Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Roger Delon http://warre.biobees.com/delon.htm
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Gilles Denis http://warre.biobees.com/denis.htm
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...und andere!
Finvara
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Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon Finvara » Sa 12. Feb 2011, 22:16

Hallo,
... Manfred hat recht. Das " Völkchen", sofern es den Namen denn verdient, hat eine sehr schlechte Entwicklung und Trachtsituation hinter sich.
Ersichtlich an den mangelhaft und vollkommen ungleichmäßig ausgebauten Waben.
Desweiteren ist in den Waben , die ja das Brutnest zeigen, kein Pollen zu erkennen. An Brut ist fast nur verdeckelte und ältere Brut zu erkennen. Jüngste Brut scheint ganz zu fehlen.
Die erkennbare Volksstärke ist mangelhaft. Das Volk befindet sich in jedem Fall in einer Phase die auch ich als "depressiv" bezeichnen würde. Die Volksstärke ist schlecht, die Brut wird nur mangelhaft belagert. Der Futtervorrat mangelhaft, Pollenvorräte nicht erkennbar. Der Bautrieb schlecht od. gar nicht mehr vorhanden. Die legetätigkeit der Königin entweder schlecht od. eingestellt.
.... kurz gesagt, ich würde ein solches Völkchen umgehend abkehren, bzw. auflösen.

gruß Uwe

was allerdings NICHTS über die Brauchbarkeit der Beute od. der Betriebsweise aussagt. Mit entsprechender Tracht, einem guten Schwarm in der Beute, kann man damit sicher auch imkern. hier bestätigt sich wieder mal was schon so oft gesagt wurde. Es nutzt die beste Beute nichts wenn keine Tracht da ist.

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Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon zaunreiter » Sa 12. Feb 2011, 22:52

Ehm, ihr habt aber schon die Überschrift des Videos gelesen? ;)

Viele Grüße
Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Manfred

Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon Manfred » So 13. Feb 2011, 01:23

Grüß Euch,

@Mellina: So ein Wäbchen braucht doch keine Speile. Ich imkere problemlos mit ungespeilten und ungedrahteten 12 dm² Waben.
Zudem sieht man am gezeigten Bau deutlich, wie sehr die Konstruktion stört. Mit dieser Rähmchenform in Kombination mit einer gut kittenden Biene wirst Du nicht glücklich werden.

@Beorn: Da kann ich Dir nur wünschen, mal zu sehen, wie unsere westlichen Honigbienen sehr wohl auch fähig sind zu drohen und aktiv zur Abwehr auch von Hornissen überzugehen.

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon zaunreiter » So 13. Feb 2011, 11:00

Oscar Perone sagt, daß die Waben nahezu unbegrenzt groß sein können und trotzdem stabil sind. Das Rähmchen und vor allem der Draht dienen ja hauptsächlich der Bruchfestigkeit beim Schleudern.

Ich habe ebenfalls in den Stülpern keine Speile verwandt, habe aber auch keine Wanderung unternommen.

Hier kannst Du Oscar und Freunde mit Waben von 40, 60 und 80 cm Höhe und 45 cm Breite hantieren sehen. Nur Oberträger und viertel Seitenteile.

http://www.permapicultura.com/panales.aspx

Wenn die Bienen frei bauen dürfen, merken sie selbst sehr schnell, wenn etwas zu locker ist. Schließlich sitzen sie ja auf den Waben und Du würdest den Ast, auf dem Du sitzt, auch verstärken. Dabei ist das Netz der Zellränder tragend. Dazu muß gesagt werden, daß Oscar ein Freund von alten Waben ist - er sieht sie als Quelle der Gesundheit an - nicht als Krankheitsherd.

Viele Grüße

Bernhard
Cogito ergo summ.
Ich summe, also bien ich.

