Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Wie besiedele ich meinen ersten Warré-Bienenstock? Mit einem Schwarm? Ableger?
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Schlossimker
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Di 17. Mär 2020, 23:13

[quote="Deichkind"]Den Text habe ich nicht geschafft, zu lesen, mir ist dabei schwindelig geworden vor Verwirrung, ich bin nicht mehr mitgekommen. Die Bilder sehen aber schrecklich aus. Lass doch in der nächsten Saison den Kram mit dem Flüssigfutter im Winter. Alle raten davon ab und nun hast du vielleicht am eigenen Leib erlebt warum.[/quote]

Hallo Deichkind, ja, mit dem nicht voll funktionierendem Forum wo Bilder nicht innerhalb des Textes zu platzieren sind ist es schon schwer was übersichtliches zu machen, und motiviert auch nicht gerade. Daher nochmal den Aufbau wie er geändert wurde:
Winteraufbau:............................Frühjahrsaufbau:
Warredach.................................Warredach
Warrekissen 10cm........................Warrekissen 10cm
Zarge um Verhungerfütterer............Futterzarge (Winterfutter)
Rahmen des Verhungerfütterers.......Brutzarge
Brutzarge..................................Untergesetzte Zarge
Varroagitterrahmen......................Varroagitterrahmen
Warreboden...............................Warreboden

Da gibt es wohl ein Missverständnis - den Winter durch hab ich überhaupt nix gefüttert. Es sind oben in der Futterzarge noch 3/4 aller Zellen verdeckelt (Futter). Da bleibt viel für die Ableger übrig.

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Warreturm Winter.jpg
So ging der Turm durch den Winter
Futter-Brut-Untergesetzte Zarge.jpg
So sind die Zarge zwischen Warrekissen und Warreboden mit (Schlossimker) Varroarahmen jetzt angeordnet:
Oben die Futterzarge mit dem Winterfuttersirup
In der Mitte die Brutzarge (da ist rechts noch die Futtertasche mit Dämmfüllung drin)
Unten die untergesetzte Zarge mit Rähmchen und Halbrähmchen (War die Zarge um den Verhungerfütterer)
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Di 17. Mär 2020, 23:31

[QUOTE="zaunreiter"]Ein selbstgemachtes Problem führt zum nächsten Problem. ;) [/QUOTE]
Hallo Zaunreiter,
das ist jetzt etwas vielsagend. Vielleicht ist da sachlich eine konkrete Zeile mit Ursache > Wirkung entsprechend deiner Meinung machbar - wenn es die Zeit beim Basteln am Forum zu lässt. Sie wäre sehr willkommen und dann auch nachvollziehbar.

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PS: Sind unsere vielen Bilder und der Speicherplatz dafür Ursache für die Änderungen am Forum und damit für die jetzt bestehenden Probleme? Ich fange ja schon an, meine Bilder noch kleiner (Speicherplatz) zu machen.
PPS: Ich meine es ist ein Problem das beim Erstellen eines Beitrags und dem Speichern in der MySQL Datenbank entsteht - beim Abfragen der DB und präsentiern der "Fäden" gibt es aber ein weiteres Problem, den es werden viele leere Beiträge gezeigt.
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon biene0.1 » Mi 18. Mär 2020, 22:03

