Bienenbiologie: Sammelthread

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon zaunreiter » Sa 2. Mai 2015, 09:53

Brutentwicklung bei der Honigbiene - PDF-Datei mit vielen Photos.
http://www.apis-mellifera-mellifera.de/ ... biene1.pdf
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
Caro
Beiträge: 161
Registriert: So 2. Jun 2013, 01:11
Wohnort: Berlin-Hermsdorf

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon Caro » Sa 2. Mai 2015, 23:42

Vielen Dank, zaunreiter, für den letzten Link bzgl. Brutentwicklung der Honigbiene. Anhand der verschieden großen Maden in den Fotos hat man einen Anhaltspunkt für die Zeitabschätzung für die Brut. Ich finde es sehr hilfreich. Grüße Caro

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon zaunreiter » So 3. Mai 2015, 23:01

Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Friedrich

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon Friedrich » Mo 4. Mai 2015, 11:06

Das sind ja phantastische Filmaufnahmen von der Metamorphose der Bienen, inklusive Varroamilbe in der Zelle !
Danke !
Beste Grüße
Friedrich

Benutzeravatar
Rumpel
Beiträge: 2374
Registriert: So 10. Feb 2013, 15:08
Wohnort: 707 m ü. NN

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon Rumpel » Sa 16. Mai 2015, 08:15

Bunter Honig,
http://www.sueddeutsche.de/wissen/ungew ... -1.1488200
Habe was im Fernsehen mitbekommen lief leider schon. :?
In NY. haben sie einen Bienenstock gefunden der war voll mit Frostschutzmittel, also lutschen Bienen das zB. nach Unfällen von der Straße.
Hmmm..... lecker Stadthonig, bunten haben sie auch gefunden, da an jeder Ecke eine Süßkrambude steht mit Abfalleimern.
Wenn ich raus finde ob es da was zum anschauen gibt, mach ich dann einen Link. :)
LG. Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

auberg
Beiträge: 38
Registriert: So 31. Aug 2014, 17:28

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon auberg » Sa 16. Mai 2015, 10:05

Rumpel hat geschrieben:Hmmm..... lecker Stadthonig


Nanana. New York (City) ist, wenn ich mich recht erinnere, abseits der Parks nahezu baum- und strauchfrei. Das trifft auf keine mir bekannte deutsche (Groß-)Stadt zu. Und die im SZ-Artikel erwähnte Biogasanlage steht in der Nähe von Ribeauville, einem Häuserensemble, das nicht einmal 5000 Einwohner beherbergt, mit anderen Worten: Mitten im Grünen in der Nachbarschaft eines größeren Dorfes.

Und Honig ist das Ganze - zumindest nach Deutscher Honigverordnung - ohnehin nicht.

Allerdings wünsche ich mir, dass die Stadtimkervereine, anstatt in maximal einjährigen Einsteigerschulungen jedes Jahr eine weitere Generation Neuimker zu produzieren, mehr in die Tiefe schulen und Fragen der Stadtbienenhaltung beschäftigen würden.

Benutzeravatar
Rumpel
Beiträge: 2374
Registriert: So 10. Feb 2013, 15:08
Wohnort: 707 m ü. NN

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon Rumpel » Sa 16. Mai 2015, 10:16

http://www.zdf.de/ZDF/zdfportal/program ... Dispatch=1
Ab min. 8,15
LG. Jörn
Mich verwundert mehr das der ganze Krempel durch die Bienen durchgeht. ;)
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

Benutzeravatar
Rumpel
Beiträge: 2374
Registriert: So 10. Feb 2013, 15:08
Wohnort: 707 m ü. NN

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon Rumpel » Do 30. Jul 2015, 19:44

Auf Nähragar wach-sen Bakterien in der Petrischale
und bilden einen Hof um ein Plättchen mit Propolis.

