Der summende Familiengarten

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
Deichkind
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mo 26. Aug 2019, 20:48

Und sie bauen doch um. 3/4 der zentralen Waben von Volk 2 die letzte Woche noch komplett im Drohnenformat waren, sind jetzt soweit ich durchs Fenster sehen kann, Arbeiterinnenzellen. Wenn ich es schaffe werde ich morgen mal Waben ziehen und mir das genauer ansehen.
Auch um sicherzugehen, dass es noch Stifte gibt nach 3x Varromed.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 28. Aug 2019, 18:04

Habe heute eine wichtige Lektion gelernt :doh: :

an einem richtig heißen Tag zieht man im Stabilbau keine futterschweren Waben.

Volk 2 wohnt komplett in der oberen Zarge. Die untere ist zwar in allen Wabengassen bienenbesetzt aber das Wabenwerk ist bis auf Pollen(reste) in der Nähe der bebrüteten Drohnenwaben leer. Keine Brut, keine Stifte, kein Futter. Nur arbeitende (?) Bienen. Deshalb hatte ich mir Sorgen gemacht und wollte die zentrale Wabe der ersten Zarge ziehen. Schon beim (wirklich vorsichtigen) Lockern der Oberträger riss die Wabe samt Nachbarwabe ab und klatschte nach unten. Die Fragestellung war immerhin beantwortet, in den abgerissenen Waben war Arbeiterinnenbrut in allen Stadien samt reichlich Stiften.
Habe das dann irgendwie so ruhig wie möglich mit Bindfaden an den Oberträger gebunden und das ganze wieder eingehängt bzw. halbwegs in Ausgangsposition in die Zarge gestellt. Diese Zarge werde ich nun wohl nie wieder auseinandernehmen können.
Zuletzt geändert von Deichkind am Mi 28. Aug 2019, 18:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Mi 28. Aug 2019, 18:16

Volk 3 habe ich dann zugelassen, die machen mir aber auch keine Sorge, da ist sehr reger Flugverkehr. Bei 2 lässt er seit der Drohnenschlacht nach.

Habe für mich eine Konsequenz gezogen: nächstes Jahr werden die Schwärme die ich hoffentlich fangen werde auf Halbrähmchen gesetzt. Theoretisch bin ich vom Stabilbau immer noch überzeugt, praktisch offensichtlich damit überfordert. War zu ambitioniert ganz alleine eine Methode anzufangen mit der mir vor Ort keiner helfen kann. Also einen Schritt zurück und erst mal Bee-handling lernen, dann vielleicht später zurück zum Stabilbau.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Christine » Mi 28. Aug 2019, 21:01

Deichkind hat geschrieben:War zu ambitioniert ganz alleine eine Methode anzufangen mit der mir vor Ort keiner helfen kann. Also einen Schritt zurück und erst mal Bee-handling lernen, dann vielleicht später zurück zum Stabilbau.


Ich finde das gut - noch schöner wäre natürlich, man könnte in den Imkerkursen wirklich Hand an Völker legen und da schon mal die Handhabung einüben, aber das scheint eben nicht überall so toll zu gehen wie hier bei uns.

Bin selbst sehr gespannt auf die Warré-Waben. Heute habe ich (Urlaubsvertretung an den Bienen für meinen Bruder) bei Ablegern zwei Rähmchen gezogen, die seit einigen Wochen im Volk sind und somit schon gut festsaßen. Mal schauen, wie das bei Warré dann gehen wird. Da könnte ich mir evtl. das Ziehen (Prüfung, ob noch Platz für Futter und Brut ist) ersparen, wenn ich mir eine Stockwaage leiste. Das wäre allerdings bei Einzelaufstellung ein echter Luxus und ich hab auch keine Lust, dass die jemand klaut (wir sind da gebrannte Kinder). Erst mal schauen, ob ich mir einen Schwarm fangen kann im nächsten Mai, dann sehen wir weiter.