Hallo Schlossimker,
...
[quote="Schlossimker"][quote="biene0.1"]Mein Vorschlag ist, entweder die Abdeckbretter durch ein Mäuse sicheres Gitter zu ersetzen oder einen gut gedämmten Deckel zu bauen. Ich habe dicke Kissen und ein Pultdach mit Mäusegitter.
Die älteste Füllung geht jetzt in das 6. Jahr, war nie feucht und wurde nie ausgetauscht.
Also lass dir was einfallen...[/quote]
Hallo Biene0.1, ganz sicher werde ich mir was einfallen lassen und ggf. nächsten Winter bei dann mehreren Völkern verschiedene Ideen gegeneinander laufen lassen. Deine geschilderten Erfahrungen sind sehr motivierend. Habe dazu aber noch folgende Frage:
Gehen die seitlichen Bretter von deinen Pultdächern bis unterhalb der Stelle wo das bei Dir (insgesamt höhere) Kissen auf liegt. Oder liegt bei Dir die "Spalte" zwischen Zarge und Kissen, wo das Abdecktuch liegt auch (seitlich) "frei", wie bei mir, wenn ich mehr als das Kissen aufgelegt hab.
Das mit der Diffusionsfähigkeit der Abdeckbretter wurde im Forum schon thematisiert. Da hab ich bisher nur den (dortigen) Vorschlag von Zaunreiter umgesetzt und Nut&Federbretter weiter auseinander platziert. Das scheint aber nicht zu reichen. Gedämmt war eigentlich mehr als genug: 3cm Verhungerfüttererrahmen + 19cm Zarge um den Verhungerfütterer + 10cm Kissenzarge, also 32cm, alles mit Lärche/Douglasie Holzwolle (nicht Späne) locker aufgefüllt. Trotzdem scheint der Taupunkt am Abdecktuch gewesen zu sein. Das mit den Durchbrüchen im Abdeckbrett überlege ich mir grundsätzlich auch schon länger. Varroagitter stell ich mir da vor - würde aber keine Ameisen fern halten. Was mich sehr verwundert ist, dass mindestens die obersten 25cm Dämmung absolut trocken waren.

Das Abdecktuch ist bei mir Bettlaken (Westfälisches Haushaltstuch), gekauft vor mehr als 30 Jahren und ich denke, dass es Leinen ist (nicht geneicht, beige, ziemlich starr). Nur die Unterseite ist mit Mehlkleister bestrichen.
Dieses Abdecktuch hat sich als sehr anfällig erwiesen. Bei der im Foto oben ersichtlichen Futtertasche aus Buche hat sich der Schimmel auch vom Abdecktuch ins Holz "gearbeitet". Bei den daneben liegenden Oberträgern aus Douglasie war da nix "eingearbeitet" - die scheinen da resitenter zu sein. Meine dünnen Oberträger aus Buche aus diesem Jahr werden daher wohl nicht für die Überwinterung geeignet sein.

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... meine Kissen sind 150mm hoch und Rand voll befüllt.
Unten etwa 5cm mit Faulholz, darüber Sägegatterspäne auf 3mm ausgesiebt. Das deshalb, um die Lagerdichte zu verringern und mehr Luft (?) in die Späne-Schicht zu bekommen.
Bespannung und Auflagetuch ist Sackgewebe. Von Leinen (Baumwollgewebe) habe ich mich nach dem 1. Versuch verabschiedet.
Das Pultdach ist an den Seiten 200mm hoch. Somit reicht es 50mm über die unter dem Kissen stehende Zarge. Also, das aufgelegte Tuch ist verdeckt.

Die Schimmelbildung könnte auch an der Leerzarge mit Fütterer unter dem Kissen liegen. Diesen Leerraum musst Du entweder mit geknülltem Zeitungspapier ausstopfen oder diesen Raum am besten ganz vermeiden.
Ich habe zum Auflegen von Futterteig Rahmen aus Leisten 40 x 50mm gemacht und dort kommt das Futterpäckchen rein. Lücken werden ausgestopft.
Das Abdecktuch mit Loch liegt unter dem Futter. Ich denke da ist kein kalter Raum in dem es schimmelt.
Viel Erfolg wünscht
Harald
Warre-Beuten als Eigenbau,Bienenkugel als Eigenbau, Halbrähmchen.
Etwa 4 bis 6 Völker auf Bioflächen und extensiv genutzten blumenreichen Wiesen.