Interessant wie die das Propolis meiden, Temperaturverlauf bei verschiedenen Deckeln.
http://bienenag.kieler-gelehrtenschule.de/propolis.html
http://bienenag.kieler-gelehrtenschule. ... klima.html
LG. Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon zaunreiter » Di 18. Aug 2015, 18:35

Zur Lebenserwartung eines Bien:

The primary finding is that founder colonies exhibit a significantly lower survivorship during both the summer (P<0.02) and the winter (P< 0.001) relative to established colonies. This survivorship difference is especially large for the winter. The annual survivorship probabilities, calculated as the product of the probabilities of summer and winter survival, are P=0.24 for founder colonies and P=0.78 for established colonies. (*)

Bedeutet: In der Natur (es wurden wilde Bienenvölker in Zeiten vor der der Varroa untersucht) gehen 75-80 % der Schwärme ein. Von den bereits etablierten Völkern, die also schon Wabenbau, Vorräte und so weiter haben, gehen 20 Prozent. (In Überlebensraten ausgedrückt: 0,78 der etablierten Völker und 0,24 der Schwärme überleben.)

Seeley hat daraus in seiner Arbeit abgeleitet, daß jedes überwinterte Bienenvolk jedes Jahr mindestens einen Schwarm (genauer: 0,92 Schwärme) abgeben muß, um eine stabile Population an Bienenvölkern aufzubauen.

Ableitung: 1 minus Überlebensrate der überwinterten Völker geteilt durch Überlebensrate der Schwärme ist gleich benötigte Ersatzrate für eine stabile Bienenpopulation

Die oben gezeigten Werte eingesetzt, ergibt das: (1 - 0,78)/0,24 = 0,92 Schwärme pro Volk und Jahr.

Aus den Funden ergibt sich auch die durchschnittliche Lebenserwartung eines Biens in der Natur: 2,1 Jahre.
(Die Lebenserwartung der Völker, die das erste Jahr überlebt haben, beträgt unter den gleichen Annahmen, aber ohne die Verluste im ersten Jahr gerechnet: 5,6 Jahre.)

Aber:
The nearly annual queen change calculated above supports this assumption for it predicts that most established colonies will be headed by queens less than one year old.

Bedeutet: Um eine stabile Population an Bienenvölker in der Natur aufrecht zu erhalten, muß das Volk jedes Jahr einmal schwärmen. Mit dem Schwarm wird die alte Königin abgestoßen. Jedes Jahr. Das Volk wechselt also jährlich die Königin aus.


*)
Life History Strategy of the Honey Bee, Apis mellifera
Thomas D. Seeley
Oecologia (Berl.) 32, 109-118 (1978)
http://download.springer.com/static/pdf/967/art%253A10.1007%252FBF00344695.pdf?auth66=1421311699_ab1d137f8c0177e257bc967080cff946&ext=.pdf
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenbiologie: Sammelthread

Beitragvon zaunreiter » Sa 17. Okt 2015, 08:33

Kapitel 2, Unterkapitel: Rähmchenabstand

(Zitat)
"Ein weiterer Vorteil der großen Bruträume, die wir nach dem Beispiel von Quinby übernahmen, finden wir in dem größeren Abstand der Rähmchen zueinander. Quinby ordnete seine Rähmchen in 1 1/2 Zoll (Anmerkung: 38,1 mm) von Wabenmitte zur Wabenmitte an. Er folgte damit den alten Imkern wie zum Beispiel Dzierzon, und dachte, damit den richtigen Abstand zu verwenden.

Langstroth verwendete einen Wabenabstand etwas über 1,5 Zoll (34,9 mm) und dachte ebenfalls, daß das richtig ist.

Die Beutenhersteller in den USA übernahmen den Abstand der Rähmchen mit genau 1 3/8 Zoll, ohne die Angelegenheit näher zu hinterfragen. Sie hatten gute Autoritäten hinter sich, da zum Beispiel Berlepsch, einer der Wortführer der Mitte des 19. Jahrhunderts, behauptete, dass dieser Abstand der Abstand ist, der von den Bienen eingehalten wird.

