Einengen bei Besiedlung

Wie besiedele ich meinen ersten Warré-Bienenstock? Mit einem Schwarm? Ableger?
Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4651
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Einengen bei Besiedlung

Beitragvon zaunreiter » Mi 29. Dez 2010, 15:37

Hallo miteinander,

zurzeit testen einige Warréimker das Einengen der obersten Zarge bei der Erstbesiedelung mit einem Schwarm, damit diese schneller in die zweite Zarge springen und damit auch im ersten Jahr Honig geerntet werden kann. Dazu orientiert man sich an den Beobachtungen des russischen Imkers Nikolay Vitvitsky (1764-1853), der eine pyramidenförmige Beute gebaut hat - mit der Begründung, daß am Anfang wenig Raum benötigt wird. Später immer mehr.

Bild

Bei der Warré würden zwei simple in die oberste Zarge gestellte/geschraubte Bretter ausreichen, um eine Einengung vorzunehmen. Siehe:
Warre_Viv.png
Warre_Viv.png (4.61 KiB) 7443 mal betrachtet


Viele Grüße
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
Mellina
Beiträge: 296
Registriert: Do 5. Aug 2010, 22:19
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon Mellina » Mi 29. Dez 2010, 18:13

Würden die Bienen dann in nur einer Zarge überwintern, wenn die obere, eingeengte Zarge abgeerntet wird? Oder geht man bei der Idee von 2 1/2 Zargen aus?

LG
Mandy
Bauanleitung Warrébeute, Warrés Handbuch und Bernhards Kurzanleitung: http://www.warre-bienenhaltung.de

Benutzeravatar
Mellina
Beiträge: 296
Registriert: Do 5. Aug 2010, 22:19
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon Mellina » Do 30. Dez 2010, 11:50

Nein Markus, ich bin über die Idee ganz und gar nicht "enthusiastisch", sondern viel eher entsetzt. Die Idee, einen Schwarm schon in der so wichtigen Konsilisierungsphase des ersten Jahres beernten zu wollen, finde ich persönlich einfach nur gierig und eines "Immenfreundes" unwürdig. Deshalb auch meine Frage, ob das Volk dann auf einer Zarge sitzen bleibt.
Bauanleitung Warrébeute, Warrés Handbuch und Bernhards Kurzanleitung: http://www.warre-bienenhaltung.de

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4651
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon zaunreiter » Do 30. Dez 2010, 12:59

Wenn ich gewußt hätte, daß ich mit einer Idee bei Euch Entsetzen auslöse, hätte ich sie nicht geäußert. Ich habe selbst kaum Probleme selbst die verrücktesten Ideen hin - und her zu wälzen. (Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt.) :lol:

Der Grund, warum es eine Idee ist und noch keine Umsetzung, liegt darin, daß ganz offensichtlich noch keine Notwendigkeit dafür entstanden ist!
Wenn aber die Notwendigkeit entsteht, dann wird diese Idee (und vielleicht noch andere Ideen) in die Praxis umgesetzt werden.
Die Notwendigkeit ist das ordnende Gesetz der Welt. Nun sind Notwendigkeiten regional und lokal verschieden.

Es ist schön, wenn ihr mit guten Trachtgebieten beglückt seid - doch das ist nicht überall so. Und da hilft der stärkste Schwarm zur rechten Zeit nichts - wenn es nichts zu futtern gibt, bekommt auch so ein starkes Volk nicht die Kurve.

Anyway, die Idee hinter der Einengung ist, den Bienen am Anfang die gesamte Ausfüllung des Raumes zu ermöglichen - und damit einen besseren Start, als wenn sie verloren und frierend (ich übertreibe absichtlich) in einem riesigen Kasten sitzen. Mit diesem guten Start jedoch, sollen sie sich gut entwickeln.

Der Honig kann im Spitzhut drinbleiben, geerntet oder zur Fütterung eines anderen Volkes verwendet werden. Je nach Belieben. Ein Volk sollte aber mindestens auf zwei Zargen eingewintert werden - weswegen die Idee auf 2 1/2 Zargen abgestellt ist.

Groeten,
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
Mellina
Beiträge: 296
Registriert: Do 5. Aug 2010, 22:19
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon Mellina » Do 30. Dez 2010, 17:11

zaunreiter hat geschrieben:Wenn ich gewußt hätte, daß ich mit einer Idee bei Euch Entsetzen auslöse, hätte ich sie nicht geäußert.

Um Schwärmen einen guten Start zu ermöglichen, ist die Idee sicher nicht schlecht. Als Methode, um den Bienen noch das kleinste Bisschen Honig abzuknöpfen, finde ich sie aber bedenklich. Welche "Notwendigkeit" sollte denn dazu vorliegen?
Bauanleitung Warrébeute, Warrés Handbuch und Bernhards Kurzanleitung: http://www.warre-bienenhaltung.de

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4651
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon zaunreiter » Do 30. Dez 2010, 23:23

Das mit dem Abknöpfen hast Du reininterpretiert und/oder betont. Mein Anliegen war es nicht. Ich habe so schon immer genug Honig.

Viele Grüße
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
Mellina
Beiträge: 296
Registriert: Do 5. Aug 2010, 22:19
Wohnort: Dresden
Kontaktdaten:

Re: Einengen bei Besiedlung

Beitragvon Mellina » Fr 31. Dez 2010, 09:54

zaunreiter hat geschrieben:...zurzeit testen einige Warréimker das Einengen der obersten Zarge bei der Erstbesiedelung mit einem Schwarm, damit diese schneller in die zweite Zarge springen und damit auch im ersten Jahr Honig geerntet werden kann.

grummel grummel.
Bauanleitung Warrébeute, Warrés Handbuch und Bernhards Kurzanleitung: http://www.warre-bienenhaltung.de


Zurück zu „Warré - die erste Besiedelung des Stocks“