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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Schlossimker » Fr 20. Mär 2020, 00:26

Hallo Biene0.1,
danke dass du geschrieben hast, was bei dir funktioniert.
[quote="biene0.1"]...Bespannung und Auflagetuch ist Sackgewebe. Von Leinen (Baumwollgewebe) habe ich mich nach dem 1. Versuch verabschiedet...[/quote] Dein Sackgewebe scheint nicht die übliche Jute zu sein, wie es von den braunen Landwirtschaftlichen Kartoffelsäcken bekannt ist. Da hab ich bisher einen Bogen drum herum gemacht weil [url]https://de.wikipedia.org/wiki/Jute[/url]
[i]Gewinnung der Fasern: ...Vor dem Spinnen werden die Fasern in der Regel mit einem mineralölhaltigen Öl behandelt (sog. Batschen), um die Verarbeitung zu erleichtern. Dieses Verfahren wird aufgrund möglicher gesundheitlicher Schäden kritisiert.[8] Problematisch ist dieses Öl vor allem in technischen Anwendungen, z. B. in Automobilen als Türinnenverkleidungen, wogegen es in textilen Anwendungen während des Herstellungsprozesses überwiegend wieder ausgewaschen wird...
Eigenschaften: ...Sie lassen sich gut färben, sind jedoch sehr fäulnisanfällig und riechen streng....[/i]
Da gibt es noch weiße Getreidesäcke, da weiß ich nicht, was das für Material ist.
Meine Bettlaken haben leider kein Etikett, und bei meinem Imkeranzug hab ich auch erst vor kurzem gemerkt, dass es kein Leinen ist.
Bisher wurde bei mir nix angeknabbert, deshalb werde ich es auch mal ohne Mehlkleister versuchen (das auf dem verschimmelten Abdecktuch direkt aufliegende - gleiche, aber nicht mehlbekleisterte Tuch unter dem Verhungerfüttererrahmen - hatte wenige schwarze Schimmelflecken, die normaler Essig entfernt hat. Das Mehlbekleisterte Abdecktuch hatte dagegen beidseitig den fiesen grüngrauen Schimmel, der, wäre er trocken gewesen, viel Sporen verloren hätte.)

[quote="biene0.1"]...Die Schimmelbildung könnte auch an der Leerzarge mit Fütterer unter dem Kissen liegen. Diesen Leerraum musst Du entweder mit geknülltem Zeitungspapier ausstopfen oder diesen Raum am besten ganz vermeiden.[/quote]
Diese "Leerzarge" war genauso mit Holzwolle gefüllt, sogar der "Dom" für ein Futterglas war mit in Leinen eingelegter Holzwolle gefüllt - es gab keinen Leerraum.

Derzeit habe ich unter das Abdeckbrett im Dach in den Ecken 1cm starke Leistenstücke geschraubt, damit von Oberkante Kissen zum übergestülpten Dachrahmen ein zusätzlicher Spalt entsteht - das war schnell gemacht. Außerdem ist das neue Abdecktuch jetzt auch seitlich vom übergestülpten Dachrahmen verdeckt.

Insgesammt meine ich, das der gesamte Schichtaufbau vom Abdecktuch bis zur freien Konvektion unter den Dachbrettern stimmen muss. Da muss ich vielleicht mal U-Wert.net nachechnen lassen. Warre hat da ja nicht so viel im Buch geschrieben wenn ich mich richtig erinnere. Das wesentliche war der Mehlkleister gegen das Durchnagen. Schimmel war früher nicht so ein Thema, möglicherweise war er mit dem austauschen des Abdecktuchs nach dem Winter zufrieden.

- Daneben bestand bei meinem Aufbau ja die Möglichkeit, das Schlagregen und "Fassadenwasser" tatsächlich so stark angefallen sind, dass beides kapillar eingesaugt wurde, obwohl ich breitere Zargenwände hab, und das Abdecktuch nur bis etwa zu Mitte der Zargenwand abgeschnitten ist. Das würde dann aber auch den "Spalt" zwischen Brutzarge und Winterfutter in der Honigzarge (=Futterzarge, aber ich hab gelernt sie klarer zu bezeichnen)
- Oder es ist einfach mehr Feuchtigkeit entstanden - war seit etwa Weihnachten an Kondenswasser an den Glasfenstern zu sehen - als der Schichtaufbau abtransportieren kann.
- Oder meine Holzwolle ist nicht fähig für ausreichend Diffusion zu sorgen - das wäre schade, den selbst im nassen Bereich war nicht mal eine Handvoll etwas schwarz geschimmelt.

