Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
Rolf
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Rolf » Mo 24. Feb 2020, 07:05

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Nöld » Mo 24. Feb 2020, 08:40

Wenn man Honig ernten will ist das letzte eine Schwächung der Völker in der Tracht. So ein kompletter Flugbienen Verlust ist da nicht ohne. Am Ende der Tracht, kann es von Vorteil sein. Die Flugbienen würden sich in der leeren Landschaft tot fliegen, dabei Reserven verbraten ohne noch nennenswert einzutragen.

Wenn Du im Frühjahr klassisch untersetzt, werden die unteren Zargen hoffentlich sauber ausgebaut (lässt sich richten!) und dein Wirrbau wäre bis am 13.06. mit Honig voll getragen.
Meine dunklen Bienen kann ich problemlos von den Waben räuchern. Das ist wie ein Teller aus dem Spülwasser ziehen, die lassen sich einfach nach unten in die Beute fallen. Sind deine Bienen wabenstet, wird das mit irgendwo hin räuchern schwierig.

Vorschwärme verhindern ist mir zu blöd, die subtilen Anzeichen lesen macht hingegen Spaß. Wenn später das Tüten und Quaken beginnt, kann man vorzügliche Prinzessinnen ernten. War die Königin des Vorschawarmes gut, kann man die Waben (besser Zargenweise) in Ableger aufteilen und so vermehren.

Ich hoffe der Kurs lehrt, wie der Titel verspricht, den Umgang mit Schwärmen und nicht nur deren Verhinderung...

Hier in Schweden hat man zwei Möglichkeiten, die einen supplementiern Vitamin D, die anderen saufen ;)
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Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 26. Feb 2020, 21:34

Volk 2 Schwarm 01.06.19, Brutling 5/20
Volk 3 Schwarm 24.06.2019 Brutling/Flugling 8.5.20
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3, 21.5.20

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 26. Feb 2020, 21:41

@Rolf: Warré war überzeugt, dass mit seiner Methode mit frühzeitigem Untersetzen nicht geschwärmt wird. Und falls doch, so war der Verlust eines Schwarmes in Relation zum Arbeitsaufwand zu verkraften. (sinngemäß zusammengefasst, wie ich es verstanden habe)
Volk 2 Schwarm 01.06.19, Brutling 5/20
Volk 3 Schwarm 24.06.2019 Brutling/Flugling 8.5.20
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Rolf » Do 27. Feb 2020, 07:08

Wenn, dann aber bitte nur Met!

Im Voraus kann man das mit den Schwärmen nicht so planen - denke ich.
Mit ein oder zwei Zargen untersetzen - oder später eine 2. Zarge - kann man etwas steuern.
Es ist immer ein Kompromis zwischen Honigimker und Bienenvolk.

Bei uns ist auch alles nass und verregnet. Die Hasel ist bestimmt schon ausgewaschen ...

Rolf
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Nöld » Do 27. Feb 2020, 11:45

Meine Einschätzung oben war etwas optimistisch. Wenn ich es mir recht überlege, zweifle ich, dass deine Völkchen eine Zarge Honig bis am 13.06 voll kriegen. Beim Untersetzten brauche ich nie Absperrgitter. Das Brutnest mit einem Absperrgitter zu teilen wäre auch nicht gut.
Erst mal gesund durchlenzen und die folgende Entwicklung beobachten, alles andere ist zu hypothetisch! Du wirst auch bei Volk 2 nicht darum herum kommen in die Beute zu schauen ;)

Mit mehreren Ständen ist die Lernkurve steiler, das Imkern einfacher :)
Ach ja, Nachbarn... In den Flugradien (3km) um meine Stände leben keine 50 Menschen, 1 Imker…

Die subtilen Anzeichen sind beispielsweise ein herumlungern unterbeschäftigter Bienen oder ein nachlassen der Sammeltätigkeit, obwohl gute Tracht vorhanden wäre. Öffnet man die Beute und schaut nach, weiß man was los ist.

Wirklich wichtig ist für mich eigentlich nur die schnelle, zweifelsfreie Zuordnung an einem Stand. So kann ich den Vorschwarm am selben Tag, an der Stelle wo er ausgezogen ist, zusammen mit der Honigkappe in eine neue Beute schlagen -> habe vermehrt und kann Honig ernten :)

Viele Grüße,

Nöld
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Schlossimker » Do 27. Feb 2020, 22:57

