Kondensation, Futtersaft und Varroa

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zaunreiter
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mi 10. Feb 2016, 10:03

Citation:
"Haydak23 showed that groups of bees without access to pollen used 3.21 mg of their body nitrogen to rear one worker. If we assume a nitrogen to protein conversion factor of 6.25, a pollen protein content of 20% and a digestive efficiency of 80%58 this would be equivalent to about 125 mg of pollen per individual (note that the two different nitrogen to protein conversion factors used in this section result from differences in the nitrogen content between pollen and animal protein54).

More accurate estimates of the protein requirement of larvae can be obtained by examining their nitrogen content. Pupae and newly emerged adults contained between 1.73 and 1.87 mg of nitrogen.22–24,29 This would indicate a consumption of 68–73 mg of pollen per worker larva, if we assume the same conversion factors as above. This estimate will be somewhat too low because the animals defecate before pupation. Consequently, the nitrogen content of larvae will be higher than that of pupae or emerging adults. Indeed, the feeding experiments of Alfonsus1 and Haydak23 indicated that the amount of pollen needed could be twice the amount mentioned above.

The average nitrogen content of workers without the intestinal tract increased by 0.86 mg during the first five days after emerging (from 1.74 to 2.60 mg N), that of whole bees by 1.27 mg (from 1.98 to 3.25 mg N).22 After the fifth day, no further increase in worker nitrogen content was observed.22 If we assume that, on average, the nitrogen content per bee increases during the first five days after emergence by about 1 mg and if we apply the same conversion factors as above, 39 mg of pollen are required for one worker. Adding this amount of pollen to the 125 to 140 mg that are needed to rear one worker,1,23 approximately 160 to 180 mg are required for the nutrition of one worker bee during its entire life. Based on estimates of the yearly pollen supply, pollen protein content and number of brood cells in 59 colonies, Wille & Imdorf72 found that c. 180 mg of pollen were needed to rear one bee, which would be in good agreement with the requirements estimated above. In central European regions healthy colonies without brood interruptions raise about 100 000 to 200 000 bees per year.75 Consequently, about 17 to 34 kg of pollen may be required per colony and year."
extracted from: http://faculty.ksu.edu.sa/alkhazim/Documents/Books/%D8%A7%D8%B3%D8%AA%D8%B9%D8%B1%D8%A7%D8%B6%20%D8%AA%D8%BA%D8%B0%D9%8A%D8%A9%20%D9%86%D8%AD%D9%841.pdf

Part II: http://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.318.7361&rep=rep1&type=pdf

Part II is interesting as well.

Cite:
"During winter, honey bee colonies may use their honey and pollen stores to rear small amounts of brood 25. Even in non-breeding colonies, the overwintering animals will consume and digest small quantities of pollen 5. These observations indicate that the size of a colony in spring might, to some extent, be influenced by the availability of pollen to the overwintering animals. Indeed, Farrar 13 found that the size of the spring population expressed as a percentage of the fall population was positively correlated with the extent of the pollen stores. Colonies with larger pollen reserves also grew faster in spring and produced more honey during the first nectar flow period. However, due to the lack of further studies the generality of these findings is unknown."
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Isabella » Mi 10. Feb 2016, 13:27

Schade, dass hier der englischunkundige Teil der Forumleser ausgegrenzt wurde.
Mit ein wenig Mühe findet man die Texte auch auf Deutsch.

http://www.agroscope.admin.ch/imkerei/0 ... ?lang=de...
Teil 1 und Teil 2 des Aufsatzes: Pollenernährung und Volksentwicklung von Honigbienen von I. Keller, P. Fluri, A. Imdorf
können als Pdf heruntergeladen werden.
Der von Zaunreiter zitierte Auszug beginnt Teil1, Seite 7 dritte Absatz Mitte.

Die gesamte Lektüre ist sehr zu empfehlen.

Beste Grüße
Isabella
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Jens vom Fuchsberg » Mi 10. Feb 2016, 17:23

Danke dafür, Isabella
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mi 10. Feb 2016, 18:28

Ausgegrenzt wurde...bestimmt mit Absicht.

Wenn ich demnächst etwas finde, soll ich es noch mit euch teilen? Oder soll ich es sein lassen, damit ich mir blöde Bemerkungen erspare?
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon wonderfool » Do 11. Feb 2016, 09:36

zaunreiter hat geschrieben:Ausgegrenzt wurde...bestimmt mit Absicht.

Wenn ich demnächst etwas finde, soll ich es noch mit euch teilen? Oder soll ich es sein lassen, damit ich mir blöde Bemerkungen erspare?


Ruhig, Brauner :)

Ich finde es gut, wenn du solche Links teilst! Ehrlicherweise musste ich bei der Vokabel "ausgegrenzt" etwas schmunzeln. Wissenschaftliche Publikationen finden nun mal zum allergrößten Teil auf Englisch statt. Ich kann mich noch gut an Publikationen meiner Deutschen Professoren über Deutsche Binnenpolitik auf Englisch erinnern. Sprachlich war das auch nicht immer großes Kino, aber das ist eben Wissenschaft...

Auf der anderen Seite kann ich es gut verstehen, wie frustrierend eine Sprachbarriere sein kann. Ich versuche z.B. gerade einige Französische Artikel mit dem angegrauten und nie richtig gelernten Schulfranzösisch und dem Google Übersetzer zu entschlüsseln. Da wäre ich ganz schön froh, wenn die wenigstens auf Englisch schreiben würden.

