Überwinterung - offener Gitterboden

Wie bereite ich die TBH auf den Winter vor? Isolieren, Anordnung der Oberträger, etc.
mahagugu
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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon mahagugu » Mo 8. Okt 2012, 21:29

Nun, für mich komme ich momentan zu folgenden Schluß.

- wenn geht komplizierte und teure Konstruktionen vermeiden
- Varroa soll durchfallen können bzw. Windel soll man einschieben können

was ich will ist eher sowas wie ein austauschbarer Boden ... am besten leicht austauschbar ...

leicht austauschbar ist ohne schweres Aufheben der TBH,
ohne Öffnen der TBH usw.

Die meisten TBHs von mir haben einfach ein Fliegengitter aus Alu unten angetackert.

Ein leicht abnehmbarer Boden hätte den Vorteil , dass mit einem Schlag der ganze
Dreck nach dem Winter ... also tote Bienen , Gemüll und Sonstiges aus dem Stock fallen würden.

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon sleipnir » Mi 10. Okt 2012, 07:04

Wenn ich das richtig verstehe laufen bei Chandler´s Boden dann die Bienen auf der Holzspäne oder dem Heu ?

Wenn ja ist das nicht etwas unvorteilhaft:
-schwieriger zum Laufen für die Bienen, stell ich mir zumindest so vor
- abgefallene Milben und anderes Getier hat die Möglichkeit wieder "aufzusatteln"

Dann wäre ein doppelter Boden doch besser ?

gruß

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon mahagugu » Mi 10. Okt 2012, 13:38

Was ich bis jetzt beobachten konnte war:
"bIENEN KRABBELN NICHT GERN AM BODEN"

bei den gängigen Beuten werden sie aber regelrecht dazu gezwungen

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon sleipnir » Mi 10. Okt 2012, 20:58

mhm also das Bienen lieber fliegen als krabbeln, finde ich normal sind ja schließlich Fluginsekten.... ;)
Und in einer natürlichen Baumhöhle müßen sie auch krabbeln, da geht mit Fliegen auch nicht viel...oder ?

gruß

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon mahagugu » Fr 12. Okt 2012, 09:24

sleipnir hat geschrieben:...
Und in einer natürlichen Baumhöhle müßen sie auch krabbeln, da geht mit Fliegen auch nicht viel...oder ?
...


Wieviel Zentimeter mag eine Biene in den Stock krabbeln ?
(ev. 2 cm ist wie ein Schritt/Meter für einen Menschen)

Die Antwort kenne ich nicht. Jedenfalls kann ich mir vorstellen , wenn da nach einem Meter bzw.
einen halben Meter nicht bald eine Brutwabe oder sonst was kommt, dass dann die Bienen schon
die Krise kriegt ( vor allem wenn da vorher schon was war und man blöderweise , das Brutnest
nach hinten verschoben hat).
Wenns von Anbeginn so war , dann ist das weit weniger problematisch.

Die Bienen werden versuchen den Nektar und Pollen schon vorher zu übergeben
(jedenfalls meine ich sowas schon beobachtet zu haben). Seeley schreibt - so weit meine
Erinnerung mich nicht trügt - dass das Kommunikationszentrum in der Nähe des Fluglochs ist.

Falls kein Flugbrett vorhanden , dann eben auf der Innenseite der Außenwand oder gar außen
auf der Außenwand. Wenn man sie in diesem Bereich stört , kriegt man also die heftigsten
Reaktionen.

Okay, wie man sieht, habe ich das selbst nicht so genau beobachtet. Meine Beobachtungen
waren schließlich mit ein Grund, warum ich dann in jede Zarge ein Flugloch gemacht habe, was leicht wieder
verschließbar ist.

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon sleipnir » Sa 13. Okt 2012, 18:05

Bei meinen TBH´s sind ja an der Fluglochseite am Boden ca. 5 cm schmale Bretter und dann erst das Gitter.
Da kann ich Dir aus meiner Beobachtung völlig zustimmen, denn das Brett ist der Hauptverkehrsweg in der Beute.
Das Gitter wird nicht so gerne benutzt.
War aber reiner Zufall das ich den Gitterboden so ausgebildet habe.

