Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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biene0.1
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Fr 4. Okt 2019, 20:17

Hallo Deichkind,
hast Du nur in der oberen Zarge Oberträger ?
Das ist natürlich nicht so gut!
Mach mal in jede Zarge wenigstens Oberträger.
Dann sind die Waben beim Trennen der Zargen wenigstens aufgehängt.
Ich habe so begonnen und es ging recht gut für das Anfängergefühl.
Mich hat immer das Aufreißen von Brutzellen gestört. Deshalb bin ich auf Halbrähmchen umgestiegen. Da habe ich mit Verbau bis an die Oberseite der Oberträger nicht mehr so viele Probleme.
Und ich arbeite mit doppelthohen BR. Da muss ich nichtmehr die Brutzargen auseinander nehmen. Außer beim Oberträger verwendet ich nur Rundstäbe als Seitenteile und zur Stabilisierung zwei 3mm Rundstäbe quer, mittig und unten. Die Bienen machen schöne abgerundete Wabenabschlüsse seitlich und unten.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 4. Okt 2019, 20:30

Oberträger mit Profilholz und Leiteachsstreifen habe ich in jeder Zarge. Auf dem Foto ist die Zarge auf dem Kopf weil ich versucht habe die Wabe wieder zu reparieren.

Könntest du deine Halbrähmchen mal leer und ausgebaut fotographieren?

Der Winter bringt ja Zeit zum Denken und Bauen. In der nächsten Saison gehts dann ans ausprobieren. Im Keller liegen jetzt schon je ein Satz Ökobeute-Halbrähmchen und Holtermann-Ganzrähmchen, außerdem Bambusspieße (wobei ich das mit den Spießen wahrscheinlich eher erst in einer späteren Saison ausprobieren werde wenn ich routinierter geworden bin).

Die nächsten Fortbildungen für 2020 sind auch schon gebucht (wer zu langsam ist, bekommt keinen Platz mehr). Über das Jahr wird es „Honig“, „Varroa“, „Brutkrankheiten“, „Schwärme“ und „Einblick Königinnenzucht“ geben.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Fr 4. Okt 2019, 20:33

Oberträger mit Profilholz und Leitwachsstreifen habe ich in jeder Zarge. Auf dem Foto ist die Zarge auf dem Kopf weil ich versucht habe die Wabe wieder zu reparieren.

Könntest du deine Halbrähmchen mal leer und ausgebaut fotographieren?

Der Winter bringt ja Zeit zum Denken und Bauen. In der nächsten Saison gehts dann ans ausprobieren. Im Keller liegen jetzt schon je ein Satz Ökobeute-Halbrähmchen und Holtermann-Ganzrähmchen, außerdem Bambusspieße (wobei ich das mit den Spießen wahrscheinlich eher erst in einer späteren Saison ausprobieren werde wenn ich routinierter geworden bin).

Außerdem habe ich vor die hohen Varroaböden von Ökobeute zu testen.

Freue mich nun auf Herbst-und Winterabende mit Büchern zu Bienen, Bienenprodukten, und Pflanzkatalogen. Im Frühjahr kommen auf jeden Fall noch ein paar Salbenkräuter in den „Heilkräutergarten“.

Die nächsten Fortbildungen für 2020 sind auch schon gebucht (wer zu langsam ist, bekommt keinen Platz mehr). Über das Jahr wird es „Honig“, „Varroa“, „Brutkrankheiten“, „Schwärme“ und „Einblick Königinnenzucht“ geben.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Fr 4. Okt 2019, 23:23

Hallo, ich werde mal suchen.
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Und ich habe gefunden!
Die ausgebaute Wabe ist noch eine mit Leisten als Seiten. Neue Fotos habe ich nicht.
An den unausgebauten siehst Du aber den Aufbau. Die kurzen hängen in den HR, die langen in dem BR.
Dateianhänge
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon biene0.1 » Fr 4. Okt 2019, 23:28

Die Zarge von unten zeigt zwar verschiedene Rähmchenmodelle, doch auch wie gut die fertigen Waben unten abgeschlossen sind.
Erforderlichen Falles kann auch bei Verbau mit dem Oberträger der unteren Zarge geradegeschnitten werden. Dann wird die Wabe abgeschlossen. Meistens jedenfalls.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon zaunreiter » Sa 5. Okt 2019, 12:13

