Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

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zaunreiter
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Feb 2015, 13:58

Bienen sind gut im Bauen und sie bauen gern. Laß sie erst zu Kräften kommen, mindestens bis Mitte Mai.
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Ich summe, also bien ich.

Rabea
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon Rabea » Sa 28. Feb 2015, 14:35

...
(Ups. Aus Versehen überschrieben statt zitiert...)

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zaunreiter
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Feb 2015, 15:16

Rabea hat geschrieben:OK - verstanden! Aber im Dezember hätte ich die Beute auch aufgerissen und die Ameisensäurebehandlung gemacht und da hätten sie dann nicht ihre Kotblase leeren können, weil zu kalt...


Erstens meinst Du wohl (hoffentlich) Oxalsäure und zweitens ist die Kotblase im Dezember noch nicht voll.

Rabea hat geschrieben:Ich sehe keinen Grund die Gelegenheit nicht zu nutzen und eine MS Behandlung durchzuführen - Milbenfall ist vorhanden, die Störung ist sowieso da... !?


Weil die Bienen jetzt mit voller Blase nass gemacht und gestört werden. Das kostet Bienenleben. Sprich: es werden mehr Bienen absterben und zu Boden gehen, als notwendig gewesen wäre. Wenn man denn zur rechten Zeit behandelt hãtte - und nicht im Nachhinein zur Unzeit.

Rabea hat geschrieben:Kleine Anmerkung: Dieses Volk ist schon letztes Jahr aufgrund seiner Angriffslust aufgefallen...
Rabea hat geschrieben:Man kann das wohl nicht immer so pauschalieren - Bernhard!


Es ist eine freche Unterstellung, daß ich hier pauschaliere. In fast hundert Prozent aller Fãlle, wo ich aggressive Bienen gefunden habe, war es der Imker. Da hilft auch "langjährige Imkererfahrung" nichts. Oft sind es die Typen die am Bienenstand ohne Smoker ("die armen Bienen...") aber mit Vollverschleierung und dicken Handschuhen arbeiten. Ich kenne da genug von. Ich habe mir eine Zeit lang Völker schenken lassen oder habe getauscht, die besonders aggressiv waren. Ich habe die bei mir aufgestellt und nach einem Monat waren die lammfromm, ohne daß ich besonders tricksen mußte.

Ich pauschaliere und übertreibe nicht, wenn ich sage, daß Aggressivität in den allermeisten Fällen durch den Imker verursacht wird. Als Anfãnger ist es noch akzeptabel, wenn man den Umgang nicht beherrscht und zur falschen Zeit die Völker aufreißt und wilde Aktionen startet. Das ist eben so. Bei langjährigen Imker habe ich kein Verständnis, wenn die Bienen sich aggressiv verhalten. Da fehlt der Wille, den bienengerechten Umgang zu erlernen.

Deswegen nimm' meinen Hinweis durchaus ernst und wisch den nicht so weg. Arbeite an deinem Verhalten den Bienen gegenüber. Die Bienen zeigen ganz deutlich ein Fehlverhalten auf. Sie sterben weg oder sie stechen.

Gruß
Bernhard
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon jonas » Sa 28. Feb 2015, 16:05

+1 was Aggressivität angeht!
Habe da auch interessante Sachen gesehen und gehört. Merke das auch an eigenen Völker wenn die Ruhe wollen. Wenn bei so ein Volk wieder alles gut ist sind die wieder Sanft.
Jonas

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zaunreiter
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Feb 2015, 18:35

Hallo Kapitän,

die Sorgen im Winter werden auch mit den Jahren nicht abnehmen. :) Ich schleiche heute noch so wie von Dir beschrieben um die Beuten. Wobei man natürlich etwas sicherer wird mit Zeit, was die Vorbereitungen auf den Winter betrifft. Gut und rechtzeitig eingefüttert und behandelt, das ist schon die halbe Miete. Dann kann man auch mal die Finger bis zum März aus den Völkern lassen.

Rabea, nur um das klarzustellen, das war oben nicht böse von mir gemeint.Ok?!

Viele Grüße

Bernhard
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon Rabea » Sa 28. Feb 2015, 18:36

Selbstverständlich nehme ich hier alle Hinweise ernst - trotzdem darf wohl jeder hier seine Meinung oder Eindrücke niederschreiben und für mich klingt das nach Pauschalierung - falls Du da jetzt Zensur üben willst bitte, aber zu schreiben meine Äußerung ist eine Frechheit möchte ich auch nicht einfach so stehen lassen. Du hast hier die langjährige Erfahrung, Dein Wissen ist unbestritten, aber muss man deshalb allen anderen Altimkern die Fähigkeit der Beurteilung absprechen?

