10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

KMP
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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon KMP » Fr 12. Jan 2018, 12:19

Am Vormittag bin ich auch dabei (ohne Kräuter). Die kosmische Einflüsse der 2. Hälfte (Demeter) werde ich mir wahrscheinlich sparen und meine biodynamische Lebenskräfte dann zuhause bei der Familie investieren.

-Kevin
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Johannes-Mellifera
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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon Johannes-Mellifera » Fr 9. Feb 2018, 09:17

Morgen ist es ja schon so weit! Ich freue mich sehr auf die informativen Vorträge und auf den gemeinsamen Gedankenaustausch.

@Kevin: Auch wenn ich selbst der Umsetzung von "Bio" in der Imkerei skeptisch gegenüberstehe, weil man letztlich kaum Einfluss auf den Flugradius der Bienen hat, so freue ich mich doch auch auf die Inhalte dieses Vortrages. Ein bisschen Wachrütteln kann auch alten Hasen nicht schaden, selbst wenn man am Ende trotzdem nicht auf Bio umstellt / umstellen kann. ;)

Gruß Johannes

biene1.0
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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon biene1.0 » So 11. Feb 2018, 00:57

Johannes-Mellifera hat geschrieben:@Kevin: Auch wenn ich selbst der Umsetzung von "Bio" in der Imkerei skeptisch gegenüberstehe, weil man letztlich kaum Einfluss auf den Flugradius der Bienen hat, so freue ich mich doch auch auf die Inhalte dieses Vortrages.

Gruß Johannes


Hallo,
das mit dem Flugradius musst Du auch nicht beeinflussen. Die Flugrichtung finden die Bienen auch alleine1
Meine Beobachtung: Wenn die Bienen die Wahl zwischen konventionellen und ökologisch bewirtschafteten Flächen haben, dann bevorzugen sie die ohne Spritzmittel. Ausgangspunkt waren aber die Feldrehe hier in der Gegend. Sie halten sich in den Feldbeständen,die ökologisch bewirtschaftet werden, auf und setzen dort auch die Kitze. Zwei Völker standen in extensiv genutzten Heuwiesen und Ödland. In etwa 500m Entfernung blühte unendlich viel Raps. Der Honig sieht aber nicht nach Raps aus, sagen die Imkerkollegen. Eine andere Beobachtung: Ein Kollege hat 4 Völker in einer Gartenanlage. Wenige Meter davon entfernt ein sehr großer Rapsacker in voller Blüte. In entgegengesetzter Richtung, mehrere 100m entfernt Kastanien. Ergebnis: Kein Rapshonig!
"Der Mensch beherrscht die Natur, bevor er gelernt hat, sich selbst zu beherrschen."
Albert Schweitzer

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon Claudia.1977 » Mi 14. Mär 2018, 22:24

Ich war vom Tag enttäuscht und habe lange gezögert, ob ich hier deutliche Worte finden kann und darf! Gerade von Bernhard hätte ich mir mehr gewünscht wie: Aus meiner heutigen Erfahrung würde ich dem Hobby - Imker empfehlen:.... Kunstoffwaben, Mittelwende, Zuckerwasser.... braucht es nicht! Für mich sind an diesem Tag die Berufsimker, die jenigen welche, welche für den Untergang der Bienen verantwortlich sind!
liebe Grüße Claudia
[Warré seit 2014 (Oekobeute, Andreas Meisel)/ TBH seit 2015 (Oekobeute, Andreas Meisel) / Bienenkugel seit 2016 (Andreas Heidinger)/ Klotzbeute, trocknet seit 2016, Inbetriebnahme in 2018 (Selbstbau im Zeidler Kurs, Schloss Hamborn)]

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon zaunreiter » Do 15. Mär 2018, 04:37

Warum solltest du nicht ehrlich sein dürfen? Wir waren es doch auch. Oder?

Sind es die Berufsimker an sich, die für die Probleme verantwortlich sind oder was steckt wirklich dahinter?

Welchen Anteil trägt die heutige Gesellschaft an der Situation?

