Hilfe....

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Bienen_Oli
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Re: Hilfe....

Beitragvon Bienen_Oli » Do 21. Sep 2017, 10:20

Guten Morgen zusammen, oder moin moin , wie wir im Norden ja sagen.

Heute früh war ich bei meinem Imkereibedarf mit "H" und habe mich mit Gläsern eingedeckt.
Den Besuch habe ich genutzt und mir in der Ausstellung die Warré Beute mal live angeschaut.

Auf Nachfrage, wurde mir zum Thema Überwintern gesagt, "die sei für uns hier im Norden zum Überwintern nicht so gut geeignet". Nicht so ideal wegen der Form der Wintertraube.
Ware ja für Südfrankreich entwickelt.

Aber Ihr habt die doch auch im Norden stehen, und wenn das nichts wäre, dann würdet Ihr das doch nicht machen, oder?

Einen Tipp hätte ich gerne noch von Euch zu meinen 2 Mini Plus.
Wenn ich die überwintere, soll ich etwas Styropor drummachen, oder reicht die Isolierung der Holzzarge (22mm)?

Ich hätte jetzt 20 - 30mm Styropor an die Seiten gemacht, Boden frei.
Was denkt Ihr.

Eure Meinung ist willkommen.

Vielen Dank.

Gruß

Bienen_Oli

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Caro
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Re: Hilfe....

Beitragvon Caro » Fr 22. Sep 2017, 11:02

Hallo Bienen_Oli,

wir hatten auch eine Warré über Internetversand; ich vermutet mal, wir meinen den gleichen Imkereibedarf "H". Wichtig ist aber gar nicht der Händler oder Hersteller sondern das Holz. Unsere Warré war aus der sogenannen "Sibirischen Linde", das ist ein sehr leichtes aber auch grobporiges Holz, und das ist bei uns für die Aufstellung im Freien schlecht geeignet. Ohne Wetterschutz nimmt es von außen Feuchtigkeit auf, weshalb wir es mit Leinölfirnus behandelt hatten.
Im Winter saßen die Bienen gut in der Wintertraube drin, die Kugel hat gut hineingepasst von Seite zu Seite, war vielleicht in die Höhe gezogen, was aber keine Probleme gemacht hat. Als jedoch im Spätwinter das Brutgeschäft begann, kamen die Probleme. Durch das verstärkte Heizen gab es ein noch höheres Temperaturgefälle, so dass die Feuchtigkeit, die die Bienen durch das Verheizen des Honigs selbst produzieren, nicht bis in die Kissenzarge aufstieg, sondern so an der Außenwand kondensierte, dass das Holz aufquoll wie ein Schwamm und dann schimmelte. Leider hatten wir immer nur die Kissenzarge auf Feuchtigkeit kontrolliert, um die Bienen nicht zu sehr zu stören und das nicht rechtzeitig bemerkt. Als wir es entdeckten, konnte man mit dem Stockmeißel leicht das Wasser aus dem Holz drücken.
Das Leinölfirnus, welches die Feuchtigkeit im feucht-schmuddligen Späterwinter von außen abgehalten hatte, sorgte eben auch dafür, dass das von innen feucht gewordene Holz nach außen nicht abtrocknen konnte. Deine Idee mit Styropor hätte vermutlich den gleichen Effekt, würde also die feuchtigkeitsregulierende Eigenschaft des Holzes nach außen abblocken. Daher würde ich keine Holzbeute von außen mit Styropor verkleiden.
Suche liebe rnach einer qualitativ hochwertigen Warré, z.B. aus Weymouthskiefer, oder baue Dir selbst eine, wenn Du die Gerätschaften hast.
Letztes haben wir selbst leider nicht und daher aktuell keine Warré im Einsatz, auch wenn wir gerne wieder welche hätten...

Viele Grüße,
Andreas

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zaunreiter
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Re: Hilfe....

Beitragvon zaunreiter » Fr 22. Sep 2017, 20:22

Wer billig kauft, kauft zweimal. Deswegen wie schon vorgeschlagen etwas Qualitativeres aus Weymouthkiefer kaufen. Ist zwar teurer aber besser für die Bienen.

Styropor würde ich nicht drum herum machen. Richtig dämmen ist nicht so einfach und man kann besser nicht dämmen als falsch dämmen. :0)
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Hilfe....

Beitragvon biene1.0 » Di 26. Sep 2017, 23:08

hallo,
die oben beschriebenen Probleme mit Feuchtigkeit habe ich bisher nicht feststellen können.
Ich habe 4 warre-Beuten im Einsatz und habe sie selbst gebaut, aus Fichte. Im vergangenen Winter hatte ich die erste Beute mit 50mm Wandstärke. Auch, oder gerade deshalb, bei dieser Beute auch kein Schwitzwasser. Im Kissen nicht und auch an den Innenwänden nicht. Eher habe ich mir Sorgen um das Fehlen von Wasser in der Beute ausgangs des Winters bei der vermehrten Futteraufnahme gemacht. Es ist aber alles sehr gut abgelaufen.
Als Windschutz habe ich meine Beuten mehrfach mit Frostschutzflees umwickelt. Es sollte nur das Auskühlen der Beutenoberfläche durch den anstehenden Wind reduzieren. Nachteile habe ich nicht bemerkt.
Gruß
Harald

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Re: Hilfe....

