Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 10. Jan 2020, 14:06

Nöld hat es vorhergesagt und ich habe es gewusst. Trotzdem schmerzt es jedes Mal, wenn ich alle paar Tage zu den Beuten gehe, um mit einem Stöckchen die Fluglöcher freizumachen und bei Volk 2 mindestens 20-30 Bienen raushole. Bei Volk 3 sind es Einzelbienen. Einem Lebewesen beim langsamen Verrecken zuzusehen, ohne zu helfen.
Der Wetterbericht gibt keinen Flugtag zum Auflösen her. Wäre eine Schwefelschnitte gnädiger?

Edit: so sehen sie durchs Fenster aus, habe es nach meiner Frage heute zum ersten Mal seit langem aufgemacht um zu sehen, ob noch lebende Bienen drin sind. Sie bewegen sich.
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Volk 1.1.Schwarmzellableger 3
Volk 2 Schwarm 05/19, F1 Belegstelle Friedrichskoog 07/20
Volk3.1 Schwarmzellenableger 05/2020 aus 3 (Schwarm 6/19)
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3,5/20

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon zaunreiter » Fr 10. Jan 2020, 16:11

Alles gut, es wird schon überleben. Was jetzt noch lebt, wird überleben. Futter scheinen sie auch genug zu haben.

Sind halt ein wenig kalt. Deswegen rieseln die toten Bienen. Nächstes Jahr dann mal einen gut gedämmten Deckel verwenden. Entweder Hartpor/Styrodur- oder Glaschaumplatten.4-6 cm dick. Und dann für mehr Windschutz sorgen.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 11. Jan 2020, 07:13

Da fällt mir ein Stein vom Herzen. Danke dir. Das mit dem Windschutz ist wahrscheinlich ein wichtiger Knackpunkt, das ist selbst mir schon in den Sinn gekommen. Werde mir mal Gedanken machen.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Rolf » Sa 11. Jan 2020, 11:58

Ich - der Anfänger - würde auch erst mals sehen, was im Frühjahr rauskommt.
Habe mir Schilfrohrmatte um die Zargen gehängt - nur wegen Wind und Schlagregen - nicht als Dämmung - da hilft das nix.
An den Fluglöchern habe ich Abdeckungen schräg angebracht - die Sonnenstrahlen abhalten - damit sie Ruhe haben (Gerstung, Heuvel u.a.) .

Rolf
[b]Mitglied im Bundesverband Dunkle Biene e.V.[/b] http://www.bv-dunkle-biene.de/
Eine Mitgliedschaft in unserem Verein ist ein guter Beitrag zum Erhalt unserer einheimischen Dunklen Biene.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Sa 18. Jan 2020, 22:11

viewtopic.php?f=29&t=1727&start=10

Ausgehend von dieser „Abschweifung“ habe ich mal meine eigenen Anschaffungskosten je Volk gerundet überschlagen. Ich habe alles gekauft, nicht gebaut.

Warré Beute komplett mit Fensterzargen und Varroaboden:
160 Euro

Futterzarge: 15 Euro

Lasur: 22 Euro

Wachs zum Ausgießen der Futterzargen und für Anfangsstreifen:
5 Euro

Bienenflucht: 19 Euro

Futtertasche: 7 Euro

Absperrgitter: 19 Euro

Versandkosten anteilig: 15 Euro

Sägespäne: 2 Euro

Jutegewebe für das Kissen: 4 Euro

Schiffsrumpfleisten für die Oberträger: 7 Euro

Beutenständer aus Einschlagbodenhülsen und Balken anteilig: 10 Euro

2 Spanngurte: 4 Euro

Nägel: 2 Euro

FAM-Dispenser inkl. Versand: 20 Euro

Ergibt gesamt je Beute: ~300 Euro

Mit Rähmchen und Mittelwänden wären die von Bernhard genannten 300 überschritten. Seine Zahlen sind also zunächst verblüffend, nachgerechnet aber realistisch.

Dann das Futter (Bio-Zucker à 3 Euro/kg oder entsprechender Sirup + Teig), Anschaffungskosten für das Bienenvolk selbst (die Schwärme, die ich selbst gefangen habe waren kostenlos, der fremdgefangene war für 50 Euro günstig, ein „fertiges“ Volk oder ein Kunstschwarm schlägt sicher mit 100-150 Euro zu Buche). Varroamittel.

Pro voll ausgestatteten Wirtschaftsvolk Volk also mindestens 500 Euro

Da sind Reservebeuten/-teile für Schwärme usw. noch gar nicht eingerechnet.

Dazu kommt dann noch die Grundausstattung (Bluse, Smoker, Stockmeißel, Schwarmfangkasten, Dampfeinkochtopf, Säureschutzausrüstung usw.), Fahrtkosten, Versandkosten, Literatur, Kurse, Imkerverein ...

Der Start meiner kleinen Gartenimkerei mit 3 Zielvölkern hat also mit mindestens 2000, eher 3000 Euro zu Buche geschlagen. Man merkt das nicht so, weil es Einzelpositionen sind, aber es läppert sich.

Zusätzlich anschaffen werde ich mir noch eine Honigpresse inklusive Presstuch für rund 400 Euro (inkl. Versand) und dann brauche ich noch Gläser, Salbentöpfchen, Lippenstifthülsen, Refraktometer, Edelstahl-Trichter,....


Uiuiuiuiui (Da kann ich nur hoffen, dass mein Liebster das hier nie liest :shifty: )
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Nöld » Sa 18. Jan 2020, 22:50

“The more you know, the less you need.” -Yvon Chouinard- ;)
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Manfred » So 19. Jan 2020, 02:41

Grüß Euch,

viewtopic.php?f=19&t=895

https://www.seanet.com/~alexs/bien/bienenzucht_full.pdf

Mensch wird heute scheints von klein auf zum Konsumenten konditioniert - Warrè als Ware.

https://www.youtube.com/watch?v=BnRsaHXHznQ

HG Manfred

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mo 20. Jan 2020, 14:27

Zum „know“ dauert es noch.

Wenn man sich durch Theoriekurse, Bücher und Honigverordnung gearbeitet hat, dann „braucht“ man ganz schön viel. In ein paar Jahren werde ich hoffentlich dahinkommen, mich selbst zu belächeln - und nicht nur in der Hinsicht. :think:


Improvisierter Windschutz nach Westen ist „installiert“, Professioneller wirds erst wenn es warm genug ist, dass ich ein paar Pflöcke einschlagen kann, ohne Wintertrauben abzureißen (hier aktuell 4-7 Grad).
Dateianhänge
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Nöld » Mo 20. Jan 2020, 23:16

Hallo Deichkind,

rund 400 Jahre BC soll einer gesagt haben “The only true wisdom is in knowing you know nothing.”
Somit kein Stress, deine Lernkurve ist steil! Übe Dich in Gelassenheit :)

Dein rezyklierter Windschutz gefällt mir aber schau, dass keine Äste gegen die Beute schlagen.

Viele Grüße,

Nöld
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Di 21. Jan 2020, 21:50

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