TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Wie bereite ich die TBH auf den Winter vor? Isolieren, Anordnung der Oberträger, etc.
alisha
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TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon alisha » Do 14. Jul 2011, 13:43

Hallo liebe Imkerfreunde,

auf wievielen Oberträgern ist die Überwinterung in der TBH empfehlenswert?
Die Bienen sollen bei mir komplett mit ihrem eigenen Honig überwintern. Derzeit habe ich 16 ausgebaute OT (Schwarm von diesem Jahr).
Habt Ihr Erfahrungen, Anhaltspunkte?
Leider hab ich meine TBH bisher nicht gewogen- das hätte wahrscheinlich die Beantwortung meiner Frage erleichert. :cry:
Liebe Grüße und ein großes Dankeschön für Eure Antworten.

alisha
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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon alisha » Do 14. Jul 2011, 22:57

Lieber Markus,

vielen lieben Dank für Deine rasche Antwort, die mir auch gut weiter hilft. :idea:
Da ich erst dieses Jahr mit der Imkerei angefangen habe, wird man einfach mal schnell unsicher.
Meine OT messen am Auflagepunkt 44 cm Länge - ich habe den Bauplan der LWG Bayern genutzt.Die TBH hat keinen aufgesetzten Honigraum.
Da ich erheblichen Querbbau im Brutraum habe, kann ich mir die Brutraumwaben zur Beurteilung nicht so einfach ansehen.
Ansonsten bin ich mit der TBH sehr zufrieden und den Querbbau hätte man natürlich gleich am Anfang korrigieren können, was aus diversen Gründen bei meiner Beute unterblieb.
Die Träger 15 und 16 sind aber jetzt gerade gebaut und ich habe viel Freude an den Bienen.

Liebe Grüße
alisha

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon alisha » Do 28. Jul 2011, 23:44

Hallo Markus,

ich habe meine Kiste besiedelt übernommen, so daß ich eine Korrektur des Querbaus nicht vornehmen konnte.

Allerdings muß ich sagen: je länger ich über Naturwabenbau nachdenke, um so mehr komme ich zu der Ansicht, dass die Bienen nicht nur ihre Zellengröße frei bestimmen sollten, sondern vorallem auch die Ausrichtung ihrer Waben im Raum - ansonsten ist es eben gar kein richtiger Naturwabenbau.
Die Möglichkeiten des Imkers werden dadurch natürlich erheblich reduziert, aber dieser Umstand kann für die Bienen und den Imker auch von Vorteil sein.

Wie vielfach beschrieben, haben auch "meine" Bienen im 45°Winkel zum Flugloch gebaut -also quasi im Kompromiß zwischen Warm-und Kaltbau.

hier einmal ein Bild von "meinem" Querbau im Brutbereich.

HPIM2591.JPG


Liebe Grüße
alisha

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon zaunreiter » Fr 29. Jul 2011, 12:18

Die sehen aber nicht aus, als ob sie den Winter überleben. Ich sehe von hier aus keine Brut und keine Vorräte - außerdem erscheinen mir die Waben wie Drohnenbau. (Mag am Blickwinkel/Perspektive liegen.)

Ist denn überhaupt Brut vorhanden?

Kannst Du nicht die Oberträger zusammenschrauben mit zwei Querleisten und den Block als Ganzes rausheben? Dann kannst Du den Block aufhängen/aufbocken und die Waben mal auseinanderdrücken, um nach vorhandener Brut zu schauen.

Wird Pollen eingetragen?

Fütterst Du die Bienen?

Gruß
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon alisha » Sa 30. Jul 2011, 00:42

Hallo Bernhard,

also, die Bienen machen einen regen Eindruck- sie fliegen munter wenn es wärmer wird, wehren kräftig Drohnen und Wespen am Eingang ab und tragen auch gut Pollen ein. Am Anflugbrett gibt es keine Auffälligkeiten.

