Caro's & Andreas' Bienen

Vorstellung eurer kleinen Imkerei
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Caro
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Sa 17. Jun 2017, 01:56

Das Thujavolk bekam seinen HR, wir haben noch einen Flugling und Brutling aus dem Johannesbeervolk gebildet, da eine verdeckelte Weiselzelle vorhanden ist. Zum Glück ist uns (bisher) noch kein Volk geschwärmt.

Fazit: 15 Völker und 7 Ableger. Am Sonntag können wir die ersten beiden Ableger mit Oxalsäure besprühen (statt Milchsäure). Die Sommerlinde ist nun voll aufgeblüht. Die Bienen tragen über Mittag, wenn die Linden dichtmachen, unsere Läppertrachten im Garten (und sicher auch aus der Umgebung) ein: Wiesen-Pippau, Deutzie, Wollziest, etc.. Vor- und nachmittags geht es wieder zielstrebig in die Linde.

Andreas hat das erste Mal ein Begattungszeichen an einer Jungkönigin gesehen.
Leider ist das Wetter in Berlin durchwachsen, mal Sonne pur und heiß bis 29°C , mal Regenprasseln und Sturmböen bei 16°C und dazwischen Sammeln, was das Zeug hält... Bald blühen weitere Läppertrachten auf: Liguster, Sonnenblumen, -hüte, Wegwarte, Buschmalve, Mädchenauge, schönes Johanneskraut, etwas später auch Blutweiderich und Wasserdost... das Angebot ist da, die Bienen mittlerweile endlich auch.

Dieses Jahr liegt unser Schwerpunkt auf gesunde Bienenvölker, und auf die Ausbildung, Betreuung von Neu- und Jungimkern sowie auf der Bienenweide im eigenen Garten. Grüße Caro

Johannes-Mellifera
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Johannes-Mellifera » Sa 17. Jun 2017, 06:08

Hallo Caro,

stellvertretend für alle Menschen, die Johannes heißen, muss ich dir einfach mal sagen, dass man die Johannisbeere mit i schreibt! :lol:

Schöne Grüße
Johannes ;)

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Sa 17. Jun 2017, 23:51

Hallo Johannes-Mellifera,
danke für die Korrektur. Also ab sofort schreibe ich Johannisbeere und Johanniskraut.
Heutiger Stand: Das genesene und erstarkte Pflaumenvolk hat einen Zander-HR bekommen und die beiden Völker Pfaffenhütchen und Erdbeer haben wir heute parallel auf Schwarmneigung kontrolliert. Alles im grünen Bereich, nur Spielnäpchen... Danach wurden sie auf einem von Andreas selbst gebauten Ständer umgestellt. Nun stehen sie endlich höher und trockener. Morgen nachmittag wollen wir unsere ersten beiden Ableger mit Oxalssäure besprühen. Grüße Caro

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » So 3. Sep 2017, 22:53

Unser Stand unserer kleinen Imkerei:
Nach der Ernte von ca. 35 kg Frühlingshonig und ca. 150 kg Blütenhonig aus Frühjahr/Sommer haben wir nach der totalen Brutentnahme und den Varroabehandlungen der Völker (Oxalsäurebesprühung der Restvölker) und nun nach Auslaufen der Brut der Sammelbrutableger (2xSchwammtuch mit 60% AS) insgsamt 24 Bienenvölker, ein Volk davon haben wir als Kunstschwarm neu ausbauen lassen und die gesamte Brut als ein Ableger gegründet mit dem Plan diesen wieder mit dem Altvolk zu vereinigen, wenn das Altvolk auf neuem und sauberem Material ausgebaut hat (es roch merkwürdig im Volk und es gab gärenden Honig, daher unsere Vorsichtsmaßnahme diesbezüglich).
Für alle unsere Völker haben wir ein negatives AFB-Test-Ergebnis bekommen.
Bisher haben wir 3 Ableger an eine Jungimkerin mit ihrer Tochter abgegeben und werden noch einen weiteren an ein weiteres Jungimkerpärchen abgeben.
Die derzeitige Situation ist gut, die Ableger sammeln fleißig Pollen und alle Völker werden weiterhin gefüttert, so dass wir im September die Option auf eine weitere Varroabehandlung haben, wenn es notwendig werden sollte. Grüße Caro&Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Mo 25. Sep 2017, 22:06

