Kondensation, Futtersaft und Varroa

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Mi 12. Aug 2015, 16:18

Damit demontiert sich Tautz wohl selbst...
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Bienenschwaermer
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Bienenschwaermer » Mi 12. Aug 2015, 17:15


Hallo zusammmen,

leider funktioniert der Link nicht (mehr)... :?

Viele Grüße
In des Jahres Mitten rüst' der Bien den Winterschlitten

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 13. Aug 2015, 09:44

Ich würde mich da in diesem Punkt eher an Seeley halten, der hat wenigstens schon mal von Bienen bewohnte Baumhöhlen gesehen und erforscht.

Ist die Behauptung von Tautz tatsächlich erforscht oder doch eher Phantasieprodukt? Nach dem Motto: "So könnte es sein".
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 13. Aug 2015, 09:51

Ich frage mich auch, wie das Wasser aus dem Propolis bei der hohen Luftfeuchte im Bienenstock verdunsten soll. Allein darin liegt ja schon ein Denkfehler, zumal das Wasser im Propolis ja auch chemisch gebunden ist - wie sonst erklärt sich der Wassergehalt im Propolis nach der Ernte außerhalb des Bienenstockes? Der ganze theoretische Vorbau, der zur Kapillarbildung führen soll, ist ja schon mehr als wackelig.
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Friedrich

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Friedrich » Do 13. Aug 2015, 11:00

im Aufsatz wurde formuliert:
Und trotzdem wurde beim Messen der Luftfeuchte in natürlichen Bienenhöhlen nie mehr als 60% rel.Luftfeuchte festgestellt.

Nach Angaben von Prof. Tautz beträgt die kurzfristige Wasseraufnahmefähigkeit des Moderholz über 90% seines Gewichtes,
im Gegensatz zu den ca. 9% von normalem Holz. Man könnte nun annehmen, die starke Propolisschicht würde die Feuchtigkeitsaufnahme stören, da es die Oberfläche versiegelt. Dem ist nicht so, da Propolis auch 10 bis 20% wasserlösliche Bestandteile enthält, die durch Kontakt mit Feuchtigkeit im Laufe der Zeit herausgelöst werden und sich eine Art kapillare Struktur bildet, die eine Regulierung der Luftfeuchte durch das Moderholz ermöglicht.


1. 60 % rel Luftfeuchte in natürlichen Baumhöhlen sind wohl ein gemessener Regulationsgleichgewichtszustand ?

2. Aber wie kann es dazu kommen ?
Kann im Propolis eine kapilare Struktur durch Herauslösen von wasserlöslichen Bestandteilen entstehen ?- Zaunreiter verneint das .

3. Meine These :
Eine Propolisschicht ensteht durch viele tausend "Propoliströpfchen", die die Bienen aneinander und übereinander pappen. Dabei entstehen
zwangsweise kapillarkleine Grenzschichten (ein Verschweißen oder Verschmelzen der Einzeltröpfchen findet ja nicht statt). Diese Grenzschichten
können einen molekularen Feuchtigkeitstransport durch die Propolisschicht durchaus ermöglichen .

Übrigens 4. : persönliche Vorverurteilungen tragen nichts zur Erkenntnis bei
Zuletzt geändert von Friedrich am Do 13. Aug 2015, 11:22, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 13. Aug 2015, 11:02

Ist wohl kein Zufall, daß Propolis und Honig bei ~18-20 % Wassergehalt stehen bleiben.

Die Praxis, in der man Futterzargen mit Propolis und Wachs abdichtet, zeigt mir was Anderes.

Selbst wenn sich Kapillare im Propolis einstellen sollten - was sollten sie denn im Verhältnis zum Gesamtumsatz an Feuchte im Bienenstock bewirken können? Die Wirkung muß verschwindend gering sein.

Dazu nochmal in Erinnerung gerufen:
http://www.immenfreunde.de/docs/Stockklima.pdf
http://www.immenfreunde.de/docs/Stockluft.pdf
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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 13. Aug 2015, 11:09

Friedrich hat geschrieben:1. 60 % rel Luftfeuchte in natürlichen Baumhöhlen sind wohl ein gemessener Regulationsgleichgewichtszustand


Gemessen? Gemessen wurde unter anderem in dieser Arbeit: viewtopic.php?f=31&t=325&p=2806#p2806

...und gefunden wurde da, daß je nach Messort ganz ganz unterschiedliche Luftfeuchten im Bienennest zu finden sind. Sprich: es herrschen innerhalb der Brutzelle und innerhalb der Wabengassen ganz andere Luftfeuchtigkeitsverhältnisse als im Randbereich des Bienennestes.

Friedrich hat geschrieben:Übrigens 4. : persönliche Vorverurteilungen tragen nichts zur Erkenntnis bei


Wer wird hier vorverurteilt? Ich stehe mit Tautz seit knapp zehn Jahren in regelmäßigen E-Mailkontakt. Daher kenne ich seine Person ganz gut und kann gut einschätzen, wie es um sein Bienenwissen bestellt ist. Und da gibt es wie bei jedem Menschen einfach Grenzen. Es ist nur menschlich, wenn man sich in das gefährliche Terrain der Mutmaßungen begibt - wer weiß das besser, als ich. :lol:
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Manfred

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Manfred » Do 13. Aug 2015, 12:13

Grüß Euch,

Die Praxis, in der man Futterzargen mit Propolis und Wachs abdichtet, zeigt mir was Anderes.


Na, dann verstreiche mal das Sediment mit - dann zeigt Dir die Praxis wider was Anderes. :lol:

http://hügellandhonig.at/files/2012/03/54709ed172.jpg

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon zaunreiter » Do 13. Aug 2015, 12:49

Keine Ahnung, was Du mit dieser Brühe zeigen willst.
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Manfred

Re: Kondensation, Futtersaft und Varroa

Beitragvon Manfred » Do 13. Aug 2015, 17:48

Daß Propolis sich eben nicht nur aus Harzen zusammensetzt.

Übrigens ist Dein Umgangston seit geraumer Zeit, sowas von unter aller Sau, daß ich gerne darauf verzichte mich dem weiter auszusetzen.

bemerkt der Manfred


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