Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Anton
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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon Anton » Sa 12. Jan 2013, 15:37

Hallo, meine Fremdsprachenketnisse sind leider dürftig.
Könntet IHr den Inhalt liebenswürdigerweise kurz zusammen fassen?

Danke Toni.
Gruß Toni

Lebe dein Leben so, wie du deine Kinder gern das ihre gestalten sähest.

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zaunreiter
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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon zaunreiter » Fr 8. Mär 2013, 12:18

Noch ein Nachteil der geringen Zargehöhe ist das "Überquellen" der Bienen. Von oben Rauch = Bienen gehen nach unten. Wird die Zarge dann abgehoben, quellen die Bienen aus der darunter liegenden Zarge nach oben raus und setzen sich teilweise über den Rand an die Außenseiten der Zarge. Es fehlt den Bienen ein bisschen die Möglichkeit "zu flüchten". Bei standbegatteten Schwarmbienen ist das problematischer als bei Bienen, die auf Wabenstetigkeit hin gezüchtet wurden. (Bleiben auf den Waben sitzen.)
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Manfred

Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon Manfred » Mo 11. Nov 2013, 14:50

Manfred hat geschrieben:Grüß Euch,

Thür berichtet von sehr geringer Zehrung in den Naturbau-Magazinen.
Da könntest Du, Bernhard ja die Probe aufs Exempel machen, mit dem bestehenden Nebeneinander von Stabilbau und Rähmchenbuden.
Ab und an nach längeren fluglosen Perioden die Wachskrümel beider Gruppen wiegen, sollte uns praktisch eventuell bestehende Unterschiede zeigen.

Wo brauchen sie mehr "Heizmaterial"

Gestapelt:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... lnjak1.jpg

Oder freistehend ?
download/file.php?id=508&t=1

Herzliche Grüße Manfred


http://www.blaukaut.de/forumskiste/aufs ... rweise.jpg

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon zaunreiter » Do 3. Mär 2016, 17:49

Professor Seeley hat einen Versuch durchgeführt, und die Auswirkungen von ganz großen und ganz kleinen Beuten untersucht. Dabei hat er herausgefunden, daß kleinere Beuten (42 Liter Volumen) insgesamt gesündere Bienen, weniger Varroa und auch mehr Schwärme hervorbrachten als überdimensionierte große Beuten (168 Liter).

Punkt für die Warrébeute. Mit 36 Liter Volumen. Bei zwei Zargen.

Zur englischen Zusammenfassung:
https://ecommons.cornell.edu/handle/1813/42437
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon stefanzo » Do 3. Mär 2016, 22:43

Hut ab, dir bleibt aber auch keine noch so kleine Seite im www verborgen.
mfg stefanzo

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon Claudia.1977 » Do 10. Mär 2016, 08:28

Durch die einmalige Ernte, verkleben die Zargen wirklich schön... Neben der wunderbaren Stockluft für den Menschen, viel Propulis. Auch einfache Propulisernte möglich, benutze dafür Käsematte von einem Bekannten. Dieses lebensmittelechte Kunststoff ist das einzige Plast in meiner Warr'e.
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon Claudia.1977 » Do 10. Mär 2016, 08:29

Sorry: Sie stehen so stabil, dass kein umfallen möglich ist
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon garbeam » Di 6. Sep 2016, 08:38

@Claudia.1977: meinst Du dass mit dem stabil stehen eigentlich ernst? Ohne Sicherungsgurt würde ich meine Warré-Beute keiner Wind-Böe anvertrauen wollen...

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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon stefanzo » Di 6. Sep 2016, 21:28

Selbst die stärksten Stürme mit umgerissenen Bäumen haben meine Warres problemlos überstanden. Gefährlich wird es nur, wenn man viele leere Zargen untersetzt, und so der Schwerpunkt sehr hoch ist. Zwei volle Zargen, und zwei leere Zargen sind statisch noch in Ordnung. Ab dem Untersetzen von 3 leeren Zargen sollte man die Warre festbinden. So steht es im Buch von Warre. Aber wer setzt heute noch 3 Zargen unter? Dies macht nur Sinn, wenn man den Stand lange nicht besucht, und die Honigerwartung dementsprechend hoch ist. Im Zeitalter des Automobils und der modernen Landwirtschaft ist beides selten geworden.
mfg stefanzo

Bambus
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Re: Vor- und Nachteile der Warrébeute (Sammlung)

Beitragvon Bambus » Di 6. Sep 2016, 23:05

Hi!
Drei Tage nachdem ich dieses Jahr meine Bienen einlogiert hatte, wurde bei uns im Bezirk ein Sperrgebiet wegen der Amerikanischen Faulbrut ausgerufen.
Dadurch mussten zwei Futterkranz-Proben durch die hiesige Amtstierärztin der Tierseuchenaufsicht genommen werden.
Insbesondere beim zweiten Probennehmen offenbarten sich die Nachteile des Stabil-Baues (nur Oberträger mit Anfangswachsstreifen).
Die Oberträger sind mir abgerissen und der Rest der Wabe blieb in der Zarge stecken. Das lag möglicherweise an der Temperatur. Es war sehr warm an dem Tag.
Ein ganz schönes Gemantsche! Die Proben müssen nämlich aus der Nähe des Brutnestes genommen werden. Nachher dann überall Nektar und Honig in der Gegend verteilt. Überall verstörte Bienen und die räuberischen Wespen waren eigentlich auch sofort da...
Werde wohl nächstes Jahr zumindest Seitenleisten an die Oberträger anbringen (nach diesem französischem Imker, dessen Name mir gerade entfallen ist).
Die Waben sollen dann ja leichter zu ziehen sein.

Ach zum Thema Wind. Also ich musste ja zum ersten Mal die Beute aufmachen und die Zargen abheben. Da ist mir aufgefallen, dass eine Windbö wohl eher die komplette Beute umschmeißt, als dass einzelne Zargen verrückt oder umgeworfen werden, so hatten die Bienen die Holzkisten verklebt. Jetzt überlege ich, das Bodenbrett anzudübeln. ;)

Gruss, Bambus


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