Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
Deichkind
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Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 2. Mär 2019, 10:10

Materialkalkulation

Je Volk 1 Warre‘-Beute mit 4 Fensterzargen, Varroaboden und Fluglochschieber

Je 2 Völker 1 zusätzliche komplette „Bereitschaftsbeute“

1 Schwarmfangkasten

1 Wassersprühflasche

je 1-2 Völker ein Gestell im Boden verankert (wegen der Kinder im Garten)

je Volk 1 Spanngurt

je Volk 1 Futterschale + ? kg Bio-Zucker + ? kg Notfallfutterteig

je Volk 1 Mäusegitter + 1 Reserve

1-2 Königinnenklammern

Smoker + Rauchmaterial, Besen, Stockmeißel, Eimer, Sammelgefäß für Propolis/Wachsreste,

1 Lüneburger Korbmesser

Schleier für alle Familienmitglieder (Kinder Ganzkörperanzüge)
+ 2 Besucherschleier

Säurebehandlung: 2x Handschuhe, 2x Schutzbrille, 2x Schürze, 1 Paket Schwammtücher, 2x leere Eisboxen, 2-5x 20ml Spritze, Säuren

Federzugwaage?

Ab Jahr 2

1 Entdeckelungsgabel

1 Entdeckelungsgeschirr

1 Dampfentsafter

Doppelsieb

Entfeuchter für die Küche

je Volk ? Honigeimer

Presse? Schleuderkörbe? Abtropfmöglichkeit?

je Volk ? Gläser
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Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 2. Mär 2019, 10:13

Über Feedback freue ich mich. Erstens damit ich nichts vergesse und es im Bedarfsfall nicht hektisch wird (nächster Imkereifachhandel ca 90km weg).
Die Kalkulation dient mir aber auch als Hilfestellung einzuschätzen, wie viele Völker wir maximal „stemmen“ können (Lagerplatz) und ab wann ich (bei optimalem Verlauf) Völker/Ableger/Schwärme abgeben muss.
Ich vermute, dass Platz bei uns der limitierende Faktor ist. (Falls es Tracht nicht wird, wie viele Völker der Standort nährt, kann ich noch nicht einschätzen).
Zeit ist zwar auch relevant, da rechne ich aber als Vergleich in andere Familienübliche-Haustiere um (z.B. Meerschweinchen) und bin entspannt, so lange es im vergleichbaren Rahmen bleibt. Das schaffe ich. In der Saison sind die Kids und ich sowieso überwiegend im Garten.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Distelbauer » Sa 2. Mär 2019, 14:00

Hallo Deichkind,

es gibt für Zubehör auch viele Lieferanten im Internet (für Kleinigkeiten). Falls du Beuten kaufen musst wirst du ja eh einen speziellen Imkerladen brauchen.
was mir bei deinem "Material" noch feht sind

1. das/die Bienenvölker (würde pro Volk oder Schwarm mal zwischen 80 und 150€ veranschlagen
2. Varroabehandlungsmittel. Damit solltest du sich unbedingt beschäftigen. Ich glaube zwar fest daran, dass es Imker gibt, die ohne klarkommen, aber als Anfänger hast du da nicht viel Chancen. Bei mir geht es auch immer wieder schief, trotz etwas Behandlung. Bist du in keinem Verein kannst du hier auch einiges an Geld Los werden.
3. oprtional: ein Beutenheber. Macht bei der Warre m.M. viel Sinn, gerade wenn man sich ans Warrekonzept mit untersetzen halten will. Dann macht das auch Spaß ;-)

Ansonsten. Planung gut, aber nicht übertreiben. Bei den Bienen muss man mit vielen Überraschungen rechnen.
Viel Glück und gut Honig

Distelbauer

Rolf_L
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Rolf_L » Sa 2. Mär 2019, 15:46

Hallo Deichkind,
2x Besucherschleier für den Anfang finde ich etwas übertrieben.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Sa 2. Mär 2019, 18:40

Hallo Deichkind,
mal schön langsam mit jungen Pferden!
Sicher brauchst Du Beuten in entsprechender Zahl (=Völkerzahl + ...). Böden und Deckel sind wichtig, und Du brauchst nicht gleich für jedes Volk 4 Zargen.
Wenn deine Kinder mit an die Völker sollen, dann recht es anfangs wenn Du dich um eins kümmern musst. Du hast ja noch die Bienen!
Honigeimer habe ich in 4 Jahren nicht gebraucht. Nach dem Rühren kannst Du doch gleich abfüllen!?
Bei aller Begeisterung, rechne trotzdem damit, dass Du ... (ich wage es nicht auszusprechen)
Gruß
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 2. Mär 2019, 21:31

Bitte aussprechen, ich verkrafte offene Worte.
Auch wenn es vor lauter Begeisterung hier vielleicht erst mal so rüberkommt, bin ich nicht der Typ „Strohfeuer“. Suche den Mittelweg zwischen „zu klein um es vernünftig zu betreiben“ und „zu groß um es zu stemmen“. Und nachdem die Entscheidung nun über viele Jahre gereift ist, ist die Zeit bis zum Mai so schrecklich lang.

