Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 14. Aug 2019, 08:02

Das stimmt. Allerdings kam es ja noch anders. Das Volk das ich letztendlich auflösen musste, war gar nicht der letzte kleine Schwarm bei dem ich mir Sorgen wegen zu geringer Stärke gemacht hatte. Dieses Völkchen entwickelt sich inzwischen prächtig. Ganz sanftmütig, fast schon streichelzahm, gut besetzt, baut langsam aber kontinuierlich vor sich hin. Da hatte Manfred recht, die Königin hat nur Platz zum stiften gebraucht.
Auflösen musste ich mein ursprünglich stärkstes Volk, das ja dann doch noch spät abgeschwärmt ist. Und ich bin letztendlich froh, dass ich nicht vereinigt habe, wer weiß welche Königin sich da durchgesetzt hätte. Aus meiner Sicht hat sich alles genau zum richtigen Zeitpunkt ergeben, dank all der Hilfe die ich von euch und auch hier vor Ort bekommen habe. Dafür danke ich allen!

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 16. Aug 2019, 15:59

Was haben sie denn da gefunden?

Edit: das scheint das indische Springkraut zu sein.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 18. Aug 2019, 17:43

Es ist regenerisch und kühl hier. Das Hygrometer ist noch nicht unter 70% gefallen, meist eher bei 80%. Ich glaube die Entscheidung gegen die Ameisensäure und für Varromed war richtig. Hoffentlich hält es was es verspricht.

Die regenfreien Stunden werden von den Bienen gut genutzt, vom Bild an den Fluglöchern gehe ich optimistisch von ausreichend Pollen für die Winterbienen aus.

Futter wird im Moment wenig abgenommen, ca 1-200ml Zuckerwasser 1:1/d. Beide Völker haben aber auch schon eine volle schwere Zarge mit überwiegend verdeckeltem Futter. Die zweite haben beide zu ca 2/3 ausgebaut. Bei Volk 3 habe ich dort auch Stifte gesehen beim Behandeln, bei Volk 2 waren da letzte Woche überall noch verdeckelte Drohnen drin. Inzwischen ist das alles leergeräumt, die Drohnen sind raus und Bienen arbeiten dort. Ich hoffe, dass sie „umformatieren“ auf Arbeiterinnenzellen.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » So 18. Aug 2019, 22:20

Drohnenzellen in Arbeiterinnenzellen umbauen? Das habe ich nicht bemerkt bisher. Kann ich mir auch kaum vorstellen.
Ich habe mal Drohnenbrut mit dem Löffel von der MW abgeschabt, in der Hoffnung, dass dort was anderes gebaut wird. Es war aber wieder Drohnenbrut! Kann natürlich am Zeitpunkt gelegen haben. Kann das aber nichtmehr nachvollziehen.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mo 19. Aug 2019, 05:23

Aber was machen sie denn dann mit mehr als einer einer halben Zarge mit zentralen Waben im Drohnenformat von August-März? Lagern sie dann Futter ein und packen das Brutnest drumrum? Oder wird das Wabenwerk leer gelasssen?

Bin mal gespannt.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Mo 19. Aug 2019, 21:51

Keine Ahnung. Drohnenbau entsteht doch meistens am unteren Rand der Wabe oder an den Ecken unten. Bleibt leer oder es kommt Nektar rein.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Caro » Di 20. Aug 2019, 20:08

Hallo Deichkind,
Umbau von Drohnenzellen in Arbeiterinnenzellen haben wir bei unseren Völkern noch nie erlebt; es dürfte für die Bienen auch einen Abriss und Neubau der Waben gleichkommen, denn die Mittelwandstruktur zwischen den beiden Wabenseiten (auch ohne künstliche Mittelwand) gibt die Zellstruktur vor.
Wir hatten bei mehreren DNM-Völkern mal nur halte Mittelwände im Honigraum gegeben, damit die Bienen selber Naturbau ergänzen. Und auch wenn die Mittelwände die Zellgrößen für Arbeiterinnen vorgegeben hatten, so wurden die unteren Wabenhälften komplett im Drohnenbauformat fortgeführt und mit Honig gefüllt. Wir hatten die Bienen auf eigenem Honig überwintern lassen, und so wurden die Waben im kommenden Frühling zum oberen Brutraum. Die Bienen bauten nicht um sondern legten extrem viel Drohnenbrut an - die Waben waren vorhanden und wurden ohne Einschränkung zum Brüten genutzt, wie die Struktur war. Seitdem achten wir darauf, die Bienen nicht auf Honigwaben im Drohnenformat zu überwintern.
Viele Grüße, Andreas

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Christine » Di 20. Aug 2019, 21:08

Ansonsten könnte man evtl., wenn es nur der untere Rand ist, diesen Teil der Wabe abschneiden. Dann haben die Bienen die Chance, neu und im richtigen Format anzubauen.

Ich denke da immer an die tollen Videos von der Korbimkerei, da wurde auch immer viel am Wabenwerk geputzt und gerichtet: https://av.tib.eu/media/9351

Disclaimer: Ob das zur jetzigen Jahreszeit (keine Tracht mehr voraus) noch funktioniert, kann ich dir leider nicht sagen.
Da wir (noch) konventionell auf Zander mit Rähmchen imkern, habe ich das nie probiert. Da nimmt man einen Rahmen mit Drohnenbau einfach raus und gut istt.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 21. Aug 2019, 06:01

Ich schaue mir das nochmal genauer an sobald möglich. Momentan läuft noch die Varromed-Serie und laut Packungsanleitung darf man währenddessen die Völker nicht öffnen außer um das Mittel aufzutragen. Vom Blick in die Wabengassen haben sie in der oberen Zarge überwiegend Arbeiterinnenzellen, wiederum überwiegend mit Futter gefüllt bis auf einen zentralen „Kern“ mit Brut. In der unteren Waben die 4-5 mittleren Waben vollständig Drohnenzellen (soweit ich das sehen kann) und außen je eine Wabe Arbeiterinnenzellen + 1 angefangene Wabe. Frage mich momentan eher wo kurzfristig die Winterbienen erbrütet werden. Andererseits haben sie es ja so gebaut und erst mal traue ich den Bienen zu, ihre Wohnung so einzurichten dass sie darin (über-) leben können. Ändern kann ich es eh nicht.

Milbenfall Woche 2 Varromed: Volk 2 176, Volk 3 109

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mo 26. Aug 2019, 15:13

Woche 3 Varromed:

Volk 2 80, Volk 3 74
damit beende ich die Reihe gemäß Packungsbeilage und bin auch froh, hätte sie vielleicht andernfalls abgebrochen, da Volk 2 unter der Behandlung Durchfall entwickelt hat.