Beitragvon Bienen_Oli » Mi 11. Okt 2017, 09:43

Hallo zusammen,

ich bin ja dieses Jahr noch mit 2 Mini Plus unterwegs. Die Umstellung bzw Erweiterung auf Warré kommt in 2018.
Jetzt frage ich mich wie mussen die Vlökchen aussehen damit sie über den Winter kommen.

Team 1 sitz in 2 Zargen und hat ca. 15 kg (incl. der Zargen ca. 6 kg Leergewicht ohne Rähmchen)
Team 2 sitz in nur 1 Zarge, und hat ca. 8 kg (incl. Zargen ca. 6 kg Leergewicht ohne Rähmchen)

Das klingt nicht gut, oder?

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Re: Hilfe....

Beitragvon biene1.0 » Fr 13. Okt 2017, 21:23

Hallo Oli,
noch Rähmchen und Bienenmasse abziehen dann bist Du bei 0 (Null) kg Winterfutter. Und das Mitte Oktober!!
Am Wochenende mal genau hinschauen! Es sollen über 20°C werden. Aber was Du retten kannst und wie? Wirklich erfahrene Imker können da helfen. Honigwaben kaufen und rechts und links je zwei / drei neben den Bienensitz hängen wäre meine spontane Maßnahme. Obenauf noch je Volk ein Packet Futterteig?
Eine erfolgversprechende Lösung wünscht Dir
Harald

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Re: Hilfe....

Beitragvon zaunreiter » Sa 14. Okt 2017, 06:48

Futterteig Apifonda oben auflegen.

Siehe auch: viewtopic.php?f=17&t=552&start=40#p10114
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Hilfe....

Beitragvon Bienen_Oli » Sa 14. Okt 2017, 13:36

Hallo zusammen,

danke für die Erläuterungen und den link. Das ist klasse. :dance:

Genau so mache ich das.

Habe mir, da ich ja kleinere Zargen habe, 2 Päckchen je 1,25 kg, in Gefrierfolie selber eingechweißt.

Die werde ich dann so wie im link beschrieben auflegen.

Ich dachte mir, das ich solange das Wetter noch so warm ist und die Bienen noch fliegen, erst einmal weiter flüssig zufüttere.
Und wenn das Wetter dann umschlägt, lege ich auf die jeweils obere Leerzarge das Paket, den Schlitz paralell zu einer Gasse oder?

Und dann mache ich wie beschrieben Zeitung oben auf.
Dann bleibt nur noch Dauem drücken.

Und nachschauen ob alles gut gegangen ist tue ich dann Anfang 2018 wann??? :?:

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Re: Hilfe....

Beitragvon Bienen_Oli » So 15. Okt 2017, 16:23

Hallo zusammen,

ich hatte ja weiter oben geschrieben,

Team 1 sitz in 2 Zargen und hat ca. 15 kg (incl. der Zargen ca. 6 kg Leergewicht ohne Rähmchen)
Team 2 sitz in nur 1 Zarge, und hat ca. 8 kg (incl. Zargen ca. 6 kg Leergewicht ohne Rähmchen)


Jetzt habe ich, da wir hier gerade schönes Wetter haben, mal einen Blick in die Zargen von Team 1 gewagt.
Honigzarge leicht angelupft. Die ist gut voll, schwer und gut besetzt.

Dann die untere Zarge leicht angelupft. Auch hier gut voll und gut besetzt.

Da ja Team 2 auch zahlenmäßig recht klein ist, frage ich mich, ob es möglich wäre dieses mit ein paar Bienen von Team 1 aufzustocken.

Kann ich ggf auf das Team 1 eine Leerzarge aufsetzen und ein paar Bienen dort "hochtreiben".

Aber was passiert wenn ich diese Zarge oben auf das Team 2 setze?

Danke für Eure Meinung.

Ich will ja auch kein Masacker

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Re: Hilfe....

Beitragvon Johannes-Mellifera » So 15. Okt 2017, 17:36

Hallo,

gut gemeint, aber das gibt ziemlich sicher ein Massaker. Ich halte das für keine richtig gute Idee.
Allerdings könntest du 1-2 Brutwaben (verdeckelt, besser schlupfreif) vom Stärkeren abzweigen und möglichst bienenfrei in das Volk hängen. Musst halt sehen, ob sich BW entbehren lassen.

LG Johannes

PS: Ich versuche es dieses Jahr mal ein einzargiges M+ zu überwintern. Hab das noch nicht gemacht, aber die Gelegenheit bietet sich gerade. Vielleicht lässt du einfach auch alles so, wie es ist.


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