Caro's & Andreas' Bienen

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Caro
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Mi 29. Aug 2018, 22:42

Noch ein kleiner Nachtrag:

Bei der Bildung der Sammelbrutableger im Rahmen der Sommerbehandlung war das Heidelbeervolk so groß, dass wir zwei Zanderzargen Bienen und Brut aus dem Altvolk entnahmen, ohne es zu sehr zu schröpfen - der Ableger war groß genug, so dass wir das "Sammel" ignorierten. Heidelbeerableger legte um die 25 Weiselzellen an, und war auch nach Schlupf der ersten noch der Meinung, weitere verdeckelte Zellen in Reserve zu halten. Da inzwischen viele Bienen geschlüpft waren, nahmen wir drei Rähmchen mit noch verdeckelten Weiselzellen aus dem Ableger, um ggf. eine nachträglich schlüpfende Königin in Reserve zu haben und ein eventuelles Schwärmen des Ablegers zu verhindern. Im Ablegerkasten schlüpfte dann auch eine Königin, aber Ablegerkasten und/oder Notplatz neben dem Heidelbeerableger hatten den Bienen nicht gefallen: Sie zogen aus dem Ablegerkasten aus und hängten sich unter den Blechdeckel. Unabhängig davon pflegten sie die restliche Brut und bewachten auch ihre Honigkränze im Ablegerkasten, aber ein Teil der Bienen wollte nicht im Ablegerkasten wohnen.
Nach Auslaufen der Brut wurden sie mit Oxalsäure besprüht und dazu in den Ablegerkasten zurückgeschüttelt - am nächsten Morgen waren sie wieder draußen unter dem Blechdeckel.
Zum Donnerstag 09.08. war für den Abend in Berlin ein Gewitter angekündigt. Die Bienen sahen dennoch nicht ein, in den Zander-Ablegerkasten zurückzukehren, und so haben wir ihnen eine Warré mit Rähmchen, Mittelwänden und 4 ausgeschleuderten Honigwaben (aus DMN in Warré-Rähmchen umgebastelt) hingestellt und sie hineingeschüttet. Da sie ihrer Futterkränze zu beraubt waren, bekamen sie auch eine Futterschüssel oben aufgesetzt.
Das Gewitter kam tatsächlich, war am Morgen auch wieder vorbei, aber die Bienen blieben drin, haben mit großem Elan angefangen, die Mittelwände auszubauen und die Königin hat ein schönes Brutnest angelegt - die neue Warré-Beute mögen sie anscheinend, genau jene Beute, die das Schwärmchen aus dem vorherigen Beitrag gar nicht haben wollte - so unterschiedlich können Bienengeschmäcker sein.
Warre_aus_Heidelbeervolk.png

Hier stehen sie nun einträchtig nebeneinander: Heidelbeer-Zander-Ableger und Heidelbeer-WarréAbleger

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Di 4. Sep 2018, 21:28

Der obige Warré-Ableger aus dem Heidelbeervolk war eigentlich eher ein Kunstschwarm, da wir ihnen den Zander-Ablegerkasten, den sie nicht mochten, komplett weggenommen hatten. Allerdings hatten wir zuvor ein weiteres Warré-Volk geplant, wie vor zwei Jahren als DNM-Ableger im Fünf-Waben-Ablegerkasten mit aufgesetzter Warré-Zarge. Nun, der Ableger hatte Startschwierigkeiten mit seiner mißlungenen Weiselzelle, und die eingeweiselte Prinzessin aus den obigen 17 kam nur langsam in Schwung. Aber inzwischen hat sich das Volk gemausert, ist signifikant erstarkt und hat die aufgesetzte Warré-Zarge komplett ausgebaut, besetzt und als Honigraum interpretiert. Eine zweite Warré-Zarge können sie dieses Jahr kaum mehr ausbauen, weshalb wir ihnen die DNM-Waben mit ihrer Brut nicht wegnehmen wollen. Aber ein Fünfer-DNM-Ablegerkasten mit aufgesetzter Warré-Zarge ist nicht gerade eine vernünftige Winterwohnung, und daher wurde noch einmal gebastelt: Eine Art Adapter-Zarge für 8 DNM-Waben, in die die fünf umgehangen und durch drei Rähmchen mit Mittelwänden ergänzt wurden. Die drei MW sollten sie aktuell noch schaffen auszubauen, und dann hat die Wintertraube hoffentlich ausreichend Platz direkt unter dem Warré-Honigraum.
DNM_Warre.png
vorher: Ablegerkasten mit Warré-Zarge
DNM_Adapter.png
nachher: Adapterkaste mit Warré-Zarge

Beides ist im Kaltbau übereinander, so dass die Waben nun zusammen passen. Die DNM sind natürlich länger, daher hinten ein schräges Dach, darunter aber eine Einlage zur Dämmung.