Mit der Übernahme der Quinby-Beute übernahmen wir auch seinen Wabenabstand. Bei Diskussionen zu dieser Angelegenheit wurde oft auch den natürlichen Wabenabstand verwiesen, bei dem wir feststellen müssen, dass die Bienen alle möglichen Abstände Bau ihrer Waben verwenden, von einem bis zwei Zoll oder mehr, von Mitte zu Mitte. Alles dabei. Jedoch streben sie stets für die Arbeiterinnen-Brutwaben einen Abstand von einem halben Zoll zueinander an, was in etwa der 1 3/8 Zoll (35 mm) Abstand von Mitte zu Mitte ist.

[...] Argument der Befürworter des 35 mm-Abstandes. [...]

Das ist ein gutes Argument, aber es funktioniert nicht gut in der Praxis der großen Waben. Wenn die Brutzeit im Sommer endet, lagern die Bienen, die auf einem Wabenabstand von 38 mm leben, mehr Honig in jede Brutwabe, da gibt es mehr Raum und sie brauchen dann nicht die Zellen bis auf die genaue Länge der Bienenpuppe halten, wie während der Brutzeit. So wird die Wabe verdickt, oder zumindest ein Teil davon, mit Honig gefüllt. Es bleibt nur die notwendige Raum, um die Bienen passieren zu lassen. Daraus ergibt sich eine größere Menge von Honig als in niedrigen Waben; die Bienen trauben sich dort in größerer Zahl und überstehen somit den Winter besser. Sie sind leistungsfähiger im Frühjahr und durchlaufen den Kreislauf des Jahres mit mehr Erfolg.

Die obige Theorie wird durch Fakten gestützt. Bienen in großen, tiefen Brutzargen, mit dem weiten Wabenabstand, sind stärker, wintern besser aus, gewinnen schneller an Stärke als diejenigen in niedrigen Waben, wenn alle anderen Bedingungen gleich sind. Der Leser wird sich erinnern, daß diese Tatsachen erst in der Praxis gefunden wurden, bevor wir versuchten, sie durch eine Theorie zu erklären. Keine Theorie ist stark, wenn sie nicht durch die Tatsachen der Erfahrung bestätigt wird. Die Erfahrung muss auch in ausreichendem Umfang gesichert werden, um mögliche Ausnahmen als solche zu erkennen.

Die Prüfung dieser Angelegenheit bei hunderten Völkern, an separaten Bienenständen, wobei die Völker in gleicher Weise behandelt wurden, lässt aber wenig Raum für Zweifel an der Richtigkeit der Theorie. Bei lediglich einem halben Dutzend Völkern, würden andere Bedingungen das Ergebnis zu ändern.

Der weite Abstand der Waben hat auch einen gewissen Einfluss auf das Schwwarmverhalten. Dies wird in einem anderen Kapitel behandelt werden. (Zitatende)


Kapitel 8: Schwarmverhinderung und Honigräume geben. => Zusammenfassung.

Der Autor schickt vorweg, daß Schwärme nicht komplett verhindert werden können. Jedoch kann der Anteil der Völker, die schwärmen wollen, stark verringert werden. (In seiner Imkerei ca. 30 Schwärme bei 525 Völkern im Jahr 1916. Oder in Prozent: 6 %.)

