Röhren

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zaunreiter
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Re: Röhren

Beitragvon zaunreiter » So 4. Dez 2011, 11:36

Auch in Röhren bauen die Bienen diagonal. Siehe auch:

http://www.youtube.com/watch?v=mn0hpI-k7lw
http://www.youtube.com/watch?v=uBf2lkMEvpk
http://www.youtube.com/watch?v=PoLRMBEOvWU


Wenn ihr die Waben querstellt, arbeitet ihr gegen den Bien. (Mehrarbeit.) Eventuell ist zu empfehlen, zunächst das Brutnest frei bauen zu lassen und dann von hinten quer gestellte Honigwaben zu provozieren. Also Brutraum mit diagonalen Waben vorn, Honigraum mit quergestellten Waben hinten. Das ist in jedem Fall auch für die Überwinterung in solchen Röhren besser. Ich erinnere mich noch gut an meine Trogbeuten im Warmbau. Da mußte ich gut aufpassen, daß die Bienen richtig zum Überwintern saßen. Sonst wären sie vom Futter abgerissen. Während in der Trogbeute ein Umsetzen per Rähmchen möglich ist, ist das bei den Röhren nicht der Fall. Ich würde also erst nach Errichtung des Brutnestes anfangen, hinten quergestellte, runde Waben einzupassen - für die Honigernte.

Gruß
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Manfred

Re: Röhren

Beitragvon Manfred » So 4. Dez 2011, 16:09

Grüß Euch,

Das Flugloch ist seitlich im Klotz links hinter dem bogenförmigen Wulst. In diesem Fall also klar "Warmbau".

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Röhren

Beitragvon zaunreiter » Di 17. Jul 2012, 00:05

Bild
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mahagugu
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Re: Röhren

Beitragvon mahagugu » Di 17. Jul 2012, 08:28

apiarius hat geschrieben:Gut, dass Du das ansprichst Bernhard. Mir schwebt nämlich das Bild vom liegenden Baumstamm von Konstantin Kirsch noch immer vor Augen. Da wurden auch erst hinten Waben quer errichtet. (Obwohl ich nicht genau weiß wo das Flug tatsächlich ist.)
http://www.konstantin-kirsch.de/2011/09 ... beute.html
....


Ja , ich vermute auch das er die Honigwaben quer - also im Warmbau - haben will , damit er sie als ganzes ausschneiden kann.
Zu warm darfs halt nicht sein, weil sonst kann man die Waben schwer angreifen.

Vermute auch dass er hinten und vorn den hohlen Baumstamm verschlossen hat und erst nachträglich alles geöffnet hat.
Eventuell teste ich das System mal , so bald ich einen hohlen Baumstamm bekomme.
Schätze mal so ein Meter Länge sollte reichen und wenn man über Armlänge ausschneiden muss, wird man sich schwer tun.

Eine Klotzbeute so wie ein Faß zu bauen - Vieleck mit vielen gleichen Teilen - und das dann zusammenbinden - kommt für mich
nicht in Frage , weil ich die Teile nicht so genau zuschneiden kann. Ja, angeblich kann man die händisch zusammenschnitzen
usw. aber ich trau mir das nicht zu.

Hainlaeufer
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Re: Röhren

Beitragvon Hainlaeufer » Di 4. Dez 2012, 00:10

Echt witzig. Vorhin stöberte ich bei Youtube die Imkervideos durch, und stolperte genau über diese arabischen Videos, die ihr hier reingestellt habt. Lustiger Weise wollte ich auch genau hier dazu einen Thread erstellen, da las ich aber "Röhren" und klickte mich mal rein, und was sah ich da? :D ;)