Hallo Deichkind,
ich will dir nix raten, aber zu deiner Problembeute zu bedenken geben:
- ich würde auf Überleben und entwickeln des Volkes hin arbeiten, ggf. Vermehren(, weil deine 2 Völker auch nicht viel mehr sind als meins).
- dann kannst du problemlos zu füttern, weil du keinen Honig ernten willst.
- Dogmen - auch wenn sie von Nöld sind und berechtigt sind - würde ich daher mal nicht so ernst nehmen.
- dann gibt es ja abseits von Warre noch die Möglichkeit auf zu setzen anstatt unter zu setzen.
- damit würden deine zerbrochenen Waben, die jetzt unten sind nicht in die Mitte der Beute kommen.
- strategisch bin ich sowieso der Meinung, dass sie die untere Zarge nach der Durchlenzung nicht mehr zwingend brauchen (wenn du für Futter sorgst).
- 2 Zargen sollen es bei der Warre über den Winter sein - unten zum Wohnen, oben das Futter.
- Nach dem Winter sollten sie sich langsam nach oben fressen, und das Brutnest langsam in die obere Zarge wandern, bzw. ist es bei dem Volk schon dort.
- Bring deine Tochter in ruhe zu Bett und schau es dir durch die Fenster bei Dunkelheit mit einer Taschenlampe an, was da von der unteren noch benutzt wird.
- jetzt wo sie Brüten ist bei mir das Kondenswasser an der Scheibe so gut wie verschwunden und es herrscht freier Blick. Sind die Bienen nachts noch in der Traube oben, kannst unten gut durch die Wabengassen schauen und nach verdeckeltem schauen.
- ich denke, das Volk ist so weiter zu entwickeln, wie wenn es ein etwas kleiner KS oder Ableger wäre, der erst eine Zarge ausgebaut hat => Futter darf nicht aus gehen, und wenn sich die Volksstärke wieder entwickelt hat muss Platz und Futter zum Bauen da sein.
- Bei Flugwetter ist dann auch wieder flüssig Futter zum Bauen drin. Aber Durchlenzen, Volksaufbau und Bauen auf einmal ist vielleicht etwas viel verlangt.

Du hast noch ein zweites Problem:
Seit letzten Herbst bist du Varroazähltechnisch im Blindflug unterwegs. Das machen scheinbar viele, manche haben dann weniger Völker.
Dabei ist die Windel so easy im Herbst/Winter - die Ameisen und anderes Getier sind auf Urlaub in der Karibik - sie stören deine Varroakontrolle nicht. Dein größeres Problem ist, wie du den Varroaboden wieder unter das Volk (die Zarge mit den Bruchwaben) bekommst.
Die Frage ist doch eher, wie lange kannst/willst du bei dem Volk noch ohne Varroakontrolle fahren.
Wobei Bernhard schreibt, dass sie im Frühjahr der Varroa davon brüten...

Wenn durchgelenzt ist, oder du schon etwas früher zu stören meinst oder Temperaturen zum öffnen sind, kannst du handeln.
Ggf. kann dann dein starker Beutenheber die Zargen zusammen mit dem Kissen anheben und du den Boden gegen den Varroaboden tauschen - dann verlieren sie keine Stockluft, und ggf. von den Bienen "reparierter" Wabenbruch der ggf. an den guten Waben der oberen Zarge hängt reißt die oberen Waben nicht kaputt, weil die Zargen dadurch nicht getrennt werden. Daher will es sich gut überlegt sein, wann die untere Zarge mit dem Wabenbruch für die obere Zarge gefahrlos raus geworfen werden kann.

Schlossimker - ein Kaiserfranke.
Mein Traum ist, dass Millionen für mich arbeiten, dann mach ich erst recht was ich will!
PS: Ich bin Anfänger 2019+2020+2021, 6 Völker. Ich gebe keine Ratschläge, allenfalls Denkanstöße für Entscheidungen.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 28. Feb 2020, 09:10

[quote="Schlossimker"]Hallo Deichkind,
ich will dir nix raten, aber zu deiner Problembeute zu bedenken geben:
- ich würde auf Überleben und entwickeln des Volkes hin arbeiten, ggf. Vermehren(, weil deine 2 Völker auch nicht viel mehr sind als meins).
[/quote]

Das ist der Plan oder dachtest du ich wollte mit der Belegstellenkönigin umweiseln? Die ist für einen Ableger.


[quote="Schlossimker"]
- dann kannst du problemlos zu füttern, weil du keinen Honig ernten willst.
[/quote]

Wenn nötig werde ich sicherlich füttern, so wie ich es ja auch jetzt schon tue, beide Wintertrauben sitzen mit den Köpfen im
Futterteig. Wenn nicht nötig möchte ich nicht dauerhaft „schlappe Zuckerschlürfer“ halten.


[quote="Schlossimker"]
- dann gibt es ja abseits von Warre noch die Möglichkeit auf zu setzen anstatt unter zu setzen.
- damit würden deine zerbrochenen Waben, die jetzt unten sind nicht in die Mitte der Beute kommen.
[/quote]

Du bringst die Völker durcheinander. Verständlich bei meinen vielen Beiträgen und Fragen.