Wenn die AS-Behandlung jetzt morgen vorüber ist, wollte ich auf jeden Fall flüssig zufüttern (Zuckerwasser mit Honig von einem vertrauenswürdigen Imker,da auch ich die Leere der Waben gesehen habe. In einer meiner Warrebeuten habe ich eingebaute Fenster und da konnte ich gut beobachten, wie der zuvor gut eingelagerte Honig zusehends verschwand - ohne Anhaltspunkte für Räuberei.
Wir haben hier in der letzten Zeit sehr kühles Wetter mit viel Regen gehabt und ich denke, die Bienen mußten hauptsächlich von Ihren Vorräten leben zumal jetzt auch die Tracht schwindet (außer Weißklee).
An vielen Orten Deutschlands haben die Bienen nur noch sehr schmale Futterkränze als Reserve und müssen dementsprechend zugefüttert werden, um den Winter überstehen zu können.
Ich hoffe, dass ich das hier bei mir hinkrieg mit der Futterfrage. Während der Varroabehandlung wollte ich mit dem Füttern nicht beginnen - soll man wohl auch nicht.
Das mit dem Herausheben en bloc werde ich aktuell nicht wagen, da ich im Moment keinen sicheren Anhalt habe, dass mit der Königin etwas nicht stimmt. Hoffentlich liege ich da nicht falsch! Ich möchte keinen Wabenbruch riskieren :shock: , werde jedoch weiter über diese Option nachdenken. Ich habe 15 Oberträger Waben- das würde bei Warre 2 Zargen entsprechen - ich denke, dass die Brut weiter vorne (fluglochnah) sitzt.
Liebe Grüße
alisha

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon alisha » Sa 17. Sep 2011, 23:36

Hallo Markus,

ja, mir geht es gut - auch wenn ich mich lange nicht gemeldet habe.
Ja, mit dem Naturwabenbau ist das gar nicht immer so einfach.
Wenn man die Bienen so bauen lassen möchte, wie sie es mögen, halte ich das Warrekonzept insgesamt für geigneter, da man immer noch von unten einen guten Zugriff auf die Waben hat. Die Bienenkiste böte in meinen Augen hier auch bessere Möglichkeiten als die TBH.
In meiner TBH sind nach einer stärkeren Honigeintragung mit zunehmendem Wabengewicht und warmen Wetter (30°C) spontan leider mehrere Waben von den Oberträgern abgerutscht. Da ich nun einmal den Querbau habe, habe ich für mich keinen sinnvollen Ansatz gefunden, die abgerutschten Waben ohne großen Flurschaden zu bergen - auch nicht über die installierte seitliche Luke. Ein Herausheben en bloc (Vorschlag von Bernhard) erschien mir insgesamt auch zu risikoreich, da beim Herausheben vielleicht noch mehr Waben gebrochen wären.
Ich hatte Dreiecksleisten mit Bienenwachs bestrichen auf Buchenholzoberträger geleimt und verschraubt, da ich mich nicht getraut hatte, mit der Oberfräse eine Nut in das kleine Hartholzwerkstück zu fräsen. Eine, in eine Nut eingebrachte Leiste hätte vielleicht besser das Wabenwerk gehalten-wer weiß? Nun denn, ich hoffe die Immen schaffen die Überwinterung auch so und finden eine Möglichkeit, eine gute Traube bilden zu können. Den Bienen selbst geht es soweit gut, sie tragen fleissig Nektar und Pollen ein und sind rege.
Vorsetzlich gewollten Wirrbau in einer TBH würde ich mir nicht wünschen - die erkauften Einschränkungen für das Wohl der Bienen wären mir zu hoch.
Liebe Gruesse
alisha

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon apiculteur » Mo 19. Sep 2011, 09:23