Manfred

Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon Manfred » So 13. Feb 2011, 14:48

Grüß Euch,

Mobiler Naturwabenbau funktioniert nach der Perrone-Methode mit Vorgabe bereits ausgebauter Rähmchen (Bei mir Z/BW Flachzarge) mit entferntem Unterträger insofern gut, als auch kaum Baukorrektur vorzunehmen ist.

Als Wabenhalterung für eine zwischenzeitlich entnommene Wabe im Fall von Eingriffen habe ich mir 2 Tischtuchklemmen so zurechtgebogen, daß sie als Wabenhalter in die Zargenwand eingehängt werden können.

Für reinen Naturbau haben sich maximal 30 cm Spannweite seit langem bewährt.

http://www.rehov.org/Rehov/publications ... EA70_4.pdf

http://img.webme.com/pic/y/yebus/karte.jpg

Ich sehe auch keinen Grund, warum die Waben des Brutbereichs noch im 'Verlauf des Lebenszyklus eines Volkes getauscht werden sollen. Wabentransfer von einem Volk ins andere praktiziere ich keinen. Die Fruchtbarkeit der Varroa-Milbe ist auf älterem Wabenbau geringer.

Die Wachse sind ja auch ein Teil der Identität des Volkes.

http://www.opus-bayern.de/uni-wuerzburg/volltexte/2002/125/pdf/3.pdf

Herzliche Grüße Manfred

Manfred

Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon Manfred » So 13. Feb 2011, 21:50

Grüß Dich, Apiarius

Im Erstarkungsbetrieb ohne Einsatz von Behandlungsmitteln schaffts zur Zeit ein Volk selten über drei Jahre.

In der Regel bleiben den Bienen 3 Zargen.

Die unterste Zarge ist anfangs einfach leer.

In den Futterkranz fressen Sie sich bei aufsteigender Entwicklung hemmungslos rein und sollte da noch zuviel stehen, kann ich ja einfach mit Stockmeisel oder Spachtel die Deckel andrücken und so Schlote schaffen, die den Weg nach oben eröffnen.

Da ich gerne Wabenhonig und Preßhonig aus unbebrüteten Waben ernte, habe ich mich für den Schwarmbetrieb im Stabilbau für Lagerstöcke entschieden. Die sollen auch wanderfähig sein und drum verspreize ich da drin 3 Speile in Sackbohrungen an der Seitenwand.

Wenn Du mit dem Thür-Magazin arbeitest, kommen nur ins oberste Kisterl 8 Leisten, unten drunter immer nur 2 eingelegt.

Herzliche Grüße Manfred

Manfred

Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon Manfred » Mo 14. Feb 2011, 13:59

Grüß Dich, Markus

Auf Bernhards Initiative gründend, gab es da mal ein feines kleines Forum "Bien&Milb".

Das war für mich sehr anregend und fruchtbar und zeitigt, soweit ich das beobachte heute noch Wirkung.

Ein bemerkenswerter Beitrag darin war der:

http://www.buckfast.de/lvbb/content.php?id=34

Ich für meinen Teil brauche kein "Hinterzimmer" um da im kleinen Kreis was abzumauscheln und mich letztendlich zu isolieren. Transparenz ist besser für mich, das hilft mir meine Erfahrungen und Schlußfolgerungen besser zu hinterfragen und hinterfragen zu lassen.

Herzliche Grüße Manfred

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Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon zaunreiter » Mo 14. Feb 2011, 14:12

Was ist daran so schwierig, eine E-Mail zu schreiben? Jemand, der seine E-Mailadresse nicht angibt im Profil, möchte nicht angeschrieben werden. Zumindest muß er sie nach der Anmeldung willentlich wieder aus dem Profil gelöscht haben. Diese Entscheidung sollte respektiert werden.

Viele Grüße
Bernhard
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Re: Rähmchen der japan. (Warré-) Beute

Beitragvon zaunreiter » Di 15. Feb 2011, 00:26

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Bernhard
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