Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

heiner
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon heiner » Sa 16. Sep 2017, 13:15

In der neuen Ausgabe des Bienen-Journal ist offensichtlich ein Bericht zu einen umfangreichen Wachs-Test veröffentlicht, der vom DIB in Auftrag gegeben wurde. Ich beziehe das Bienenjournal nicht.
Kann jemand, der das Journal bezieht, uns den Beitrag bitte im Forum zur Verfügung stellen?
Mich würde interessieren, ob aus diesem Test die Wachspanscher (Hersteller von Mittelwaben) hervorgehen, denn ein renommierter
Unternehmer wurde bei diesem Test bekannt, der bislang nicht auffällig wurde.
Weiß jemand, ob auch Händler wie Bienen Ruck, Bienen Seip, Bienen Weber mit Stearin versetzte Mittelwände verkauft haben,
denn von diesen Händlern habe ich in der Vergangenheit meine Mittelwände bezogen.

Frage an Bernhard:
Wer hat Deinen Aufsatz mit dem Titel "Bienenvergiftungen durch kontaminiertes Wachs - Beschreibung der Symptome bei einer Vergiftung durch mit ??? versetztes Wachs bei Bienenvölkern" entfernt? War das ein Hacker?
Und weitere Frage: Warum stellst du den Beitrag nicht wieder ein?

Schönen Gruß

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zaunreiter
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon zaunreiter » Sa 16. Sep 2017, 22:01

Wieso? Ist doch noch da, wo ich ihn eingestellt hatte:

http://www.immenfreunde.de/docs/Symptom ... nwachs.pdf
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

heiner
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon heiner » So 17. Sep 2017, 00:02

Danke für die schnelle Antwort.
Entschuldige bitte, habe ich ganz übersehen.

schöne Grüße

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Waldschratzl
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Waldschratzl » Sa 30. Sep 2017, 21:06

Das Thema Gift in Mittelwänden scheint nun doch langsam den Weg in die Medien zu finden. Hier ein Bericht vom ZDF:
https://www.zdf.de/wissen/terra-xpress/risse-im-haus-und-entdeckung-im-bienenstock-100.html

Gruß
david

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Math. » Fr 15. Mär 2019, 16:46

moin.

obwohl das thema hier schon ein paar jahre alt ist, scheint es leider immer noch aktuell zu sein.

kann mir jemand sagen, ob es egal ist, wie groß der anfangsstreifen aus mittelwänden ist, damit er giftig für die waben wird?

ich imkerer schon immer im naturbau, gebe den mädels einen anfangstreifen von 1-2 zellen breite.

jedes jahr im juli mache ich aus meinen völkern kunstschwärme.
die altwaben schneide ich aus, lasse nur einen schmalen streifen (wie oben beschrieben) stehen, gebe ihn so zurück.
neue rähmchen bekommen einen anfangsstreifen wie oben.

in den letzten jahren ist mir aufgefallen, dass es im spätsommer oft zu wabenabriss kommt.
mein verdacht ist, dass es sich dabei um waben handelt, die einen anfangsstreifen hatten.

könnt ihr mir eure meinung dazu sagen?

danke!
schöne zeit

math

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon biene0.1 » Fr 15. Mär 2019, 18:21

Hallo Math,
das ist schon möglich, dass die Streifen die Ursache sind.
Überwiegend mache ich aus eigenem Wachs "angegossene" Anfangsstreifen. Eine nasse Leiste mittig auf die Unterseite des Oberträgers halten und mit einem Löffel das flüssige Wachs angießen. Fertig. Das genügt!
Ich habe in den Zargen Halbrähmchen. Ganz ohne Seitenorientierung möchte ich nicht mehr arbeiten. Die gebauten Waben lassen sich gut handhaben.
Mit Fremdwachs habe ich nur im 1. Jahr gearbeitet. Die 10 MWs in gekennzeichneten Rähmchen sind aber seit Jahren Geschichte.
Gruß
Harald
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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Math. » Fr 15. Mär 2019, 18:24