Bei uns blüht der Efeu und die Bienen tragen bei jeder Regenpause Pollen ein, dass die Bienenstöcke vom Duft regelrecht eingenebelt werden. Hoffen wir mal, dass sie den Nektar gleich wieder verbrauchen oder gut mischen.
Efeu.png

Unser Kunstschwarm aus Deutzienvolk hatte sich erholt, brauchte aber Verstärkung, weshalb wir unseren 5. Sammelbrutableger, der keine Königin hatte, aufgeteilt haben: Eine Zarge Bienen setzten wir auf dem Deutzienvolk auf, die andere auf das klein gewordenen Thujavolk. Die Brut aus dem Deutzienvolk hatte sich eine Königin ziehen können, welche hoffentlich vom Weisellos gebliebenen 3. Sammelbrutableger angenommen wird.
Nachdem wir dieses Jahr 4 Völker abgegeben haben, sind wir nun inkl. Ablegern und Sammelbrutablegern bei 22 Völkern.
Unsere Varroa-Prüfung mittels Schublade hat ergeben, dass einige Völker noch eine 3. Varroa-Behandlung benötigen - wir hoffen auf gutes Wetter für eine AS-Kurzfrist-Behandlung.
Grüße Caro&Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Do 2. Nov 2017, 21:45

Mittlerweile ist es ruhiger geworden, nachdem am 25.10. die Bienen in Berlin aufgedreht haben, da es so schön mild war:
Bienenflug Ende Oktober 2017.jpg
Bienenflug am milden 25.10.2017


Dieses Jahr wintern wir 22 Völker auf DNM und Zander ein. Hier kommen ein paar Impressionen unserer Bienen und Hummeln im Garten:

Biene an gewöhnlichen Dost.jpg
Biene an gewöhnlichem Dost
Biene an Myrtenaster.jpg
Myrtenasten ist bei unseren Bienen sehr beliebt
Biene an Kapuzinerkresse.jpg
Und sie gehen doch an die Kapuzinerkresse
Hummel an Herbstaster.jpg
Herbstastern sind auch bei Hummeln beliebt


Grüße Caro&Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Di 6. Mär 2018, 12:12

Nach eisigem Februar gab es gestern den ersten halbwegs warmen März-Tag mit 9°C hier in Berlin, und das war dann auch der Startschuss für unsere Bienen.
Bienenflug.png