Volk 3 hat eine kaputte [u]untere[/u]Zarge. Da werde ich beim Frühjahrsbesuch einfach die untere Zarge samt Boden austauschen, und das ganze kommt auf einen meiner beiden neuen hohen Varroaböden. Das halte ich für unproblematisch

Volk 2 hat zwei abgerissene zentrale Brutwaben in der [u]oberen[\u] Zarge. Diese beiden „Herzwaben“ des Brutnestes stehen auf den Oberträgern darunter und werden von Kordel gehalten. Bei diesem Volk habe ich Sorge, durch Manipulationen an der Beute das Brutnest empfindlich zu beschädigen. Insofern ist der Ansatz, zu hoffen, dass das Brutnest herunterwächst und diese Waben mit Honig gefüllt werden, mir sehr sympathisch. Dann könnte ich diese Zarge abernten, damit wäre alles wieder „sauber“ und das Volk könnte ich dann füttern wenn nötig.


[quote="Schlossimker"]
strategisch bin ich sowieso der Meinung, dass sie die untere Zarge nach der Durchlenzung nicht mehr zwingend brauchen (wenn du für Futter sorgst).
[/quote]

Bitte was? Also Volk eng halten und gleichzeitig füttern? Als Strategie zur Vermehrung würde das bestimmt funktionieren, vielleicht breche ich den Rekord für den ersten Vorschwarm des Jahres.
Wenn das alle machen würden, bräuchte niemand mehr Kunstschwärme aus Italien. :lol:

Spass beiseite, bestimmt hast du es anders gemeint.


[quote="Schlossimker"]
Du hast noch ein zweites Problem:
Seit letzten Herbst bist du Varroazähltechnisch im Blindflug unterwegs. Das machen scheinbar viele, manche haben dann weniger Völker.

....

Dabei ist die Windel so easy im Herbst/Winter - die Ameisen und anderes Getier sind auf Urlaub in der Karibik - sie stören deine Varroakontrolle nicht. Dein größeres Problem ist, wie du den Varroaboden wieder unter das Volk (die Zarge mit den Bruchwaben) bekommst.
[/quote]

Und mit welcher Konsequenz sollte ich jetzt Varroen zählen? Aus meiner Ausbildung habe ich einen wichtigen Merksatz verinnerlicht: „Wer viel misst misst viel Mist“
Sprich, untersucht wird nur, was auch eine Änderung des Vorgehens nach sich ziehen würde. Ich werde mich nur innerhalb der Zulassung bewegen. Da ich im Dezember Oxalsäure geträufelt habe, bleiben mir in den nächsten Monaten nur biotechnische Maßnahmen. Die wiederum sind im Stabilbau begrenzt. Eine Möglichkeit wäre die „heroische Methode“. Die ist aber auch erst zur Schwarmzeit möglich. Warum soll ich mich also im Februar/Mörz verrückt machen?
Den Varroaboden stelle ich beiden Völkern beim Frühjahrsbesuch unter.
Volk 2 Schwarm 01.06.19, Brutling 5/20
Volk 3 Schwarm 24.06.2019 Brutling/Flugling 8.5.20
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3, 21.5.20

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 29. Feb 2020, 18:00

Kaum haben wir darüber geschrieben, schon war es soweit.

Reinigungsflug bei 10 Grad und Sonne mit Frühjahrsbesuch.

Böden getauscht, kaputte Zarge bei Volk 3 ausgetauscht gegen Leerzarge mit Anfangsstreifen, Volk 2 eine Leerzarge mit Anfangsstreifen untergesetzt.
Dann noch kurz die Kissen gelüpft, die halb aufgegessenen Futterteigpakete gegen neue ausgetauscht und den feuchten Kissenbezug samt Inhalt bei Volk 3 gewechselt. Hat mal wie am Schnürchen geklappt.

Nun kann ich (soweit ich das beurteilen kann) die Füße hochlegen, bis es Zeit wird, den Futterteig zu entfernen.
Das wird aber vom Wetterbericht her noch dauern, ab morgen sollen die Temperaturen wieder einstellig werden.

Beide Völker haben heute Pollen eingetragen.
Dateianhänge
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Volk 2 Schwarm 01.06.19, Brutling 5/20
Volk 3 Schwarm 24.06.2019 Brutling/Flugling 8.5.20
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3, 21.5.20

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Sa 29. Feb 2020, 21:25

Hallo,
so ist es bei mir nicht. Immer (wenig) Regen, dafür mehr Wind mit Neigung zu Sturm.
Kein Reinigungsflug, keine Wasserholer, 0 Pollen.
Futterteig sehr unterschiedlich angenommen. Zwei haben schon das 2. Paket aufliegen.
Winterlinge und viele Krokusse sind dem Wetter zum Opfer gefallen. Hasel ist ohne Bienen verblüht, die Erle stäubt z.Z., bis zur Weide dauert es noch!
Aber 6 von 6 wohlauf.
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.


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