Ohne die Berufsimker wären die Bienen noch viel schlimmer dran. Denn im Moment vertritt kein Anderer vehementer die Bienen vor der Politik in Brüssel und Berlin als die Berufsimker. Daran sollte man auch denken, bevor man die Berufsimker als Ursache für die Probleme der Bienen bezeichnet. Was im Grunde sehr unüberlegt ist, angesichts der aufgeräumten und verbauten Landschaft, angesichts der Vergiftung von Wasser und Boden, die sich viel unmittelbarer auf die Bienen auswirken.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon Rumpel » Do 15. Mär 2018, 07:10

Divide et impera
Erstaunlich es funktioniert immer wieder!
Der nächste springt ums Eck und Behauptet das PSM -XY nicht verboten werden darf weil sonst schlimmere Mittel zum Einsatz kommen.
Quasi, Buden wie Monsanto verrichten ein Gotteswerk, Brot für die Welt auf Chemischen und Genveränderten Weg oder so.
Bei Giftlern und Notleidenen Bänkern knallen dann immer die Sektkorken.
Es gibt aber mehr Hobbyimker als Berufsimker, und die Berufsimker laufen nicht umher und killen Bienen mit dem bösen Blick.
Also alles wie immer, kein Grund zum Aufregen es läuft wie geschmiert.

„Entzwei und gebiete! Tüchtig Wort;
Verein und leite! Bessrer Hort.“
Goethe
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon zaunreiter » Do 15. Mär 2018, 14:15

Sehr richtig erkannt. :idea: Aber einer muß ja der Buhmann sein. :roll:

Kann jeder mal selbst versuchen, sich und seine Familie von Bienen zu ernähren.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon Claudia.1977 » Do 15. Mär 2018, 17:53

Hi Bernhard, lieben Dank, dass Du mich nicht verteufelt hast!

Selbstständigkeit ist in der heutigen Zeit, in der globalisierten Welt mit dem
Balast (welcher durch Nichtstun mit an Deiner Leistung verdienen möchte wie Bspw.: GEZ, Steuerberater, IHK, Finanzamt, Abmahnanwälte, Eichamt, ...) ehrt Dich und Ehrt den Blumenhändler, Schuhmacher, Uhrmacher, Schneiderin...

Das solls von meiner Seite zu dem Thema gewesen sein!
liebe Grüße Claudia
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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon zaunreiter » Do 15. Mär 2018, 19:00

Claudia.1977 hat geschrieben:Aus meiner heutigen Erfahrung würde ich dem Hobby - Imker empfehlen:.... Kunstoffwaben, Mittelwende, Zuckerwasser.... braucht es nicht!


Warum sollte ich Dich auch verteufeln. Den meisten Hobbyimkern empfehle ich genau das, was du gesagt hast.

Ich sollte laut Vorgabe (Vortragsthema) meinen bisherigen Weg in der Berufsimkerei beschreiben. Das habe ich getan. Eine Empfehlung war das nicht, nur eine Beschreibung. Und Plastikmittelwände musste ich nehmen, weil das Wachs bei mir vergiftet ist und ich keinen Ersatz auf dem Wachsmarkt bekomme, dem ich vertrauen kann.

Im Gegensatz zu anderen Kollegen habe ich dadurch nicht alle Bienenvölker verloren.

Was daran nun verwerflich ist, verstehe ich nicht.

Und selbst der Demeterimker Friedmann hat richtigerweise(!) beschrieben, dass man als Imker in den allermeisten Gegenden Deutschlands heutzutage mit den Bienen wandern muss, damit sie nicht das ganze Jahr hungern.

Was können die Berufsimker für diesen Zustand?

Viele Hobbyimker bemerken noch nicht mal, dass ihre Bienen hungern. Oder dass sie vergiftet werden. Da ist doch gut, wenn da mal welche darauf hinweisen, die mehr mit Bienen leben dürfen und deshalb davon mehr verstehen.

Was ist daran wieder nun verwerflich?

Dass die Bienen große Leistungen und Abstriche machen müssen, damit wir zusammen das Geld für unseren Unterhalt verdienen, das liegt in der Natur der Sache, beziehungsweise in der Natur unserer Gesellschaft.

Glaube mir, der Imker wird dabei noch größeren Stress ausgesetzt. Und doch mache ich es gern. Weil ich mit den Bienen leben darf. Und dass ich diese Liebe zu den Bienen leben darf, macht alle Schmerzen wieder wett.

Soviel von meiner Seite dazu.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

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Re: 10.02.2018 Berliner Imkergespräche (zur Information)

Beitragvon Rumpel » Fr 16. Mär 2018, 14:57

Was können die Berufsimker für diesen Zustand?

Die Hit and Run Strategie, abwarten und schauen wer noch alles mit auf den Zug aufspringt, um zB. Berufsimker in Sippenhaft zu nehmen.
Es gibt ja auch große Imker die z.B auf Naturbau arbeiten.
Mittel die zum Beispiel zur Varroabehandlung eingesetzt werden, wurden oft von Großimkern ausprobiert.
Die werden dann ohne murren in die Kisten gegeben
Die wirklichen Dreckschleudern sind schlechter greifbar.
- Jörn
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