen gelegentlich von einer Panne zu lesen.

Deine Zutaten verraten gerade genug für Ahnungen und Neugier.
Da bin ich mal auf das Endergebnis brennend gespannt! Wird auf jeden Fall kein langweiliger Winter.

Grüße

Andrea
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