Die vermeintlich einfachste Lösung - offener Gitterboden - werde ich sicher nicht wählen, dafür war die Überwinterung des kleinen Volkes bei geschlossenem Boden und kleinem Flugloch viel zu Bienenschonend. Das Volk scheint sich gerade sehr gut zu entwickeln und ich hoffe Zaunreiters Hinweis aus dem letzten Sommer zum Umweiseln ist nicht erforderlich, weil die "kost nix" Ersatzkönigin doch was taugt. Pollen haben sie ihr diese Woche genug rein geschafft.

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Der Plan...

Beitragvon Schlossimker » Mi 13. Mai 2020, 00:51

Der Plan für 2020 war, das einzige Volk erst mal zu vermehren:
- Dazu hatte ich zum Auswintern - wegen Corona - etwas früher, Mitte März, eine Zarge mit Halbrähmchen und Anfangsstreifen untergesetzt, sowie die Dämmung/Einengung über den Winter - doppelte Futtertasche oben im Honigraum (mit dem drin gelassenem Winterfutter), gefüllt mit Holzspänen, durch Leerrähmchen mit Anfangsstreifen, ersetzt.
- Die doppelte Futtertasche im Brutraum wollte ich erst ersetzen, wenn Nachschaffung möglich wäre (verdeckelte Drohnenzellen durch das Fenster zu sehen sind), da dazu die sicher zusammengebauten Zargen zu trennen sind.
- Dann sollten die Bienen die untergesetzte Zarge mit ausbauen, und sich das Brutnest dort hinunter ausdehnen. Damit ich gleich sehe, wie das Untersetzen nach Warre funzt. Mit der neu ausgebauten und bebrüteten Zarge und dem vorherigen Brutraum wollte ich dann bei den ersten bestifteten Weiselzellen Volk, Brutwaben und Futterwaben zerlegen und - je nach dann vorhandener Bienenmasse - auf 4-5 Ableger aufteilen.

Die verdeckelte Drohnenbrut hatte ich Mitte April gesehen und am 17. April mit dem Frauenmörder und einem eingesteckten Stockmeisel Brutraum vom Honigraum mit dem Winterfutter getrennt - das ging super gut. Die Kippkontrolle ergab dann, das die Bienen bei Rauch oben, also vorne raus quellen und außen herum wieder zurück kommen und keine Weiselzellen zu sehen waren. Nach dem Entfernen der doppelten gefüllten Futtertasche (Wabenplatz 8 + 9) aus dem Brutraum hab ich die Randwabe (Wabenplatz 7) mit verdeckelten Futter und innenseitig etwas verdeckelter Drohnenbrut heraus geschnitten und die Wabe 6 gesehen. Fast ganz bis zum Rand mit verdeckelter Brut, innen Arbeiterinnen, außen etwas Drohnenbrut, in der Mitte 3cm Durchmesser leere (geschlüpft) Arbeiterinnenzellen. Fast keine leeren Zellen sonst im Brutfeld. Ich war so begeistert, das ich mir gedacht hab, da brauchst nicht weiter raus schneiden und schauen, das passt bestens, da kannst höchstens selber was kaputt machen (die Kö). Hab zwei Halbrähmchen mit Anfangsstreifen rein gesetzt an 7 + 8 und die Futterwabe mit den wenigen Drohnen ganz nach außen.

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Was wieder alles gebaut werden musste...

