Bienenzucht von Johann Thür

Literatur über den Warréstock
Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » Do 10. Nov 2011, 16:53

Jetzt geht es. :P

Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » Fr 20. Jan 2012, 08:06

Sudarsan et al (2012)
Flow currents and ventilation in Langstroth beehives due to brood thermoregulation efforts of honeybees.
Journal of Theoretical Biology 295 (2012) 168–193
http://www.uoguelph.ca/canpolin/Publica ... l-2011.pdf
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » So 29. Apr 2012, 15:27

Professor Tautz hat herausgefunden, daß leichte Temperaturveränderungen bei der Brutaufzucht reichen, um Verhaltensänderungen hervorzurufen und die Bienen dumm zu machen. Weniger intelligent.

Siehe:
http://www.pnas.org/content/100/12/7343.full.pdf+html


Außerdem haben die Entdecker der den Honigbienen eigenen Michsäurebakterien herausgefunden, daß der Eintrag und Verarbeitung von Honig Milchsäure (und Essigsäure) produziert! Bei übermäßig belüfteten Beuten entweicht die Milchsäure und kann so den Bienenstock nicht mehr vor Krankheitsbefall schützen. 

Text siehe unten. 

Gruß
Bernhard

In the latest issue of NordBi-Aktuellt, the Journal of the Swedish Association for Preserving Apis mellifera mellifera, Swedish researcher Tobias Olofsson at the University of Lund describes his work on lactic acid bacteria. On the subject of hive atmosphere he writes (in my own humble translation from Swedish): 

Lactic acid bacteria form organic acids such as lactic, acetic and formic acid. These are acids used by beekeepers to combat mites and nosema. Lactic acid bacteria are numerous and resemble small factories in the hive where they prosper in the honey stomach, bee bread, bee pollen and honey. Perhaps they produce an arsenal of substances dispersed in the hive's atmosphere? Perhaps the atmosphere in the hive is important to preserve and this would be a reason to disturb the bees as little as possible. Samples from the lab shows that the bacteria produces large amounts of organic acids that seep into the atmosphere. In modern beehives there are bottom screens and entrances at the bottom; how does this affect a potential atmosphere that might prevent disease? The answer is quite logical, but I put the question to Martin Ferm at the Swedish Environmental Research Institute (IVL) in Gothenburg. The organic acids accumulates in a fairly closed room but with a bottom screen with the full thrust of the wind at the bottom and with entrances at the bottom that aired these acids out according to Martin. 

Wild bees prefer a hollow tree with only a small gap as opening and they are very careful to seal every crack or hole. We will be investigating this properly: what is the atmosphere like inside a hive if it can be left alone and what does such an atmosphere do to mites? Our pilot study that was conducted in the summer of 2009, in a hive during a typical summer day and while winter fodder was given, was just the beginning. Formic acid and aceticacid were found in the hive atmosphere in the visible amount during a typical summer day and in even larger amounts when the fodder was given. 
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Friedrich

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon Friedrich » Di 1. Mai 2012, 18:55

in der Dissertation von Fiola Bock wird nicht nur die "Intelligenz der Bienen" in Abhängigkeit von der Bruttemperatur sondern auch die Flügelabmessungen, das allgemeine Bienenverhalten im Stock sowie deren generelle Aktivität und -man höre und staune- auch die Lebenserwartung der Bienen in Abhängigkeit von der Bruttemperatur untersucht und nachgewiesen.

http://opus.bibliothek.uni-wuerzburg.de/volltexte/2006/1780/pdf/Dissertation_Fiola_Bock.pdf

Der alte Johannes Thür hätte sich über solche Erkenntnisse/ Beweise zu seinen Thesen sicher sehr gefreut. Da unterhalb von 32°C Bruttemperatur schon erhebliche Entwicklungsfehler bei den Einzelbienen auftreten, ist jedwedes "unnötige Öffnen" der Beute als verwerflich zu betrachten und tunlichst zu unterlassen, vor allem wenn man bedenkt, wie viel Zeit das Bienenvolk zum Wiederherstellen der optimalen Temperatur im Brutnest benötigen wird. Es wird immer deutlicher, das Öffnen der Beuten ist für das Leben der Bienenpopulation wenig hilfreich !!!

