Kondensatordach

Rund um das Dach des Warré-Bienenstocks, sowie dem Kissen.
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Rumpel
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Mi 6. Nov 2013, 16:40

Osmosepumpe

und wer regelt die?
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Mi 6. Nov 2013, 17:39

Der Transpirationssog, sogar im Winter. und der ist Tot.
Leider.
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 05:55

Kann leider immer nur in Etappe schreiben, ist ja bald Weihnachten, die Funktion eines Weihnachtspropellers ist auch sehr interessant.
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 07:52

Was bei mir passiert weiss ich wenn die Morgensonne auf den unteren teil der Beute scheint. mein Wetter kenne ich auch, Sommer wie Winter.
Höhenlage auch.
Mein Zeitfenster ist kurz,
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 09:12

Kohlenstoffdioxid, verbindet sich gut in Wasser, Meine Strömungswalzen stehen auf Kondensat raus. hohe Luftfeuchte.
Kurze Reaktion, heftige Wetterschläge.
Feuchte Luft leitet besser als Trockene, Wärme und Kälte. Bei 20 Grad Minus Nützt mir Auch kein Warredach.
Gruss Jörn
Zuletzt geändert von Rumpel am Do 7. Nov 2013, 09:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kondensatordach

Beitragvon zaunreiter » Do 7. Nov 2013, 09:25

Ja ja, nur mehr Luftmassenbewegung erfordert auch mehr Heizleistung. Sonst würden alle einfach das Dachfenster offenstehen lassen.

Interessanterweise ist die feuchte Abluft leichter - und wie Du auch sagst, aufnahmefähiger für CO2. Die feuchtwarme Abluft wird schneller leichter, als sie durch CO2 beschwert wird. Die Vorstellung von einer zum Boden sinkende CO2-Luft, da schwerer als Luft, kann daher ad acta gelegt werden.

Irgendwas werden sich die Bienen dabei gedacht haben, wenn sie ein kleines Flugloch wählen. Und wenn man sich fragt, warum Menschen nicht ihren Sauerstoff über die Haut oder über Kiemen aufnehmen, was ja theoretisch auch möglich wäre, dann ist es klar: allein wegen des Wärmeerhaltes! Wir atmen durch einen Mund, und so macht es auch der Superorganismus Bien.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 09:27

Die ist ja auch minimal.
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 13:01

So so, also Luft ist Erstmal Luft sonst nix. Was du weg legst weiss ich nicht.
Welcher drall liegt beim Strohkorb vor und welcher bei Warre , der gute Mann war schlau denke dran?
Die alten brauchten keinen Taschenrechner. Und einfach ist es auch nicht das ist ne ganze Menge Holz.
Gruss Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon Rumpel » Do 7. Nov 2013, 19:45

Ich schreib weiter. Beim Strohkorb wird die Zuluft über Diffusen Seiten drall eingebracht Kondensat raus. auf den weg den sie zurücklegt fällt das schwerere Co2 durch und landet da wo es soll am Boden.
Bildet dort mit der restfeuchte auch das was es soll. Das was Schimmel und andere Kollegen nicht wollen.
Bei der Warre Kondensat rein. auf dem weg nach oben fällt das Co2 Durch und landet auch da wo es soll und tut das selbe.
Einbringung umschaltbar Strahl in Sommerstellung.
Nennt sich Luftführung,
Ich habe Decken drall umschaltbar, und ab jetzt kann sich jeder zwei Gleich grosse Kisten bauen und Damit herum testen von mir aus auch in den Kühlschrank stellen. Ich muss mich jetz mal wieder um ein paar Viren kümmern.
Vor zwei Jahren hatte ich 32 Grad minus ich packe auch ein. ;)
Viele Grüsse Jörn
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Re: Kondensatordach

Beitragvon zaunreiter » Di 12. Nov 2013, 12:28

Zum Aufbau der Beutenwand.

Solides Holz mit 100-150 mm Wandstärke - also 10-15cm, wie im Naturnest im Baum - erzeugt kein Tauwasser. Weder innen noch in der Wand. Siehe:

Bild

Bild

Der Feuchteschutz funktioniert schon bei einer Wandstärke von 4 cm.

Bild

Im Vergleich dazu die 2,5 cm dicke Wand:

Bild

Allerdings liegt der Dämmwert einer 15 cm dicken Holzwand (Fichte) bei 0,76 W/m²K. Bei einer 4 cm dicken Holzwand liegt der Dämmwert bei 2,09 W/m²K. => Quasi ungedämmt. Die Bienen müssen zum Ausgleich sehr viel mehr heizen. (Zum Vergleich: 2,5 cm dickes Holz: 2,76 W/m²K. Macht also gar nicht so viel Unterschied, ob 2,5 oder 4 cm.)

Eine weitere Rolle spielt der Hitzeschutz, während die Hitze im dicken Baumstamm 5-8 Stunden benötigt, um nach innen vorzudringen (Phasenverschiebung), ist es in der Holzkiste spätestens nach einer Stunde warm/heiß. Das spielt vor allem im Sommer eine Rolle, wenn die Bienen der prallen Sonne ausgesetzt sind. Jedenfalls wirkt eine dicke Holzwand regulierend/dämpfend. In der Bretterkiste geht es Auf und Ab.

