Königinnenzucht: Wie?

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zaunreiter
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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon zaunreiter » Mi 23. Jul 2014, 15:46

Für den Transport der schlupfreifen Weiselzellen habe ich einen Werkzeugkasten umgebaut.

Zunächst habe ich einen Schwamm gelöchert. Dazu habe ich ein Stanzhohlschlageisen (richtige Bezeichnung hier einsetzen) mit 16 mm Durchmesser genommen, auf den Schwamm gedrückt und mit dem Hammer feste druff.
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Gelöcherte Schwämme.
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Ein handelsüblicher Werkzeugkoffer.
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Zur Isolierung zum Boden hin eine Styroporplatte.
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Um den Schwamm nach unten hin dichtzumachen, habe ich der Einfachheit halber Panzerband genommen.
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Von den herausgestanzten Würsten schneide ich Scheiben ab...
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...und drücke sie von der offenen Seite auf den Boden. Damit die Königin nicht versehentlich am Panzerband kleben bleibt und die Öffnung nach unten hin verschlossen ist.
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Fertig.
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Der Einsatz nimmt die benötigten Kleinteile auf.
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Und mit schlupfreifen Zellen befüllt.
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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon edlBeefit » Mi 23. Jul 2014, 16:30

Das hab ich mit einen kleinen Lötkolben und einer 100 er Styropor Platte auch so ähnlich gemacht, einfach nicht ganz durchgebrannt und fertig
Gruss Kurt Edlinger

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Rumpel
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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon Rumpel » Mi 23. Jul 2014, 16:41

Dicker Daumen Bernhard,
So schön Stoss gesichert, des Ding heisst Locheisen bei uns. :)
Dein Koffer finde ich Super.
Gruss Jörn
Um zu begreifen, dass der Himmel überall blau ist, braucht man nicht um die Welt zu reisen.
Johann Wolfgang von Goethe

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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon zaunreiter » Do 14. Mai 2015, 07:37

Zur optimalen Versorgung der Weiselzellen streue ich frischen Pollen in Leerwaben. Diese so erstellten Pollenbretter rahmen die Weiselzellen ein. Die jungen Pflegebienen haben kurze Wege zum Futter.
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Links, rechts und in der Mitte werden Futterwaben mit offenem frischen Nektar eingestellt.
Ausgebaute Leerwaben werden mit frischem Pollen befüllt und kommen seitlich zum Rahmen mit den Weiselzellen.

https://www.youtube.com/watch?v=QEmek81ivOs

Dann mit jungen Bienen aus einem Sammelbrutableger auffüllen. Vor zehn Tagen aus durchgehend verdeckelten Brutwaben einen Sammelbrutableger über einem weiselrichtigen Volk gebildet, schlüpfen haufenweise junge Bienen. Das Volk kommt in Schwarmstimmung. Aus der Schwarmstimmung heraus, mit vielen jungen Bienen an Board, entstehen schönste Weiselzellen.

Ein Absperrgitter vor dem Flugloch schützt vor dem Zufliegen fremder Königinnen. Wenn das passiert, werden die Weiselzellen aufgebissen.
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Für die optimale Versorgung der Weisellarven braucht es Unmengen an jungen Bienen, die die Pflegearbeit übernehmen.
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Nach der Entnahme des Rahmens mit den Weiselzellen schließt sich die Lücke bald mit Bienen.
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Die Zellen wurden gut angenommen.
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https://www.youtube.com/watch?v=gjhXXnMdpiY
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Re: Befestigung der Oberträger

Beitragvon zaunreiter » Do 14. Mai 2015, 16:52

Nach 24 Stunden erfolgt die Rückvereinigung. Der Starter kommt auf die Seite, an dessen Stelle das weiselrichtige Volk. Wegen des Bienenpelzes außen am Starter stelle ich den Starter erstmal oben drauf, damit der Bienenpelz nach unten wandert. Siehe Video. Später setze ich die Zarge mit den Weiselzellen über Absperrgitter dem weiselrichtigen Volk auf. Dort werden die Weiselzellen bis zur Verdeckelung weitergepflegt.


https://www.youtube.com/watch?v=ndXUqC9oSK8
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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon zaunreiter » Mi 17. Jun 2015, 18:28

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Soblu
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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon Soblu » Do 18. Jun 2015, 06:23

Hallo Bernhard

Danke für den Film.

Ich hätte da mal eine Frage an Dich: Imkerst Du bei der Warre allgemein mit Rähmchen und Mittelwänden? Oder nur bei der Königinnenzucht? Und wieso bist Du auf Rähmchen umgestiegen?

vielen dank
gruss manuela

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Re: Königinnenzucht: Wie?

Beitragvon zaunreiter » Do 18. Jun 2015, 08:51

Ich bin nach zehn Jahren Stabilbau auf Rähmchen umgestiegen, weil ich mich entschieden habe, mit und von den Bienen zu leben. Mit Haut und Haaren will ich die Berufung Bienen ausleben. Um aber davon leben zu können, brauche ich eine große Anzahl Völker. Weil ich mein Geld nicht mit Vorträgen oder so verdienen will, sondern mit echter Arbeit und Bienenprodukten, mit der Erzeugung von Nahrung für Andere.

Für den Aufbau einer großen Völkerzahl und für den Unterhalt derselben, ist das Rähmchen als Werkzeug sehr hilfreich. Außerdem ermöglicht es eine größere Ernte, die ich brauche, um die hohen Investitionskosten zu Anfang zu schaffen. Die Imkerei ist leider sehr material-intensiv.

Sobald ich die Anfangshürden geschafft habe, und alles bezahlt ist, kann ich mir eine Rückkehr zum Stabilbau gut vorstellen. Insbesondere, weil Wabenhonig von den hier lebenden Türken und Italienern sehr gefragt ist. Außerdem strebe ich eine Bio-Zertifizierung an und in diesem Zuge kann ich mir den Stabilbau gut vorstellen.

Erst mal muß ich aber den Anfang machen. Und aller Anfang ist schwer.

Viele Grüße

Bernhard
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