Gruß
Friedrich

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » Sa 22. Sep 2012, 13:43

Patentschrift zur Schließrahmenbeute von Thür:

Link geht nicht.
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » Sa 22. Sep 2012, 14:25

Hier die Patentschrift:

http://www.immenfreunde.de/pics/thur/PatThur1.pdf

Hier die Zeichnung dazu:

Bild

Bild

Zeichnung in groß: http://www.immenfreunde.de/pics/thur/PatThur.png

Mhhmm, man müßte einen Schließrahmen für Magazine entwickeln. Dann sind wir bezüglich Nestduft wieder etwas weiter!

Gruß
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon mahagugu » Sa 22. Sep 2012, 19:44

Falls das das Buch von Thür ist was ich schon gelesen habe, möchte ich sagen.
Nun die dort empfohlene Christbeute würde ich ohne bedenken ausprobieren.
Bei der Schließrahmenbeute habe ich die Angst , dass das Trennen der Rahmen die Bienen zu sehr stört,
weils nicht einfach gehen wird.

So aus Erfahrung tendiere ich zu ehern dünnen und schmalen Oberträgern oder Halbrahmen und zu einfachen
Beuten , weil ich nicht die Zeit , noch die Fähigkeiten dazu habe, aufwendige Beute und Rahmen zu bauen.

mahagugu
Beiträge: 404
Registriert: Mo 23. Apr 2012, 18:43

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon mahagugu » Sa 27. Okt 2012, 18:35

" LA RUCHE LEGRIS - Une ruche anti-varroa pour de fortes récoltes ! "
"Der Legris-Bienenstock - Ein Bienenstock gegen die Varroa für die starken Ernten.."

war dann doch nicht so motiviert , das alles zu übersetzen wie ich die Beute gesehen habe ...
die Bilder sagen eh viel aus und man versteht sicher soviel , dass man das nachbauen kann ...

Benutzeravatar
zaunreiter
Administrator
Beiträge: 4442
Registriert: Do 5. Aug 2010, 19:14
Wohnort: Niederrhein
Kontaktdaten:

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon zaunreiter » So 13. Jan 2013, 23:37

apiarius hat geschrieben:...Legris- Beute.


So ein Schließrahmen wird doch fürchterlich zupropolisiert, die ist dann entgültig "verschlossen". Und beim gewaltsamen Wiederöffnen eine Menge Radau und verärgerte Bienen. :|

Außerdem gibt es da null Schichtenbeweglichkeit. Dann würde ich eher in einer Klotzbeute Bienen halten.

Ein paar Widersprüche gibt es ja schon bei Thür. Ich lese ihn noch mal. Jawohl, Dir zu Ehren, lieber Manfred. :oops: Da beschreibt er selbst freien Wabenbau in Ästen (siehe auch: viewtopic.php?f=31&t=304) und dann pocht er im gleichen Satz auf Rundum-Anschluß der Waben an die Wände. Hmmm...
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Benutzeravatar
jonas
Beiträge: 215
Registriert: Mi 7. Mär 2012, 19:57
Wohnort: Berlin Kreuzberg, süd Frankreich

Re: Bienenzucht von Johann Thür

Beitragvon jonas » Do 28. Mär 2013, 09:03

http://pro.neviere.com/
Hier gibt es die legris beute zu kaufen für 130 euro. Im suchfenster legris eingeben...
Im text steht das die rahmen ein spezieles profil haben wegen der propolis... Mehr aber auch nicht.
Der laden ist 160 km entfehrt von da wo ich in frankreich wohne... Würde mir das gerne anschauen. :shock: Und vor allem dieses profil.


Zurück zu „Bücher über den Warréstock“