Bienenfreundliche Landwirtschaft aktiv mitgestalten - wie?

biene1.0
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Re: Bienenfreundliche Landwirtschaft aktiv mitgestalten - wie?

Beitragvon biene1.0 » Di 18. Okt 2016, 11:08

Hallo Christian,
da ich auch viel Gehölze vermehre ist das wiedermal ein Treffer: Die Mandelweide.
Im vergangenen Frühjahrahr habe ich Saalweide und eine zweite Art gepflanzt (2 x 20 Stück). In den nächsten Wochen pflanze ich nochmal 15 Stück.
Zur Zeit stehen 6 Bienenbäume auf meiner Terrasse und warten auf das Einwintern.
Die Tracht im Sommer ist nur zu verbessern wenn die Artenvielfalt in der landwirtschaftlichen Fruchtfolge wieder zunimmt. Es fehlen div. Kleearten, Lein,-u.a.m. und auch schnittarme Wiesen und natürlich wieder eine artenreiche Unkrautflora auf der ganzen Fläche der Äcker und nicht am Rand, der auch durch Abtrift belastet ist.
Gruß
Harald
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
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CK_14974
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Re: Bienenfreundliche Landwirtschaft aktiv mitgestalten - wie?

Beitragvon CK_14974 » Di 18. Okt 2016, 21:01

Hallo Harald, die Mandelweide die ich hab hat den Vorteil, das ganze Jahr über Kätzchen auszubilden ...

Die Frage zur Landwirtschaft ist halt die, welche Vorteile hat es für den Landbesitzer?? Erst wenn die Besitzer Vorteile durch Verzicht auf Intensiv Nutzung, Verzicht auf Gifte u.ä. haben oder sich mit Land gar kein Geld mehr verdienen lässt, wird sich daran etwas ändern... Wenn ich aber sehe, wie sich die Preise für Grünland, Acker- oder Waldflächen entwickelt haben, scheint da sehr viel Potential zu liegen ... Und je länger die Niedrigzinzphase anhält, desto mehr wird auch hier investiert werden. Um so größer die Betriebe dann werden, umso schwerer ist es auf Gehör oder Verständnis zu stoßen ...

Also bleibt nur selbst aktiv werden ... ;)

biene1.0
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Re: Bienenfreundliche Landwirtschaft aktiv mitgestalten - wie?

Beitragvon biene1.0 » Do 20. Okt 2016, 23:23

Hallo....,
hast Du selbst Acker oder Grünland?
Ohne Geld zu verdienen ist wohl alles nicht machbar. Auch Landwirte müssen leben und in den Läden bezahlen wenn sie etwas kaufen.
Aber das ist es wohl nicht!
Spekulanten werden häufiger, das steht wohl fest und ist nicht aufzuhalten.
Es ändert sich etwas wenn der Anspruch an die eigene Lebensgestaltung steigt. Wesendlich ist dabei die Frage welchen persönlichen Aufwand der Einzelne treiben will, um zu essen. Und der nächste Punkt ist: Wer bestimmt den Preis für ein landwirtschaftliches Produkt? Wenn das der Landwirt tut, dann ändert sich in vielen Fällen auch die Technologie, also das WIE in der Produktion! Und damit auch die Qualität. Das wiederum hat Einfluss auf die Vielfalt der angebauten oder gehaltenen Arten.
Vielfalt und geänderte Qualitätsanforderungen ermöglichen auch bessere Verhältnisse für die wildlebenden Tier- und Pflanzenarten - also auch für die Honigbienen.
In unmittelbarer Nachbarschaft habe ich einen BIO-Ackerbaubetrieb. Dort wachsen Pflanzen, die auch Leute aus dem Dorf nicht kennen. Und in diesem Jahr flogen meine Bienen auch in die Kornblume! Es gibt also wieder "Unkraut". Viel Leguminosen sind im Anbau und auch die ganzjährige Begrünung wird auf allen Flächen praktiziert.
Wie kann es schöner sein? Aber wer hat schon solch einen Nachbarn! Was muss getan werden, dass es wieder eine größere Artenvielfalt und natürlichere Anbaumethoden gibt?
Gruß
Harald
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Re: Bienenfreundliche Landwirtschaft aktiv mitgestalten - wie?

Beitragvon zaunreiter » Mi 25. Jan 2017, 00:41

Geht es den Bienen in Städten beziehungsweise stadtnahen Gebieten besser als auf dem Land?

Aufgrund der geringen Datenlage wäre es eine unverhältnismäßige Aussage, dass Honigbienen in jeder Stadt Deutschlands gesünder leben als in agrarindustriell geprägten Räumen. Die vorliegenden Daten lassen jedoch den Schluss zu, dass vegetationsreiche Städte im Vergleich zu intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten Vorteile für die Gesundheit von Honigbienen bieten können.

Interessante Abhandlung: http://www.baerbel-hoehn.de/fileadmin/m ... e_2017.pdf

Na dann ab in die Stadt. Flüchten wir mit den Bienen in die Städte. Stadtflucht...
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.


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