Hallo Alisha, hallo Markus,

Markus, im Zusammenhang mit Alishas Beitrag ist mir eingefallen, dass ich Dir noch eine Antwort bezüglich verwendeter Dreiecksleisten schuldig bin. Ich verwende Dreiecksleisten, wie sie bei uns im Baumarkt bezogen werden können. Der Querschnitt ist ein gleichschenkliges Dreieck mit den Seitenlängen 2 x 22 mm und 1 x 32 mm. Der Winkel beträgt 90°, wobei ich mir im Vorfeld keine Gedanken über den Einsatz von Leisten mit anderen Winkeln gemacht hatte. Die Dreiecksleisten habe ich auf 30 mm breite Oberträger geschraubt und die Überstände abgeraspelt. Die Dreiecksleisten habe ich wie Alisha mit Wachs eingestrichen.

Viele Grüße
Uwe
Viele Grüße

Uwe

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon sleipnir » Mi 11. Jan 2012, 19:57

Servus miteinander,

also wenn ich mir die Dreiecksleisten auf den von Dir verlinkten Foto´s Markus anschaue, dann kann ich verstehen warum da die Bienen nur widerwillig anbauen wollen.
Wenn ich davon ausgehe, daß die Leisten eine Breite von 35mm haben und ich mir die Fotos so ansehe, dann gehe ich davon aus, daß die Dreiecksleiste eine Höhe von min. 3cm hat und die Seitenlänge um die 3,5cm. Die Biene müssen also ziemlich viel Vorarbeit leisten, bis sie mal die Dreiecksleisten überwunden haben.
Viel Zeit - Viel Wachs ohne Waben zu haben.
Wenn die Dreiecksleiste wesentlich kleiner ist, wird sie auch besser von den Bienen eingebaut, glaube ich zumindest.
Oder gibt es da andere Erfahrungen ?

gruß

bernhard
Die kleinste Tat ist besser
als der größte Vorsatz.

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TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon Fjonka » Sa 4. Aug 2012, 09:47

Um mal aufs ursprüngliche Thema zurückzukommen - es geht ja jetzt wieder auf den Winter zu *seufz*
Wie weit seid denn Ihr?
- schon fertig eingefüttert? (Wir: etwa 90%)
- schon Varroa behandelt? (Wir: Puderzucker sagte: kein Bedarf http://wp.me/pYt3F-1qE , noch haben wir nichts getan)
- Was tut Ihr sonst noch?
- Wie viele Waben/ OT brauchen denn so TBH-Völker über'n Winter?
(Unsere Maße: obere Breite (Innenmaß) 46 cm,
untere Breite (Boden) 26,3 cm,
Höhe mittig 25,5 cm)
- Was tut Ihr sonst noch? Und wann? (Isolierung, Mäusegitter, wie weit bleibt das Flugloch offen ....)
Ich bin A unerfahren und B neugierig ;)
https://fjonka.wordpress.com/category/bienen-unsere/

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Re: TOP BAR HIVE Wintervorbereitungen

Beitragvon mahagugu » So 5. Aug 2012, 08:52

alisha hat geschrieben:...

Allerdings muß ich sagen: je länger ich über Naturwabenbau nachdenke, um so mehr komme ich zu der Ansicht, dass die Bienen nicht nur ihre Zellengröße frei bestimmen sollten, sondern vorallem auch die Ausrichtung ihrer Waben im Raum - ansonsten ist es eben gar kein richtiger Naturwabenbau.
...


Es gibt da noch Begriffe wie Wildbau , Wirrbau usw. die auch verwendet werden.
Das Wort "Sollbau" könnte nützlich sein, habe ich aber noch nirgends gesehen.

Ich verstehe folgende Worte so :

Naturbau - von den Bienen gebaut nach Anfangsstreifen / Orientierungswaben

Wildbau - ohne Anfangsstreifen und dort wo er nicht sein soll, aber nicht komplett wirr

Wirrbau - komplett so wie er nicht sein soll bzw. sich der Imker das vorstellt

Dein Bild wäre am ehesten für mich Wirrbau.


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