Welches Holz?

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Johannes-Mellifera
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Welches Holz?

Beitragvon Johannes-Mellifera » Mo 8. Feb 2016, 21:04

Hallo zusammen :)

Ich habe hier zwar lange gesucht, aber nichts gefunden. Daher die Frage:
Welches (einheimische) Holz empfehlt ihr für eine Warré?

Im Sägewerk paar Dörfer weiter, kann ich mich gut mit Holz eindecken.
Meine Überlegung sieht wie folgt aus. Für die Böden und das Außendach nehme ich Lärche. Die ist schwer und hält ewig.
Für die Zargen wollte ich Linde oder Pappel nehmen. Hat damit schon jemand Erfahrungen?

Streichen möchte ich die Beuten mal nicht. Ich würde sie am liebsten nur abflammen. (Evtl. vorher mit Wachs außen einreiben.)

LG Johannes

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Re: Welches Holz?

Beitragvon zaunreiter » Mo 8. Feb 2016, 22:57

Am besten ist Weymouthkiefer als Holz für die Zargen. Das verwirft sich nicht und dadurch bleiben die Zargen halbwegs in Form. Das Holz ist angenehm leicht und noch angenehmer warmhaltig. Und es wächst auch in unseren Breiten. Weymouthkiefer riecht sehr angenehm, wenn Du es verarbeitest. Die Bienen kommen dann immer nachsehen, was Du da treibst.
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Re: Welches Holz?

Beitragvon Johannes-Mellifera » Di 9. Feb 2016, 08:46

Hallo Bernhard,

Weymouthkiefer ist meines Wissens nach kein einheimischer Baum, sondern stammt aus Amerika. Vielleicht wächst er mittlerweile auch schon in Deutschland, aber in meiner Region spielt er keine Rolle. Ich werde mal schauen, ob unser Sägewerk hier tatsächlich solches Holz hat. Ich glaube es aber nicht.

Zum Abflammen der Zargen hätte ich noch eine Frage. Du hattest irgendwo (glaube ich) mal ein Foto hochgeladen, was eine so bearbeitete Zarge zeigt. Wie sieht es denn nach paar Jahren aus?

LG Johannes

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Re: Welches Holz?

Beitragvon zaunreiter » Di 9. Feb 2016, 09:30

Linde ist auch kein einheimischer Baum. :) Und die Pappel schon gar nicht.

Das abgeflammte Holz bleibt gut erhalten, es ist nur konstruktiver Wetterschutz notwendig. Bedeutet, die Beute nuss trocken stehen. Das Dach würde ich aber lackieren. Es gibt ja auch gute Bio-Lacke, wie zum Beispiel Pigrol, das ich verwende.

Viele Grüße

Bernhard
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Re: Welches Holz?

Beitragvon Immenpension » Di 9. Feb 2016, 10:22

zaunreiter hat geschrieben:Linde ist auch kein einheimischer Baum. :) Und die Pappel schon gar nicht.


na da muß ich aber mal Protest einlegen
es gibt keinen Baum, der aus der Geschichte mehr mit unseren Regionen verwurzelt ist als die Linde!! bevor es Rathäuser und Gerichte gab, gab es Ratslinden und Gerichtslinden. Auch bei anderen Ritualen, Festen und ähnlichem spielten sie eine Rolle. Tanzlinden gibt es noch heute in einigen Regionen und die älteste davon wohl schon über 1000 Jahre.
Die Linde ist auf der ganzen Welt verbreitet in vielen verschiedenen Arten und 2 davon sind Heimisch.
auch bei der Pappel gibt es 2 oder 3 heimische Arten von vielen

ob die für den Beutenbau geeignet sind möchte ich nicht beurteilen, aber für jemanden der die Beuten in ein Schnitzkunstwerk verwandeln möchte ist die Linde in entsprechender Stärke sicher eine gute Wahl. Wetterfest ist Linde sicher nicht
Grüße vom Karle




Keine Tierversuche!...? aber wie ist das mit der Bienenhaltung?

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Re: Welches Holz?

Beitragvon Rumpel » Di 9. Feb 2016, 10:40

ob die für den Beutenbau geeignet sind möchte ich nicht beurteilen

Könnte super sein, alte Beutensäger haben es benutzt.
Materialtest sage sieht gut aus. :)
https://www.youtube.com/watch?v=vcBf2--T-TE
Gruss Jörn
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Re: Welches Holz?

Beitragvon Johannes-Mellifera » Di 9. Feb 2016, 11:10

Ich weiß nicht, ob jemand von euch die schönen leichten Beuten von Holtermann hat. Seit ca. 3 Jahren sind deren Holzbeuten aus sibirischer Linde. Ein wunderschönes, leichtes Holz. Die Holtermänner versicherten mir sogar, dass es unbehandelt recht langlebig ist. Es graut halt an, aber das gehört ja dazu.

Nun hat das örtliche Sägewerk natürlich keine sibirische Linde. Aber die Sommer- / Winterlinde sollte es auch tun. Übrigens ist Lindenholz deshalb interessant, weil es keine Markstrahlen hat. Deshalb reißt es wohl weniger als anderes Holz.

LG Johannes

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Re: Welches Holz?

Beitragvon Rumpel » Di 9. Feb 2016, 12:01

Lindenholz deshalb interessant,

Hat außerdem eine geringe Dichte und ist dadurch ein schlechter Wärmeleiter, Weymouthkiefer ist auch besser aufgestellt als Fichte.
Gruss Jörn
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Re: Welches Holz?

Beitragvon Fritzian » Di 9. Feb 2016, 16:00

Hallo zusammen,

auch noch eine Frage von mir: Wäre es auch möglich s.g. Dreischichtplatten zu nehmen. ? Meiner Meinung nach verzieht sich das Holz nicht und ist auch relativ Wetterbeständig. Ich habe es zum Bau von Vogelnistkästen und zum Bau eines Hummelkastens verwendet. Wetterschutz hatte ich Leinöl verwendet ( nur an die außen Seiten ).

P.S. gibt's in Lärche , Fichte , Buche, Eiche je nach Preisvorstellung

Grüße
Franz

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Re: Welches Holz?

Beitragvon zaunreiter » Di 9. Feb 2016, 18:35

Immenpension hat geschrieben:es gibt keinen Baum, der aus der Geschichte mehr mit unseren Regionen verwurzelt ist als die Linde!!


Quatsch. Lepidodendraceae waren viel früher und viel länger da. Das!!! sind die einheimischen Bäume.

;)

Kennst Du die botanische Definition von "einheimisch"? Und wie findest Du diese Definition?
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