Königin-im Paradis geboren

lilie
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Königin-im Paradis geboren

Beitragvon lilie » Di 26. Apr 2016, 21:46

Guten Abend!
Ich habe eine Frage: Ist für eine optimale Entwicklung einer Königin-im Überfluss - die Zeit der Aufzucht,vom Ei bis zum Schlupf gemeint?
Danach ist es nicht mehr so entscheidend?(Die werden ja dann meist in winzige Begattungseinheiten gesteckt).
Liebe Grüsse
Susanne

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zaunreiter
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Re: Königin-im Paradis geboren

Beitragvon zaunreiter » Di 26. Apr 2016, 22:17

Doch, das danach ist auch wichtig. Je mehr Bienen die junge Königin füttern, desto besser. Die Bienen fliegen auch mit ihr aus und da ist eine größere Truppe auch wichtig. Die kleinen Begattungseinheiten "funktionieren" auch, aber eine im Vollvolk großgewordene Königin ist meistens um Längen besser.
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Johannes-Mellifera
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Re: Königin-im Paradis geboren

Beitragvon Johannes-Mellifera » Di 26. Apr 2016, 22:32

Hallo Susanne,

mit "optimale Entwicklung einer Königin im Überfluss" ist gemeint, dass die Larve (direkt nach dem Umlarven) hochwertigen Futtersaft in quasi "unbegrenzter" Menge erhält. Dafür sind viele Jungbienen auf engstem Raum, offener Honig (oder Fütterung), viel Pollen und Wärme nötig. Auch sollte das Pflegevolk überhaupt erst mal in der Stimmung sein, um Königinnen ziehen zu wollen und die Bienen sollten natürlich gesund sein.

Mit den "winzigen Begattungseinheiten" hast du zum Teil recht. Das kann man kontrovers betrachten und diskutieren. Die Frage ist einfach, wann "winzig" gleichbedeutend mit zu klein ist. :? Wenn du mal ein Volk gesehen hast, aus dem ganz natürlich 4-5 Nachschwärme gleichzeitig abgehen, dann sind diese teilweise auch nur ca. 300 g schwer. Das ist zwar winzig, aber von der Natur irgendwie so geduldet. Von daher sehe ich bei normalen Begattungskästchen (optimal Mehrwabenkästchen) jetzt keine all zu großen Probleme. Natürlich darf dieses kleine Völkchen dann nicht so aufgestellt werden, dass es unterkühlt. Aber eine geschlüpfte Königin ist schon mal aus dem Gröbsten raus. Wärme ist und bleibt aber wichtig!

Ich für meinen Teil kann sehr gut mit dem Kieler BGK und vergleichbaren Kästchen leben und habe kein schlechtes Gewissen dabei. Deutlich besser gefällt mir aber das MiniPlus, welches bei mir hauptsächlich zum Einsatz kommt. Ich würde grundsätzlich sagen, dass größere Einheiten besser sind. Sie puffern mehr Umwelteinflüsse ab und sind harmonischer. Aber die kleinen gehen auch schon ganz gut. ;)

Bernhards Begründung finde ich auch sehr interessant. Aus zeitlichen Gründen war es mir erst 2 mal vergönnt, eine ausfliegende und heimkehrende Königin zu beobachten. Diese beiden wurden nicht sichtbar begleitet. Aber grundsätzlich mag das schon so sein. Da fehlt mir die Erfahrung in der Beobachtung.

LG Johannes


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