Beitragvon Schlossimker » Mi 13. Mai 2020, 01:28

Hallo, was für 2020 noch alles gebaut werden musste:

[attachment=9]_Freischneider.jpg[/attachment]

[attachment=8]_Zargentrenner.jpg[/attachment]

[attachment=7]_Schatztruhe.jpg[/attachment]

[attachment=6]_Salweide.jpg[/attachment]

[attachment=5]_Beutenbockfüsse.jpg[/attachment]

[attachment=4]_Erdbohrer.jpg[/attachment]

[attachment=3]_Wabenhalter.jpg[/attachment]

[attachment=2]_Boden mit Mäuseschutzkeil.jpg[/attachment]

[attachment=1]_Erdschrauben mit Kasten.jpg[/attachment]

[attachment=0]_Zargentauchen.jpg[/attachment]

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_Zargentauchen.jpg
Eine Wanne aus Folie und Brettern zum Tränken der Außen- und Stirnseiten meiner Zargen mit Leinöl, weil ich zum Streichen zu faul bin. Und einige andere Schablonen zum Zusammenschrauben von Rähmchen, zum passgenauen Bohren der Löcher für die Verschlüsse meiner Fensterdeckel...
_Erdschrauben mit Kasten.jpg
Auf 60-80cm verlängerte "Holzschrauben" mit dazwischen geschweißten Wasserleitungsrohr und verliersicher eingebauter Beilegscheibe zum Festschrauben des Wanderstandes im Boden (unter den Linden), durch ein Loch im einfachen Warreboden und durch den darunter gesetzten Bierkasten. Jetzt fehlt nur nach der Adapter vom Akkuschrauber zur Nuss für den Schraubenkopf.
_Boden mit Mäuseschutzkeil.jpg
Einfache Warreböden, die ich zukünftig auf Bierkästen bei Wanderständen mit her nehmen kann. Die haben einen integrierten Mäuseschutz. Das Flugbrett hat dazu vor der Montage einen 3mm tiefen (Quer)Schnitt im Bereich des Flugkeils erhalten, in das ein 3mm Edelstahstab eingeleimt wurde. Der Fluglochkeil selbst ist aus Eichenholz und hat einen 3mm breiten und 10mm tiefen Längsschnitt (einfacher Kreissägenschnitt) bekommen. Dort wird zum Schluss auch ein 3mm Edelstahstab eingeleimt, dass er in den beiden Fluglochstellungen einen 7mm hohen Spalt zum im Flugbrett eingeleimten ergibt. Da haben die Mäuse lange was zu knabbern. Mit ordinären Mäusegittern will ich meine Beuten nicht verschandeln - wenn ich es wie bei diesen Böden eleganter lösen kann (Bester, teurer Honig aus schönen Bienenwohnungen, wo auch der Honigkäufer ein gutes Gefühl haben wird).
_Wabenhalter.jpg
Einen Wabenhalter zum Einhängen an der Zarge. Hab ich aber noch nicht benützt, da warte ich besser erst mal auf den Sommer mit 30°C.
_Erdbohrer.jpg
Zum Bohren der Löcher für die Füße der Beutenböcke hab ich einen Erdbohrer geschweißt, ebenfalls aus alten Verzinkten Wasserleitungsrohren. Der funktioniert gut, solange der Boden nicht wegen Wassermangel steinhart ist. Ansonsten hilft ein 60cm langer Steinbohrer mit 10mm Durchmesser (wie es ihn gelegentlich im Set bei Aldi, Lidl... gibt) im Akkuschrauber zum Vorbohren. Die mit dem Erdbohrer bei Trockenheit angefangenen Löcher mit Wasser auffüllen und für diesen Tag Feierabend machen...
_Beutenbockfüsse.jpg
Ich hab meine Beutenböcke gerne so, dass ich darunter das Gras schneiden kann, damit der Boden dort schneller abtrocknet. Beim Arbeiten an den Bienen will ich nicht mit den Füssen ständig gegen den Beutenbock stoßen. Deshalb scheidet eine Palette als Unterbau bei meinem Dauerstand aus. Meine zusammen gebauten Rahmen aus alten Balken (Dachsparren, etc...) stelle ich auf Füße aus alten verzinkten Wasserleitungsrohren. Die werden in den Rahmen geschraubt und im Boden in je ein Loch mit etwa 14cm Durchmesser ein betoniert - das macht mein Honigdieb mit Freude.
_Salweide.jpg
Die männlichen Salweiden hab ich nach dem Abblühen sehr einfach gesteckt, indem ich in den Akkuschrauber einen etwa 60cm langen Steinbohrer mit 10mm Durchmesser (wie es ihn gelegentlich im Set bei Aldi, Lidl... gibt) eingespannt hab. Mit dem hab ich Löcher gebohrt und die Salweidenrute gleich nach dem herausziehen des Bohrers bis zum Anschlag eingeschoben. Das geht fix und dort wo es ausreichend Feucht ist (Bach- und Teichufer) sind sie schon angewachsen und haben Blätter. Es werden aber nicht alle was, und ich hab auch keine Ahnung mehr, wo ich noch überall gesteckt hab. Daher "viel hilft viel".
_Schatztruhe.jpg
Eine Schatztruhe für Honigpiraten
_Zargentrenner.jpg
Man kann sich ja heut zu Tage nicht mit einem Messer mit 25cm Klingenlänge auf der Straße vom Auge des Gesetzes erwischen lassen. Deswegen hab ich den Frauenmörder gebaut. Der ist auf dem Weg zu den Bienen etwas unverfänglicher. Besteht aus ca. 80cm Edelstahldraht, 1mm Durchmesser, 2 längs durch gebohrte Aststücke von der Haselnuss als Griffe. Die werden beide auf den Draht geschoben. Auf beide Drahtenden wird dann noch je eine Lüsterklemme (deren Kunststoffumhüllung) zur Verringerung des Durchmessers entfernt wurden, geschoben, das der Draht etwa 1,5cm über steht. Die Lüsterklemmen werden in der Position fest verschraubt, und zur Sicherung das überstehende Drahtende zurück gebogen. Dann die Klemmen in die vorher von passendem Durchmesser gebohrten Löcher durch die Aststücke eingeschlagen, so dass sie drin verklemmen. Man kann die beiden Löcher von außen mit Holzleim Füllen.
_Freischneider.jpg
Das Eisen zum Freischneiden der Stabilbauwaben hatte ich letztes Jahr schon aus 3mm Edelstahl gebaut. Diese Jahr hab ich noch die beiden roten Markierungen mit Klebeband/Schrumpfschlauch angebracht (zum genaueren Erkennen wann sich der Schneidbügel unten an der Zarge im Beespace zwischen den Zargen befinden muss, und zum Erkennen wie der Schneidbügel bei eingeführten Freischneider steht). Mit einem Brotmesser, etc. will ich den Waben nicht zu Leibe rücken - da haben die neugierigen Bienen ja keine Chance. Außerdem drehe ich sonst auch nicht die Garage um, wenn ich ein Auto raus fahren will...
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Was ich fast noch vergessen hätte