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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon Rabea » Sa 28. Feb 2015, 18:42

Kap Horn hat geschrieben:Hej

Rabea, auch wenn das nicht so direkt zu Deiner Frage passt...und noch dazu von einem Anfänger mit einem Jahr mit Bienen.

Ich konnte selbst erleben dass die Bienen auf den Imker reagieren. Im Verein sind langjährige Imker, zwei mit Erfahrungen von bis zu 300 Völkern.
Und auch ich konnte erleben dass die Bienen bei einem erfahrenen Imker (allderdings nicht einer mit vielen Völkern) fuchsteufelswild wurden und dann, am Tag danach bei meinem "Paten" ueberhaupt nicht.
Auch ich stand mit kurzen Hosen, T-shirt und "ohne alles" daneben. Nun ja, ein Stich, aber das empfinde ich als sehr "inspirierend" und stört mich nicht.

Der eventuelle Grund? Tja, wenn man da hektisch ist und den "Nerv" nicht hat, dann haben die Bienen den auch nicht. Wenn man aus Frust dann auch noch den Rahmen mit Bienen auf den Zargenrand knallt (und damit die Bienen in der Beute auch noch nervt) so ist das kein Wunder.

Ich kann nicht viel, allerdings ist mir eines klar: ruhig und besonnen, die Bienen so wenig wie es geht stören (oder behandeln), eine gute Gesinnung wenn man mit ihnen zu tun hat, fuehrt weit.

Wir machen alle unsere Fehler, ständig. Aber hoffentlich nicht immer wieder die gleichen!

Mein erster Winter war auch nicht so einfach; leben sie noch? Ist es feucht? Reicht das Futter? Und, und, und.
Nicht ein Tag ist, seit ich Bienen habe, vergangen, an denen ich nicht an ihr Wohlergehen gedacht habe.
Aber statt da ständig "rumzutun" hab ich mal das Ohr an die Beute gelegt und wenn ich so gut wie nichts gehört habe, auch mal kurz geklopft, "SSssss", weniger als eine Sekunde, also "Leben in der Bude"...und damit war ich beruhigt.

Was mir geholfen hat: https://archive.org/details/AtTheHiveEntrance
gibt es auch "irgendwo" auf Deutsch, hab aber den Link nicht.

Und wenn Deine Oberträger Mist sind, warum nicht nur die Dinger austauschen? Eine gekaufte Beute ist recht teuer.

Egal...schönes Wochenende


Das Buch ist mir bekannt - Danke. Ja, die Beute hat Geld gekostet und das war Lehrgeld ... da nicht nur die OTund die Spacer Mist sind sondern anscheinend auch der Winkel nicht stimmt möchte ich die Beute aufgeben. Auch ein schönes Wochenende ... !

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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon Rabea » Sa 28. Feb 2015, 18:50

So, jetzt noch einmal für Alle.

Meine TBH hat ein Fensterchen, alle Bienen sind noch am Leben, kein Anzeichen für einen Königin-Verlust. Es sind 19 Milben gefallen.

- JA! Ich habe verstanden warum man nicht im Feb behandeln soll, finde das auch nachvollziehbar und werde deshalb so eine Aktion nicht noch einmal starten ... .

Über die Umfüllaktion denke ich noch einmal nach. NEIN! ich werde sie nicht im März starten.

Danke für Eure Beiträge.

VG Rabea

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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon zaunreiter » Sa 28. Feb 2015, 19:43

Rabea hat geschrieben:muss man deshalb allen anderen Altimkern die Fähigkeit der Beurteilung absprechen?


Und ich bin derjenige, der pauschalisiert?! :D

Allen spreche ich das selbstverständlich nicht ab. Nur denjenigen, die stichige Bienen haben. ;)
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Lars
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Re: Anfänger braucht Hilfe von den Profis...

Beitragvon Lars » Sa 28. Feb 2015, 20:07

Hallo Rabea,

Rabea hat geschrieben:[...] möchte ich die Beute aufgeben.


ich würde mich dafür interssieren. Verkaufst Du sie evtl. nach dem Umzug des Volkes? Kann man die zu vernünftigen Preisen verschicken?

Grüße
Lars


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