Wohnen im Bienenhaus

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
biene1.0
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon biene1.0 » Fr 23. Feb 2018, 17:36

Hallo Bernhard,
das geht ans Herz. Glückwunsch zu solcheiner Nachfolgerin. Ihr macht mit dem Kind alles richtig. Ich bin auch so aufgewachsen. Mir war (und ist) auch nichts tierisches fremd.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer

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zaunreiter
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon zaunreiter » Fr 9. Mär 2018, 02:11

Bis jetzt leben die Bienen auf den Anfangsstreifen mit Schadwachs noch, wenn auch deutlich schwächer als die auf gutem Bienenwachs. Aber immerhin!
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Mal den Zustand erschnüffeln. (Man kann mit Übung alle Zustände eines Bienenvolkes erschnüffeln.)
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Brutschäden sind wieder zu sehen.
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Die Bienen sind am Arsch. :whistle:
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Kuscheln mit Bienen.
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Einer meiner Zuchtmütter für dieses Jahr. Eine Elgon-Nachzucht, auf einer Gebirgsbelegstelle angepaart.
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Nach einem Tag Arbeit in den Bienen sind die Hände voll Propolis.
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Jeden Tag.
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Einer meiner Bienenstände.
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Mein Frau und meine Tochter kommen mit Kaffee und Broten zur Mittagspause vorbei.
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Mein Hund ist immer dabei. Wenn auch meist mit respektvollem Abstand. :lol:
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon Johannes-Mellifera » Fr 9. Mär 2018, 07:11

Schön zu sehen, dass die neue Saison endlich startet.
Wie sieht es denn sonst bei deinen Völkern aus? Waren deine Rettungsmaßnahmen erfolgreich und sind die Wirtschaftsvölker bald "trachtfähig"?

Ich bewundere dein Durchhaltevermögen und wünsche dir viel Erfolg in der anstehenden Saison!

LG Johannes

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Eine Mitgliedschaft wäre ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene. Natürlich sind alle herzlich willkommen!

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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon KMP » Fr 9. Mär 2018, 09:15

Der tägliche Kontakt zum Propolis birgt ein bestimmtes Risiko...

https://www.dermnetnz.org/topics/contac ... -propolis/

1) "Propolis was the second most common positive patch test allergen after nickel in children and the fourth most common in adolescents."
2) "beekeepers – propolis allergy can develop after many years of exposure. In one study the average exposure time before developing propolis allergy was 9.5 years (range 0.1-35 years)."
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon zaunreiter » So 11. Mär 2018, 08:52

KMP hat geschrieben:Der tägliche Kontakt zum Propolis birgt ein bestimmtes Risiko...


Nein. Das ist nicht ganz korrekt. Nicht der tägliche Kontakt zu Propolis (zu Bienengift, zu ...) birgt die Gefahr der Allergieentwicklung. Sondern der unregelmäßige, sporadische Kontakt über einen längeren Zeitraum hinweg.

So ist zumindest die empirische Erfahrung in der Apitherapie.

Typischerweise entwickeln die „Lederhandschuh-Imker“ mit Schleier und Raumanzug eine hohe Sensibilität und später eben auch allergische Reaktionen bis hin zum anaphylaktischen Schock. Und das, obwohl sie schon „über 10 Jahre Imkern“.

Wer also Vermeidungsverhalten an den Tag legt, und Propolis und Stichen aus dem Weg geht, und deswegen unregelmäßig alle paar Jahre oder Monate hier und da mal einen Stich kriegt oder ins Propolis greift, der ist in der größten Gefahr, irgendwann mal zappelnd am Boden zu liegen.

Ihr könnt mich ja beobachten. Ich setze noch einen drauf: ich nehme Propolis sogar innerlich zu mir. Jeden Tag. Auch schon Jahre.

Ich bekomme im Durchschnitt täglich 20 Bienenstiche von Mai bis September. Mal weniger, so 5 Stiche. Bis zu 500 Stiche am Tag. Im Schnitt eben 20 Stiche am Tag. Durch die große Anzahl der Bienenvölker lässt sich das gar nicht vermeiden.

Das sind 3.000 Bienenstiche im Jahr. Ich sag meinen Honigkunden immer: Honiggeld ist Schmerzensgeld. Ich besitze gar keinen Schleier mehr und brauche den auch nicht.

Ich werde immer gefragt, woher ich die Kraft nehme, das alles körperlich und geistig durchzuhalten. Meine Antwort: Ganz einfach. Die Bienen geben mir diese Kraft. Denn Stiche und Propolis sind heilsam. Kann jeder selbst erfahren. Und die alten Imker sind nicht älter geworden als der Durchschnitt der Bevölkerung, weil sie den Vollkontakt mit den Bienen vermieden haben. Sondern weil sie die Liebe der Bienen angenommen haben.

Das fehlt in der heutigen Zeit in vielen Bereichen. Alles findet distanziert statt. Nähe ist out, immer muss eine Schutzschicht dazwischen. So funktioniert das Leben aber nicht.
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon zaunreiter » So 11. Mär 2018, 09:00

Eine „Propolisallergie“ wird oft als Ausrede genutzt, um doch irgendwelche Handschuhe anziehen zu können. Auch Einmalhandschuhe. Hauptsache es piekt nicht so doll. He he :whistle:
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon KMP » So 11. Mär 2018, 09:03

zaunreiter hat geschrieben:Wer also Vermeidungsverhalten an den Tag legt, und Propolis und Stichen aus dem Weg geht, und deswegen unregelmäßig alle paar Jahre oder Monate hier und da mal einen Stich kriegt oder ins Propolis greift, der ist in der größten Gefahr


Na, dann stehe ich oben auf der Liste. Aber wenn ich sehe wie deine Hände aussehen, da greifen meine Hände automatisch/spontan nach Handschuhe -- liegt wohl in meinen (nicht-imkerlichen) Genen. Aber lassen wir uns hoffen, dass keiner auf dem Boden liegt.

-K
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon zaunreiter » So 11. Mär 2018, 23:12

Jeder, wie er mag. Wer etwas über Bienengift und Propolis lernen will, dem kann ich den Apitherapie-Kongress nur empfehlen. Der ist jetzt in Kürze in Passau. Siehe:
https://apitherapie.de/wp-content/uploa ... s-2018.pdf

Da habe ich sehr viel gelernt damals.

Manche Dinge kann man nicht lernen, muss man können. (Frei nach Pippi Langstrumpf)

Hier meine Tochter ohne jegliche Scheu vor den Bienen.
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Steht und läuft direkt vor dem Flugloch während ich an den Bienen arbeite. Tanzt durch die fliegenden Bienen.
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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon zaunreiter » So 11. Mär 2018, 23:15

Endlich kommt Pollen herein.

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Re: Wohnen im Bienenhaus

Beitragvon KMP » Mo 12. Mär 2018, 13:59

zaunreiter hat geschrieben:Wer etwas über Bienengift und Propolis lernen will, dem kann ich den Apitherapie-Kongress nur empfehlen.


Nein, ich bin kein Freund solche "alternative medicines".

Hier in Berlin sind gestern auch die ersten Pollenhöschen gesehen.
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