Bei der Energieeinsparverordnung (EnEV) gilt als Richtlinie für Außenwände ein Dämmwert von maximal 0,24 W/m²K, also dreimal so warmhaltig wie die starke Holzwand eines Baumstammes.

Mit 25 cm dicken Strohwänden, könnte man diesen Richtlinienwert erreichen. Die Zipfelmützenkonstruktion, also Holzbeute im dampfdiffusionsoffenen Sack, der mit Stroh in einer Dicke von 20 cm ausgestopft wird, erreicht einen Dämmwert von 0,238 W/m²K. Ist also sehr warmhaltig.

Bild

Die Wintersonne erwärmt die Bienen innerhalb dieser Kugel aber auch nicht. Ich glaube aber, daß eine durchgehend gleichbleibende Wärme besser ist, als ein Auf und Ab.

Die Segeberger Styroporbeuten kommen mit 0,70 W/m²K dem Baumzustand sehr nahe, allerdings ist das Material dampfdicht, wodurch eine wesentlich höhere Luftfeuchte zustande kommt. (Man hat in Versuchen im Winter eine um 30 % höhere Luftfeuchte in der Segeberger gemessen, im Vergleich zu Holzbeuten) Im Falle der Zipfelmützenkonstruktion wird die Feuchte innen nicht so hoch sein. Wenn ein Vlies verwendet wird, das eine Trocknung zuläßt. Eine Folie als Außenhaut würde zu Feuchte und Gammel innerhalb der Strohdämmung führen.

Jetzt ist die Frage, wie man im Sommer damit umgeht. Mit der Zipfelmütze läßt es sich ja weder arbeiten noch wandern. Im Winter spielt das keine Rolle, da sowieso keine/wenig Eingriffe gemacht werden. Im Sommer ist diese Umhüllung einfach nur unpraktisch.

Im Sommer wird es allerdings auch nicht zu solchen Tauwasserproblemen kommen. (Ab +8-10°C.)

Bild

Weswegen die winterliche Umhüllung zwar wegen des Feuchteschutzes nicht benötigt wird, aber ich denke, die Bienen müssen auch im Sommer vermehrt heizen, um den Wegfall der Umhüllung auszugleichen. Das bedeutet eine erhöhte Anstrengung. Ich vermute auch bei der Honigtrocknung, wo hohe Temperaturen erforderlich sind. Und bei der Erhaltung der Brutnestwärme.

=> Hier beißen sich Praktikabilität und Handhabung mit der erforderlichen Wandstärke zur optimalen Erhaltung der Brutnestwärme.

Aber wie groß ist der Unterschied? Bei gedämmten Seiten nach der Methode Zipfelmütze beträgt die benötigte Heizleistung nur zum Ausgleich der Transmissionswärme über die Seitenwände ca. 9,5 Watt.

In kühleren Nächten der Übergangszeit mit Tiefsttemperaturen von +12°C (innen 35°C=> 308 K - 285 K = 23 K Temperaturamplitude innen/außen) ergibt sich eine Temperaturdifferenz von 23 K. Eingesetzt in die Formel zur Berechnung der Transmissionswärme über die Seitenwände:

= 2,76 W/m²K * 0,48m² * 23 K = 30,5 Watt.

Die Dauerheizleistung des Bien beträgt laut Prof. Tautz etwa 20 Watt, es sind also 10 Watt mehr Heizleistung erforderlich.

So sieht es im Baum (mit ähnlicher Wandfläche) aus:

= 0,76 W/m²K * 0,48m² * 23 K = 8,39 Watt.

Da sind rund 22 Watt mehr zu leisten, wenn die Bienen plötzlich in einer Bretterkiste wohnen. Das Drei- bis Vierfache.

22 Watt = 22 Ws oder 22 J. Das entspricht etwa 1,72 Milligram oder 0.00172 g oder 0.00000172 kg -> pro Sekunde. Oder 0,15 kg Honig pro Tag oder 4,5 kg Honig pro Monat. Kein Wunder, daß die Bienen im Baumstamm mit weniger Honigvorrat auskommen, als ihre Verwandten in den Bretterkisten.

Fazit: die Bienenvölker müssen in den Bretterkisten schon größer gemacht werden, um die dauerhafte größere Heizleistung - und die damit verbundene Logistik - auch erbringen zu können. Und es zeigt, daß es sich lohnt, Gedanken darüber zu machen, wie auch im Sommer die Beute zu dämmen ist. Wobei natürlich nicht den ganzen Tag und nicht den ganzen Sommer über Temperaturen von 12°C herrschen. Sind ja nur Nachttemperaturen in der Übergangszeit Frühsommer/Sommer. Aber das Verhältnis der benötigten Heizleistung zwischen Baumstamm und Bretterkiste soll damit verdeutlicht sein.

In den Bretterkisten hat der Bien ein Wärmeproblem.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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