moin harald,

danke für deine infos.
warum muss die leiste nass sein?
schöne zeit

math

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon biene0.1 » Sa 16. Mär 2019, 00:45

hallo Math,
sie muss deswegen feucht (richtig eingeweicht) sein, damit sich das Wachs nicht mit der Leiste verbindet.
Beim Wegnehmen der Leiste würde der dünne Streifen anhaften und es wäre der Streifen zerstört.
Das Wachs soll ja nur am Oberträger haften.
Gruß in den Sonntag
Harald
... ehemals „biene1.0“

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon Math. » Sa 16. Mär 2019, 17:32

moin harald,

danke, jetzt habe ich es verstanden.
schöne zeit

math

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Re: Vorsicht vor Mittelwänden für Anfangsstreifen!

Beitragvon heiner » Di 26. Mär 2019, 06:20

Eine nasse Leiste mittig auf die Unterseite des Oberträgers halten und mit einem Löffel das flüssige Wachs angießen. Fertig. Das genügt!



Hallo Harald

Aha, interessant!
Hierzu möchte ich meine Erfahrungen schildern, bevor unbedarfte Leser deinen Hinweis mit feuchten Oberträgerleisten
zu verwenden gedenken.

Als Bernhard uns die Wachsproblematik aufzeigte, habe ich mit meinen Völkern ebenfalls einen kompletten Neustart zur Gewinnung von Eigenwachs durchgeführt. Dazu verwendete ich in den Oberträgerleisten Holzanfangsstreifem, die ich trocken in die Mittelfuge einsetzte und im Löffelverfahren in die Oberträger eingegossen eingoss. Die Leisten saßen hiernach richtig fest.
Die Bienen nahmen sie gut an und bauten sie zügig im Stabilbau aus.
Dann habe ich die Erfahrung machen müssen, dass beim Herausnehmen einzelner Waben zur Kontrolle und auch bei der Honigernte komplette Wabenabrisse vorgekommen sind. Der Grund war: Aufgrund der enormen Hitze im Sommer war das Wachs
an der Oberträgerleiste so weich, dass der Holzanfangsstreifen das Gewicht der Waben nicht hielt und mitsamt anhängender
Wabe herunterfiel. Schon beim Abheben von Waben lösten sich die Oberträger teilweise.
Ich muss hinzufügen, dass ich keine Halbrähmchen benutze, sondern lediglich Oberträgerleisten, so dass die Waben seitlich
an die Beute angebaut werden (Stabilbau). Bevor ich die Waben herausnehme, muss ich sie an den Seiten Trennen. Somit hängt, wie bekannt, beim Herausnehmen die gesamte Wabe frei an der Oberträgerleiste.
Solche Wabenabrisse habe ich bei reinen Wachsanfangsstreifen in dieser Form nicht. Deshalb gehe ich wahrscheinlich
wieder dazu über, wie zuvor nur noch Wachsanfangsstreifen einzusetzen, damit der Verbau an der Oberträgerleiste einen
sicheren Halt erfährt. Die Holzanfangsstreifen waren bei mir aus der Not geboren, weil ich einen Neustart zur Gewinnung von Eigenwachs machte.
Deinen Hinweis auf die Verwendung von Halbrähmchen ist daher wichtig. Du arbeitest in der Warré nicht im Stabilbau, sondern im Mobilbau die Waben verbleiben beim Herausnehmen in ihrer seitlichen Verbindung mit dem Rähmchen. Dies ist natürlich eine ganz andere Sache und führt zu einem guten und zusätzlichen Halt.
Würde jemand feuchte, gewässerte Holzanfangsleisten in reine Oberträger einsetzt, also nicht in Halbrähmchen, so wäre dies meiner Meinung nach fatal! Wabenabrisse wären vorprogrammiert.

freundliche Grüße
Heiner


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