Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Varroamanagement in der TBH.
HolleHonig
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Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon HolleHonig » Mo 25. Jun 2012, 16:45

Hallo TBHler,
in meinem ersten Bienenjahr habe ich noch immer nicht entschieden, wie ich die Varroabehandlung durchführen werde. Dieses Jahr komme ich noch mit Schwarm (Mitte Juni gefallen) mit Milchsäure besprühen und später im Jahr noch mit Oxalsäure beträufeln aus. Aber mich beschäftigt natürlich schon das nächste Jahr und die dann anstehende Sommerbehandlung mit Brut. Ich würde am liebsten auf die Ameisensäurebehandlung verzichten, da ich glaube, dass sie die Bienen zu stärk schwächt und anfällig für andere Erreger macht.
Als Alternative sehe ich Api-Life Var. Habe dazu auch schon viele positive Erfahrungsberichte im Verein (dort wird ausschließlich Api-Life Var im Sommer verwendet) erhalten. Allerdings kann mir niemand sagen, wie ich das in meiner TBH machen kann. Daher richte ich mich an euch TBH-Nutzer. Meine Beute habe ich nach den Bauplänen der LWG.Bayern gebaut. Meine Oberträger sind 28 mm breit und ich habe 7 mm Zwischenleisten. Platz und Trägerzwischenräume wären somit vorhanden. Allerdings schließt der Deckel nicht luftdicht ab. Somit würde ich nach der Anwendungsanleitung (http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/ ... &Itemid=84) viele neue Ausgänge für die Bienen schaffen und keine Konzentration der ätherischen Öle innerhalb der Beute erreichen. Ist damit eine Anwendung für meine baulichen Spezifikationen ausgeschlossen oder könnte man durch die Verwendung von Folie oder anderen Tricks noch etwas erreichen? Gibt es ansonst weitere, von euch praktizierte Alternativen für die Ameisensäure oder ist sie unumgänglich?

Viele Grüße
Holger
TBH nach LWG.Bayern - Mitte Juni '12 ersten (Nach-)Schwarm einlogiert

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gartenmundl
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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon gartenmundl » Mo 25. Jun 2012, 19:30

Holger, sehr gutes Thema.
Die Behandlung in den TBHs erwies sich bei mir letztes Jahr als nicht zufriedenstellend.
Behandelt hatte ich mit AS Schwammtuch von unten aber auch mit Nassenheider Verdunster.
Die Verdunstungsraten waren schwierig in den Griff zu bekommen, deshalb bin auch ich sehr an Erfahrungen mit Api life Var interssiert.
Sehr gut funtionierte das Verdampfen von OS!

Die entscheidende Frage ist wohl, ob man Api life var zwingend von oben anwenden muss! Wenn ich es richtig verstanden habe sind es ätherische Öl die wirken und sich gleichmäßig in der Beute verteilen sollen. Geht das nicht auch von unten?
Vielleicht könnte man auch diese Platten stückweise zwischen die Waben hängen, vielleicht in einem Lockenwickler????
Habe mich noch zu wenig mit der Behandlungsmethode auseinandergesetzt, freue mich aber auch auf Meinungen...
Ich habe Kontakte zur LWG und werde mal beim Imkermeister nachfragen, was er von Api life var in TBHs hält und wie es am gescheitesten zur Anwendung kommt.

Viele Grüße
Raimund

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon KMP » Mo 25. Jun 2012, 19:31

HolleHonig hat geschrieben:Hallo TBHler,
Als Alternative sehe ich Api-Life Var. Habe dazu auch schon viele positive Erfahrungsberichte im Verein


"100 g des Produktes enthalten Thymol 76.0 g/ Eucalyptusoel 16.4 g/ Kampfer 3.8 g/ Levomenthol - Trägermaterial"

Gibt es feste Beweise dafür, dass die Behandlung besser (z. B. weniger Nebenwirkungen hat) als Ameisensäure wirkt? Wenn man das Produkt-Infoblatt ließt, klingt es (76% Thymol) schon ziemlich aggressiv.

-Kevin
Kevin Pfeiffer - Kleinimker seit 2012

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon kaibee » Mo 25. Jun 2012, 22:19

Rohrverdämpfer würde ich gern mal ausprobieren!
Was sind das für welche?