Das passiert oft, dass ich über die Röhrenbeuten erneut stolpere, und immer wieder in irgend einer eigenen Art davon fasziniert bin. Durch diese Videos hat es mich wieder in den Bann gezogen - tja, furchtbar mit mir!
Da dachte ich spontan, ob es nicht gehen würde, einfach Warrezargen nebeneinander zusammen zu stellen, eben sodas eine Art Röhre entsteht? Macht das Sinn? Dann dachte ich auch kurz, falls die 30x30cm irgendwie zu groß und die Ecken weniger passend sind, einfach eine Kokosmatte zu kaufen, einzurollen, mit Draht fixieren, und dann quasi diese Kokosröhre in den "Warretunnel" zu geben, um so vlt einen Optimum zu erreichen, falls es da einen überhaupt geben soll oder jemals einen geben kann :P .
Aber hinter her betrachtet, hätten dann die Warrezargen nur mehr eine Schutzfunktion. Wieso nicht gleich eine Kokosmatte zusammenrollen, vlt innen und außen etwas stabilisieren damit das nicht zusammen sackt, und Regengeschützt wo hinlegen oder aufhängen? (in letzter Zeit pflegte ich öfter schon Ideen, mit Kokosmatten Beuten zu bauen (Stabilbau), so würden auch Körbe sehr schnell gebaut oder ähnliche Konstruktionen entstehen können. Bloß fand ich keine Idee, die Dinger ordnungsgemäß gegen Regen zu versiegeln, anfangs dachte ich an Harz (in Alkohol auflösen und drüber pinseln, weiß aber nicht ob das wirklich so gut wäre?). Was denkt ihr liebe Leute, dazu? (Okay, sorry, OT!)


apiarius @ Diese runde Beute ist ja irr! Ich dachte, die ist gerade mal so groß wie ein ordentlicher Speiseteller. :mrgreen: Weit daneben ;) das müssen ja vier oder fünf ordentlich dicke und riesige Waben gewesen sein? Irr! Wirklich irr!

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Re: Röhren

Beitragvon Hainlaeufer » Sa 8. Dez 2012, 22:05

Ich darf mich in Hinsicht auf Kokosmatten korrigieren (dieses Material ist dann doch etwas besonders exotisch und so...), ich fand was besseres:

Weidentunnel: http://www.zooplus.de/shop/nager_kleint ... 61034#more

Darin sehe ich die eine oder andere Klotz- oder Tunnelbeute :D allerdings müsste man auch hier noch den Tunnel vor Witterung schützen, denke ich.

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Re: Röhren

Beitragvon zaunreiter » Mi 12. Dez 2012, 23:03

Cogito ergo summ.
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Re: Röhren

Beitragvon Hainlaeufer » Do 13. Dez 2012, 14:00

Hm, tolles Video ;) da wünscht man sich schon sehr schnell den Frühling wieder her!

Die Gaiabees, davon gibt es mehrere Videos noch, kenne ich schon ein paar, manchmal sehr ausgefallene Beuten.

Ja ja, ich sehs schon, die Bienen im Weidentunnel :P.

Manfred

Re: Röhren

Beitragvon Manfred » Do 13. Dez 2012, 14:40

Grüß Dich, Hainläufer

Was ist daran so toll, wenn ein Schwarm vom 11.4. es bis zum 29.9 zu wenig mehr als einem kümmerlichen Völkchen, das voll auf dem Trockenen sitzt, gebracht hat. ?

Die größte der von Dir gezeigten Weidenröhren hat gerade mal knappe 12 Liter Rauminhalt - vergiß es.

Herzliche Grüße Manfred

apicistus

Re: Röhren

Beitragvon apicistus » Fr 14. Dez 2012, 13:00

Hallo Hainläufer,

also die Grundidee mit der Weidenröhre ist eigentlich nicht schlecht - laß Dich nicht entmutigen und tüftel mal weiter in die Richtung. Als Isoliermaterial für den Tunnel empfiehlt sich Lehm, Kuhschiet o.ä., wie beim Stülper. Die ganze Konstruktion muß dann aber auch noch vor Regen u.a. Witterungseinflüßen geschützt werden (Überdachung).

Hm, Manfred hat natürlich recht. 12 Liter Volumen für diese käuflich erwerbbaren Röhren sind eindeutig zu wenig. Wenn man nun aber mehrere Röhren miteinander verbindet? Wäre ein so langer "Schlauch" von den Proportionen für die Bienen ungünstig? Hätte ich einen Kurs in Korbflechten besucht, würde ich so eine Weidenröhre glatt mal selbst bauen, im nächsten Jahr mit einem Schwarm besiedeln und könnte dann berichten. Aber vielleicht kann ja jemand hier im Forum die Idee noch weiter verfolgen?

LG,

Markus


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