Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Sid
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Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Sid » Mo 24. Jun 2019, 21:46

Hallo, ich imkere im ersten Jahr mit Zander. Habe nach und nach auf 5 Zargen erweitert. Da ich keine ausgebauten rähmchen hatte habe ich nur mit Mittelwänden gearbeitet. Das ein oder andere auch nur mit anfangsstreifen. Jetzt habe ich ca 20 kg Honig entnommen. Die 4. Zarge war recht voll aber nicht verdeckelt und zu feucht. Mein Pate aus dem Nachbarort hat schon ca 40 kg geerntet. Der Honig ist auch um fast ein Prozent trockener. Kann es daran liegen das meine erst alles ausbauen mussten? Mein Standort ähnelt dem meines Paten doch recht stark.... hat jemand hier Infos zu? Wieviel Honig wird zum Bau der Waben verwendet? Kann der Unterschied damit gerechtfertigt werden? Danke für eure Antworten

Claudia.Potsdam
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Claudia.Potsdam » Mi 26. Jun 2019, 20:30

Irgendwo habe ich gelesen, dass bis zu 6,5kg Honig für 1kg Wachs benötigt wird.
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Christine
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Christine » Mi 26. Jun 2019, 21:18

Sid hat geschrieben:Kann es daran liegen das meine erst alles ausbauen mussten? Mein Standort ähnelt dem meines Paten doch recht stark.... hat jemand hier Infos zu? Wieviel Honig wird zum Bau der Waben verwendet? Kann der Unterschied damit gerechtfertigt werden?


Der Unterschied kommt sicherlich nicht nur von ausgebaute Waben vs Mittelwände. Volksstärke und Entwicklung sind da (bei gleichem Trachtangebot und auch ähnlicher Aufstellung Sonne/Hitze/Wind) größere Einflussfaktoren. Wenn Bienen bauen wollen (beispielsweise als Schwarm), dann kann sie davon nichts abhalten. Das "kostet" dann auch nicht wirklich Honig.

Natürlich müssen die Baubienen ernährt werden und können während der Bauzeit nicht Sammeln gehen. Insofern stimmt es sicher, dass es etwas Nektar "kostet". Aber wenn Du dafür eine bessere Volksentwicklung hast (große Anzahl Sammlerinnen genau zur Haupttracht), dann wird der kleine Unterschied schnell wettgemacht. Viele Bienen können dann auch den Honig besser verarbeiten, einlagern und trocknen.

Nöld
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Nöld » Do 27. Jun 2019, 07:31

Hallo Sid,

wie Christine schreibt, ist die Volksstärke und Entwicklung (während der Massentrachten) die wohl wichtigste Größe. Diese unterscheiden sich hauptsächlich durch folgende Faktoren, wenn die Rahmenbedingungen gleich sind:

1. Legekapazität der Königin.
2. Das Brutpflegevermögen des Volkes (Wärme, Nahrung, etc.) bereit zu stellen.
3. Pollen und Futtervorräte während der Volksentwicklung.
4. Die imkerlichen Eingriffe (Brutnesterweiterungen, Anzahl Störungen, Ablegerbildung, etc.)

Eine Mittelwand auszubauen kostet nicht viel Energie. Laut einer Untersuchung von Martin Dettli so ca. 2,6 g/dm2 Wabe.

https://www.summ-summ.ch/app/download/1 ... 1483352685

Viele Grüße,

Nöld

Manfred
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Manfred » Do 27. Jun 2019, 16:30

Grüß Euch,

Die Relationen im Trachtertrag verhalten sich zu Ausgangslage Leerraum : Mittelwände : Leerwaben in etwa wie 1 : 2 : 4.

HG Manfred

Sid
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon Sid » Do 27. Jun 2019, 23:44

Danke euch für die Infos und den Artikel, Grüße

biene0.1
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Re: Wieviel Energie respektiv Honig wird zum Bau von Waben benötigt

Beitragvon biene0.1 » Sa 29. Jun 2019, 20:56

Manfred hat geschrieben:Grüß Euch,

Die Relationen im Trachtertrag verhalten sich zu Ausgangslage Leerraum : Mittelwände : Leerwaben in etwa wie 1 : 2 : 4.

HG Manfred


Manfred, wenn das so stimmt, dann hätte ich von meinem besten Volk (18 x 1 = 18) + (18 x 2 =36) = 54 Gläser aus einer Warre ernten müssen.
Das Volk hat die ersten zwei HRe von NULL in Naturbau ausgebaut, wurde am 4.6. abgeerntet (mit dem Löffel von der Wabe abgetragen) und diese wieder aufgesetzt. Vor 3 Tagen habe ich ein 2. mal geerntet. Insgesammt 38 Fünfhundert-Gramm-Gläser.
Ist doch auchnicht schlecht!
... ehemals „biene1.0“


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