Beitragvon Schlossimker » Mi 13. Mai 2020, 01:35

Und auch noch in 2020 ausprobiert werden musste:

[attachment=0]_Sonnenbeheizte Bienentränke zum Auswintern.jpg[/attachment]

@Zaunreiter:
Gerade in diesen schweren Tagen, in denen uns wenigen älteren die Wünsche der Konsum- und Spaßgesellschaft und der Freiheitsliebenden das Leben kosten können, sollten wir bedenken, dass der liebe Gott für uns alle da ist. Überdenke bitte deine Standardantwort, vielleicht anstelle „OMG“ besser „ADLG“ - Danke ;-)

Schlossimker - ein Kaiserfranke.
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_Sonnenbeheizte Bienentränke zum Auswintern.jpg
Eine Sonnenbeheizte Bienentränke zum Auswintern. Hab ich etwa 40m entfernt aufgestellt. Die Bienen sind aber lieber an den kleinen Bach mit den bestimmt ausgewaschenen Pestiziden gegangen. Dabei war mein Wasser jeden Nachmittag wieder schön lauwarm. Nicht mal als die Schlehe dahinter geblüht hat, haben sie das Wasser bemerkt. Er steht auf einen Pfahl in 1,5m Höhe vor Hunden sicher.
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Die Planänderung...

