Erste Besiedlung Warré steht bevor - einige Tipps wären hilfreich

Wie besiedele ich meinen ersten Warré-Bienenstock? Mit einem Schwarm? Ableger?
pesamiku
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Re: Erste Besiedlung Warré steht bevor - einige Tipps wären hilfreich

Beitragvon pesamiku » Mo 2. Mai 2016, 21:30

zaunreiter hat geschrieben:Viel zu umständlich, viel zu fehleranfällig, viel zu bienenungerecht.

Am besten ist ein sauberer Schnitt.


Und wie sollte dieser saubere Schnitt aussehen?

Und warum sollte die von mir vorgeschlagene Vorgangsweise ein Gematsche sein.

Ich wäre sehr dankbar für die eine oder andere praktische Handlungsanweisung.

lg

Michael

Bones
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Re: Erste Besiedlung Warré steht bevor - einige Tipps wären hilfreich

Beitragvon Bones » Mo 2. Mai 2016, 22:55

Mit sauberer Schnitt ist ein Natur- oder Kunstschwarm gemeint. Du kannst natürlich auch alle Bienen der Beute / Ableger in die Warre abkehren - wird auch im Buch empfohlen.
Zu meiner Erfahrung:
Mein Ableger war 6 Waben Zander, somit schmäler aber länger als die Warre Beute. Adapterplatte angefertigt und Warre mit 2 überlangen Mittelwänden als Aufstiegshilfe. Überlang deshalb da die Adapterplatte 2cm stark war...
Hat bei sehr guter Tracht (viele Obstbäume) 2 Wochen gedauert bis ausgebaut war.
Von unten verräuchert - etwas gewartet - Warre Zarge abgenommen und auf den Platz des Ablegers gestellt - musste aber vorher die überlangen Waben kürzen (deshalb das Gematsche)... Ableger verstellt und durchgesehen ob ich noch die Königin finde. Ist nicht immer einfach, vor allem als Anfänger - auch wenn sie gezeichnet ist. Hab sie bei 2maliger Durchsicht nicht gefunden - was aber nicht heißt das ich sie übersehen habe. Deshalb etwas junge Brut geschnitten (noch mal Gematsche) und in die 2. Zarge gehängt.

Ist die Königin nicht dabei machen sie aus der jungen Brut (Eier) eine Nachschaffungszelle - Bis dann aber die ersten ersten Eier gelegt werden dauert es ca. 26 Tage + 21 Tage bis zu den ersten Arbeiterinnen!! In der Zeit sterben viele Altbienen das Volk wird ganz schwach oder stirbt!

Nach 1 Woche hatte ich Gewissheit - keine Anzeichen für Weisellosigkeit - keine Nachschaffungszellen aber junge Brut = Königin

Beim Schwarm hast eine (begattete) Königin dabei - die startet schon nach ein paar Tagen mit Eier legen. Musst auch keine Waben schneiden, etc...

Werde in Zukunft nur noch mit Schwarm neu besiedeln!

LG Michael

pesamiku
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Re: Erste Besiedlung Warré steht bevor - einige Tipps wären hilfreich

Beitragvon pesamiku » Di 3. Mai 2016, 12:44

Hallo und danke für die vielen wertvollen Ratschläge.

Habe mittlerweile so wie am 15. April hier im Forum geschildert eine Warré-Zarge aufgesetzt - diese wird gut angenommen, ist ca. zur Hälfte ausgebaut, werde nächste Woche (denke ich aus heutiger Sicht) um eine weitere Zarge erweitern.

Dazu ist noch die Philosophie-Frage offen: soll ich auf- oder untersetzen - habt ihr Tipps dazu?

Und was haltet ihr von der schon geschilderten weiteren Vorgangsweise (immer unter der Voraussetzung dass die weiteren Warré-Zargen gut ausgebaut werden):
- nachdem zwei Warré-Zargen voll ausgebaut sind Königin käfigen und in Warré-Zarge umsiedeln
- Absperrgitter zwischen unterster (Rähmchen-) Zarge und Warré-Zarge
- Bienen aus noch bestehender Brut aus unterster (Rähmchen-) Zarge müssten in spätestens drei Wochen alle in den Warré-Zargen oberhalb des Absperrgitters sein
- dann kann die unterste (Rähmchen-) Zarge aufgelöst (eingeschmolzen) werden, die Übersiedlung auf Warré ist komplett.

Kann das so funktionieren?
Und was mache ich wenn ich die Königin nicht wie geplant finde und übersiedeln kann? Wie kann ich sicher gehen dass Sie am Ende oben in den Warré-Zargen ist?

Danke im Voraus für eure Sichtweisen!

lg

Michael


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