Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

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Schloß-Vallstedt
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Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » So 26. Apr 2015, 07:41

Hier möchte ich mein neustes Projekt vorstellen und vielleicht noch ein Paar Empfehlungen von euch bekommen
Auf dem Bild 1 ist mehr oder weniger ein Prototyp für meine Klotzbeute, die fast 200 Jahre alte Klotzbeute steht in einem Freiluftmusseum in der Nähe von Kiev/Ukraine
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Schloß-Vallstedt
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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » So 26. Apr 2015, 08:24

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Der Durchbruch

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Vertikalöffnung

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Sägearbeiten

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Der Spenderbaum

Auf der Suche nach passendem Baumstück gelang es mir eine 90-100 Jahre alte Akazie zu finden
Ausgangsmassen 130 cm hoch, 70 cm Durchmesser, wahnsinnig schwer

Meine Vorstellungen und verfügbare Werkzeuge
Eine klassische Zeidlerart Klotzbeute, die ich von oben und unten mit der Kettensäge rausnehmen wollte, plus eine vertikale schmale Öffnung die für die imkeriesche Eingriffe gedacht ist. Als Flugloch finde ich einen Ast sehr schön und natürlich aber dazu später, die Fluglochfrage bleibt offen.....
Wandstärke wollte ich bei 6-8 cm lassen
Die beiden Öffnungen oben/unten werden später mit passender Baumstammscheibe auch in der 6-8 cm Stärke zugeleimt/zugewachst
Sägearbeiten: meine kleine Stihl mit 35 Schwert hatte Vorteil, da Die nicht unbedingt schwer ist und den Nachteil 35 Schwert bei der 130 Länge,
Brecheisen in der 100 Länge (scharfgemacht) kann ich Jedem bei solchen Arbeiten empfehlen da damit größere Holzstücke ausgebrochen werden können
Ein Paar Bilder zum Verlauf

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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » Mo 27. Apr 2015, 06:03

So sieht die Beute jetzt von unten ( eine passendgemachte Holzscheibe von dem Spenderbaum ) aus
Verfahren:
- viel Hobeln
- Scheibe rein ( es bleiben immer Spalten )
- wasserfestes Leim von Innen in die Spalte
- Sägespänen obendrauf ( davon hatte ich mehr als genug )
- nach einem Tag die Beute um 180 Grag drehen und das gleiche mit dem Leim und Spennen von Unten
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Zugeleimte Untere Öffnung

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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon KMP » Mo 27. Apr 2015, 07:00

Heinz Risse hat so eine Klotzbeute im Prinzessinnengarten in Berlin-Kreuzberg. Er steigt auf eine Leiter und nimmt "die Kuppel" ab um die große Ramen zu ziehen.

-K
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Gerald
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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Gerald » Mo 27. Apr 2015, 21:53

Welche Maße hat deine Vertikalöffnung, sieht schmal aus auf dem Foto? Hast du berücksichtigt den Zugang für " Behörden " bei AFB usw.?
Die Fluglöcher, davon habe ich mehrere von 27mm gemacht, passt ein Sektkorken hinein für auf/zu. Werde meinen Beitrag in kürze fertigstellen bin am Finish, und wenn ich mir die Bilder anschaue, froh darüber eine Fichte genommen zu haben :lol:

mfg
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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » Di 28. Apr 2015, 06:55

@ KMP ich habe ganz vergessen diese Seite es Projektes zu erläutern, Dankeschön für die Errinerung
Es werden in der Beute gar keine Rämchen geben da diese in das Konzept " ursprüngliche Bienenhaltung " aus meiner Sicht nicht passen. Die fast 100 Liter Volumen werden die Bienen im Naturbau ausbauen dürfen, als horizontale Kletterhilfe und zu Stabilisierung der Waben habe ich Haselnusszweige geplant sowie als vertikale Kletterhilfe die an die Decke befestigte, dünne Leinseile