Dazu hält er das Folgende für erforderlich:

(Zitat)
  1. Genug Platz für die Königin im Brutraum. Hier sieht er Vorteile der großen Waben, wenn er auch anerkennt, daß bei einer Beute mit acht Waben auch ausreichend Platz zur Brutablage ist. Wichtiger aber noch:
    "Als ein Ergebnis der ersten Aussage, muss es im Volk reichlich Platz für Honigvorräte geben. Einige Anfänger sind erstaunt, alte Praktiker zu sehen, wie Dr. Miller, wenn er seinen Bienen bei einem starken Bienenvolk bis zu drei Honigräume auf einmal gibt. Aber wenn die Königin sehr fruchtbar ist, und reichlich Brut angesetzt hat, wie es die Natur diktiert, ist ihr Volk in der Lage, in jedem der zwei oder drei Honigräume so stark zu arbeiten, wie in einem Honigraum."
  2. Die Wichtigkeit von der Verwendung von Mittelwänden und ausgebauten Waben in den Honigräumen, die vor dem Einsetzen einer starken Tracht in den Völkern sein sollen.

    Jetzt wird es (für mich) interessant:
  3. Die ausreichende Belüftung der Beute wird hervorgehoben.

    "Es ist völlig unsinnig zu erwarten, daß die Bienen zufrieden bleiben und Honigräume füllen, wenn die Belüftung des Stockes nicht ausreicht, um die Anforderungen der wachsenden Bienenmasse zu erfüllen.

    Alle Beobachter bemerken die große Anstrengung, die den Bienen durch die gleichzeitige Zunahme von Hitze durch steigende Temperaturen im Sommer und eine tägliche Zunahme von etwa 2.000 oder 3.000 oder mehr schlüpfenden Bienen bei starken Völkern auferlegt wird. Doch viele Imker denken nicht an die Vergrößerung der Mittel zur Lüftung der Beute. Tausende von Völkern sind gezwungen, einen großen Teil der Bienen im Leerlauf zu lassen, sie hängen an der Außenseite des Stockes für Tage und manchmal Wochen, weil sie nicht in der Lage sind, das Innere der Brutzargen und Honigräume zu belüften.

    Wir dürfen nicht vergessen, daß jede Ecke, jede Zarge eines Bienenstockes einen Strom von Frischluft benötigt, die mit großer Mühe durch die Schaffung einer Linie von fächelnden Bienen, unaufhörlich reine Luft in die Beute und schlechte Luft heraus zwingt.

    Doch bei vielen Völkern gibt es einen flache Eingang, der teilweise durch dort sitzende Bienen geschlossen ist, und innen sind es vielleicht über den Brutwaben einige Trennungen, Absperrgitter, Zwischenböden, Honigschiede, Bienenfluchten etc. sein, die alle im Weg der Belüftung sind. [...]"
  4. Ein gutes Dach.
  5. Eine junge Königin.
  6. Wenig Drohnen.

    Soweit bekannt. Jetzt wird es wieder interessant:
  7. Zitat: "Die letzte Bedingung, die wir bei der erfolgreichen Vorbeugung von Schwärmen erwähnen, ist eine, mit der wir seit Jahren arbeiten - ohne aber daß wir es wußten, bis die Angelegenheit von Herrn Allan Latham an uns herangetragen wurde, im Jahre 1916. In einem Beobachtungsbienenvolk während der Storrs Konferenz, brachte Mr. Latham den Hinweis, das bei 35mm-Abstand der Waben, von Mitte zu Mitte, wie es im allgemeinen üblich ist, den Schwarmtrieb fördert.

    Wir haben den Quinby-Wabenabstand von 38 mm seit 1866 verwendet.

    Die Bienen arbeiten zufrieden mit dem einen Zwischenraum wie mit dem anderen. Es ist eine Tatsache, daß die damaligen Ratgeber der jeweiligen Wabenabstandspartei keine sehr positive Argumente zugunsten ihrer Verfahren hatten, die sie nach vorne gebracht hätten.

    Aber der 38 mm Abstand gibt den Bienen 3 mm zusätzlichen Abstand zwischen allen Waben, um sich aufzuketten oder um sich während des Brutgeschäftes zu bewegen. Dies multipliziert mit der Höhe und Länge der Beute und der Anzahl der Rähmchen geben einen Zusatz von 162 Kubikzoll (3 Liter). Raum zum Aufketten oder für die Belüftung. Je nachdem. Man denke an die Vielzahl von Bienen, die in einem solchen Raum untergebracht werden können![...]"