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Manfred » Mi 28. Aug 2019, 22:32

Grüß Dich, Andrea

Aus meiner Sicht ist das weniger eine Frage von Mobil- oder Stabilbau, wobei zugegebenerweise Stabilbau etwas subtiler in der Handhabung als Mobilbau ist, als eher eine Frage der Herangehensweise, also eine änderbare Komponenente.

Das Ausmaß Deines Aktionismus hat mich zwischendurch derart überfordert, daß mir das Mitlesen einfach zu mühsam wurde. Jetz schtöda vua wos eascht die Bei mitgmocht haum. :lol:

So schnell würd ich das Korn nicht in die Flinte werfen.

HG Manfred

https://www.youtube.com/watch?v=TCV89EsAac8

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Do 29. Aug 2019, 13:05

;) Danke euch für die aufbauenden Worte. Ich gebe nicht auf, dazu mag ich meine Bienen viel zu sehr, es hat total gefunkt zwischen uns. Bilde mir ein, dass sie mich auch mögen. Sie sind sehr nachsichtig mit all meinem Gestümper, selbst als ich gestern das Herz des Biens beschädigt habe sind sie geduldig auf ihren Waben sitzen geblieben und haben darauf gewartet dass ich ihnen Gelegenheit gebe, das zu reparieren.

Das ist ja das schöne an der Warré, dass man sie ganz unterschiedlich betreiben kann. Mal sehen wie ich mit Halbrähmchen (ohne Mittelwände) zurechtkomme. Und die zwei aktuellen Völker im Stabilbau sollen ja weiterlaufen.

Nächste Saison kann nur besser werden.
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Math. » Fr 30. Aug 2019, 11:31

moin zusammen,

warre beuten sind vielleicht nicht so optimal für den anfang der imkerei, wenn man gerne immer mal schauen möchte, was das volk macht.

dass in der unteren zarge nicht viel los ist, in der oberen aber noch brut, ist normal.
oben ist es wärmer als unten.
die alten tanten hängen immer unten herum und drohnenbau ist auch immer am ende der wabe.
das es jetzt keine drohnen mehr braucht, ist es da jetzt leer.

ich schaue nur von oben auf meine (warre) völker, lasse alle in ruhe, schaue mit immer lange den flugverkehr an.
das reicht mir jetzt.
sollen in ruhe winterbienen aufziehen und futter einlagern und waben bauen (nach dem kunstschwarm ende juli).
schöne zeit

math

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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » So 8. Sep 2019, 10:56

quote="Schlossimker"]
Deichkind hat geschrieben:danke für den Hinweis auf deine "meine kleine Imkerei". Ich hab es komplett durch gelesen. So was lese ich als Anfänger gerne. Endlich ein Bericht bei dem man auch lesen kann, wie es weiter geht - super. Hätte ich den allerdings vor einem Jahr schon lesen können, hätte ich meiner Frau gesagt, dass sie spinnt und das wir uns so was nicht antun.
Den ganzen Sommer hab ich dich immer beneidet - boah, die hat 3 Schwärme bekommen/selbst eingefangen. Und ich hab keinen bekommen.
Aber das mit den Schwärmen sehe ich jetzt doch ein wenig differenzierter. Vielleicht wollte die bei dir kein anderer einfangen. Weil, vielleicht war der Imker, von dem sie weg sind, ganz froh das die vermaledeiten Biester endlich weg sind. Dann sie doch lieber einen Anfänger fangen lassen. Soll sich der doch mit ihnen herum ärgern. Vielleicht gibt er dann wieder auf, und es ist ein Nektar- und Pollenkonkurrent für die eigenen Bienen weniger.

Mach fast genauso weiter, vielleicht mit wieder etwas mehr Zeit für deine Familie. Es ist immer schön was von dir zu lesen.


Schlossimker - ein Kaiserfranke.



*lach* Ja mein erstes Jahr war definitiv dazu geeignet alle romantisierten Vorstellungen von Bienenhaltung auszutreiben. Nun bleibt nur zu hoffen, dass die Lernkurve auch tatsächlich da war.