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon zaunreiter » Di 26. Jun 2012, 13:28

Im Biobees-Forum wird das auch gerade diskutiert. Hier wird empfohlen die Plättchen an einem Faden zwischen die Oberträger zu hängen - am besten gekäfigt, damit die Bienen die Plättchen nicht zerfressen.

Direkt an das Brutnest sollten die Thymolplättchen nicht gehangen werden, weil dort die Temperatur wohl zu hoch sein kann (>30°C). Also eher rechts und links mit Abstand zum Brutnest.

Ausprobieren und den Varroenfall vorher und nacher beobachten.

Gruß
Bernhard
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Ich summe, also bien ich.

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon mahagugu » Di 26. Jun 2012, 18:13

Also , ich setze auf totale Brutentnahme (Brutscheune) und Oxalsäure.
Api Life oder ähnliches Thymolzeugs kann man zB für Wiedervereinigungen oder sonstiges verwenden,
aber obwohl ich das lagern hab, hab ich keine Lust das wieder zu verwenden.

Trotzdem , ich kenne Thymolfans und die sind zufrieden, aber bei mir kommt da keine Begeisterung
mehr auf.

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon kaibee » Di 26. Jun 2012, 19:10

apiarius hat geschrieben:http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=16&t=71
Meine sehen ähnlich aus,

da bekomme ich Angst! :)

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon HolleHonig » Do 28. Jun 2012, 09:30

Hallo zusammen,
schön, dass das Thema auf Interesse stößt.
gartenmundl hat geschrieben:Die entscheidende Frage ist wohl, ob man Api life var zwingend von oben anwenden muss! Wenn ich es richtig verstanden habe sind es ätherische Öl die wirken und sich gleichmäßig in der Beute verteilen sollen. Geht das nicht auch von unten?

Alle Anleitungen sagen, dass die Plättchen oben aufgelegt werden sollten. Und diese Versuchsanordnung (http://www.culturaapicola.com.ar/apunte ... 5-1/06.pdf, Seite 53 Ende erste Spalte) zeigt, dass die Erfolgsquote bei einer Behandlung von unten nicht sehr erfolgsversprechend ist. Die ätherischen Öle sind scheinbar schwerer als die Luft und nur eine Platzierung weit oben kann eine gleichmäßige Verteilung gewährleisten.

gartenmundl hat geschrieben:Vielleicht könnte man auch diese Platten stückweise zwischen die Waben hängen, vielleicht in einem Lockenwickler????

zaunreiter hat geschrieben:Hier wird empfohlen die Plättchen an einem Faden zwischen die Oberträger zu hängen - am besten gekäfigt, damit die Bienen die Plättchen nicht zerfressen.

Somit sollten sie also - wenn - sehr hoch eingehängt werden, damit eine Behandlung von oben so weit wie möglich realisiert wird, oder? Ich habe die Plättchen von Api-life Var noch nicht in der Hand gehabt. Passen die in einen Lockenwickler oder Königinnenkäfig? Welche Maschenweite muss das Gitter haben, damit sie das Material nicht abtragen können?

gartenmundl hat geschrieben:Ich habe Kontakte zur LWG und werde mal beim Imkermeister nachfragen, was er von Api life var in TBHs hält und wie es am gescheitesten zur Anwendung kommt.

Tu das. Das ist doch eine klasse Quelle!

Viele Grüße
Holger
TBH nach LWG.Bayern - Mitte Juni '12 ersten (Nach-)Schwarm einlogiert

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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon kaibee » Do 28. Jun 2012, 09:52

HolleHonig hat geschrieben:Passen die in einen Lockenwickler oder Königinnenkäfig? Welche Maschenweite muss das Gitter haben, damit sie das Material nicht abtragen können?

Bild
von hier: http://www.imkerhof-salzburg.at/portal/index.php?option=com_content&task=view&id=73&Itemid=84

z.B. 2,5-3mm Maschenweite. Ist Standard für Varroaboden etc.

kaibee
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Re: Api-Life Var als Alternative zur Ameisensäure

Beitragvon kaibee » So 1. Jul 2012, 10:47

Ne, dies Ding macht mir weniger Angst! :)
Nimmst Du dann richtig Beute einen durchsichtigen Schlauch? Oder wann weißt Du dann, dass das Zeug verdampft und Du pumpen musst? Wieviel Luft pumpst Du dann in die Beute?

Grüße
kaibee


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