Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

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Sid
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Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Sid » Do 13. Dez 2018, 00:21

Hallo, ich habe irgendwo gelesen, das man darauf achten muss, das die Waben immer in gleicher Richtung laufend aufgesetzt werden müssen. Normal käme ich gar nicht auf den Gedanken sie um 90 grad versetzt aufzusetzen aber .... was würde passieren wenn es eben passieren würde....? Gruß und danke für eine Antwort

Claudia.Potsdam
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Claudia.Potsdam » Sa 15. Dez 2018, 19:50

Ist das jetzt ein Gedankenspiel? Reden wir von einer ausgebauten Zarge? Wenn ja, könnte ich mir vorstellen (!), dass nix passiert. Was sagen die anderen?
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wolfgang54441
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon wolfgang54441 » So 16. Dez 2018, 15:39

Hallo

ich habe darin überhaupt keine Erfahrung.... :whistle:

Gruss
Wolfgang

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Caro
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Caro » Fr 21. Dez 2018, 13:30

Hallo Sid,
Du meinst, wenn man Warm- und kaltbau in unterschiedlichen Etagen mischt? Wir haben hier zwar keine Erfahrung mit Wechsel bei Warré, aber mit unseren Herold-Beuten können wir Deutsch-Normal im Warmbau und Zander im Kaltbau einsetzen. Aufgrund von Rähmchenmangel hatten wir bei DN-Völkern auch schon mal Zander-Honigrähmchen aufgesetzt. Da wir Völker gerne auf eigenem Honig überwintern lassen, hatten zwei Völker sogar schon einmal auf einer unteren DN-Zarge und einem Zander-Honigraum überwintert. Das ergab keine für uns sichtbaren Probleme.
Allerdings können wir bei diesen rechteckigen Beuten nicht dynamisch drehen, wie das bei Warré möglich wäre.
Viele Grüße,
Caro & Andreas

Sid
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Sid » Mi 27. Feb 2019, 02:21

Danke für eure Antworten, Ja, ich habe mit Zander begonnen (Volk vom Verein)und dann 2 Völker mit dn in (imkerpate)erhalten. Das Volk Zander ist erfroren , möchte/wollte die futterwaben an die dn verfüttern, also aufsetzen damit es sinnvoll verwendet wird. Ab dem schwärmen versuche ich mich dann dieses Jahr im stabilbau nach warre mit neuen beuten. Die Zander Beute kann ich mit dn bestücken und vorerst behalten um Erfahrung im Umgang zu sammeln. Erscheint mir zumindest jetzt als Anfänger doch etwas einfacher zu sein. Hab schon meinen Respekt vor den Viechern. Hatte bedenken das die dann wild in den Lücken herumbauen... bin mir aber nach wie vor nicht sicher ob das so klappt .... dann wandern sie von dn nach oben in Zander und müssen dann wieder zu dn wechseln frag mich wie ich die futterwaben am effizientesten einsetzen kann oder ob der Aufwand überhaupt lohnt ...

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Caro
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Caro » Mi 27. Feb 2019, 12:29

Hallo Sid,
Vöker erfrieren eigentlich nur, wenn sie zu klein sind, um die Wintertraube zu heizen. Bei uns im Berliner Stadtrand war der Winter so mild, dass selbst kleine Völker (drei Wabengassen) kaum Probleme bekamen, auch nicht in den Nachbarimkereien. Wenn das Volk nicht gerade als extrem später Ableger gegründet worden war, könnte auch etwas anderes seinen Tod verursacht haben. Ich frage nur deswegen, weil man die Honigwaben kranker Völker nicht einfach zum Füttern gesunder Völker verwenden sollte.
Bzgl. Beutemsystem vermute ich mal, dass Du Herold hast, die Zargen können Zander in der langen Achse und DN in der kurzen verwenden, so dass man diese Misch-Kombination aufsetzen kann. Wir haben bisher damit keine Probleme gehabt. Wenn Du zu dem Schluss kommst, dass das verstorbene Volk nicht krank war, kannst Du die Waben zum Füttern benutzen, d.h. auf eines der DN-Völker aufsetzen. Ich würde hier zumindest dringend auf die Flugloch-Größe achten, damit kein kleines Volk mit übergroßen Vorrat geräubert wird.
Aber ansonsten musst Du mal schauen, wie sinnvoll das Füttern mit einer ganzen Zarge jetzt noch wird: Ist es Winterfutter und kein reiner Honig, könnte es zumindest Probleme geben, weil die Bienen demnächst Nektar eintragen und Du anschließend in einer Zarge ein Gemisch aus Winterfutter und Honig hast, den Du dann nicht pauschal als Honig ernten und vermarkten darfst.
Droht aber eines der DN-Völker einen Futtermangel zu bekommen, könnte es eine sinnvolle Methode der Not-Füterung sein. Du solltest aber jetzt schon überlegen, wie Du diese Zarge wieder los wirst - Winterfutter den ganzen Sommer drauf zu lassen und in den nächsten Winter wieder mitzunehmen, ist keine gute Möglichkeit. Und für DN-Ableger kannst Du die Zander-Rähmchen auch nicht als Futterwaben verwenden. Bei Warré passt es erstrecht nicht.
Viele Grüße,
Andreas

Sid
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Re: Zarge falsch aufgesetzt - was passiert

Beitragvon Sid » Sa 2. Mär 2019, 03:08

Dank dir Andreas, ja ich bekam den Ableger erst Mitte August. Die hatten im Verein dieses Jahr große Ausfälle und haben sich erst einmal selbst versorgt :/ beim ersten Ausflug der Nachbarn hab ich rein geschaut. Eine Handvoll Bienen zusammen tot in einer Gasse. Kein Futteabbruch. Keine dunklen Flecken oder sonst etwas ungewöhnliches. Die Toten auf dem Boden waren auch nicht deformiert oder so. Ich habe die Beute vorerst verschlossen. In 2 Wochen schau ich mir die Situation in den anderen an. Dann werd ich die Waben im Zweifel entsorgen. Sicher ist sicher...Ich will ja sowieso umsteigen und werd dann im Frühjahr als schwarmjäger aktiv. Ja, dann ist es wohl Herold . Ich habe jetzt noch einen Ableger auf Zander rähmchen. Wenn ich richtig verstehe kann ich hier dann auch einfach wechseln und dn aufsetzten?


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