Danke für das hilfreiche Feedback bisher. Ich nehme für mich erst mal mit: nur 1 Kind oder 1 Besucher auf einmal mit an die Bienen, Honigeimer brauche ich nicht, Böden, Kissen und Dächer lieber 1 mehr vorhalten?
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wolfgang54441
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon wolfgang54441 » So 3. Mär 2019, 12:08

Hallo Deichkind

wenn Ihr bei mir vorbeikommt, werdet Ihr Euch wundern-
denn ich arbeite bei den Bienen ohne Schutzanzug und ab und zu nur mit dem Schleier - wie die Bienen so drauf sind.
Ich hatte noch nie eine Fensterzarge - ich setze mich neben die Beute und betrachte und lerne die Bienen kennen.

Mein Fluglochschieber ist ein Stück von einer Dachlatte
Schwarmfangkasten - lange Teleskopstange 4m ( Malerzubehör) und einen schwarzen Abfallkorb ( zB. Ikea) gelocht


Mausegitter- Gitter zB.: Hasenstall wird einfach mit 2 Pinnnadeln festgesteckt
Federzugwaage: habe ich auch- aber bei Warre noch nicht eingesetzt
Futterschale: Eisbecher - aber innen und außen mit feinem Schleifpapier behandelt - da mit es leicht rauh wird
innen habe ich dann Kork von Weinflaschen

Willst Du schleudern oder pressen?

Ich habe eine einfache 12l Obstpresse und ich presse meinen Honig

Honiggläser: Ich habe im Jahr ca. 5-15 kg Honig - je nach Wetter und Völker
letztes Jahr hatte ich eine Rekordernte

Wenn Ihr alles fertig kauft- geht es sehr schnell mal ins Geld- Schleuder, Wachsschmelzer usw.
ich schätze mal 1500-2000€
und die Bienen musst Du auch noch besorgen - ich gebe einen Schwarm für 50€ ab - Bekannte in Köln - Schwarm ab 300€

Mein Tipp: fange "klein an " so 3 Völker

wenn eins über den Winter nicht kommt - ist es nicht so schlimm
besorgt Euch einen Paten - der in der nähe wohnt- der auch mal schnell kommen kann

Viele Grüße
Wolfgang

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 3. Mär 2019, 14:58

Distelbauer hat geschrieben:
Varroabehandlungsmittel

Distelbauer


Varroa habe ich unter Säuren zusammengefasst


Distelbauer hat geschrieben:
ein Beutenheber.

Distelbauer


Habe ich, nennt sich Ehemann :lol:
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 3. Mär 2019, 15:12

Zum Arbeiten ohne Schutz werde ich sicher auch noch kommen, habe es beim „Bienengesundheitskurs“ schon sehr genossen, die Mittagspause neben den Fluglöchern des Lehrbienenstands zu verbringen und den Bienen beim Reinigungsflug zuzusehen. Das war schon was ganz besonderes. Ausrüstung hatte ich da natürlich 0.
Aber man liest ja immer den Rat, dass der Schleier am Anfang Ruhe reinbringt. Den werde ich beherzigen. Das gleiche gilt für den Ganzkörperschutz für die Kids. Dann muss ich mir um die keine Gedanken machen und niemand wird hektisch.

Honigernte, damit befasse ich mich ab Jahr 2. Eine eigene Schleuder wirds eher nicht werden (schon aus Platzgründen). Also entweder irgendwo mitschleudern oder pressen/tropfen.
Erst mal die Bienen gesund und stark in den Winter bringen.

Anfangsinvestitionskosten sind schon großteils getätigt, 3 Beuten trocknen gerade ihre zweite Runde Auro 160 Außenlasur ab. Und auch da bin ich entspannt so lange es nicht mehr kostet als z.B. ein Hund.

Wir sind nicht ganz allein auf uns gestellt. Unser Imkerverein arbeitet nicht mit persönlichen Paten, sondern hat einen gemeinsamen Ansprechpartner für die Jungimker. Der ist auch bereit, närrische Anfängerinnen, die sich in eine alternative Betriebsweise verrannt haben, zu begleiten. Und ein weiterer Imker bei dem ich letztes Jahr mal „schnuppern“ durfte, hat sich auch bereit erklärt mich notfalls „an die Hand zu nehmen“. Nur mit Warre‘ haben die keine Erfahrung.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Rolf_L » Mo 4. Mär 2019, 20:19

Handschuhe, Schutzbrille und Schürze gehen nicht so schnell kaputt, das man Reserve vorhalten muss.


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