Was über Winter bei uns geschah:
Aufgrund der Milbenlast hatten wir Mitte Dezember bei 0°C die Oxalsäure-Träufel-Behandlung bei allen Völkern durchgeführt. Weihnachten und Silvester waren in Berlin mal wieder viel zu warm, und so flogen fast alle Völker. Als es dann in der zweiten Januarwoche kälter wurde, bekamen wir einen Schreck: Heidekrautvolk hatte seine (gezeichnete) Königin tot vor die Beute geworfen. Wir hatten beim Zeichnen der Königin dieses Sammelbrutablegers Anfang September gesehen, dass dieser Königin vom linken Vorderbein das vorderste Segment (also quasi die Hand) fehlte. Woher der Defekt kam, wissen wir nicht; allerdings dürfte es unwahrscheinlich sein, dass es erst beim Zeichnen passierte, denn wir haben ein Röhrchen, in das wir sie von der Wabe haben einlaufen lassen, bevor es ans Zeichnen ging. Vielleicht hatte es einen Königinnenkampf gegeben, denn anhand geschlüpfter Weisezellen waren in diesem Volk sicher zwei Königinnen geschlüpft, aber wir hatten nur eine gefunden, obwohl wir extra nach der zweiten gesucht hatten. Ein defektes Bein ihrer Königin könnte für die Bienen ein Umweiselungsgrund sein, aber das Volk hatte ein schönes gleichmäßiges Brutnest, so dass wir hofften, die befürchtete Umweiselung würde erst im nächsten Frühjahr geschehen. Ob es nun doch eine zweite Königin gab, die wir übersehen hatten, oder ob die Bienen noch im September umgeweiselt hatten, bei der sie die Mutter noch behielten? Bis zum 24. Oktober wäre sogar noch ein Hochzeitsflug möglich gewesen, denn es gab immer immer mal wieder ausreichend warme Tage, und Drohnen flogen auch noch. Aber was nun der Zustand war, wußten (und wissen) wir nicht, denn zum Nachschauen war es uns einfach zu kalt - bei knapp über 0°C wollten wir die Wintertraube nicht auseinander nehmen.
Ende Januar wurde es fast frühlingshaft (aber regnerisch), die Krokusse trieben aus und zeigten ihre Knopsen, die Bienen flogen erneut und sammelten zu tausenden Wasser im Garten, überall am Moos waren Bienen am saugen. Das war dann die erste Gelegenheit, sich einen Überblick über den Zustand der Völker zu machen und zugleich etwas Totenfall vom Winter zu entfernen, der teils fast das Flugloch verstopfte. Das Gute: Alle Völker lebten noch, aber bei Jasminvolk musste dringend nachgefüttert werden.
Bei Eibenvolk mussten wir entsetzt feststellen, dass der Totenfall sehr hoch war; das Restvolk war ziemlich klein und saß nur in der oberen Zarge. Da eine Kälteperiode drohte, setzten wir es beim eventuell weisellos gewordenen Heidekrautvolk oben auf, mit Küchentuch dazwischen, so dass sie zwar nicht direkt senkrecht aber am Tuch vorbei herunterwandern konnten - in den folgenden Tagen war es tagsüber dafür bestimmt noch warm genug.
Da anscheinend alle Völker in Brut gegangen waren, bekamen sie nun für die frostigen Nächte den Varroa-Boden eingeschoben, den wir tagsüber jeweils wieder entfernten, damit es nicht zu feucht in den Beuten wurde. Auf diese Weise kontrollierten wir auch täglich den Zustand der Völker, bekamen mit, wo sie saßen, wo Brut schlüpfte und wo sie verdeckelten Honig entdeckelten. Und so bemerkten wir auch sofort, dass ein Volk Durchfall bekam - nur waren die Tageshöchsttemperaturen so niedrig, dass wir nichts sinnvoll unternehmen konnten.
Aber es wurden nicht nur die Nächte kalt, schließlich versang der Ferbuar im Dauerfrost mit Temperaturen bis -13°C und ließ die viele Krokusknospen dahinwelken. Nun konnten wir nicht einmal tagsüber die Böden draußen lassen, sondern reinigten sie nur jeweils kurz und schoben sie gleich wieder unter. Aber den optimalen Weg haben wir hier noch nicht gefunden: Bei einigen Völkern gab es soviel Kondenswasser, dass es heraustropfte und sich Eis auf dem Varroabrett bildete - wir brauchen dringend gute Kissenzargen für unsere Magazine, ein Bauprojekt für dieses Jahr.
Die Nacht zu Montag hatte noch -6°C, aber am Montag selbst vertrieb der Südwestwind den eisigen Ostwind und ließ das Thermometer auf +9°C hochschnellen. Nun flogen die Bienen wieder, vor allem zu ihrem nächsten Reinigungsflug - einige Beuten sind außen deutlich verkotet, kein Wunder, hatten die meisten Völkter trotz der Kälte durchgebrütet, was eine heftige Anstrengung gewesen sein muss.
Wacholdervolk.png

