TBH vs Einraumbeute

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garbeam
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon garbeam » Do 21. Jul 2016, 12:24

Ich bin mit ner Biki neu eingestiegen in 2013, muss aber in meiner 2. TBH Saison sagen (LWG ab 2014, jetzt neu ab 2016 auch Comfort), dass ich die TBHs auf jeden Fall einer ERB oder Biki vorziehen würde. Mein Hauptproblem mit der Biki ist, dass Öffnen ist mir zu umständlich und beim Öffnen entweicht die gesamte Stockluft, weil man den Bodendeckel komplett abnimmt und alle Waben offen dastehen und auch noch auf dem Kopf. Auch ist die Wabenerneuerung in der Biki deutlich aufwändiger. Ich versuche meine Bienen sukzessive über Naturwaben-Erneuerung auf kleinere Zellen zu bekommen (5.1 aus Erneuerung dürfte in meiner LWG bereits erreicht worden sein). Oberträgerbreite 32cm für Brut, sowie 36cm und 38cm für Honig.

Die ERB kenne ich nur aus Fremderfahrung und Anschauung ohne Bienen. Ehrlich gesagt würde ich da aber eher Dadant im Naturwabenbau nehmen. Da hast Du mehr Flexbilität. Da ich Rähmchen aber nicht mehr leiden kann (hab in der Jugend konventionell mit Hinterbehandlern meines Vaters gearbeitet), TBHs ftw ;)

wonderfool
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Fr 22. Jul 2016, 08:52

Danke für die vielen Rückmeldungen. Wollte euch ein kurzes Update geben:

Mittlerweile habe ich mir eine ERB gekauft (http://www.honigmobil.de/angebot-bausatz-einraumbeute/), die nun erst mal ihr Dasein bei mir im Keller fristet. Dieses Jahre rechne ich zwar nicht mehr mit einem Schwarm, habe so aber genug Zeit die Beute zu streichen aufzustellen und meine beiden Warré Balkon-Völker um zu ziehen.

Die ERB wird dann bei mir auf dem Balkon stehen. Die beiden Warré-Völker ziehen in je einen anderen Garten.

Interessanterweise hat die ERB von der Höhe her ganz ähnliche Abmessungen wie zwei aufeinander gestellte Warré-Zargen. Man könnte fast meinen, da wäre ein universelles Prinzip am Werk :D

biene1.0
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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon biene1.0 » Mo 24. Jul 2017, 22:35

So richtig kann ich mich nicht mit dem Format der Beuten (TBH, BiKI, ERB, Magazine) anfreunden. Auch wenn mich viele steinigen möchten. Zu breit, zu tief! Und es fehlt, logisch, an Höhe.
Der Drang der Bienen, von oben nach unten zu bauen und auch die Brut und den Wintervorrat in der Senkrechten anzuordnen, ist da nicht gegeben.
Es scheint mir, dass das Heben der Zargen der ausschlaggebende Punkt bei der Beutenwahl sein könnte. Warum dann nicht Halbzargen als HR oder zur Erweiterung von Schwärmen und Ablegern? Warum nicht Bruträume mit einem länglichen Waben-Format und dem allgemein bekannten Volumen von etwa 36 bis 40 L? Dem Bien genehm, ... (den Rest des Spruches braucht es nicht).

Gruß
Harald

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Di 25. Jul 2017, 08:23

Hi,
ich wollte mal kurz berichten:

Mittlerweile habe ich dieses Jahr zwei Einraumbeuten besiedelt, beide jeweils mit einem Naturschwarm. Geplant war eigentlich nur eine Beute zu besiedeln. Nachdem ich aber durch Zufall noch einen Schwarm am Wegesrand gefunden habe (wohl keiner von meinem Völkern), kam spontan noch eine zweite dazu.

Über den Winter werde ich mir wohl noch zwei Einraumbeuten selbst bauen. Mir gefällt das Format sehr gut, ich kann prima mit den einzelnen Rähmchen arbeiten, die Durchsicht geht schnell und gefühlt stressfreier als in der Warré Beute und da keine Zargen gehoben werden müssen, quetsche ich auch weniger Bienen.