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon biene1.0 » Mi 5. Sep 2018, 22:44

Hallo,
das freut mich,dass eure Ableger noch bauen
Meine haben nach 12 Wochen eine Warrezarge ausgebaut und besetzen diese auch richtig. Doch bauen in einer zweiten Zarge , nein!
Was könnte ich tun?
Die zweite Zarge habe ich aber untergesetzt.
Hätte ich aufsetzen müssen?
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Mi 5. Sep 2018, 23:37

Hallo Harald,
bei dem DNM-Ableger hatten wir die Warré-Zarge aufgesetzt und sie haben trotz Füttern lange gebraucht; man sieht auf den Bildern einen hellen Ring, das ist unser selbstgebauter Zwischenboden, darüber ist in einer leeren Kissenzarge die Futterschüssel und darüber erst die eigentliche Kissenzarge. Die Idee war gewesen, dass der Ableger zwei Warré-Zarge nacheinander ausbaut und wir dann die DNM wegnehmen können - das hat so nicht geklappt, daher nun die Adapterzarge. Weil wir die Warré aufgesetzt hatten, wurde sie als Honigaum interpretiert und die Bienen blieben mit ihrer Brut auf den DNM-Waben, die sie nun für den Winter behalten können.
Dem anderen Warré-Volk haben wir als Quasi-Kunstschwarm gleich zwei Warré-Zargen gegeben, wobei sie unten im vier ausgebaute Rähmchen bekommen hatten - das waren ausgeschleuderte DNM-Honigwaben, die in Warré-Rähmchen eingepasst wurden. Die Idee war gewesen, dass die Königin dort schnell mit dem Stiften beginnen kann, aber für die Bienen war es der Anreiz, die Mittelwände darüber sehr schnell auszubauen, und dort hat die Königin mit dem Stiften begonnen. Auch hier bekommt das Volk permanent Futter in einer Futterschüssel über Zwischenboden angeboten.
Dass der Bautrieb noch gut ist, liegt sicher auch am Sommerwetter und der noch guten Pollenversorgung parallel zum Futter.
Außerdem blüht gerade der Efeu bei uns auf.
Unser Wilder-Wein-Volk (Sammelbrutableger vom letzten Jahr) ist gerade so in Baulaune, dass man eher den Eindruck hat, sie wären im Frühjahrsmodus und wollen das Volk weiter aufbauen. Sie hatten zwei komplett ausgebaute Herold-Zargen in DNM und fingen überall an, die letzten Lücken zuzubauen, so dass wir ihnen jetzt einfach eine Zarge Mittelwände aufgesetzt haben, damit sie ihren Bautrieb ausleben können.
Die meisten Altvölker aber fahren das Brutgeschäft und die Bautätigkeit zurück, so wie man es gemäß Jahreszeit eher erwartet.
Viele Grüße, Andreas

garbeam
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon garbeam » Do 6. Sep 2018, 19:29

Hallo Andreas,

wieso habt ihr denn die Warre-Zarge auf den DNM-Ableger aufgesetzt und nicht untergesetzt um einen Anreiz zu schaffen die Brut in die Warre zu bekommen?

Bei mir hat das Langstroth-Warre Adapterkonzept funktioniert. Der Langstroth-Ablegerkasten mit 4 Raehmchen ist jetzt voller Honig und das Brutnest in die untergesetzte Warre-Zarge verlagert worden. Der Langstrothkasten bleibt ueber dem Winter auf der Warre-Zarge drauf, aber im Fruehjahr werde ich ihn entfernen und die 2. Warre-Zarge unterstellen.

Beste Gruesse,
Anselm

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Do 6. Sep 2018, 20:46

Hallo Anselm,
unsere Ablegerkästen haben einen festen Gitterboden, stellen bis auf den abnehmbaren Deckel und die Varroa-Schublade eine Einheit dar, ggf. kann man dies auf dem Bild "vorher" noch erkennen. Folglich geht untersetzen überhaupt nicht. Sie sind auch nicht dafür gedacht, irgendwas aufzusetzen, weshalb das mit der Warré-Zarge nicht wirklich passend war: recht und links stand die Warré über und bekam ein Brettchen untergesetzt, und hinten stand der Ablegerkasten über, weshalb dort auch ein Holzklotz lag, um den Raum nach oben zu begrenten. Die Konstruktion ist im warmen Sommer unproblematisch, aber im Winter gibt es zu viele Außenflächen - daher brauchten wir einen Adapter, bei dem wenigstens drei Seiten mit der quadratischen Warré passen, und das ist dann ein rechteckiger Achterkasten. Der steht nun hinten über und bekam für den Überstand ein eigenes Dach mit drunter liegender Abdeckung zur Dämmung.
Viele Grüße, Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon garbeam » Mo 10. Sep 2018, 06:49

Hi Andreas,

ok verstanden. Im Thread viewtopic.php?f=34&t=1627&p=21951&hilit=langstroth#p21951 habe ich mein Konzept beschrieben. Die Langstroth-Ablegerbox habe ich entsprechend selbst gebaut, damit sie unten offen war und entsprechende Spanplatten zurecht gesaegt, um die Ueberstaende oben und unten abzudecken.

Beste Gruesse,
Anselm


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