Varroa-Brutentnahme

Varroamanagement in der TBH.
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sleipnir
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Varroa-Brutentnahme

Beitragvon sleipnir » Sa 15. Sep 2012, 13:56

Ich mach mal ein neues Thema, da wir sonst zu weit von der Ameisensäure wegkommen:

Werter sleipnir,

beim Markus muss in so einem Fall die Brut dran glauben.

Wie viele Milben sind denn prozentual in den verdeckelten Zellen?
Wenn ich mich richtig entsinne hat da mal Dr. Rosenkranz folgendes gesagt-
Frühjahr bis Sommer etwa 60-90%, danach etwas über 50%.

Auch die bisherige KÖ wird bei mir entfernt und recht bald durch eine, in meinen Augen, 'geeignetere' Nachzucht ersetzt.


Ich weiß, damit sind nicht alle Quälgeister beseitigt. Um das geht es Dir doch. ;)
So, jetzt hab ich aber a Gretlfrog an Dich. :mrgreen:
Wie wirst in einem Haufen Bienen (manche sagen Kunstschwarm dazu) ohne Chemie einige der lästigen Milben los?

Grüße
Markus



Im Klardeutsch:

Du entfernst alle Waben vom Volk und machst einen Kunstschwarm ohne Königin ?
Und schlägst die Bienen auf neue Waben ein, oder ?


Und zu Deiner Gretlfrog: Wahrscheinlich gibst Du nach Bildung des Kunstschwarms nochmal eine einzelne Brutwabe mit offener Brut(Fangwabe) um die Milben von den Bienen zu bekommen.
Und sobald diese dann verdeckelt ist entfernst Du diese Fangwabe und vernichtest sie.
Eine andere Möglichkeit fällt mir momentan nicht ein.


gruß

bernhard


PS: Mit "werter" wollte ich Dir gegenüber meine Wertschätzung zeigen. ;)
Die kleinste Tat ist besser
als der größte Vorsatz.

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gartenmundl
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Re: Varroa-Brutentnahme

Beitragvon gartenmundl » Sa 15. Sep 2012, 17:53

Na dann auf die schnelle noch eine Idee von mir:
Könnte man den Kunstschwarm, wenn es denn ganz ohne Chemie sein muss, auch einfach mit Puderzucker einpudern ähnlich wie bei der Puderzuckermethode zur Befallssbestimmung? Klappt das?

Ich glaube aber auch, dass die Kunstschwarmbildung mit anschließender Milchsäurebehandlung bzw. die "Brutscheune" sich weiter durchsetzen wird in der Imkerschaft.

Markus bin schon gespannt auf deine "Notlösung" und dein "Gerät"! ;)
Ist es etwa eine thermische Behandlung der Brut?

Grüße
Raimund

mahagugu
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Re: Varroa-Brutentnahme

Beitragvon mahagugu » Sa 15. Sep 2012, 18:29

gartenmundl hat geschrieben:Na dann auf die schnelle noch eine Idee von mir:
Könnte man den Kunstschwarm, wenn es denn ganz ohne Chemie sein muss, auch einfach mit Puderzucker einpudern ähnlich wie bei der Puderzuckermethode zur Befallssbestimmung? Klappt das?

...


Halte ich nach wie vor für eine sehr gute Idee wenn die Bienen im richtigen Kehrschwarmkasterl
sind. (also zumindest das Kasterl so stellen das oben der Zucker hineinkommt und unten
die Milben herauskommen)

Ein Problem sehe ich beim Naturbau, wenn man das ganze Mitte Juli macht und keine
Mittelwände verwenden will bzw. man will die Bienen nicht einmal abkehren und
wenn geht die alten Waben verwenden.

Bienen austreiben und dann Brut abtöten zB mit Schwefel, Ameisensäure oder Hitze zB
im Wärmeschrank, damit man die Waben wieder verwenden kann.
Praktisch geht bei mir nur Ameisensäure oder Schwefel, wobei Schwefel weit billiger ist.
Habe da eine Lötkerzenmethode entwickelt --- vielleicht tötet sie ja die Milben ab ,
zu mindest bei der Brut bin ich mir sicher.

Am einfachsten ist dann aber doch Bienen abkehren gewesen.
Ob ich nächstes Jahr noch mal warte bis die Bienen schlüpfen ist mehr als fraglich,
da das mit dem Recycling nicht so hingehaut hat.
(Also es war geplant , die entnommenen Waben wieder zurückzuhängen).

Aus Zeitmangel geht dann nur Brut vernichten, worüber ich nicht sehr glücklich bin
und deswegen nach besseren Alternativen suche.

In meinen TBHs haben sie , obwohl doch schon Ende September frische weiße Waben
gebaut. Macht mich skeptisch, weil ich gelesen habe, dass sie schon Ende Juli
damit aufhören.

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sleipnir
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Re: Varroa-Brutentnahme

Beitragvon sleipnir » So 16. Sep 2012, 09:39

[***Nicht immer den vorhergehenden Beitrag voll zitieren, bitte. Auf Antworten klicken reicht auch.***]


Danke Markus :oops:

Naja soweit bin ich in meinem Bienenwissen noch nicht.
Ich bin noch mit Grundlagen der Bienen beschäftigt, wie genügend Futter, Platzbedarf......
Aber zum Beispiel haben die Schwärme und Ableger von diesem Jahr weit weniger Milben, wie die Wirtschaftsvölker.
Also werde ich diese Form der Vorrareduzierung auf jedenfall weiternutzen.

Nun zur Teilnahme der Mitglieder am Forum:
Das Forum für nicht Mitglieder schließen und erst nach Registrierung und Erstellung von Beiträgen hat man Zugang zum Forum.
Zumindest sind dann die Aktiven unter sich und die anderen braucht man nicht bzw. sind ja eh nicht aktiv da, also kann ich das Forum auch nichtöffentlich machen.


gruß

bernhard
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gartenmundl
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Re: Varroa-Brutentnahme

Beitragvon gartenmundl » Mo 17. Sep 2012, 19:40

Das sind nur einige wenige Seiten, wennst willst kannst Du gerne noch mehr haben.
Jetzt kombinieren wir mal- bin gespannt was Dir alles einfällt.


Ich lese ja eh schon was das Zeug hält und bin vorerst froh, wenn ich meine Völker über den Winter bekomme.
Brauche auch Zeit und vor allem viel mehr Erfahrungen. Mir geht es da ähnlich wie Bernhard.

Eine ganze Beute einpacken und erwärmen? Na ich weiß nicht so recht.....
Besser doch den Kunstschwarm ins "Backrohr" und neu einschlagen, ohne Brut.

Ich glaube Richtung "BioChemie" wird noch zu wenig geforscht. Nur so bringst die Varroa schonend aus der Brut. So Pheromonfallen wie es sie für Lebensmittelmotten oder Buchdrucker schon gibt wären doch genial. ;)

Grüße
Raimund


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