Beitragvon Schlossimker » Mi 13. Mai 2020, 01:37

Die Idee von der Planänderung:
Warum eigentlich, wenn in der Schule nebenan wegen Corona dieses Jahr keine Kinder sind, das nicht gleich mal aus probieren wie das mit dem Schwarm ist. Zeit zum Einfangen würde sich durch Corona auch leichter ergeben. Seifertsches Schwarmfangrohr mit aufgeschraubter Schüssel hab ich schon seit letztem Jahr. Und das wöchentliche Auseinanderreißen könnte ich mir dann auch sparen. So wird es gemacht!

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Die Bienen machen ihr eigenes Ding...

Beitragvon Schlossimker » Mi 13. Mai 2020, 01:44

Naja,
am 3. Mai hatte ich endlich durch das Fenster durch die Traube, die schon halb in die dritte untere Zarge durch hängt gesehen, das gelegentlich weiße Flecken von Wabenmaterial zu sehen sind. Sie bauen endlich unten aus. Also wird es doch noch etwas mit vielen Brutwaben zum Aufteilen auf starke Ableger. Doch was ist das? Sie bauen eine Wabe in der Zarge links vorne, und die andere rechts hinten, und sonst nix. Das sieht aber doch etwas danach aus, dass da schon zwei Teile nicht mehr zusammen arbeiten? Dabei hat die Traube am 4.Mai Abends schon so komisch zum Flugloch in der fast nicht ausgebauten Zarge herunter gehangen...
Besser mal die nächsten Tage mittags mal vorbei schauen.

Am 7. Mai hatte ich da aber wichtigeres zu tun - das müssen sie gewusst haben. Als ich um 1500 endlich vorbei kam, war schon so wenig Flugbetrieb zu sehen, da muss gehandelt worden sein, da wurden Nägel mit Köpfen gemacht. Der Blick durch die Fenster zeigte, das die Traube unten nicht mehr da war und sich in den anderen beiden Zargen die Bienen sich auch nicht mehr so eng drängten. Da hab ich schon mal angefangen die hohen Eichen hinter dem Bienenstand hoch zu schauen und angefangen zu suchen - nix, auch an den Kirschbäumen zur Grundschule nix.

Als ich zurück nach Hause wollte um das E-Bike zum suchen zu holen wurde ich schon von der anderen Seite der Wiese aus 80m gerufen. Dort hatten die Kinder im Bach gespielt, als plötzlich ein Haselnussbusch laut geworden sei. Das war perfekt, sie hingen in 3m Höhe. Bei meiner Frau wurde auch schon angerufen als ich gerade Schwarmfangrohr, -Sack und Wassersprüher geholt habe. Unser großer kleiner war auch schon informiert und ist gleich mit gekommen. Meine Frau mit dem kleinen kleinen hinterher. Die Bienen waren noch vom Boden aus nass zu spritzen, die Schwarmfangeinrichtung war schnell zusammengesteckt, doch ein Stock fehlte. Nachbarn haben einen Besen gebracht. Mit dem Rohr und dem aufgesteckten/verschraubten 40cm Trichter (Plastikschüssel ohne Boden) unter der Bienentraube hab ich mit dem Besen gegen den Haselnussast geschlagen. Und die Bienentraube fiel gnadenlos, an dem Trichter vorbei in das Gras, 1m neben der Böschung des Bachs, weil der windige Ast nachgegeben hat, sich die Bienen ne Sekunde zu lang festhalten konnten, und ich von unten auf die Seite vom Ast geschlagen hab. Eine kleine Traube hing noch, die hat sich die nächsten Minuten wieder vergrößert, also war die Kö noch oben. Aber die meisten Bienen lagen nass im Gras - wenigstens in der Sonne und nicht im Bach. Aber das wird dauern. Genug Zeit um die Bewachung ein zu teilen und Zuhause alles für eine neue Beute und einen leeren Bierkasten ins Auto zu laden und wieder an zu rücken. Das hat etwas gedauert und so war der Schwarm schon verschachert. Unser großer kleiner hat mit meiner Frau schon vereinbart, das es seine Bienen werden - 6 Jahre alt. Weil "dem Papa sind sie davon geflogen, jetzt gehören sie mir...". Boah, das beste Stück von einem Jahr Bienenarbeit schon wieder weg. Da war das Aufbauen der Beute zum Einschlagen vor Ort nicht mehr so freudig.