Math. hat geschrieben:moin.

carnicas hören früh mit der brut auf.
buckfast bienen brüten deutlich länger und verbrauchen deshalb auch mehr futter.
dafür sind sie im frühjahr fitter als carnica


Wie ich schon beschrieben habe, kann ich das nicht beobachten. Dazu mal ein paar aktuelle Beispiele:

Meine Buckfastzuchtmutter ist relativ varroa-hart. Diese Bienen haben schon aufgehört zu brüten und erfahrungsgemäß fangen sie erst wieder Ende Januar mit dem Brüten an. Es ist eine Elgon-Herkunft, die zwei Mal mit Buckfast gekreuzt wurde.

Das Volk:
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Die Mama:
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Absolut brutfrei.
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Ich habe das Volk nur einmal gefüttert und trotzdem hat es selbstständig das Wintergewicht erreicht.
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Direkt daneben steht ein Volk mit einer Dunklen Biene. Diese stehen noch in "voller" Brut:

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Die Dunklen erholen sich noch von einem Varroaschaden, weswegen sie gegen den Masseschwund noch so spät anbrüten.

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Deswegen sind diese Bienen noch spät sehr aktiv. Sie müssen Pollen sammeln und Brut ernähren.

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Schöne runde Popos. :-)
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Manch einer freut sich, wenn er jetzt noch solche Brutbretter findet: (Buckfast)

IMG_4816.png


IMG_4817.png


Aber das Volk brütet auch gegen einen Varroaschaden an. Ich lasse Völker an ihre Grenzen gehen, was die Belastung mit Varroa angeht und helfe dann, wenn es selbst nicht zurecht kommt. So wie in diesem Fall.

Die Basis für die Bienengesundheit ist eine gesunde und natürliche Ernährung. Wir legen dazu selbst große Blühflächen an.

IMG_4237.png


IMG_4238.png


Gute und gesunde Bienenvölker gehen aber trotz dieser Flächen jetzt zum Oktober hin aus der Brut. Egal, welche Rasse. Wenn die Bienen jetzt noch brüten, haben sie einfach ein Problem oder ein Problem gehabt. Die Bienen versuchen einen Schaden auszugleichen. Es gibt keinen anderen Grund, noch weiter zu brüten, denn wozu? Die Winterbienen sind erzeugt und alles ist für den Winter vorbereitet.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Math. » Sa 5. Okt 2019, 14:17

moin zaunreiter,

danke für deine fotos und infos.

meine erfahrung mit unseren buckfastbienen ist, dass sie deutlich mehr futter verbrauchen als meine carnica, mit denen ich angefangen habe.
imkerkollegen bestätigen mir das auch.

es kann doch auch möglich sein, dass in den buckfastgenen hier etwas mehr von einer anderen sorte sein könnte als von deiner elgon - oder?
schöne zeit

math

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Manfred » Sa 5. Okt 2019, 15:32

Grüß Euch,

Auch bei mir sind die Völker trotz anhaltender, über den Tagesbedarf hinausgehender Läppertracht längst aus der Brut.

Die Spättrachten an sich betrachte ich als unproblematisch, die waren im vorigen Jahrhundert hier völlig "normal":

http://www.imkerinnen.at/?Fachwissen:Pr ... rwasser%3F

HG Manfred

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 6. Okt 2019, 10:23

Viel spannendes zu lesen und zu schauen hier, Danke euch allen fürs Teilen.

Die „Einwinterung“ kam gerade noch rechtzeitig, die Nachttemperaturen sind bei uns seit 2 Tagen auf 3 Grad runtergegangen, aktuell haben wir 7 Grad. Das war ganz schön haarscharf. Temperaturangemessen fliegen jetzt nur noch Einzelbienen bei beiden Völkern.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon zaunreiter » Mo 7. Okt 2019, 11:39

Math. hat geschrieben:es kann doch auch möglich sein, dass in den buckfastgenen hier etwas mehr von einer anderen sorte sein könnte als von deiner elgon - oder?


Ich bezweifle wie gesagt, dass es an den Genen liegt. Die machen etwas wett, oder besser gesagt: müssen etwas wett machen, ausbügeln oder wie auch immer, wenn die jetzt noch großartig in Brut sind. Das ist soweit ich beobachtet habe, komplett unabhängig von der Herkunft.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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