Tatsächlich überlege ich zur Zeit ob ich nicht die Warré-Beuten komplett für mich abschaffe und auf die ERB umsteige. Bevor ich diesen Schritt gehe, will ich aber noch einen Versuch mit Rähmchen in der Warré starten. Die aus meiner Sicht mangelnde Flexibilität im Naturbau ist aktuell mein größter Schmerzpunkt mit den Warré-Beuten. Sicherlich gibt es Wege darum, es macht mir das Leben aber - gefühlt - unnötig kompliziert.

biene1.0 hat geschrieben:Beitrag von biene1.0 » Mo 24. Jul 2017, 22:35

So richtig kann ich mich nicht mit dem Format der Beuten (TBH, BiKI, ERB, Magazine) anfreunden. Auch wenn mich viele steinigen möchten. Zu breit, zu tief! Und es fehlt, logisch, an Höhe.
Der Drang der Bienen, von oben nach unten zu bauen und auch die Brut und den Wintervorrat in der Senkrechten anzuordnen, ist da nicht gegeben.
Es scheint mir, dass das Heben der Zargen der ausschlaggebende Punkt bei der Beutenwahl sein könnte. Warum dann nicht Halbzargen als HR oder zur Erweiterung von Schwärmen und Ablegern? Warum nicht Bruträume mit einem länglichen Waben-Format und dem allgemein bekannten Volumen von etwa 36 bis 40 L?


Dazu im speziellen: Die ERB benutzt Rähmchen im Dadant Hochformat. Das entspricht in der Höhe ungefähr zwei Warré-Zargen. Insofern ergibt sich mit 7-8 Rähmchen ziemlich genau das gleiche Volumen wie in einer Warré. Ob nun die Erweiterung bzw. der Bautrieb besser nach hinten oder nach oben funktioniert... Ich kann es nicht sagen, vermute aber das eigentlich nur der Bezug von Flugloch zu Erweiterung stimmen muss.

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon jonas » Di 25. Jul 2017, 20:40

Du kannst ja auch Halbrähmchen versuchen in der Warré. Das reicht aus um eine Wabe ziehen zu können. Ich habe davon vier pro Zarge, in der Mitte. Das ist zum Beispiel ein Vorteil bei der Schwarmkontrolle, weil du die Waben und eventuelle Schwarmzellen von unten schnell sehen kannst.
Schöne Grüße,
Jonas

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon wonderfool » Mi 26. Jul 2017, 08:29

Hi Jonas,
an Halbrähmen habe ich auch schon gedacht. Hast du deine selbst gebaut oder irgendwo fertig gekauft? Im Moment bevorzuge ich Lösungen die mich wenig Zeit kosten. :D

Eventuell reicht es ja auch aus fertigen Rähmchen einfach den unteren Teil zu entfernen...

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon jonas » Do 27. Jul 2017, 19:10

Ja habe ich selbst gebaut. Wenn ich wieder welche brauche würde ich aber Oberträger kaufen und nur die Seitenstücke selbst machen. Habe die mit einer Edelstahl Schraube verbunden.
Alternative ist Rähmchen Kaufen und in zwei sägen. Dann aber auch verschrauben.
Rähmchen kosten 95 Cent das Stück in Frankreich
Jonas

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon stefanzo » Fr 28. Jul 2017, 21:17

Ich habe mir selbst eine TBH gebaut. Ein Vorteil des Eigenbaus einer TBH liegt darin, das man die Wabenfläche an die eigenen Erfahrungen anpassen kann. Mit kleineren Waben bin ich an meinem Standort stets besser gefahren, als mit großem, wie z. Bsp.: im Einheitsmaß. Aber die Größe der Beute ist nicht allein entscheidend. Man könnte eine Buchserie herausgeben, unter dem Titel: Verstehen sie ihre Beute.
mfg stefanzo

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Re: TBH vs Einraumbeute

Beitragvon biene1.0 » Sa 29. Jul 2017, 17:50

Ja, Stefanzo! Deshalb mit den eigenen Erfahrungen an der Beute und ihrer Ausstattung arbeiten. Was ist für die Bienen recht? Wer dieser Frage sich immermehr annähert ist auf dem richtigen Weg.
DIE Beute gibt es sicher nicht. Zur Zeit nähere ich mich dem ungeteilten Brutraum zur Warre-Beute an. Andererseits habe ich gute Erfahrungen mit einer 3-zargigen Überwinterung gemacht. In der aufgesetzten 3. Zarge ist das Winterfutter, unten der Sitz der Bienentraube. Diese Zarge wird im Frühjahr als "Ableger" weggenommen und eine neue wie ein 1. HR aufgesetzt. Erst wenn der 2. HR aufgesetzt wird, wird der Honig für den Imker eingetragen.
Im BR setze ich Halbrahmen im Selbstbau ein. In den aufgesetzten Zargen ist eine untere Leiste besser, da sonst ungehemmt nach unten weitergebaut wird.
Gruß
Harald


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