Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Math.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Math. » Do 12. Sep 2019, 18:13

moin.
futterteig empfehle ich nicht im winter als notfutter.
denn ohne wasser geht das nicht.
ich sage dir gern, wie man sehr erfolgreich bienen notfalls im winter füttern kann.

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Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Do 12. Sep 2019, 19:09


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Schlossimker
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Schlossimker » Fr 13. Sep 2019, 00:15

Hallo Deichkind,
du hast doch schon Notfütterer von deinem Mann bauen lassen . Die hast du doch dämmbar ausführen lassen. Etwas Wärmebrücken sind zwar auch drin, aber das Flüssigfutter sollte dadurch nicht gefrieren. Gfrieren tut es erst, wenn die Bienen verhungert sind, meine ich. Die Bienen müssen +10° halten. Die Wärme steigt immer nach oben. Darüber musst du noch das normale Kissen anbringen.
Damit kannst du doch Futter und Wasser zusammen füttern. Du würdest damit auch dort füttern, wo die ansonsten verhungernde Traube sitzen müsste. Die Gläser gibt es auch höher mit mehr Inhalt z.B. Bockwurst/Spargel.
Warum es warscheinlich tropft .
Bei mir haben sie (kleines Volk) bei Verschluss mit Tuch bis zu 0,8l/Tag abgenommen.
Umtragen werden sie nicht zum Ausgang des Winters, dann meine ich, sollte das dicke ausreichen?

Was ich aber noch nicht gefunden habe ist: Welches Verhältnis aus Zucker und Wasser ist für die Bienen ideal, wenn sie in Winterruhe sind (+10° halten), damit sie kein zusätzliches Wasser brauchen und nicht "Pipi" machen müssen, weil sie zu viel Wasser haben?
Welches Verhältnis aus Zucker und Wasser ist für die Bienen ideal, wieder beim Brüten sind damit sie kein zusätzliches Wasser brauchen und nicht "Pipi" machen müssen, weil sie zu viel Wasser haben (dabei scheint ja mehr Feuchtigkeit umgesetzt zu werden, weil es Kondenswasser gibt)?
Ist das dann immer das Verhältnis, das er eingelagerte, verdeckelte Honig hat? Dann wird doch käuflicher Sirup nahe hin kommen?

Generell wird die Warre wohl eher Feuchtigkeit - auch im Winter - durch das diffusionsoffene Kissen verlieren, als Beuten mit Folienabdeckung, an denen das Wasser kondensiert und herunter tropft. Sofern dort der offene Gitterboden das nicht ganz den verschieden windreichen Wintern überlässt...

Schlossimker - ein Kaiserfranke.

PS: Sind deine Deckel der Fenster eigentlich gedämmt bzw. dämmbar? ich hab bei meinen jetzt die Zeit gefunden, 2cm Styrodur, das die gesamte Glasseite dämmt, eingeklebt. Dicker hab ich nicht vorgesehen. Sollte aber reichen gegenüber den anderen 3 Wänden.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 13. Sep 2019, 13:59

Du verstehst meine Absicht falsch: notfüttern kann ich bestimmt problemlos mit meinem Glasfütterer. Das mit dm Leintuch habe ich schon ausprobiert, das ging mir zu dem Zeitpunkt zu schnell (Stichwort bewusst gedrosselte Futtermenge).

Ich will erst gar nicht in die Verlegenheit kommen, notfüttern zu müssen, sondern ich möchte den Bieneneine zusätzliche Futterkappe on Top als Reserve geben, die ich bei Nichtgebrauch im Frühjahr auch wieder problemlos entfernen kann.

Meine Glaszargen sind vom Massivholztischler, der liefert Dämmplatten aus Holzfaser mit, die habe ich immer drin.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 13. Sep 2019, 14:07

So sieht es hier aktuell aus:

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Math. » Sa 14. Sep 2019, 15:19

moin.
wer wissen möchte, wie man erfolgreich im winter notfüttert, schreibt mit eine persönliche nachricht.

füttern im glas hilft im winter bei -5°C nicht - das nehmen die bienen nicht ab.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 14. Sep 2019, 20:20

Zielgewicht mit 28,5 bzw. 28,8 kg erreicht.
Mehr werde ich bei dem aktuellen Ausbaustand nicht reinbekommen ohne sie zu überfüttern.

Habe dann heute Abend die FAM-Dispenser eingelegt.
Je im Haus in Ruhe mit 130ml 60% Ameisensäure befüllt, in Tüte gepackt und eingefroren.

Eingestellt habe ich sie auf 3 und hoffe, dass ich mich nicht verrechnet habe. Darüber gestellt habe ich ein umgedrehtes Kissen, dann die leere Futterzarge (als Verdunstungssperre), dann ein gefülltes Kissen. Nun sollen sie 14 Tage drin bleiben.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Math. » So 15. Sep 2019, 13:54

viel erfolg.
ich hoffe bei euch ist es trocken und nicht zu warm oder kalt dafür.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 15. Sep 2019, 14:49

Konstant trocken ist etwas was es bei eigentlich uns nie gibt, dafür wechselt das Wetter durch den Küstenwind zu schnell. Auf dem Hygrometer ist die Luftfeuchtigkeit seit Monaten immer zu hoch (zwischen 70-80%). Temperaturen zwischen 9-22 (Nacht-Tag) laut Wetterbericht. Deshalb hatte ich für die erste Runde auch Varromed genommen und wäre laut Packungsbeilage auch fertig gewesen. Die Ameisensäure kommt jetzt on Top weil Bernhard in diesem Jahr zu einer Kombi aus Langzeit- und Kurzzeitbehandlung rät. Wahrscheinlich wird sie bei uns eher zu wenig wirken, reicht aber hoffentlich, ein anderes wirksames Langzeitmittel außer Thymol kenne ich nämlich nicht.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 27. Sep 2019, 20:44

Habe die Dispenser nun rausgenommen. Ein paar Milben sind noch gefallen, ob das nun die Ameisensäure oder noch das Varromed war, wer weiß. Auf Zählung habe ich aus zweierlei Gründen verzichtet. Erstens habe ich die Nase voll von reihenweise toten Bienen auf der Ölwindel unterm Gitterboden. Ohne Öl sind es um den Faktor 10 weniger, dafür aber auch viel weniger zählbare Varroen. Zweitens hat es keine Konsequenz, der Behandlungszug ist nun endgültig bis Dezember abgefahren. Das Frühjahr wird zeigen ob es gereicht hat.

Mittwoch wage ich mich ans Schneiden der Futterkranzprobe, danach dürfen sie in Ruhe ihren Wintersitz einrichten.