Gebogene Schilfrohrbeute

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
lilie
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon lilie » Sa 24. Jun 2017, 21:57

Wunderschön!

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Waldschratzl
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Waldschratzl » Sa 29. Jul 2017, 18:32

Stand bei der Schilfbeute Ende Juli :

Das Volk hat nun 8 Rähmchen komplett ausgebaut. Das Brutnest erstreckt sich über die ersten 5 Rahmen und liegt kugelförmig im unteren Bereich der Beute, dort wo sich die Wölbung befindet.
Über dem Brutnest erstreckt sich über die gesamte Rähmchenbreite ein 10-15 cm breiter verdeckelter Futterkranz.
Die hinteren Drei Rähmchen sind ebenfalls voll ausgebaut. In ihnen befinden sich ca. 30 - 70 Prozent verdeckelte Honigzellen.
Ein 9. Rähchen wird derzeit noch fleißig bebaut.

Puderzuckerkontrolle ergab 12 Varroa auf 50 Gramm Bienen. Behandlung mit AS steht demnächst an.

Ein Vorteil der Beute hat sich bei den Durchsichten bereits beliebt gemacht:
Durch den großen halbkreisförmigen Querschnitt kann man wunderbar die Waben einsehen und begutachten ohne sie ziehen zu müssen. Es reicht also, wenn man die Waben einzeln an das Heck der Beute verschiebt. Dies geht freilich nur in den Zeiten, wo die Beute nicht zu voll bestückt ist.

Schilfbeute Juli17.JPG

Johannes-Mellifera
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Johannes-Mellifera » Sa 29. Jul 2017, 19:33

Hattest du so gute Tracht, oder fleißig gefüttert?

Das Foto ist ja wirklich ein Traum! Danke für diesen schönen Bericht.

LG Johannes

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Waldschratzl
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Waldschratzl » Sa 29. Jul 2017, 20:11

Hallo Johannes
Also die Tracht bei uns war und ist scheinbar bobastisch, die Völker legen momentan im Schnitt immer noch 0,7 kg am Tag zu.(Gefüttert habe ich bis auf eine Gabe ganz am Anfang nicht mehr). Noch keine Räuberei und kein erhöhter Verteidigungstrieb bzw Agressivität beim Öffnen. Leider scheint auch die Varroa massiv auf dem Vormarsch zu sein.

Gruß
david

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Waldschratzl
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Waldschratzl » Di 8. Aug 2017, 13:12

Die Schilfbeute hat sogar schon eine kleine Honigernte gegeben. Es waren zuletzt 9 Waben ausgebaut. Nach Schätzung der Vorräte und Abwägen der Volksgröße habe ich mich entschieden, das Volk auf 8 Rahmen überwintern zu lassen.
Bei der Entnahme der Honigwabe hat sich ein weiteres Mal die Breite der Beute bezahlt gemacht. Ich habe also die Hongwabe ganz an die Rückwand gehängt und das Trennschied wieder eingesetzt. Dann habe ich erst auf der eine Seite der Wabe die Bienen abgekehrt, die Wabe gewendet und die andere Seite abgekehrt.
Dabei blieb das gesamte Volk völlig ruhig. Noch nicht mal die abgekehrten Bienen sind aufgeflogen, sondern schön brav vom Beutenboden nach vorne ins Volk zurück marschiert.
Ich habe bisher nur den Vergleich zur Ernte in Warre und Bienenkiste. Aber ich war ehrlich begeistert.
Honigwabe.JPG

Gesamtgewicht der Wabe knapp 4 kg

Finvara
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Finvara » Sa 12. Aug 2017, 11:38

Hallo,
Glückwunsch, das sieht einfach prachtvoll aus.
Gruß Finvara

Ps.: Tust du pressen od. schleudern ?

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Waldschratzl
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Waldschratzl » Sa 12. Aug 2017, 15:09

Hallo Finvara
Habe den Honig gepresst. Es hat mir aber schon ein bisschen Leid getan, die schöne Wabe zu zerschneiden. Jedoch um zu Schleudern, müsste man erstmal eine bauen, in die diese Rahmen passen. Da ich aber eher der Holztüftler bin und mit Metall nicht wirklich bewandert bin, bräuchte es da erstmal einen Erfinder, der sich dem an nimmt. Vorstellbar wäre eventuell eine Radschleuder in die zwei Waben gegenüberliegend hineinpassen.

Mal sehen, kommt Zeit, kommt Rat, und erst einmal ist mir wichtig, dass die Beute selbst so funktioniert, wie sie soll. Ist ja alles noch im Test erstmal.
Nächstes Jahr bin ich dann schon schlauer, und dann ergeben sich vieleicht auch noch Ideen für eine Schleuder.

Gruß
david

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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon biene1.0 » Sa 12. Aug 2017, 20:17

Hallo David,
mein Wabenformat ist auch nicht für jade Schleuder geeignet und auch die Stabilität ist nich so, dass sie die Belastung öfter wegstecken würden. Das Honigernten ist anders gelöst: Waben ziehen, Verdeckelten Bereich mit einem Löffel bis auf die MW abschaben, wenden und das gleiche machen, Wabe zurück ins Volk (nach 3 Tagen sieht man nichts von der "Beschädigung" der Waben). Den Honig samt Wachs lasse ich durch ein feines Sieb abtropfen und nach mehrmaligem Rühren wird in Gläser gefüllt.
Das ist für solche Gelegenheiten ein gute Möglichkeit.
Gruß
Harald

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Waldschratzl
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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon Waldschratzl » So 13. Aug 2017, 12:06

Hallo Harald

Interessante Methode der Honigernte. Gehe ich recht in der Annahme, dass du dabei mit Mittelwände in den Honigwaben arbeitest. Da ich in meinen Beuten gerne auf fertige MW verzichten möchte, wird das wohl eher schwierig, den Honig aus den Waben zu schaben.
Trotzdem bedanke ich mich für den Tipp.

schönen Gruß
david

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Re: Gebogene Schilfrohrbeute

Beitragvon biene1.0 » Di 15. Aug 2017, 00:11

Hallo David,
nein, ich lasse auch alles selbst bauen. Nur Anfangsstreifen an die Oberträger gießen. Das reicht. Sicher sind die Mittelwände beim Naturbau dünn. Aber ein oder zwei kleine Löcher in den stehengelassenen MW eines Honigraumes sind für die Bienen kein Problem. Und in den seltensten Fällen muss ich die gesammte Wabe abschaben. So bleibt durch den stehengebliebenen wabenteil die Wabe stabil.
Gruß
Harald


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