Also finde ich Primärquellen dürfen gerne fremdsprachlich sein. Eine deutsche Übersetzung kann dann ja noch ergänzt werden. Das hat mit Ausgrenzung nicht wirklich etwas zu tun.

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Sa 19. Mär 2016, 22:38

zaunreiter hat geschrieben:Ich habe mich stets gefragt, weshalb die wilden Bienenvölker in den Baumhöhlen in Frankreich, USA, ... die Varroa jahrelang überleben. Und warum sie, sobald sie in Bienenbeuten transferiert werden, dort an der Varroa eingehen.


Hier eine Arbeit dazu:

Ratios of colony mass to thermal conductance of tree and man-made nest enclosures of Apis mellifera: implications for survival, clustering, humidity regulation and Varroa destructor
Derek Mitchell 
International Journal of Biometeorology
pp 1-10
First online: 03 September 2015
http://link.springer.com/article/10.100 ... 015-1057-z


Grobe Übersetzung:

Abstract
Ohne menschliche Eingriffen, baut die Honigbiene (Apis mellifera L.) in der Regel ihr Nest in einem Baum in einem hohen, schmalen, dickwandigen Hohlraum hoch über dem Boden (das Gehäuse); Allerdings wurde die meisten Forschungen und die Imkerei in den dünnwandigen, eher gedrungenen Holzgehäusen durchgeführt, die wir als Beute kennen. Diese experimentelle Forschungsarbeit, in der verschiedene Bienenstöcke und thermische Modelle von Bäumen verwendet wurden, hat festgestellt, dass die Wärmeübertragungsrate bei den allgemein gebräuchlichen Beuten etwa vier bis sieben Mal größer ist, im Vergleich zu einer typischen Baumhöhle im Winter. Dies ergibt ein Verhältnis von Volkmasse Wärmeleitwert (MCR) von weniger als 0,8 KGW-1 K für Bienenstöcke aus Holz und größer als 5 KGW-1 K für Baumhöhlen.

Dieses Ergebnis für Baumhöhlen impliziert eine höhere Luftfeuchtigkeit im Nest, ein verlängertes Überleben von kleineren Völkern und eine Verringerung des Bruterfolg der Varroa destructor. Viele beobachtete Verhaltensweisen von Honigbiene, die bisher als intrinsisch angenommen wurden, sind möglicherweise nur ein Bewältigungsmechanismus für die menschliche Intervention; beispielsweise bei einem MCR von über 2 KGW-1 K, die Wintertraubenbildung in einer Baumhöhle kann eine optionale, aber seltene Wärmeerhaltungsverhalten für etablierte Völker sein, statt die obligatorische, häufige, lebensrettende Verhalten in den konventionellen Bienenstöcken. Das implizierte verbesserte Überleben bei Bienenstöcken mit thermischen Eigenschaften von Baumnestern kann dazu beitragen, derzeit einige der Probleme der Honigbienen zu lösen, mit denen sie in der Imkerei konfrontiert sind.
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon biene1.0 » So 20. Mär 2016, 00:58

Hallo Bernhard,
danke für die zusammenfassende Übersetzung.
Das ist meine Erkenntnis aus 2 Jahren lesen.
Meine Selbstbau-Warre sind "W.I.R." - Warre innen rund. 36 mm Wanddicke, etwa 800 cm² Fläche, Überwinterung auf 3 Zargen a´ 19 cm hoch, 100% Naturbau.
Ich habe mir vorgestellt, dass das, was die Bienen über unendliche Zeiten gemacht haben, ihnen auch heute Lebensvorteile bringen wird.
Danach habe ich meine Beuten gebaut. Und es scheint so, dass es funktioniert.
Das Jungvolk vom letzten Jahr hat bis jetzt überlebt. Und ich hoffe, dass es den Anschluss an die erste Tracht schafft.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Di 19. Apr 2016, 07:13

Die Art der Landschaft und Varroa beeinflussen den Aufbau des Winterfettes. (Englisch)
http://journals.plos.org/plosone/articl ... ne.0153531

Und als ob die pollenarme Landschaft an sich schon nicht schlimm genug wäre - die Erhöhung der CO2-Konzentration in der Luft verringert auch noch den Proteingehalt von Pollen, wie man hier herausgefunden hat:

Rising atmospheric CO2 is reducing the protein concentration of a floral pollen source essential for North American bees
Lewis H. Ziska, Jeffery S. Pettis, Joan Edwards, Jillian E. Hancock, Martha B. Tomecek, Andrew Clark, Jeffrey S. Dukes, Irakli Loladze, H. Wayne Polley
http://rspb.royalsocietypublishing.org/ ... 4.abstract

Es wird nicht einfacher für unsere Bienchen.
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 7. Jul 2016, 16:38

Landwirtschaft für die Zukunft

"Wie sichern wir die biologische Ordnung der Landwirtschaft für die Zukunft?" So lautet der Titel der gemeinsamen Wochenendtagung der Bauernschule Hohenlohe mit der Gesellschaft für Boden, Technik und Qualität.

Die Veranstaltung findet am 9. und 10. Juli im Kirchberger Schloss statt.

http://www.swp.de/crailsheim/lokales/la ... 81,3912679
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon biene1.0 » Do 7. Jul 2016, 20:13

Gibt es auch Imker, die Mitglied der Geselschaft für Boden, Technik und Qualität sind?
fragt
Harald
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