Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Wie besiedele ich die TBH? Mit einem Schwarm, mit Ablegern aus Rähmchenbeuten, etc.
Rabea
Beiträge: 50
Registriert: So 27. Okt 2013, 20:19

Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon Rabea » Do 19. Jun 2014, 14:10

Ein trauriges Hallo in die Runde!

Mein kleines Volk hat anscheinend keine Königin mehr. Gestern bei der Durchsicht, konnte ich keine Stifte
oder Larven entdecken, dafür aber 8 schon verdeckelte Nachschaffungszellen.

Wenn ich jetzt mal grob rechne: höchstens noch 8 Tage bis zum Schlupf der Kö, nochmal so 2 - 5 Tage bis
zum Begattungsflug, Beginn Eiablage gleich hinter her? Würde im günstigsten Fall bedeuten = in 30 Tagen
Jungbienen = in 40 Tagen Flugbienen??

Stimmt das?

Benutzeravatar
foobar
Beiträge: 138
Registriert: Mi 7. Mär 2012, 15:12
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon foobar » Do 19. Jun 2014, 14:49

Ja so ungefähr, aber wie Du schon schriebst: im günstigsten Fall!
Das wäre dann Anfang August, ziemlich spät für ein erfolgreichen Start in den Winter.

Gruß Jan

Rabea
Beiträge: 50
Registriert: So 27. Okt 2013, 20:19

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon Rabea » Do 19. Jun 2014, 15:18

Hi Jan,

Dankeschön für Deine schnelle Antwort - ist wohl unnötig zu erwähnen, dass ich Anfänger bin... .

Kannst Du mir noch sagen, ab wann eine Jungkö. nach der Begattung anfängt zu stiften und ob ich
von außen an der Weiselzelle erkennen kann wie lange diese schon geschlossen ist?

Aufgrund hohen Varroadrucks würde ich denn jetzt noch eine MS-Behandlung machen - offene Brut ist ja keine mehr
da, wäre wohl günstig vom Zeitpunkt ... andererseits was ist, wenn ich mittend in den Schlupf der Kö reinplatze?

Weiß man, etwas über den Schlupfzeitpunkt der Bienen; also schlüpfen Sie vornehmlich vormittags und nachmittags und
abends eher nicht?

Möchte nicht noch mehr Schaden anrichten... und fühl mich schlecht.

Theoretisch könnte ich eine beg. Kö zusetzen - wann müsste ich dann die WZen ausbrechen (alleine die Vorstellung find ich schon ...; was ist, wenn ich die Zellen ausbrechen will und welche schon geöffnet sind und ich die gekaufte Kö schon habe... .

Dabei möchte ich doch einfach wesensgerecht imkern ... entweder die Königinnen oder das ganze Volk aufs Spiel setzen ODER
seh ich das zu schwarz? Wie groß sind die Chancen für das Volk ohne Kö-Zusetzung? Eigentlich verstehe ich das unter wesensgerecht, allerdings nicht, wenn ich das ganze Volk auf Spiel setze... .

Nochmal eine ganz andere Frage: Drohnmütterchen würden jawohl nur normale Zellen einfach und doppelt bestiften oder ist bekannt, ob die dann auch Weiselzellen bestiften würden??

KEINE AHNUNG, ob Du Jan oder Jemand anderer sich nochmal die Zeit nehmen kann Licht ins Dunkle zu bringen... .

Lieben Gruß von Rabea

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4648
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon zaunreiter » Do 19. Jun 2014, 15:38

Wie ist denn überhaupt die ganze Vorgeschichte?

Wenn Du jetzt alle Zellen stehen lässt, werden sie sich totschwärmen, sprich mehrere kleine Schwärme und zurück bleibt nichts, was erfolgreich überwintern könnte.

Eine neue, bereits legende Königin zusetzen, wird Dir bei einem Volk in Schwarmstimmung kaum gelingen.

Also alle Zellen bis auf eine Zelle brechen. Oder ausschneiden und verwerten: in kleine Begattungskästchen verteilen, mit je einem Minikunstschwarm. Dazu brauchst Du aber Kieler/Kirchhainer/Apidea Begattungskästchen oder Püttscher. Und natürlich ein Spendervolk für die Minischwärmchen.

Lange kannst Du nicht warten, weil wenn die alte Königin schon weg ist, hast Du nur noch so fünf Tage, bis es mit den Nachschwärmen losgeht.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Rabea
Beiträge: 50
Registriert: So 27. Okt 2013, 20:19

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon Rabea » Do 19. Jun 2014, 15:49

Zur Vorgeschichte: viewtopic.php?f=41&t=1036... .

Bis jetzt dachte ich Nachschaffungszellen dienen nur der Ersetzung der Königin und hätte nichts mit Schwarmstimmung zu tun... OH Mann!

Das Volk ist ja nur 1,5 Kg groß, wenn überhaupt noch, wenn die jetzt noch schwärmen, hat das Volk wohl gar keine Chance mehr.

Also ausbrechen, eine stehen lassen und zeitgleich MS-Behandlung?

Benutzeravatar
foobar
Beiträge: 138
Registriert: Mi 7. Mär 2012, 15:12
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon foobar » Do 19. Jun 2014, 16:00

Na wo genau sind denn die Nachschaffubngszellen?
Wobei 8 eigentlich eine zu hohe Zahl für Nachschaffungszellen ist.
Wie Bernhard schon schrieb, Zellen brechen bis auf eine und warten, auf die Hände setzen!
In 14 Tagen wieder nachsehen.

Gruß Jan

Rabea
Beiträge: 50
Registriert: So 27. Okt 2013, 20:19

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon Rabea » Do 19. Jun 2014, 16:07

- mittig der Waben.

Also breche ich Sie jetzt aus ... also alle bis auf eine.

Nochmal DANKE für Eure Unterstützung.

Rabea
Beiträge: 50
Registriert: So 27. Okt 2013, 20:19

Re: Zeitlicher Ablauf Nachschaffungsköniginnen

Beitragvon Rabea » Sa 21. Jun 2014, 15:22

Bis auf eine NZ habe ich alle ausgebrochen - alle waren wohl fast zeitgleich entstanden, bis
auf diese eine hier, die war von der Entwicklung her am weitesten:

DSC01911.JPG


Wann wäre die wohl geschlüpft?
Ich werde die Damen jetzt für 10 Tage in Ruhe lassen und dann mal nachschauen, ob Stifte vorhanden sind.

Grundsätzlich würde mich nochmal interessieren: Im Volk I ist die Königin groß und glänzend, einfach schön
und in diesem Volk II war sie eher klein, auffallend dünn und eher unscheinbar, nicht glänzend.
Kann man am Erscheinungsbild schon erkennen, ob die Kö gesund ist? Wird das Erscheinungsbild mit jedem Jahr
matter? Wobei beides waren Nachschwärme; demzufolge müssten es ja auch zwei Jungköniginnen sein.

Also gibt es solche großen Unterschiede bei Königinnen im gleichen Alter?


Zurück zu „TBH Besiedlung“