Erstbesiedlung geschafft

Wie besiedele ich meinen ersten Warré-Bienenstock? Mit einem Schwarm? Ableger?
Elias
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Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon Elias » So 19. Mai 2013, 09:40

Meine Erstbesiedlung von zwei Warre-Beuten mit Kunstschwarm (vorweggenommener Schwarm) mit alter Kö hat in den letzten Tagen ganz gut funktioniert. Aktuell habe ich nur zwei Zargen aufgesetzt. Das scheint mir erstmal genug für die Volksstärke. Oder soll ich gleich 3? Bienen sind ruhig und nehmen Flüssigfutter an. Flugloch verkleinert. Ab wann wird wieder gebrütet und ich kann Polleneintrag sehen? Was muss ich sonst jetzt noch beachten?
8-)
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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon zaunreiter » So 19. Mai 2013, 10:05

Das freut mich! Im Moment reichen zwei Zargen. Ruhe und Futter sind erst mal das Wichtigste. Wenn schon Pollen eingetragen wird, ist das schon ein gutes Zeichen. Bienen mit Altkönigin gehen gut ab - es macht Spaß ihnen zuzusehen. In ein paar Wochen kannst Du mal reinsehen und die erste Kontrolle machen.

Photos? :P
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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon Elias » So 19. Mai 2013, 11:21

Fotos kann ich nicht schuldig bleiben. Habe ich heute gemacht. Beide Völker tragen nach 3-5 Tagen nach Einschlagen Pollen ein. Leider habe ich noch keine professionelle Fluglocheinengung, so dass es zunächst der Schaumstoff sein muss.

Elias
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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon zaunreiter » So 19. Mai 2013, 11:54

Sieht gut aus. Danke für die Bilder. Schaumstoff ist gar nicht so schlecht. Noch ein Tipp: vor dem Flugloch das Gras/Grünzeug etwa einen Meter entfernen. Ich lege meist Pappkarton aus und streue grobe Holzhäcksel, Fichtennadeln oder Kies drauf. Sonst landen morgens die ersten Sammlerinnen im Gras und verklammen dort. Grade für kleine Völkchen macht das schon einen kleinen Unterschied. Außerdem brauchst Du dann nicht ständig vor dem Flugloch mit der Sense arbeiten. Das erhält auf Dauer den Frieden. ;)
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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon Elias » So 19. Mai 2013, 14:01

Gute Ideen. Werde ich tun. Das Problem ist, dass der Stand hangabwärts ist. Auf dem Bild ist es bisschen besser zu sehen. So hohes Gras wächst aktuell gar nicht.

DSC_0609.JPG

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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon mahagugu » Mo 20. Mai 2013, 06:55

Wozu muss man das Flugloch bei einem Kunstschwarm einhängen?
Da gibts ja nicht viel zu raubern und stark genug sollte er auch sein.

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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon zaunreiter » Mo 20. Mai 2013, 08:33

Das ist schon korrekt so, daß das Flugloch eingeengt wird, es gibt in diesem Stadium noch keine Fluglochwachen. Und überall, wo gefüttert wird, besteht Räubereigefahr. Und dann ist das Flugloch einzuengen. Andere Völker sind um diese Zeit stärker.
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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon sleipnir » Mo 20. Mai 2013, 09:09

Servus Elias,

Schaumstoff funktioniert tadellos, ich habe in meiner Kiste immer einen für Notfälle dabei.
Natürlich ein Abfall kein speziell gekaufter Schaumstoff dafür.

gruß

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als der größte Vorsatz.

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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon Elias » Mo 20. Mai 2013, 12:58

Servus,

ich hatte nach Einschlagen und Futtergabe die Fluglöcher noch nicht verengt. Und siehe da: Am nächsten Tag beim einen Volk unglaublicher Flugbetrieb, der so nicht sein konnte. Eindeutig Räuberei! Flugloch auf 1-2 Bienenbreiten und schon war nach kurzer Zeit Ruhe eingekehrt.

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Re: Erstbesiedlung geschafft

Beitragvon zaunreiter » Di 21. Mai 2013, 11:41

Elias hat geschrieben:... hangabwärts


Da mußt Du aufpassen. In solchen Senken fließt gerne kalte Luft ab. (Mikroklima.) Direkt ins bodennahe Flugloch. Wenn die kalte Luft dort unten in der Senke vielleicht auch nicht stehen bleibt (Abfluß vorhanden?), so werden die Beuten regelmäßig davon umspült.

Die Völker können aufgrund des Kleinklimas gegenüber dem oben stehenden Volk zurückbleiben. Die untere Zarge wird möglicherweise gemieden (hatte ich schon mal!) und sie sind anfälliger für Krankheiten.

Alles möglich. Einfach genau beobachten. Mit dem Smoker die Morgenluftbewegungen verfolgen, Thermometer anbringen und die Unterschiede oben/unten auf dem Grundstück messen.
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