Soweit aus der Feder von Dadant's Sohn.

Dazu will ich ergänzen:

Ich habe die folgende Erfahrung im Stabilbau gemacht:

Bild

Bild

Sprich: im Honigbereich war nur eine Passage, die mehr oder weniger eine Biene breit war. In der mittleren Sektion, wo die Brut war, waren die Waben weiter auseinander. Viel weiter. Und ganz unten, da waren die Waben sehr weit. Dort war aber auch stets weniger Brut, vielmehr war es eine Art Pufferzone.

Daneben habe ich sehr gute Erfahrungen mit hohen Böden gemacht. Und warum?! Weil die Bienen sich darin aufketten können. Und eben nicht im Brutbereich sich aufketten müssen. Wer kettet sich auf?! Es sind nachts die Flugbienen, die alten griesgrämigen Tanten. Und das sind sie tatsächlich!

Denn eine weitere Erfahrung ist die folgende: während des Aufbaus des Bienenvolkes im Frühjahr wandert die Königin ohne Weiteres zwischen der oberen und unteren Zarge hin und her. Entsprechend erstreckt sich das Brutnest. Wenn es dann weiter ins Jahr geht, halten sich plötzlich alle Königinnen in den schwarmtriebigen Völkern nur noch oben auf, knapp unter dem Absperrgitter. Und das liegt nicht an dem verhonigenden Brutnest - nein -, sondern an dem Verhalten der alten Bienen der Königin gegenüber. Die Königin wird angerempelt ohne Ende. Ich habe das mit meinen eigenen Augen im Beobachtungsstock und draußen bei den Völkern in Natura erlebt.

Die Dadantbeute hat nun Merkmale, die dem Bien in mehrerlei Hinsicht Gutes bringt.

  1. Die alten griesgrämigen Bienen können sich im Leerraum aufketten und belästigen die Königin schon mal nicht mehr durch ihre Anwesenheit. Gleiches gilt auch für Drohnen, die aus dem Brutnest bleiben und damit herrscht eine gewisse Ruhe im Brutnest, die der Königin sehr bekömmlich ist. Sie kann weiter ihre Legekreise ziehen, ganz in Ruhe.
  2. Die Übergabe des Honigs findet nicht mehr im Brutnest statt, sondern auf direktem Wege führt eine Bienenstraße durch den Leerraum in die Honigräume. Das hält die Feuchtigkeit aus dem Brutnest, was der Brut durchaus bekömmlich ist, denn die Enge, die Feuchte und die Hitze sind belastend. Das merken wir Menschen bei diesen sommerlichen Temperaturen doch am eigenen Leibe, wie sich das anfühlt. Das Brutnest bleibt außerdem frei von zwischengelagertem Nektar und auch das ist gut für den ungestörten Legegang der Königin.
  3. Ventilation. Der Leerraum neben dem Schied ermöglicht eine gute Belüftung der gesamten Beute. Das ist bekannt. Auch die kundigen Imker mit Segeberger entfernen die äußeren Randwaben im Winter, um eine gute Luftströmung und Umwälzung zu erreichen.


Das sind die drei wichtigsten Punkte, weswegen ist ratsam ist, den Leerraum hinter dem Schied auch wirklich leer zu lassen.

Wenn da Bienen bauen, dann ketten sich dort die Flugbienen nicht mehr auf.
Wenn da Bienen bauen, existiert da ein Hindernis für die Honigsammler und für den Luftstrom gleichermaßen. Ähnliche Hindernisse bilden dorthin gehangene Rähmchen.

Die ganzen weiter oben genannten Vorteile werden dadurch ausgehebelt. Und die Vorteile können im Brutnest nicht mehr wirken. Der resultierende Legegang zeigt genau diese Störungen an.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


Zurück zu „Sonstiges“