Ersatzkönigin überwintern

reichswaldimker
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Ersatzkönigin überwintern

Beitragvon reichswaldimker » Di 22. Mär 2011, 10:23

Hallo liebe Gemeinde.

Das Ziel ist eine junge Königin auf einer Warre Zarge zu überwintern.

Ich stelle mir vor einige natürliche Weiselzellen mit ein paar Handvoll Bienen in einen Zarge setzten. Dann der Dinge harren, aber nicht mehr Raum als eine Zarge zu geben.
Ist so ein Volk ohne Fütterung Überwinterungsfähig.
Ist so ein Volk ohne Zufütterung im Februar lebensfähig.

Gibt es Erfahrungswerte?

bernhart
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Re: Ersatzkönigin überwintern

Beitragvon bernhart » Mi 23. Mär 2011, 22:45

Servus Reichswaldimker,
ich habe selbst erst 3 Jahre Erfahrung, da sich aber sonst noch niemand meldet mal ein paar Zeilen von mir. Unter der Voraussetzung, dass ein solcher Ableger überhaupt funktioniert (Bienen fressen die Weiselzellen nicht aus; Bienen bleiben in der Beute usw); müsste man den Ableger am Anfang ganz sicher massiv füttern, da er nicht, wie ein Schwarm Reserven mitbringt. Und ein Schwarm besteht ja aus viel mehr als aus einer "handvoll" Bienen. Und sogar wenn das Völkchen so weit kommen sollte, dass die Königin schlüpft, begattet wird und in Eiablage geht, scheint es mir doch zu schwach zu sein, um bis zum Herbst genügend Reserven zu haben.

Mit kleinen Schwärmen habe ich relativ gute Erfahrungen auch bei einzargiger Überwinterung und mit wenig Fütterung gemacht.

lg
Bernhart

beetic
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Re: Ersatzkönigin überwintern

Beitragvon beetic » Mi 23. Mär 2011, 23:53

Hallo,

Eigenerfahrungen kann ich nicht beisteuern, "nur" Angelesenes:

Ich stelle mir vor einige natürliche Weiselzellen mit ein paar Handvoll Bienen in einen Zarge setzten

Das wird nicht gehen, denn wenn Du dann der Dinge harrst, zieht Dir die Königin vermutlich aus, es kann auch sein, dass noch Mininachschwärmchen fallen, obwohl ja die Erstgeschlüpfte das regeln sollte. Du solltest also pro Einheit nur eine Weiselzelle einsetzten.

Man liest sehr viel von "Mini-Plus" bzw Begattungskästchen, diese kannst Du auch erweitern, mußt du sogar, damit die begattete junge Königin auch genügend Platz hat, wenn sie legt und sich das Völkchen vergrößert. sonst haut die dir noch wieder ab! ;)
Geht doch auch im Warrémaß.
Du mußt Füttern, wurde schon oben geschrieben.
Meines Wissens nach sind Völker im Mini Plus auch zu überwintern.

Finvara hatte dazu einmal etwas geschrieben, ich finde das gerade nicht mehr.

Liebe Grüße

Marion

beetic
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Re: Ersatzkönigin überwintern

Beitragvon beetic » Mi 23. Mär 2011, 23:55

Hallo nochmal,

jetzt hab ich ihn gefunden, den erwähnten Beitrag; er stand doch hier im Forum und nicht woanders, also:

http://www.immenfreunde.de/forum/viewtopic.php?f=26&t=36#p227

Sonst kannst Du ja auch mal "mini plus überwintern" googeln.


Viel Erfolg!

Marion

reichswaldimker
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Re: Ersatzkönigin überwintern

Beitragvon reichswaldimker » Do 24. Mär 2011, 12:41

Danke,
es wird wohl auf die Anzal der beigegebenen Bienen ankommen. Habe mir jetzt den Beitrag von bietic gesichert.

Das mit dem Fütter mit Zucker? Eher eine Honigwabe beilegen.

Sehr schnell komme ich aber dann von der Ursprungsidee ab. Auf einmal kommt die komplette Brutwabe in den Kasten mit zwei Honigwaben. Dann hätte ich einen etablierten Brutaberleger durch Waben.
Dann hätte ich das ursprüngliche Brutnest zerissen.

Die Warrezarge ist etwas ein Drittel größer als Miniplus. Ich lese bei Miniplus immer zwei oder dreizargige Überwinterung.
Mir geht es hauptsächlich um die einzargige Überwinter eines Minivolkes. Die kritische Größe nach Literatur sind etwa 4000 Winterbienen???? Quelle: Ist eine schweizer Studie zur Varroabekämpfung mit Kleinvolkphase.

Bei Bruder Adam wurde ein Dadantkiste auf 4 Abteile zerteilt und regelmäßig Bienen abgeschöpft. Das kommt dann auch so etwa auf eine Warrezarge hin.

Noch ein Nachtrag:
Ich kann ja im Februar füttern.


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