Bernhard's TBH

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zaunreiter
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Bernhard's TBH

Beitragvon zaunreiter » Sa 18. Jan 2014, 19:00

Zuerst die Schablone, nach der ich dann auch weitere TBH bauen kann. Die obere Weite ist 44,5 cm, unten ist knapp 23 cm, die Seiten sind 30 cm. Die Höhe ist 28 cm. Die Wandstärken und die Position des Handgriffes habe ich auch eingezeichnet. Außerdem die Bohrlöcher der Fluglöcher und die Löcher zum Vorbohren der Schrauben. (Nach Wyatt Mangum.)
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Schablone ausgeschnitten.
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Anzeichnen der beiden Kopfenden.
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Für die Schrägen ist eine Handkreissäge besser geeignet, als eine einfache Tischkreissäge.
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Die Löcher zum Anzeichnen der Bohrlöcher.
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Außerdem habe ich zum Anzeichnen der Handgriffe seitlich je zwei Schlitze gesägt.
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Übertragen der Positionen von der Schablone auf die Kopfenden.
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Vorbohren.
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Und mit den Seitenbrettern verschrauben. Seiten: 30 cm x 95 cm.
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Die obere Seite nicht abflachen. Diese Kante dient als Auflage für die Oberträger und wenn man sie auf der scharfen Kante aufliegen läßt, kann man sie besser aufnehmen.
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Die Handgriffe an der angezeichneten Position anlegen...
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...und verschrauben.
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Die untere Kante wird mit dem Hobel abgeflacht, so daß der Boden dicht schließt. Der Boden ist einfach ein aufgenageltes durchgehendes Brett.
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Mit einem Bohrer werden die Fluglöcher an den angezeichneten Positionen ausgebohrt. Durchmesser: 1,6-2 cm.
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Das Anflugbrett habe ich anklappbar gemacht. Es sollte beim Transport nicht nach vorne überstehen, aber groß genug sein.
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Dazu habe ich einfach ein breites stabiles Band (ein altes Stück Spanngurt) mit zwei Stücken Blech angetackert. Ein Klavierband als Scharnier ist vermutlich besser. Hatte ich aber gerade nicht zur Hand. (Die ganze Beute ist aus Reststücken gebaut.)
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Das Flugbrett ist groß genug.
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Fast fertiger "Bienensarg".
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Die Oberträger werden in der Mitte geschlitzt, zur Aufnahme der Mittelwände.
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Die vorderste Leiste ist kleiner und dient nur als Abstandshalter, damit man später von vorne arbeiten kann.
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Fast fertige TBH.
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Ist die am einfachsten und leichtesten zu bauende Beute, die ich kenne. Kann man in wenigen Stunden fertigstellen und kostet nichts, wenn aus Reststücken gebaut. Selbst wenn man die Bretter kaufen müßte, ist der Preis verschwindend gering. Mit zwei Brettern 2,50 m zu je 6-7 Euro kommt man hin.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon zaunreiter » Mo 20. Jan 2014, 10:17

Kannst ja jetzt noch eine TBH bauen und schon dieses Jahr besiedeln. Die Zeit verrinnt und die Jahre gehen dahin. Und mit ihr verpasste Erfahrungen! :) Die TBH zu bauen, dauert nicht lang.

Ich habe mir ausgerechnet, daß 5 TBH-Waben in dieser Größe in etwa einer Zarge Warré mit 8 Waben entsprechen.
Flächeninhalt Trapez. A = (a + c)/2 * h = ((44,5cm + 23 cm)/2)*28 cm = 945 cm². 9,45 dm² pro Wabenseite.

Bei 750 Zellen pro dm² (beidseitig der Wabe) sind das 750 Zellen/dm² mal 9,45 dm² = ~7.000 Zellen pro Wabe. So 35.000 Zellen sollte das Brutnest mindestens haben. 35.000 Zellen geteilt durch 7.000 Zellen/Wabe = 5 Waben.