Die Bienen waren aus dem Gras schon wieder hoch geflogen und in der Traube. Also noch mal nass machen, diesmal den Besen umgedreht (mit dem Stiel nach unten) im Ast neben den Bienen vorsichtig eingehängt, das Rohr mit Trichter wieder darunter gehalten und mehrmals ruckartig den Besen nach unten gezogen. Endlich, die Weiber sind im Sack. Der Ast war leer. Nach etwa 10 Min. hat sich noch mal ne kleine Traube dort gebildet, die genauso dazu in den Sack kam. Dann hab ich den Sack mit dem verschlossenem Rohr über den Buggy des kleinen kleinen gelehnt, dass der Sack in der Luft, und hinter dem Buggy im Schatten hing. Der kleine kleine musste dazu in den Manduca und die Mama reiten. Den Ast hab ich wieder mit dem Besen geangelt, herunter gezogen, und den Zweigt der noch nach Königin riechen musste abgebrochen und diese Bienen schon mal in die Beute geschüttelt um den leeren Zweig im sandigen Schotter zu zertreten. Den Schwarmfangsack hab ich oben zu gebunden, vom Rohr abgenommen, unten auf gebunden und in den leeren Zweizarger geschüttelt, oben komplett Halbrähmchen eingelegt und zu gemacht. Da war es gerade halb sechs, und es war mir zu spät um mein Einlaufbrett noch auszuprobieren - besser die Katze im Sack, als die Taube am Dach. Um 1900 verschwindet die Sonne im Tal und dann wurde es die letzten Tage noch klamm. Etliche Bienen sterzelten oder saßen vorn an der Beute - ok, das sieht gut aus, Frau kann schon mal nach Hause und das Abendessen her richten. Die anderen Zuschauer trollten sich auch, doch es kamen noch zwei Mütter mit Kinderwägen des Weges und blieben hinter der Beute stehen, als ich entspannt an der Seite meines Busses lehnte. Zu denen sagte ich, immer noch in Imkerhose und -jacke, ohne Schleier: "Tja, was soll ich ihnen sagen - mir sind meine Weiber davon gelaufen". Erst mal betretene Blicke und dann: "Sind da etwa BIENEN drin...".
Dann bin ich erst mal zum Abendessen gegangen. Um 2000 waren alle drin und ich hab sie durch die Wiese zurück auf den neuen Beutenbock getragen.

rase hat ja schon am Montag davor gesagt, dass man nach den Regentagen kontrollieren muss - ich bin erst in der Nacht zu Freitag dazu gekommen es zu schauen. Um nach rase jetzt rückwärts zu schließen - ich bin jetzt Imker ;-)

Das mit den Schwärmen und der Grundschule neben meinem Stand wird wohl kein Problem werden – es war nicht so wie bei Alfreds „Die Vögel“. Das Einfangen ist auch ziemlich leicht, solang sie sich nicht die hohen Eichen hinter dem Stand wählen. Die Mutti aus dem Legen so ja nicht so hoch fliegen wollen...

Soderla, die erste Besiedelung ist abgeschlossen, weiter geht es hier [url]http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=66&t=1748#p24517[/url]

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[attachment=0]_Schwarm.jpg[/attachment]
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Deichkind
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Re: Mein Anfang als Imker mit einem Kunstschwarm

Beitragvon Deichkind » Mi 13. Mai 2020, 17:55

Ehre wem Ehre gebührt, handwerklich hast du echt was drauf. :clap:
Volk 1.1.Schwarmzellableger 3
Volk 2 Schwarm 05/19, F1 Belegstelle Friedrichskoog 07/20
Volk3.1 Schwarmzellenableger 05/2020 aus 3 (Schwarm 6/19)
Volk 4 Flugling aus 2 + 2020er Jungkönigin aus 3
Volk 5 Schwarm 30.5.20
Volk 7 Schwarmzellableger aus 3,5/20


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