Aber es flogen einige Völker gar nicht, was ich als Alarmsignal interpretierte. Bei allen Völkern wurde der Totenfall beim Flugloch wieder entfernt, da hatte sich teils erneut ganz schön was angesammelt. Und dann wurde bei den nicht fligenden Völkern oben kurz nachgeschaut, ob sie noch leben - bisher ist das bei allen der Fall.
Aber beim Heidekrautvolk mit dem aufgesetzten Eibenvolk roch es nach Durchfall. Also doch nachgeschaut bei 9°C: Das Eibenvolk hatte Durchfall und war über dem Tuch an Ort und Stelle verblieben; das Küchentuch war völlig versifft. Das eigentliche Heidekrautvolk war unten geblieben, schaute an einer Ecke skeptisch hoch, machte aber keine Anstalten, das andere zu besuchen. Also nahm ich Eibenvolk wieder ab, entfernte das verschmutzte Tuch, dass dick genug gewesen war, so daß es nicht auf die Oberträger der darunter liegenden Zarge durchgesifft war. Das Heidekrautvolk selbst roch nicht und wurde daher gleich wieder geschlossen. Waren die Bienen vom Eibenvolk nun verloren? Ich weiß es nicht, aber wir geben ihnen noch eine Chance: Sie haben noch ihre Königin, was die wichtigste Voraussetzung war. Die noch sauberen Waben wurden in ihre eigene Beute übernommen, die verkoteten auf einem Brett außerhalb ihrer Beute abgestoßen, so daß die noch halbwegs gesunden Bienen wieder einlaufen konnten. Hoffen wir, daß es sich erholt.
Leider war das warme Zeitfenster so knapp, dass wir das andere Durchfallvolk nicht säubern konnten. Aber für nächstes Wochenende sind bis zu 14°C angesagt...

Hier noch ein paar Flugimpressionen; vor allem unser kleinster und nur einzargig eingewinteter Ableger Spirenstrauchvolk ist immer sehr aktiv:
Kirsch_Johannisbeer_Ulmenvolk.png
Spirenstrauchvolk.png

Viele Grüße,
Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon KMP » Di 6. Mär 2018, 19:37

Aber es flogen einige Völker gar nicht, was ich als Alarmsignal interpretierte.


Bei einem Volk hatte ich stärkeren Flugverkehr aus beim anderen auch und natürlich das gleiche gedacht. Aber Geduld ist angesagt, denke ich, denn die Völker reagieren unterschiedlich an solchen "grenzwertigen Tagen" was das Wetter betrifft. Die Orientierung zur Sonne usw. spielen auch eine Rolle, denke ich.

Vielleicht sieht das am Freitag (oder spätestens Montag) dann anders aus.
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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » Di 13. Mär 2018, 16:06

Am Sonntag bei sonnigen 14°C haben wir auch das zweite Durchfall-Volk durchgesehen, Boden getauscht und die verkoteten Waben herausgenommen, so dass sie aktuell nur auf einer Zarge DNM stehen. Etwas unschlüssig sind wir aber noch, ob sie es schaffen: Wir haben weder Brut noch die gezeichnete Königin entdecken können, doch lag sie auch nicht im Totenfall oder vor der Beute. Immerhin: Das Volk fliegt auch etwas. Eine Nachkontrolle scheidet aber für die nächsten Tage/nächste Woche aus, denn laut Wetterprognose wird es wieder richtig frostig in Berlin.
Ansonsten haben wir vor allem Futter kontrolliert und waren auch bei den eher als kritisch eingestuften Völkern beruhigt.
Und was das Alarmsignal angeht: ALLE Völker waren am Sonntag geflogen. :D
Viele Grüße,
Andreas

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Re: Caro's & Andreas' Bienen

Beitragvon Caro » So 25. Mär 2018, 20:06

Seit dem sonnigen Sonntag 11.03. gab es viel zu viele Wintertage in Berlin. Gestern flogen einige Völker nur zaghaft bei 7°C und mäßig Sonne, heute gab es bei fast allen Völkern richtig viel Bienenflug bei bis zu 12°C und Sonne! Die Krokusse waren offen und reichlich besucht.
Endlich_Pollen.png
Weitere Pollenspender gibt es auch: Einige Völker brachten bis zum späten Abend auch weißlichen Pollen nach Hause. Die Salweide in der Nachbarschaft scheint kurz vor dem Aufgehen zu sein.


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