@ Gerald
Die Vertikalöffnung ist 12/50cm, ich finde die auch sehr schmal und Imkerunfreundlich aber diese Beute baue ich Bienen zu Liebe und aus Familientradition. Die Klotzbeuten meines Großvaters hatten diese Maße, so wird meine auch imkerunfreundlich bleiben. Ich plane die Vertikalöffnung mit einer rausnehmbaren Plexiglassscheibe ( nicht ganz ursprünglich aber ich bin sehr neugierig ) auszustatten, die mit einem dekorativen Vertikalbrett verdeckt wird.
Zum Abdichten : Moos, Lein- oder Hanfphaser
Deine Idee mit Sektkorken finde ich sehr praktisch aber 27mm sind aus meiner Sicht zu viel ( Mäuse, Wespen, Hummeln...)
Viel interessanter ist die Frage: WO KOMMT DAS FLUGLOCH HIN ? Oben, damit die Bienen schneller Brutnest erreichen oder Unten, damit die Bienen es einfacher bei den Reinigungsarbeiten haben
Zum Holzwahl gibt es schon einige Diskussionen. Ja, die Akazie ist sehr zäh und nicht einfach zu Bearbeiten, Ja es hat mir viel Zeit und auch Nerven gekostet. Was meine Hoffnungen sind, dass es sich bezahlt macht, da die Akazie angeblich nicht reist, durch die Härte des Holzes sehr wetterbeständig ist und aus meiner Sicht sehr dekorative Rinde hat

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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » Di 28. Apr 2015, 07:09

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Zwischenstand
Zwischenstand

- Unten ist jetzt alles Zu
- Vertikalöffnung vorbereitet und wartet auf die Plexiglassscheibe
- Oben werde ich abnehmbaren Deckel machen ( wie? Noch unschlüssig)
- das Dach, definitiv Reetdach ( ich habe festgestellt, dass ich nicht genug Schilf habe )
- Fluglochfrage ist immernoch offen

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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Schloß-Vallstedt » Sa 23. Mai 2015, 07:26

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Aufbauort

Weiter müsste es sehr schnell gehen da ich von einem befreundeten Imker ein Naturschwarm bekommen habe :-)
Hier sind die Erstbewohnner nach 8 Tagen in der Klötze
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Erstbewohnner

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Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon Claudia.1977 » Fr 16. Okt 2015, 18:35

Tolle Bilder!
Hast Du die Scheibe drinnen? Einen Fluglochschlitz?
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

W.I.R.

Re: Entstehung einer Klotzbeute aus Akazienholz

Beitragvon W.I.R. » Di 20. Okt 2015, 23:31

Hallo, Schloß Vallstädt,
wirklich gut gemacht!!!! Und arbeiten kannst Du. Alle Achtung.
Ich will es mir etwas leichter machen, ohne die Prinzipien zu verraten.
Von eine Baustelle habe ich mir Baudielen (40 x 240 x 1200) besorgt. Die werde ich zu einer Säule (380 x 380 x 1200) zusammenfügen, mit Boden und Deckel, mit Flugschlitz etwa 200 mm (?) über dem Boden versehen. Der Deckel wird ein Stülpdeckel unter dem ein Tuch aus Sackgewebe liegt.
Eine Seite ist zum Herausnehmen (Kontrolle, ev. Ernte?). Sollte sich eine Varroabehandlong nötig machen, dann kann eine Honigzarge von meinen Warre-Beuten aufgesetzt werden. Ich hatte vor, alle 300 mm eine Serie Wabenträger einzusetzen, und das vor dem Einlaufen des Schwares.
Der "Nistkasten" soll in Einzelaufstellung (als einziger) in einem Landschaftsschutzgebiet und relativ weit von anderen Ständen stehen. Nach einem Jahr soll dort ein zweiter stehen, um ev. einen Naturschwarm von diesem Volk aufzunehmen.
Probleme:
- Wie kann ich Nachschwärme vermeiden?
- Wie kann die "Anfangsvermilbung" des einlogierten Schwarmes reduziert werden?
- Wie macht man die Milbenkontrolle?
Ich hoffe auf die erfahrenen Klotz-Imker!

Gruß
Harald


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