Schwärme werde ich weiter fangen, einfach weil das mir tatsächlich richtig Spaß macht. Auch wenn sie blöd sitzen oder stichig sind, das ist eine sehr befriedigende Herausforderung. Das Gefühl wenn sie dann endlich im Kasten sind ist klasse.

Mal sehen wie ich nächstes Jahr mit ihnen klarkomme.

Meine beiden Völker scheinen erst mal „satt“ zu sein, sie nehmen weniger ab. Durchs Fenster sehe ich sehr viel Futter in den Waben. Lasse ihnen diese Woche noch mit kleinen „Bauportionen“.

Nächstes Wochenende werde ich ihnen dann für zwei Wochen den FAM Dispenser mit 60% Ameisensäure aufsetzen. Ich nehme Bernhards Varroawarnung sehr ernst, gleichzeitig teile ich Christines Bedenken dass das Zeitfenster nicht mehr für Thymol reicht. Außerdem habe ich ja mal als Maxime gesetzt „keine Erfahrung, keine Experimente“ (wenn ich auch immer wieder davon abgewichen bin :shifty: ). Für den FAM Dispenser gibt es eine (hoffentlich) idiotensichere Anleitung für eine 2 Wochen Behandlung ab Mitte September, da bewege ich mich also im erprobten Rahmen. Habe ausgerechnet, dass der Schweizer Jungvolkkasten mit 8 Waben etwas weniger als doppelt so groß ist, wie die Warré, werde also die Schiebervorgabe daran orientieren und durch 2 teilen (bzw. die DN Vorgabe durch 1,5).
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Di 10. Sep 2019, 17:44

Beide Völker gewogen und für zu leicht befunden.
Aktueller „Besiedelungsstand“

Volk 2: Obere Zarge dicht besetzt, untere Zarge leeres Wabenwerk über 3/4 Zarge. Gewichtsziel also eher für Einzarger.

Volk 3: Untere Zarge dicht besetzt, obere Zarge 3/4 ausgebaut und alle Wabengassen bienenbesetzt. Gewichtsziel also eher für Zweizarger.

Beide mit kompletter Beute ohne Dach (inklusive leerer Futterzarge und doppeltem Boden) je etwas über 24kg.

Abzüglich das „Holzgewicht“ Nettogewicht Bienen/Futter/Waben je 13kg.

Beide Völker haben nach dem Wiegen je 3.5l Bio-Invertbee in die Massivholztischler-Futterzargen bekommen, die kleinen Selbstbau-Glasfütterer habe ich abgeräumt.

Vor der Varroabehandlung steht also erst mal noch einfüttern an.

Ich habe übrigens alles was ich an wiegerelevanten Material habe einmal gewogen (ÖB = Ökobeute, MT = Massivholztischler, OT = Oberträger)

ÖB Boden klassisch: 1,3kg

MT Varroaboden: 1kg

MT Futterzarge leer: 1,6 kg

MT Fensterzarge mit OT: 3,5 kg

ÖB Zarge klassisch mit OT: 3,6kg

ÖB Kissen leer: 0,6kg

MT Kissen leer: 0,3kg

Eigenbau Futterzarge für Glas: 5kg

ÖB Schwarmfangkasten: 3,2kg

Wachs von 1 voll ausgebauter Zarge: 250g
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Re: Der summende Familiengarten

Beitragvon Deichkind » Do 12. Sep 2019, 18:00

Futterzargen sind leergeschlürft. Offensichtlich können sie mit dem Glas tatsächlich nur kleine Portionen abnehmen.
Beide haben weitere je 2kg bekommen. Rechnerisch müssten sie dann bei den notwendigen 15kg Winterfutter sein. Am Wochenende wiege ich nochmal. Pollen tragen beide kräftig ein. Die Jungbienen, die sich einfliegen sind so „stattlich“, dass ich aus der Entfernung schon an Drohnen gedacht hatte, es sind aber tatsächlich richtig große Arbeiterinnen. Machen auf mich einen guten Eindruck.

Zur Sicherheit habe ich vor, Ihnen mit der Oxalsäure im Dezember auch je ein Paket Futterteig aufzulegen.
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