Also 10 Waben sind ähnlich wie zwei Zargen Warré, und damit die "Grundgröße" des Brutnestes. Mit 20 Waben sollte man gut über das Jahr kommen können. Bei 38 mm Oberträgerbreite sollten also etwas mehr als 76 cm Länge der Beute ausreichen. Vielleicht 80 cm. Damit kann man dann die Beute auch besser packen, als bei 90-100cm Länge. Das macht sie etwas kompakter.
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon KMP » Mo 20. Jan 2014, 10:45

Die ganze Gestaltung scheint von der Philosophie Mangums stark geprägt zu sein. Bald kommt der "pickup truck" -- wenn Du den schon noch nicht hast. ;-)

Das Buch habe ich auch mittlerweile erworben.

-K
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Rumpel
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon Rumpel » Mo 20. Jan 2014, 10:51

Fast fertiger "Bienensarg".


Ja alte Beuten sind jetzt out, Grufti-imkern ist in.
Da bin ich mal gespannt Kap Horn wie das in Schweden ankommt. :)
Wirklich schön finde ich die aber nicht, die Puppensärge. :D
Gruss Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon edlBeefit » Mo 20. Jan 2014, 14:13

Super einfache Sache Bernhard, ich hab selber auch 2 TBH und 3 Langstroth Lagerbeuten 25 Rähmchen
Gruss Kurt Edlinger

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specht
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon specht » Mo 10. Mär 2014, 14:45

Hallo Bernhard!

Ist bei deiner TBH eine Abdeckung auch noch vorgesehen oder steht sie unter einem Dach?
Deine TBH kommt mir etwas nackt vor, so ohne Kissen oder wärmende Isolierung über den top bars.

Gibt es einen speziellen Grund, warum die Fluglöcher in zwei Reihen angeordnet sind?
Ich finde nicht dass die wie ein Sarg ausschaut. Hätten wir einen größeren Garten würde ich mir später auch eine TBH bauen.
Noch etwas Farbe wäre schön.

Liebe Grüße, Marcus

specht
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon specht » Mo 10. Mär 2014, 17:44

Hier passt es gerade gut.

Wie viele Fluglochwachen gibt es in einem Bienenvolk?
Lassen sich mehrere runde Fluglöcher leichter verteidigen oder eine kleine längliche Öffnung, wie sie bei der Volksbeute vorgesehen ist?

Einfach ist es für mich als Anfänger nicht, ich bin aber für einen kleinen Einlass.
In der Literatur ist ja fast alles zu finden. Von 1,5 cm hohen Fluglöchern über die ganze Breite, dann werden wieder festgelegte Größen genannt, von 15 bis 30 cm² und von einer Faustregel mit 1 cm² pro besetzter Wabe habe ich auch schon gelesen. Die Wabengröße wurde dabei nicht berücksichtigt.

Also liebe Bienenfreunde, hängen die runden Fluglöcher der TBH mit ihrer Entstehungsgeschichte zusammen oder hat es mit der Fluglochverteidigung zu tun?

Viele Grüße, Marcus

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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon mahagugu » Mo 10. Mär 2014, 20:00

aus irgendeinen Grund bildet sich oben und unten gern ein Spalt ... d.h. dort ein paar Schrauben mehr schadet nicht ...
auch Überlappungen an den Seitenteilen schaden nicht ... ist vor allem blöd beim Transport , wenn sich wo ein Spalt bildet,
ansonsten tut der eher weniger ...

specht
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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon specht » Mo 10. Mär 2014, 20:48

Wie meinen?

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Re: Bernhard's TBH

Beitragvon specht » Do 13. Mär 2014, 19:10

Ahoi, Kapitän Kap Horn!

Wie sieht denn eine TBH in Schweden aus, was die Wärmedämmung anbelangt?
Imker verwenden die auch in Kanada, habe ich gelesen. Dort wird es eiskalt.

Dein Blog gefällt mir, der Sonnenfänger ist klasse! Bist in einer schönen Ecke gestrandet.

Grüße, Marcus


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