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon sleipnir » Sa 27. Okt 2012, 18:47

Ich laß die Windeln den Winter drin, dadurch kann ich die Aktivitäten in der TBH leichter beobachten.

Hat jemand den tiefen Boden von Phil Chandler schon in Aktion gesehen ?
Oder gibt es da mehr Details dazu ?


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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon gartenmundl » Di 30. Okt 2012, 22:37

Meine "Windeln" bleiben auch drin, es sind eigentlich nur einfache Bretteln die auf den Betonhohlblockziegeln liegen, auf denen die Beute steht. Somit ergibt sich ein Spalt zur Luftregulation.....

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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon sleipnir » Mo 5. Nov 2012, 20:48

Ja konnte bis jetzt auch kein Kondenswasser in den TBH´s feststellen im Gegensatz zu den Magazinen.
Wahrscheinlich weil die TBH´s ein größeres Volumen haben.


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Re: Überwinterung - offener Gitterboden

Beitragvon Katja » So 14. Sep 2014, 09:44

Hallo,

bei meinen zwei TBH plane ich den Boden offen zu lassen. Sie haben ein Gitter mit Maschenbreite, die Varroen durchlassen - Bienen nicht. Während der Thymolbehandlung war der Boden 7 Wochen geschlossen. Ich habe ein Bodenbrett, welches ich mit zwei gebogenen Nägeln als Vorreiber auf jeder Seite darunter hänge/klemme. Im Frühjahr hatte ich den Boden schon mal 1 Woche lang geschlossen, um den V-Fall zu beobachten. Damals stellte ich anschließend Schimmel an den Trennschieden und den Beutenwänden fest. Außerdem war mir aufgefallen, dass die OT je nach Wetter stark quollen bzw sich wieder zusammenzogen. Ich habe dann ein "Kissen" auf die OT gelegt (ein Rahmen aus 15cm breiten Brettern mit einem Gitter auf der Unterseite) Darin habe ich Schafswolle gelegt. Seitdem quellen die OT nicht mehr - die Feuchtigkeit wird besser absorbiert. Außerdem haben wir in das Giebeldach seitlich je ein Loch gebohrt, so dass die Luft besser zirkulieren kann (das Dach lässt rundherum Luft durch, da es breiter ist als die Beute). In dem Kissen haben sich nun viele Ohrkneifer angesiedelt. Seitdem haben wir keine kleinen Ameisen mehr. :D

Im Forum www.biobees.com wird sehr kontrovers über die Vor- und Nachteile des offenen Bodens und auch über den Ecofloor diskutiert. So wird z.B. argumentiert, dass die Bienen in einem Baum auch nur einen kleinen Eingang haben und ansonsten im Dunkeln sitzen. Ich selbst beobachte, dass die Bienen bei offenem Boden gern von außen am Gitter hängen - vielleicht stimmt, was jemand hier geschrieben hat: sie tauschen sich aus. Was ich aber nicht bestätigen kann, ist, dass sie deshalb keinen Honigraum anlegen oder weniger einlagern.

Bei dem Ecofloor von Phil Chandler wird im o.g. Forum darüber diskutiert, dass die Bienen keine frischen Materialien /Sägespäne mögen, sondern nur verkompostiertes oder abgelagertes Material annehmen. Außerdem raten manche, man solle zwischen dem Boden und dem Ecofloor kein für Bienen undurchlässiges Gitter montieren, damit die Bienen dort selbst für Sauberkeit sorgen können. Ich finde das klingt logisch und Phil hat ja gar kein Gitter dazwischen. Dennoch wäre es sinnvoll, damit der Ecofloor auch abgenommen werden kann, oder dass ein Bodenbrett angebracht werden muss.

Mich interessiert der Ecofloor auch deshalb, weil er eine etwas schmalere Öffnung hat und den Wind dadurch besser abhält.
Hat jemand Erfahrungen gemacht?

Gruß, Katja


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